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Ché Guevara

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Wednesday, June 28th 2006, 4:14pm

Redbergslid in finanziellen Nöten

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Flaggschiff des schwedischen Handballs schlingert in schwerer See - Redbergslids IK benötigt dringend finanzielle Hilfe


2003 gewann Redbergslid zum 20. und bisher letzten Mal in der ruhmreichen Vereinsgeschichte den schwedischen Meistertitel. Die "Weißen Eleganten" kämpften sich in jenen Tagen sogar bis ins Finale des Pokalsiegerwettbewerbs vor, scheiterten damals erst auf den letzten Metern am Starensemble aus Ciudad Real. Dann jedoch zogen alsbald dunkle Wolken am Erfolgshimmel des Traditionsvereins auf, die sich bis heute nicht verzogen, sondern ganz im Gegenteil bedrohliche Ausmaße angenommen haben. Im 90. Jahr seines Bestehens ist die Zukunft des Göteborger Vereins finanziell akut gefährdet.


Talentschmiede und Sinnbild des Erfolges

In der Vergangenheit brachte Redbergslid immer wieder das Kunststück fertig, seine ausgebildeten und dann flugs von ausländischen Topadressen abgeworbenen Spieler durch geschickte Verpflichtungen oder talentierte eigene Nachwuchsleute zu ersetzen. Seit der große Magnus Wislander Anfang der Neunziger Jahre seinen Triumphzug Richtung Süden begann, haben zahlreiche Akteure der "Weißen Eleganten" den Weg in lukrativere Ligen angetreten und dort Erfolge gefeiert. Zur Zeit verdienen ganze 12 ihr Gehalt im Ausland. Damit hat Redbergslid zweifelsohne einen bemerkenswerten Beitrag zum Erfolg mehrerer europäischer Klubs geleistet. Stark begünstigt durch die finanziellen Probleme verlassen der Halblinke Joacim Ernstsson (nach Kolding) und Rechtsaußen Fredrik Lindahl (zum FC Kopenhagen) zur kommenden Saison als die zunächst Letzten den Verein.

Mangelnder Erfolg und sinkendes Interesse

Trotz deutlicher Kosteneinsparungen in den letzten beiden Jahren gingen die Einnahmen zurück, und die Schulden wuchsen. Der sportliche Erfolg blieb aus, und damit ließ auch das Interesse von Zuschauern und Sponsoren allmählich nach.

Im Zuge der WM 2005 in Tunesien weckten mit Abwehrass Magnus "Orsa" Jernemyr und dem Halblinken Magnus Lindén gleich zwei weitere Schlüsselspieler Begehrlichkeiten in der spanischen Liga Asobal. Jernemyr zog es nach Torrevieja, wo er bis heute erfolgreich agiert. Lindén wurde vom Madrider Vorortklub Alcobendas unter Vertrag genommen, er steht aber mittlerweile vor einer Rückkehr in die heimische Elitserien.

Zudem pochte der frühere Nationallinksaußen Martin Frändesjö seinerzeit auf die Erfüllung seines Dreijahresvertrages. Er war nicht an einem Vereinswechsel interessiert, es sei denn, man biete ihm einen gleichwertigen Ersatz oder Redbergslid erstatte ihm den Differenzbetrag. Vor Gericht bekam der Ausnahmespieler in erster Instanz Recht. Sollte Redbergslid, das Berufung einlegte, im Herbst auch in zweiter Instanz vor dem Arbeitsgericht den Kürzeren ziehen, drücke den Klub eine zusätzliche Last in Höhe von etwa 500.000 Kronen, bemerkt "Göteborgs Posten".

Doch mit der finanziellen Schieflage nicht genug: Anfang Mai verstarb der frühere Geschäftsführer Leif Andersson. Einbrecher bereicherten sich zudem am Inventar der Rosendalshallen und nahmen sogar Wasserflaschen mit.

Positive Notizen am Rande: gerade erst wurden mit Andreas Palicka und Joakim Bäckström zwei talentierte Youngsters der "Weißen Eleganten" in die Juniorennationalmannschaft berufen. Ein Zeichen des Potentials, das im Verein steckt. Und vor wenigen Tagen erhielt Pål Henry Jeppson - Mannschafts- und Hausarzt bei RIK - für fast 35 Jahre treue Dienste eine Auszeichnung. Spärliche Freuden in äußerst ungewissen Tagen.

Suche nach Helfern und Sponsoren

Zur Zeit ist man an der schwedischen Westküste fieberhaft auf der Suche nach Unterstützung durch Wirtschaftsunternehmen und Privatpersonen, um die fehlende Summe von 1,5 Millionen Kronen - bestehend aus Zuliefererbeträgen, Steuerschulden und ausstehenden Spielergehältern - schnellstmöglich aufzubringen und somit den drohenden Konkurs in allerletzter Minute doch noch abzuwenden.

Auf der Jahreshauptversammlung am 19. Juni gelang es aufgrund der finanziell mehr als bedrohlichen Lage nicht, sich auf eine neue Führungsriege zu einigen. Einige Ämter bleiben zunächst noch vakant, und am 3. Juli ist eine neue Sitzung geplant. Es ist zu vermuten, daß sich an diesem Tag die Zukunft des Traditionsklubs entscheiden wird. Als Damoklesschwert droht Konkurs und damit der Neubeginn im sportlichen Niemannsland.

