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41

Dienstag, 2. Oktober 2012, 13:11

@Hoelle-Sued:
Meiner Meinung nach ist es noch zu früh sich Gedanken über die juristische Aufarbeitung und Beweisbarkeit der Vorwürfe zu machen. Die französische Polizei wird nicht ohne Grund über sechs Monate gewartet haben bis zur Festnahme der Spieler. Die französische Presse berichtet u,a, davon, dass in den Tagen vor der Festnahme die Telefone einiger Beschuödigter abgehört worden sein sollen. Wie viel Beweiskraft hinter den Festnahmen steckt wird sich in den nächsten Wochen zeigen.


Gedanken machen, macht doch Spass ;)

Wie aber gerade bzgl. des HW-Artikels schon geschrieben, sind Gedanken wohl mehr denn je erlaubt, vor allem weil das doch zum Himmel stinkt. Ich könnte auch sagen, die Spieler Karabatic und Co waren z.T. so clever die Summen in 100 Euro-Stückelungen zu setzen, sind dann aber so dumm bei dem niedrigeren Betrag am Tel darüber zu reden, ein halbes Jahr später?

Und wie schon gesagt, woher wissen die überhaupt, dass eben die entsprechenden Spieler/Verwandten gewettet hatten, wenn passend gestückelt wurde? Und haben dann sogar ne Genehmigung zum Abhören bekommen?

Das bei Montpellier was faul ist/war, das liegt auf der Hand, aber was uns bisher bzgl. des Skandals "verkauft" wird, das stinkt ebenfalls zum Himmel.

Hereticus

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42

Dienstag, 2. Oktober 2012, 13:18


Und was Du skizzierst ist gerade rechtlich doch extrem übertrieben! [...] Es bleibt einzig und allein die Frage des Betrugs, sprich "absichtlichen Verlierens".
Ich skizziere das nicht. Ich weise nur darauf hin, daß es hier nicht bei einem "Du-Du-Du" bleiben wird, wenn es zu einer Veruteilung kommen sollte. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Sportbetruges. Es gibt jetzt einfach zwei Möglichkeiten für jeden Beschuldigten: beweisbar schuldig oder nicht. Ob das juristische einwandfrei bewiesen werden kann, diskutiere ich hier ja gar nicht. Das kann nur das Gericht klären. Aber wenn es bewiesen werden kann, bleibt es eben nicht bei einer Ermahung oder 6 Monate und Geldstrafe, sondern es geht hinter Schloss und Riegel, sofern die Formulierung aus dem Artikel richtig ist. Denn wenn das Strafmaß "drei bis fünf Jahre" beträgt, ist bei Schuldspruch kein milderes Urteil als drei Jahre Haft möglich. Das ist alles, was ich sage. Alle Konjunktive und Eventualfallschilderungen also bitte mitlesen.

Edit dazu: Im neuen dpa- Artikel ist jetzt nur noch "bis zu drei Jahre Haft" die Rede, was die Sache schon wieder etwas anders aussehen lässt. Ich werde mich jetzt mal um den entsprechenden Gesetzestext bemühen.

Daß durch - nicht nur - diesen Fall die derzeit sowieso katastrophale Außendarstellung des Handballs noch weiter zerstört wird und das gefühlte Vertrauen auf die Verlässlichkeit jedes Ergebnisses jedenfalls bei mir so langsam auf Nullniveau sinkt, ist noch einmal etwas anderes. Ich setze dabei eine erschlichene oder zu Unrecht erhaltene Spiellizenz durchaus mit anderen Arten von wettbewerbsverzerrendem Betrug gleich. Insofern steht der "Fall Montpellier" da nicht alleine.

