You are not logged in.

21

Thursday, November 23rd 2006, 12:24pm

Quoted


Mauchs Bilanz: Platz acht und „Montezumas Rache“

Münster. Das Fazit fällt durchwachsen aus: Bis auf das Viertelfinal-Aus gegen Europameister Spanien war die deutsche Beachhandball-Nationalmannschaft bei ihrer ersten Weltmeisterschafts-Teilnahme ihren Gegnern mindestens gleichwertig. Dennoch bezeichnete Thomas Mauch vom Zweitligisten TSG Münster den achten Platz im Sand von Rio de Janeiro als „ein bisschen unbefriedigend“.

Mauch konnte wegen seiner Brustmuskel-Verletzung nicht eingesetzt werden und war von Teamchef Alex Gehrer für das Turnier kurzerhand zum Beachhandball-Bundestrainer ernannt worden. Dagegen kamen seinem älteren Bruder Matthias und dem mitstürmenden Torwart Konrad Bansa in der Nationalmannschaft tragende Rollen zu. Im provisorischen Stadion am Zuckerhut mit einer Kapazität von 6000 Zuschauern, das die Gastgeber nach der Beach-Soccer-WM gerade stehenlassen hatten, fanden die Deutschen gegen den Außenseiter Dominikanische Republik mit einem 2:0-Erfolg (16:5, 18:11) gut

Ob Frankfurter Eintracht, Mainz 05, OFC, Lions oder Skyliners – wenige Stunden nach dem Heimspiel sind die ersten Bilder der Begegnung bei uns online zu bewundern:
www.fnp.de/sportblitzer
Beachhandball

ins Turnier. Jedoch verspielte das Team wegen seiner Nervenschwäche eine bessere Ausgangsposition. Gegen den Europameisterschafts-Dritten Türkei wurde die zweite Halbzeit per Golden Goal und das Penalty-Werfen erst in der Verlängerung entschieden, ähnlich lief es gegen Weltmeister Ägypten, den die Deutschen im ersten Abschnitt noch mit 14:8 beherrschten. Der Höhepunkt war jedoch der 2:0-Sieg gegen den Gastgeber (11:10, 15:14), was zugleich aber der letzte Erfolg für den Neuling war.

„Fast alle Mannschaften sind leistungsmäßig ganz eng beieinander“, meinte Mauch. Ausschlaggebend seien deswegen die Vorbereitung und die personelle Situation während des Turniers gewesen. Für die Brasilianer zeichnete sich ein Trainingslager von 26 Tagen aus – sie steigerten sich im Verlauf des Turniers enorm und holten noch den Titel. Dagegen hatte die deutsche Mannschaft, die vom Deutschen Handball-Bund bis auf einen geringen Teil die Reise finanziert bekam, gar keine Gelegenheit, sich einzuspielen. Außerdem machte sich nach der Vorrunde der Ausfall von Spielmacher Maik Düerkop (TuS Hattingen) wegen einer Daumenverletzung bemerkbar. Nach dem deutlichen 0:2 (12:21, 13:16) gegen Spanien wurden auch die Platzierungsspiele gegen den Bahrain (21:12, 4:16, 4:7) und Kroatien (21:14, 14:19, 4:7) nach starkem Beginn noch aus der Hand gegeben.

Trotz der Niederlagen und den gesundheitlichen Problemen von Thomas Mauch, der mit „Montezumas Rache“, eine Krankheit im Verdauungstrakt, zwischenzeitlich außer Gefecht gesetzt war, hatten die Münsterer Spieler mit ihrem Nationalmannschafts-Kollegen aber allen Grund zum Feiern: Das Damen-Team unterlag erst im Finale Brasilien mit 0:2 (18:20, 12:16) und holte sich die Silbermedaille. (rem)
quelle

Anzeige