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Saturday, November 1st 2008, 1:11pm

Yoon in der koreanischen Liga

HSV-Legende Yoon: Erpressung
Koreanischer Verband setzt ihn und seinen Verein unter Druck
Es berichtet Dirk Weitzmann

Er wollte sich zur Ruhe setzen. Studieren, sich um Ehefrau Soon-Kyu Kwon und Sohn Jae-June (3) kümmern, nur noch „so nebenbei“ Handball spielen. Kyung-Shin Yoon (35), bis Sommer beim HSV. Ein Idol. Nun wurde er mit „Doo San“ gleich Pokalsieger. Friede, Freude, Eierkuchen? Von wegen!

HSV-Legende Yoon wird „erpresst“!

„Das ist unfair, was zurzeit mit mir gemacht wird“, sagt Yoon sauer. 19 Jahre hielt er für den Verband von Korea die Knochen hin. Warf sein Land an die Weltspitze, ehe er seinen Rückzug aus dem Nationalteam erklärte. Und nun dieser „Dank“...

Koreas Verand setzt ihn und seinen Verein „Doo San“ unter Druck. Die Funktionäre wollen Yoon zwingen, die WM 2009 in Kroatien zu spielen. „Sie haben mich vor die Wahl gestellt: entweder ich spiele, oder sie sperren den Verein und mich.“

Yoon, der Weltstar. In 12 Jahren Deutschland warf sich der 2,04m-Riese mit 2905 Treffern (in 406 Spielen) an die Spitze der ewigen Torjägerliste. Sieben Mal sicherte er sich die Torjägerkrone der Liga. Ein Beckenbauer des Handballs!

Doch nun ist sein Akku leer. „Ich kann nicht mehr. Mein Körper ist müde“, stöhnt Yoon. „Darum bin ich ja wieder in Korea. Ich will mich aufs Leben nach der aktiven Karriere vorbereiten. Und ich will sehen, wie Jae-June aufwächst.“

Der Linkshänder sucht nun das Gespräch mit Verband und Nationaltrainer. Ausgang offen.
Mehr Handball

Yoon: „Ich hoffe, der Verband lenkt ein. Ich will nicht mehr. Sollten sie weiter drohen, werde ich spielen. Um meinem Verein nicht zu schaden.“ In Deutschland wäre ihm das nicht passiert...

Quelle: bild.de



... unglaublich, wie man einen verdienten Menschen und Sportler so behandeln kann! :nein:

alter Sack

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Saturday, November 1st 2008, 4:32pm

ich hatte probleme bei der rückintegration schon erwartet. die rückkehr hat er ja in erster linie seiner ehefrau zu liebe veranlasst, kam zumindest so rüber. schon das war ja eigentlich eine recht unkoreanische art, d.h. er hat seinen eigenen charakter.

nach solanger zeit im ausland, vor allem einer glücklichen letzten zeit in hamburg, in welcher er auch im mannschaftsgefüge erstmals nicht als reiner star wahrgenommen wurde, muss es bei die integration in eine recht rigide koreanische firmenkultur eigentlich zu problemen kommen. wobei auch klar sein müsste, dass doo san ihn als werbeträger braucht. möglichweise deshalb auch ein marketingstudium dazu im paket. der weg zum nationalcoach und aushängeikone schien vorgezeichnet. es ist erstaunlich, dass diese meldung so in einem boulevardblatt erscheint. kann mir nicht vorstellen, dass diese meldung aus dem koreanischen boulevard gefischt wurde. das würden die nie bringen.

ich bin gespannt wie "Nick" diese Situation löst. Vermutlich ist er jetzt zwischen familie und koreanischem autoritärem top-down gehabe gefangen. logisch wäre das alles irgendwo. andererseits ist er noch ein klassehandballer und möglicherweise lanciert ein verein diesen wechsel.

ich kann ihm nur wünschen, dass er in dieser situation mit seiner familie eine gute entscheidung treffen wird. statt karriere sollte der lebensmittelpunkt im zentrum stehen. sonst wird er wie Kang Jae-Wong als Pendler zwischen den Welten enden.

nun kommt das ganze von der bild. da muss man mal abwarten wie das zu dekodieren ist. dürfte nicht die letzte meldung sein.

This post has been edited 1 times, last edit by "alter Sack" (Nov 1st 2008, 4:32pm)


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