Ich persönlich fühle mich derzeit auch so ein bischen um mein Hobby betrogen. Bekanntlich sammle ich Spielergebnisse und bewerte diese statistisch. Je mehr manipulierte oder auch nur mutmaßlich und möglicherweise manipulierte Ergebnisse ans Tageslicht kommen, desto wertloser wird diese Arbeit und desto weniger Freude macht das alles. Letzens habe ich Stunden damit verbracht, meinem Tabellenprogramm eine variable Abstiegsplatzmarkierung beizubringen, die die Anzahl der Zwangsabsteiger automatisch mitberücksichtigt. Ist das nicht eigentlich total absurd? Aber anders lässt sich eine Tabellenverwaltung im Handball leider nicht mehr vernünftig handlen.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Hereticus« (2. Oktober 2012, 13:33)


Ustra

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43

Dienstag, 2. Oktober 2012, 13:21

Handballworld.com-Artikel gelesen und zwei Punkte stechen da in meinen Augen extrem heraus:

Zitat

...
Details nannte er mit Blick auf den ehemaligen Welthandballer Nikola Karabatic: "Er wird beschuldigt, 1.500 Euro abgehoben und über seine Lebensgefährtin gesetzt zu haben." Eine vergleichbare Situation gebe es bei seinem Bruder Luka Karabatic.
...
Insgesamt sei ein Gewinn von über 252.880 Euro bei einem Gesamteinsatz von 87.880 Euro erzielt worden. Dies sei das Vierzigfache von dem, was sonst mit einer Handballwette umgesetzt würde. Darüber hinaus seien insgesamt 99,94 Prozent aller Wetten aus lediglich drei Regionen vorgenommen worden - aus Montpellier, Rennes und Paris. Die Wetten seien zudem innerhalb einer Stunde und jeweils in Anteilen von jeweils 100 Euro gesetzt worden, damit die Anonymität gewahrt bleibe.
...


Da werde ich extrem hellhörig, denn das sieht evtl. nach mehr aus, bzw. diese Zahlen sind so komisch, dass sie eben hinten und vorne nicht zusammen passen.

1. Karabatic-Brüder jeweils 1.500 Euro?! Zusätzlich gesetzt wurden aber ca. 85.000 Euro, es geht um 8 Spieler (bisher), wo ist da die ganze restliche Kohle von 80k? Bzw. wer soll da den Mammutanteil gesetzt haben?

2. Innerhalb einer Stunde sind 85k in 100 Euro-Teilen gesetzt worden?! Also ca. 850 Wettbürobesuche von Frauen/Freundinnen/Verwandten innerhalb einer Stunde? Sorry, wer soll das denn bitte glauben?

Und eigentlich noch ein
3. Anonymität soll gewahrt worden sein, woher ist dann bekannt, dass überhaupt die Montpellierspieler über Verwandte/Frauen/Freundinnen gesetzt hatten?

Da stinkt etwas aber extrem, so extrem, dass ich mir sicher bin, dass die Öffentlichkeit die Wahrheit nichtmal im Ansatz erfahren wird.


na ja...ein wenig in der französischen Presse stöbern und nicht nur den hier veröffentlichten Teil und schon weiß man mehr...und das liest sich nicht gut...

In Wettbüros war keiner persönlich, waren online Wetten, womit auch das Thema "Anonym-Wetten" erklärt sein dürfte, an Anonyme zahlt es sich auch ganz schlecht aus...

Der Wettanbieter Française des Jeux (FDJ) hat den Stein ins Rollen gebracht. Der FDJ registrierte «ungewöhnlich hohe Wetteinsätze» auf das Spiel in Cesson und meldete diese den zuständigen Behörden. Während der Halbzeitpause seien besonders viele und hohe Einsätze auf eine Niederlage von MAHB getätigt worden. Laut «France 3» hat die Polizei in den 6 Monaten intensiver Ermittlungen herausgefunden, dass viele Wetten damals von Ehefrauen, Freundinnen und andere Verwandten der Spieler sowie von dem MAHB nahestehenden Personen getätigt worden seien. Den Haftbefehlen waren gezielte Abhöraktionen der Telefonate der Spieler vorausgegangen. Die Spieler seien "sicher gewesen, das Spiel zu verlieren". Auch von "dickem Geld" war die Rede.

Sieht nicht witzig aus...

