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Freitag, 27. Oktober 2017, 17:32

Olympia und der Beachhandball ...

Ein Überblick über den aktuellen Stand, auch für Nicht-Beacher :)

Zitat

Die Sandvariante erhielt in den letzten Jahren einigen Aufschwung, auch aufgrund der Hoffnung auf die Aufnahme in das Programm der Olympischen Spiele. Auf dem Kongress in Lima gab es im vergangenen Monat keine Entscheidung von Seiten des Internationale Olympische Komitee (IOC), die Zukunft des Beachhandball ist ungewiss - und erschwert auch die Planungen des Deutschen Handballbundes. DHB-Präsident Andreas Michelmann fordert eine Weichenstellung.

Nach "Nicht-Entscheidung des IOC" fordert DHB-Präsident Andreas Michelmann Weichenstellung für Beachhandball

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Samstag, 28. Oktober 2017, 06:45

Ich halte die Situation ehrlich gesagt für nicht lösbar und verstehe da auch den Kurs der IHF nicht ganz. Einerseits sagt man das man Beachhandball olympisch machen will, andererseits will man auf keinen Fall die Mannschaften im Hallenhandball reduzieren, was die unmittelbare Konsequenz daraus wäre. Das erfahren ja auch andere Sportarten wie Bahnrad oder Straßenrad, die sich die Athletenanzahl aufteilen müssen. In dieser Beziehung wird das IOC hart bleiben. Den Kompromiss die Olympiakader in der Halle auf 12 zu reduzieren, der ja auch rumfliegt, halte ich für absoluten Unfug.

Man wird nicht beides haben können, zumal Hallenhandball als olympische Disziplin ja selbst nicht in Stein gemeißelt ist. Man tut aus irgendeinem Grund aber so, als wenn man beides haben kann. Man wird sich entscheiden müssen.

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Samstag, 28. Oktober 2017, 07:28

Den Kompromiss die Olympiakader in der Halle auf 12 zu reduzieren, der ja auch rumfliegt, halte ich für absoluten Unfug.

Das mögen Handballkenner als Unfug bezeichnen, aus Funktionärsdenke wird es der einzig gangbare Weg bleiben. Ich will nicht ausschliessen, dass der IHF in diesem Punkt nachgibt.
Mit Beachhandball als Olympischem Sport hat der IHF die Chance Handball auf den ganzen Inselstaaten zu verankern.


Bemerkenswert finde ich die Argumentationskette von Herrn Michelmann. Die Aussage, dass eine Sportart nicht mehr "zeitgemäß" sei, ist ja sehr brisant. Da wäre doch mal ne Podiumsdiskussion zwischen Michelmann und dem Präsidenten des Ringer- und/oder Ruderverbandes ne spannende Sache.
Zumal ich hier der Argumentationslinie nicht folgen kann. Handball bringt im besten Falle vier Medaillen. Rudern aber potenziell über 10. Der DOSB könnte sich doch allenfalls für die Abschaffung "nicht zeitgemäßer" Sportarten stark machen, die zwar viele Teilnehmer aber wenig Medaillen bringen.
Da müsste er eigentlich Hockey hinterfragen.


Zitat

"Handball in der Halle ist das Kerngeschäft und auch für Olympische Spiele ein Erfolg: In Rio hat die Sportart Handball die zweitmeisten Zuschauer erreicht", führt Michelmann aus. Wird der Beachhandball aber nicht als neue Sportart durch das IOC anerkannt, sondern lediglich als weitere Variante der Sportart Handball, dann müssten sich Sand und Halle die Gesamtanzahl der zur Verfügung stehenden Plätze für Sportler teilen - die Anzahl der Teilnehmer in der Halle müsste somit reduziert werden, um Platz für die Beachhandballer zu schaffen. Ein Automatismus, den Michelmann hinterfragt: "Sportarten entwickeln sich, werden vielfältiger, laufen aber Gefahr, dafür bestraft zu werden. Das IOC muss entscheiden, welche Sportarten noch zeitgemäß sind", so der DHB-Präsident, der hinsichtlich der zahlreichen Disziplinen in anderen Sportarten anfügt: "Der Klassiker ist die Frage, warum es Leichtgewichtsrudern braucht, wenn es keinen Schwergewichtshandball gibt."

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »alter Sack« (28. Oktober 2017, 07:24)


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Samstag, 28. Oktober 2017, 07:35

Ich finde Beachhandball albern.

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Samstag, 28. Oktober 2017, 07:56

Den Kompromiss die Olympiakader in der Halle auf 12 zu reduzieren, der ja auch rumfliegt, halte ich für absoluten Unfug.

Das mögen Handballkenner als Unfug bezeichnen, aus Funktionärsdenke wird es der einzig gangbare Weg bleiben. Ich will nicht ausschliessen, dass der IHF in diesem Punkt nachgibt.
Mit Beachhandball als Olympischem Sport hat der IHF die Chance Handball auf den ganzen Inselstaaten zu verankern.


Ich bin ebenfalls der Meinung das es eine tolle Chance für den Handball wäre und man sieht ja bereits jetzt das da einige Nationalteams dabei sind, die aus Ländern kommen die im Hallenhandball lange nicht diese Rolle spielen.

Allerdings will die IHF momentan eben beides maximal haben und soweit dieser Bewerbungsprozess kommuniziert wurde, hat sie das auch so eingebracht. Beachhandball olympisch machen, aber keine Abstriche beim olympischen Hallenturnier. Man kann das IOC sicherlich für vieles kritisieren, aber im Grunde hat sie das Gesicht der IHF gewahrt, indem das vertagt wurde. Man wird sich einfach entscheiden müssen.

Gleichzeitig muss man schon sagen, gerade wenn mit sowas wie Ringen und dergleichen argumentiert wird...so populär ist Beachhandball als Weltsport jetzt noch nicht, als das sich zwingend der Bedarf für Olympia ergibt. Da kann man ja selbst bei Hallenhandball argumentieren, dass man Glück hat dabei zu sein. Deswegen wäre ich als IHF eben sehr vorsichtig und man sollte sich sehr klar sein, was man da eigentlich erreichen will.

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Mittwoch, 15. August 2018, 11:44

Nach den gelungenen ersten European Championships und dem Ruf nach Ballsportarten für in 4 Jahren, bringt Kretzschmar auf seiner Facebook Seite Beachhandball ins Gespräch. Finde ich eine sehr gute Idee. Der Hallenhandball hat im Winter eigentlich schon einen sehr guten Platz und (im Vergleich zu den anderen Nicht-Fußball-Sportarten) genügend Aufmerksamkeit. Hockey, Basketball und Volleyball haben alle das selbe Problem, nämlich, dass in den geraden Jahren immer WM ist und ein Tausch schwer umsetzbar ist. Beachvolleyball ist wohl beim nächsten Mal sehr wahrscheinlich dabei. Da würde doch Beachhandball und auch 3x3 Basketball, was ja auch aufstrebend und immerhin auch schon olympisch ist, gut zu passen.

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