Sollte der fehlende Geldbetrag tatsächlich zügig aufgebracht werden können, sieht ein möglicher Plan vor, den Verein u.U. in finanziell voneinander unabhängige Untereinheiten zu splitten. Kann das schlingernde Flaggschiff des schwedischen Handballs noch einmal gerettet werden?

Um die schwedische Hilfsaktion auch in Deutschland zu unterstützen, wurde folgendes Spenden-Treuhandkonto eingerichtet:

Dr. Oliver Schulz
Treuhandkonto
Verwendungszweck: Redbergslid

Sparkasse Bremen
Bankleitzahl 290 501 01
Kontonummer 10 75 59 65

Eingehende Spenden werden gesammelt und dann in vollem Umfang an Redbergslids IK weitergeleitet. Spendenbescheinigungen können aus logistischen Gründen leider nicht ausgestellt werden.

quelle:handballworld.de

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klabauterchen

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Wednesday, June 28th 2006, 5:56pm

RE: Redbergslid in finanziellen Nöten

Gibt es denn tatsächlich eine Chance zu helfen?
Ich meine natürlich mit kleinen Beträgen, und was passiert mit dem eingegangenen Geld, wenn die nötige Summe nicht erreicht wird?

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Wednesday, July 5th 2006, 11:12am

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Redbergslids IK wendet Konkurs ab - arbeitsreiche Zeiten stehen bevor


Die Jahreshauptversammlung von Redbergslids IK war seit Tagen das Thema des schwedischen Handballs schlechthin. Aufgrund der angespannten Finanzlage vom 19. Juni auf den 3. Juli vertagt, galt der Verlauf dieser eminent wichtigen Sitzung als zukunftsweisend für den traditionsreichsten Handballverein Schwedens. Dank großer Anstrengungen der Vereinsführung praktisch rund um die Uhr konnte der drohende Konkurs abgewendet werden, und es zeigt sich zumindest ein Licht am Ende des Tunnels. Doch um das Flaggschiff des schwedischen Handballs in ruhigeres Fahrwasser zu bugsieren, bleibt an Bord noch viel zu tun, und im Kielwasser der finanziellen Probleme tauchen nun auch sportliche auf.


Unter dem Jubel und stehenden Ovationen von rund 70 Mitgliedern - darunter der komplette Kader - wurde beschlossen, den Ligabetrieb der "Weißen Eleganten" in der Elitserien fortzuführen. Die Führungsetage Redbergslids hatte in einer großangelegten Aktion alle nur möglichen Kräfte mobilisiert und konnte mit Hilfe von Bürgschaften seitens Privatpersonen und Unternehmen tatsächlich gut 2 der anvisierten 2,5 Millionen Kronen abdecken.

Ein Stein sei ihm vom Herzen gefallen. Außerdem hätten einige potentielle weitere Bürgen noch keine Stellung bezogen, atmete Thomas Brynfeldt - bei RIK verantwortlich in Sachen PR und Marketing - gegenüber "Göteborgs Posten" tief durch. So geht denn auch Kassierer Torild Berg bei striktem Sparkurs davon aus, die noch bestehende Lücke in Bälde schließen zu können.

Doch mit dem finanziellen Hoffnungsschimmer nach dem gemeinsamen Kraftakt nicht genug. Verschiedene Handlungspläne für die Zukunft liegen zudem auf dem Tisch und scheinen die positive Entscheidung der Vereinsführung mit beeinflußt zu haben. Ein noch näher auszuarbeitender Vorschlag etwa sieht vor, den Verein aus wirtschaftlicher Perspektive auf längere Sicht in zwei Teile zu untergliedern, nämlich in Jugendbereich und Erstligabetrieb. Die Umsetzung dieses Plans werde nicht nur aufgrund der bestehenden Satzungen einige Zeit beanspruchen. Ähnliches gelte für die Rückzahlung der Bürgschaften, mit der erst in einigen Jahren zu rechnen sei.

Nach der geglückten finanziellen Schwerstarbeit kann nun auch die sportliche Vorbereitung auf den Herbst beginnen. Jetzt gelte es, Vollgas zu geben und die kommende Saison in Angriff zu nehmen, bemerkte die Kieler Ikone und Redbergslids Trainer Magnus Wislander gegenüber "Alltomhandboll.nu". Doch während andere Vereine der Elitserien seit geraumer Zeit an ihrem Kader für die neue Spielzeit feilen, fehlte dem 90-jährigen Göteborger Traditionsverein dazu im Existenzkampf Zeit und Geld. Mit Joacim Ernstsson und Fredrik Lindahl haben zudem zwei junge Hoffnungsträger ihren Hut Richtung Dänemark genommen.

Die Mittel für neue Spieler sind indes klamm, und so wird die Parole ausgegeben, Redbergslid werde sich im Kampf um den Klassenerhalt auf seine alte Stärke besinnen: Leute aus dem eigenen Nachwuchs an den Erstligabetrieb heranzuführen und zu Leistungsträgern zu formen.

Quelle:handball-world.com



Guck, sind meine 30 € auch angekommen, freut mich für den Verein das es weitergeht!!
Leiden kommt von Leidenschaft!!

This post has been edited 1 times, last edit by "owl-andy" (Jul 5th 2006, 11:12am)


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