44

Dienstag, 2. Oktober 2012, 13:33


Und was Du skizzierst ist gerade rechtlich doch extrem übertrieben! [...] Es bleibt einzig und allein die Frage des Betrugs, sprich "absichtlichen Verlierens".
Ich skizziere das nicht. Ich weise nur darauf hin, daß es hier nicht bei einem "Du-Du-Du" bleiben wird, wenn es zu einer Veruteilung kommen sollte. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Sportbetruges. Es gibt jetzt einfach zwei Möglichkeiten für jeden Beschuldigten: beweisbar schuldig oder nicht. Ob das juristische einwandfrei bewiesen werden kann, diskutiere ich hier ja gar nicht. Das kann nur das Gericht klären. Aber wenn es bewiesen werden kann, bleibt es eben nicht bei einer Ermahung oder 6 Monate und Geldstrafe, sondern es geht hinter Schloss und Riegel, sofern die Formulierung aus dem Artikel richtig ist. Denn wenn das Strafmaß "drei bis fünf Jahre" beträgt, ist bei Schuldspruchkein milderes Urteil als drei Jahre Haft möglich. Das ist alles, was ich sage. Alle Konjunktive und Eventualfallschilderungen also bitte mitlesen.


Es sagt aber doch keiner, dass dies abschließend vor Gericht entschieden wwird/werden muss und somit ist gerade bzgl. Strafe wieder alles denkbar. An Knast glaube ich ehrlich gesagt kaum, außer meine letzte Vermutung bestätigt sich, dass das Ding viel fauler ist, als anfangs geschildert.

Zitat

Daß durch - nicht nur - diesen Fall die derzeit sowieso katastrophale Außendarstellung des Handballs noch weiter zerstört wird und das gefühlte Vertrauen auf die Verlässlichkeit jedes Ergebnisses jedenfalls bei mir so langsam auf Nullniveau sinkt, ist noch einmal etwas anderes. Ich setze dabei eine erschlichene oder zu Unrecht erhaltene Spiellizenz durchaus mit anderen Arten von wettbewerbsverzerrendem Betrug gleich. Insofern steht der "Fall Montpellier" da nicht alleine.


Sehe ich zwar auch so, doch leider ist das so etwas was sich Realität nennt. Da gibt's nunmal keine Fairness und Gerechtigkeit, LEIDER. Das ist komplett losgelöst vom Handball. Man kann max. hoffen, dass es nicht ganz so schlimm ist, bei dem, was man mag, hier Handball, und ich finde sogar, dass es hier noch geht.

Zitat

Ich persönlich fühle mich derzeit auch so ein bischen um mein Hobby betrogen. Bekanntlich sammle ich Spielergebnisse und bewerte diese statistisch. Je mehr manipulierte oder auch nur mutmaßlich und möglicherweise manipulierte Ergebnisse ans Tageslicht kommen, desto wertloser wird diese Arbeit und desto weniger Freude macht das alles.


Die wahre Aufgabe könnte da doch sein, die statistischen Eier herauszufinden. Das immer betrogen werden wird, das steht für mich fest, alles andere wäre Träumerei. So wie es schwule Sportler gibt, so gibt's eben auch spielsüchtige und dagegen kannst Du wirklich nichts tun. Dazu kommen dann aber noch die ganzen anderen "Interessen", die ja leider auch vieles beeinflussen und eben oft nicht fair machen. Da kannst aber wirklich hinschauen, wo Du willst, Du wirst überall was/einiges finden. Jede Saison wirst Du viele "Merkwürdigkeiten" sehen (können), sicher mag davon sogar der Großteil nur Glück/Pech/Unvermögen/etc. sein, aber bestimmt nicht alles. Damit wirste leben müssen. Ich mag handball eben, weil ich es früher selber spielte, weil es einfach ein geiler Sport ist, viel Kraft, Power, etc. und daran wird sowas nichts ändern, vor allem ist es eh ein insgesamt unumgängliches Übel ist. Verfolgen tue ich solche Sachen dann aber schon, nur akzeptieren muss ich sie leider auch. Alleine wie Gummersbach noch in der Liga spielt, das hat ncihts von fair und der Verein war mir früher sympathisch, fair ist aber was anderes.

45

Dienstag, 2. Oktober 2012, 13:35

... Auch von "dickem Geld" war die Rede...
Also wenn ein Karabatic tatsächlich 1.500 € setzt und dabei ca. 4.320 € ausbezahlt
bekommt, glaube ich beim besten Willen nicht, dass das für Ihn das "dicke Geld"
ist... Nichtmal für seinen Bruder wird das eine weltbewegende Summe sein. Ich
muss da Hölle Süd zustimmen, diese Summen können schlichtweg nciht stimmen
oder um es mit seinen Worten zu sagen "Die Summen stinken bis zum Himmel"!

Hereticus

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46

Dienstag, 2. Oktober 2012, 13:36


So wie es schwule Sportler gibt, so gibt's eben auch spielsüchtige und dagegen kannst Du wirklich nichts tun.
Ohne den Rest jetzt noch zu beantworten, würde ich mir diesen Satz an deiner Stelle noch mal überlegen.

47

Dienstag, 2. Oktober 2012, 14:25

Handballworld.com-Artikel gelesen und zwei Punkte stechen da in meinen Augen extrem heraus:

Zitat

...
Details nannte er mit Blick auf den ehemaligen Welthandballer Nikola Karabatic: "Er wird beschuldigt, 1.500 Euro abgehoben und über seine Lebensgefährtin gesetzt zu haben." Eine vergleichbare Situation gebe es bei seinem Bruder Luka Karabatic.
...
Insgesamt sei ein Gewinn von über 252.880 Euro bei einem Gesamteinsatz von 87.880 Euro erzielt worden. Dies sei das Vierzigfache von dem, was sonst mit einer Handballwette umgesetzt würde. Darüber hinaus seien insgesamt 99,94 Prozent aller Wetten aus lediglich drei Regionen vorgenommen worden - aus Montpellier, Rennes und Paris. Die Wetten seien zudem innerhalb einer Stunde und jeweils in Anteilen von jeweils 100 Euro gesetzt worden, damit die Anonymität gewahrt bleibe.
...


Da werde ich extrem hellhörig, denn das sieht evtl. nach mehr aus, bzw. diese Zahlen sind so komisch, dass sie eben hinten und vorne nicht zusammen passen.

1. Karabatic-Brüder jeweils 1.500 Euro?! Zusätzlich gesetzt wurden aber ca. 85.000 Euro, es geht um 8 Spieler (bisher), wo ist da die ganze restliche Kohle von 80k? Bzw. wer soll da den Mammutanteil gesetzt haben?

2. Innerhalb einer Stunde sind 85k in 100 Euro-Teilen gesetzt worden?! Also ca. 850 Wettbürobesuche von Frauen/Freundinnen/Verwandten innerhalb einer Stunde? Sorry, wer soll das denn bitte glauben?

Und eigentlich noch ein
3. Anonymität soll gewahrt worden sein, woher ist dann bekannt, dass überhaupt die Montpellierspieler über Verwandte/Frauen/Freundinnen gesetzt hatten?

Da stinkt etwas aber extrem, so extrem, dass ich mir sicher bin, dass die Öffentlichkeit die Wahrheit nichtmal im Ansatz erfahren wird.


na ja...ein wenig in der französischen Presse stöbern und nicht nur den hier veröffentlichten Teil und schon weiß man mehr...und das liest sich nicht gut...

In Wettbüros war keiner persönlich, waren online Wetten, womit auch das Thema "Anonym-Wetten" erklärt sein dürfte, an Anonyme zahlt es sich auch ganz schlecht aus...

Der Wettanbieter Française des Jeux (FDJ) hat den Stein ins Rollen gebracht. Der FDJ registrierte «ungewöhnlich hohe Wetteinsätze» auf das Spiel in Cesson und meldete diese den zuständigen Behörden. Während der Halbzeitpause seien besonders viele und hohe Einsätze auf eine Niederlage von MAHB getätigt worden. Laut «France 3» hat die Polizei in den 6 Monaten intensiver Ermittlungen herausgefunden, dass viele Wetten damals von Ehefrauen, Freundinnen und andere Verwandten der Spieler sowie von dem MAHB nahestehenden Personen getätigt worden seien. Den Haftbefehlen waren gezielte Abhöraktionen der Telefonate der Spieler vorausgegangen. Die Spieler seien "sicher gewesen, das Spiel zu verlieren". Auch von "dickem Geld" war die Rede.

Sieht nicht witzig aus...


Du hast absolut recht, dass man bei Artikeln aus 2. hand vorsichtig sein sollte, was ich wegen Bequemlichkeit nicht war.

Nun habe ich mir etwas Mühe gemacht und auf lequipe.fr gestöbert und wohl nen Ursprung der Zahlen gefunden:

{url="http://www.lequipe.fr/Handball/Actualites/Le-procureur-parle-de-corruption/316795"]Quelle[/url]

Das ist nun etwas differenzierter, wenn ich es richtig übersetzen. Zum einen wird bzgl. des Wettverhaltens nur explizit "Paris" genannt, somit also nur ein Teil, zum Anderen ist es aber sogar ein Zitat des Staatsanwaltes, also deutlich mehr Gewicht als irgendwo in nem Artikel die Behauptung von Internetwetten. Kannst mir da Diene Quelle mal nennen, denn das habe ich noch nicht gefunden, was Du geschrieben hattest.

Auch taucht in dem Artikel ein Barmanager auf, der 25k gesetzt haben soll, also den wohl bisher größten Anteil. Bleibt da nun die Frage, handelte der auf "eigene Rechnung", sprich initierte das Ganze evtl. oder hat er nur als Gefallen für jemand mitgewettet? Hat er evtl. als Barmanager so manches mitbekommen, was nicht gerade im Sinne der Spieler (mancher) ist, öffentlich zu werden?

Nur bleibe ich dann schon dabei, wie die Polizei bei doch so niedrigen Wetteinsätzen von 1.500 Euro (Karabatic-Brüder) da überhaupt überhören darf/durfte und wie die rausbekommen haben, WER da gesetzt hat, wenn das in 100 Euro-Tranchen in Wettbüros platziert wurde, was bei den Summen ja iederum auch absolut denkbar, möglich und auch sinnvoll (im Sinne des nicht erwischt werdens) wäre. 25k ist da schon eine ganz andere Summe.

So gäbe das aber auch alles viel mehr Sinn, ein Welthandballer Karabtic erfährt, dass da was läuft. Etwas dagegen tun kann man auch kaum, erst recht, wenn man keine Spielerkumpel hinhängen will. Also denkt er halt, ein paar hundert Euro Gewinn, wovon man sich nen schönen Urlaub macht oder as auch immer, das geht ja auch im "kleinen Rahmen". Nachvollziehbarer, aber fataler Gedanke. So sah's vielleicht noch bei mehreren Spielern aus und schon hast solch eine Situation, die eigentlich kaum einer will und obwohl die das Geld ja auch nicht nötig hätten.

Nur warum konzentriert man sich so sehr auf die Spieler, wenn mit 25k ein "Hauptwetter" bekannt ist? Da müsste man doch viel eher ansetzen.

@Herectius,
MEA CULPA, auch an alle Schwulen, der Satz war absolut nicht so gemeint, sondern wirklilch auf den Sachverhalt bezogen, wobei die Schwulenthematik im sport hier nur bzgl."Statistik" herhalten sollte.

48

Dienstag, 2. Oktober 2012, 14:55

Zitat

Auch taucht in dem Artikel ein Barmanager auf, der 25k gesetzt haben soll, also den wohl bisher größten Anteil. Bleibt da nun die Frage, handelte der auf "eigene Rechnung", sprich initierte das Ganze evtl. oder hat er nur als Gefallen für jemand mitgewettet? Hat er evtl. als Barmanager so manches mitbekommen, was nicht gerade im Sinne der Spieler (mancher) ist, öffentlich zu werden?


In einem frz. Artikel, den ich gerade nicht wiederfinde, stand, dass es nicht irgendein Barmanager ist, sondern der Manager des Clublokals von Montpellier HB und damit gut mit den Spielern bekannt. Ausserdem hat da gestanden, dass auch ein "Funktionär" von Montpellier HB festgenommen und verhört wurde. Das habe ich allerdings nirgendwo anders gelesen.

Ustra

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49

Dienstag, 2. Oktober 2012, 15:06

Ticker aus Frankreich zum Thema...meine Hauptinfoquelle...hätte ich doch nur besser diese doofe Sprache gelernt :cool:

EN DIRECT. Paris truqués : l'avocat d'un joueur évoque «une erreur de la Française des Jeux»

50

Dienstag, 2. Oktober 2012, 16:30

Ticker aus Frankreich zum Thema...meine Hauptinfoquelle...hätte ich doch nur besser diese doofe Sprache gelernt :cool:

EN DIRECT. Paris truqués : l'avocat d'un joueur évoque «une erreur de la Française des Jeux»


Wenn ich das richtig verstehe, bemängelt einer der Karabatic-Anwälte sehr deutlich, dass die zwei ja wegen Verletzungen gar nicht "betrügen" konnten, was man ja nur zu 100% bejahen kann.

Im Teil von 14:05 ist vielleicht der Hauptgrund zu finden, der anwalt vom PSG-Spieler gibt zu, dass sein Klient, Bojinovic, ein "großer Spieler" ist. Sagt zwar deutlich, dass er noch nie auf handballspiele gewettet habe, nur ob man sowas glauben kann? Er erklärt dann auch, weshalb sein Klient gegen Montpellier gewette hat, sie hätten in HZ1 schon häufiger Schwierigkeiten in der Saison gehabt und dazu fehlten ja viele Spieler.

Irgendwie erinnert mich das an einen Fußballer namens T. Cichon, da ist auch nur ein Teil öffentlich geworden, aber "Spieler" hat man nunmal schnell in der Hand, wenn jemand manipulieren will.

Inzwischen muss ich sagen, dass ich vieles von der Vorgehensweise extrem mies finde. Ich bin zwar 100% überzeugt, dass hier geschoben wurde, aber wie die Justiz hier vorgeht, das ist schon extrem unterirdisch. Für 1.500 Euro Wetteinsatz (Karabatic-Brüder, sollte diese Zahl stimmen?!)jemand über Nacht festzuhalten ist schon ein starkes Stück, erst recht, wenn der Hauptvorwurf, bzw. die einzig mögliche Straftat, "Spielmanipulation" wegen Nichtmitspielens gar nicht von die Spielern begangen worden sein kann. Was das dann noch für Folgen hat bei solch öffentlichen Personen, das kommt noch extrem erschwerend hinzu.

Ich wäre bei dem Wirbel um Karabatic auf jeden Fall nie von "nur 1.500 Euro" etteinsatz ausgegangen.

51

Dienstag, 2. Oktober 2012, 16:34


So wie es schwule Sportler gibt, so gibt's eben auch spielsüchtige und dagegen kannst Du wirklich nichts tun.
Ohne den Rest jetzt noch zu beantworten, würde ich mir diesen Satz an deiner Stelle noch mal überlegen.


Der ist echt gut in seiner vermutlich naiv dahergesagten Art... :unschuldig:

Sorry für OT, aber da mußte ich gerade an die Vorberichte zur CL morgen denken, speziell des Trainers von Montpellier:

Zitat

Hierbei sei nur eine kurze Auswahl der Institutionen und Verbände aufgelistet, die Nicollin empörte: den Nationalen Ethikrat, nachdem er einen Schiedsrichter homophob beleidigt hatte, eine französische Feministinnen-Organisation, nachdem er meinte, dass es nun mal unter den Frauen mehr Vollidiotinnen als Intellektuelle gäbe, und die UEFA für seine Einschätzung, die Europa League sei absoluter Mist.


Quelle

52

Dienstag, 2. Oktober 2012, 17:05



Es geht hier nicht mehr um sportliche Belange oder Kaderplanung. MAHB ist erschossen. Denen kann seit Sonntag egal sein, ob Karabatic zu Paris oder nach Hamburg wechselt oder nach Katar. Alleine diese Vorwürfe haben MAHB schon erledigt. Daß die betroffenen Spieler nun teilweise schon am ersten Tag zugegeben haben, daß die Vorwürfe was das Wetten angeht zutrifft, bedeutet, daß MAHB diese Personen keinesfalls weiter beschäftigen kann, schon alleine damit die Vereinsverantwortlichen ihre weißen Westen behalten, denn das könnte auf anderer Ebene - wie im "wirklichen" (Geschäfts-)Leben - durchaus von Bedeutung sein. Damit stünde MAHB mit nur noch halber Mannschaft da. Wenn der Verein - wider Erwarten - doch etwas damit zu tun hat, ist er eh erledigt. MAHB ist, jedenfalls in der bisherigen Bedeutung, seit Sonntag Geschichte, daran können wir uns schon mal gewöhnen. Den letzten großen Auftritt durften die paar spärlichen Leute am Donnerstag in Flensburg bewundern.


Eigentlich ist anhand der Teilgeständnisse der Beteiligten das Dilemma Montpelliers schon offensichtlich, da geb ich Dir recht. Man kann Spieler nicht weiterbeschäftigen, die gegen den eigenen Verein setzen. Auf der anderen Seite kann man sich keine fristlosen Kündigungen leisten und Karabatic und Co für umme nach Paris ziehen lassen. Vermutlich wird es auf Supendierungen hinauslaufen, bis jemand anders die Spieler aus den Verträgen herauskauft. So hat man wenigstens Startkapital, um eine neue Mannschaft aufzubauen.

Interessant wird auch sein, wie Paris mit Bojinovic und Honrubia umgeht, wissend, daß die beiden gerne gegen die eigene Mannschaft wetten. Ich vermute mal, den Eigentümern ist dies egal. :rolleyes:

Meine ganze Hypothese natürlich unter der Annahme, daß keiner im Knast landet. Ich geh mal nicht davon aus, daß sich eine Manipulation im Spiel tatsächlich nachweisen lässt.

53

Dienstag, 2. Oktober 2012, 19:02

"Wat? Dä Papst tritt zurück? Und wat säht sing Frau dozu?"

BIELSTEINER JECK
ungläubig auf die Nachricht vom Rücktritt Benedikts XVI.
(aus OVZ vom 12.02.2013)

54

Dienstag, 2. Oktober 2012, 22:17

"Wat? Dä Papst tritt zurück? Und wat säht sing Frau dozu?"

BIELSTEINER JECK
ungläubig auf die Nachricht vom Rücktritt Benedikts XVI.
(aus OVZ vom 12.02.2013)

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55

Dienstag, 2. Oktober 2012, 22:23

Wer nicht mitgespielt hat, kann nicht betrogen haben?
Natürlich kann er das theoretisch, z.B. indem er entsprechend auf die einwirkt, die dann gespielt haben.
Da käme dann gleich noch ein neuer Tatbestand hinzu.
Nenne ich aber nur als Beispiel, nicht dass ich solches für gegeben halte.
"so einen Kapitän wie Stefan Lövgren wird es nie wieder geben"

Crusty

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56

Dienstag, 2. Oktober 2012, 22:36


Den letzten großen Auftritt durften die paar spärlichen Leute am Donnerstag in Flensburg bewundern.

...und dabei bist du doch für solche Art der Polemik eigentlich nicht bekannt....Je nun, ein paar mehr waren es schon.

Jaja, da hat FL wochenlang keine Spiele und dann kommt das gegen Montpellier 3 Tage zu früh. Die restlichzen Teams der Gruppe wird es freuen, denn zu alter Stärke wird Montpellier so schnell nicht zurück kommen.

Man kann eigentlich nur mirt dem Kopf schütteln über soviel Dummheit.....

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57

Dienstag, 2. Oktober 2012, 22:46




Inzwischen muss ich sagen, dass ich vieles von der Vorgehensweise extrem mies finde. Ich bin zwar 100% überzeugt, dass hier geschoben wurde, aber wie die Justiz hier vorgeht, das ist schon extrem unterirdisch. Für 1.500 Euro Wetteinsatz (Karabatic-Brüder, sollte diese Zahl stimmen?!)jemand über Nacht festzuhalten ist schon ein starkes Stück, erst recht, wenn der Hauptvorwurf, bzw. die einzig mögliche Straftat, "Spielmanipulation" wegen Nichtmitspielens gar nicht von die Spielern begangen worden sein kann. Was das dann noch für Folgen hat bei solch öffentlichen Personen, das kommt noch extrem erschwerend hinzu.
Es geht dabei nicht um die Höhe des Wetteinsatzes. In Frankreich ist Sportbetrug strafbar, unabhängig von den finanziellen Auswirkungen (im Gegensatz zu Deutschland, da geht es beim Betrug immer um einen Vermögensschaden) - und ich bin ziemlich sicher, dass da auch Spieler, die nicht mitgespielt haben, aber in die Planung involviert waren, ebenfalls verurteilt werden können.
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58

Dienstag, 2. Oktober 2012, 23:46

War wohl nur eine Frage der Zeit bis man sich daran erinnert, das Karabatic 2007 noch in Kiel war... (RTL.fr)
Original von rro.ch
Beliebte Sportarten aber auch Randsportarten wie Handball kommen beim Publikum an.


Geraldo

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59

Mittwoch, 3. Oktober 2012, 00:45

War wohl nur eine Frage der Zeit bis man sich daran erinnert, das Karabatic 2007 noch in Kiel war... (RTL.fr)




mit anderen Worten,morgen berichtet auch RTL de.darüber und einen Tag später findet die gute alte Räuberpresse die Nachricht
und dann steht am nächsten Tag in der Bildung "war beim Skandal 2007 Karabatic der Auslöser"oder so ähnlich

PS.DAPD ist pleite

Crusty

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60

Mittwoch, 3. Oktober 2012, 08:52

Ein statement von Nikola Karabtic auf seiner Facebook Seite:

Zitat

Est-ce que j'ai parié ? NON je n'ai pas parié.
Est-ce que ma copine a parié? Oui
M'a t'elle mis au courant ? Oui

Pourquoi a-t-elle parié ? Cela fait 2 ans qu'elle suit l'équipe de
Montpellier elle connaissait notre situation: nous étions déjà champion,
5 joueurs majeurs blessés et nous avions perdu à Nimes, Cesson jouait
son
maintien dans une salle bouillante. Dans ces conditions notre équipe était fragilisée.

Pour ce qui est des accusations très graves de tricherie elles me font
très mal. M'accuser de tricherie et de truquer le match, de nous livrer
en pâture à la presse est intolérable !
Nous accuser moi et mon
petit frère d'avoir triché alors que nous n'avons même pas joué et nous
arrêter comme des voyous... Je n'ai pas de mots...
J'ai dédié ma vie
au handball depuis que je suis né. Je me bats pour mon sport et me
retrouver dans cette situation est un cauchemar...
Er wußte also, dass seine Freundin, die die Situation bei Montpellier seit 2 Jahren beobachtet, gewettet hat. Die Wahrscheinlichkeit war groß, dass Montpellier verlieren würde..... :unschuldig:

....Ich gebe Ihnen mein Ehrenwort, ich wiederhole, mein Ehrenwort..... ;)

Zumindest haben die Brüder Karabatic dadurch, dass sie nicht gespielt haben, größere Chancen mit einem oder 2 blauen augen davon zu kommen.

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