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nosp52

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1

Dienstag, 7. November 2017, 19:33

"Paukenschlag" EHF-Antrag zur Reduzierung deutsche Teilnehmer an Champions-League auf 1 Verein

Ein typischer Schachzug / Druckmacher von seiten der stets serioesen Posteninhaber der EHF....?!

Andere Frage : muss die HBL überhaupt mit ihren Spitzenklubs bei den EHF-Wettbewerben teilnehmen ? Schicken wir doch überhaupt niemanden hin !

Tix

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2

Dienstag, 7. November 2017, 21:39

Irgendwie verstehe ich das alles nicht. Gerade bei Grossereignissen wird doch gerne mal betont wie wichtig Deutschland fuer die Vermarktung ist - dafuer gab es sogar mal ne Wildcard. Auf der anderen Seite interessiert man sich einen feuchten Kehrricht um so etwas wie die Terminproblematik. Wenn Deutschland in der Championsleague quasi nicht mehr statt findet (das Final4 kann dann ja in Timbuktu stattfinden) - ich bezweifle das das die Championsleague interessant macht. Aber immer wenn es um Neuerungen geht, die Unannehmlichkeiten fuer die Bundesligavereine mitbringen passiert (gefuehlt) nichts. Warum nutzt man das Druckpotential nicht, dass man da hat? Vielleicht klingt die Frage naiv, weil ich zugegebener Massen kein Fachmann fuer die ganzen Details bin - aber verwunderlich ist es alle mal, wie man sich da rumschubsen laesst.

Graphitteller

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3

Dienstag, 7. November 2017, 22:30

Man könnte, nach dem man den Artikel auf "Handball-World" gelesen hat, auch sagen: "Ein Krug geht so lange zu Wasser bis er bricht"? Mit Empörung auf die EHF zu "wettern" ist ganz fehl am Platze!
Instinkt ist Intelligenz, die unfähig ist, sich ihrer selbst bewusst zu werden.
(John Sterling)

4

Dienstag, 7. November 2017, 23:58

Moin moin,
eine Champions League ohne deutsche Clubs, verdient den Namen Champions League aus meiner Sicht nicht wirklich. Wenn das mit den Terminen nicht klappt, dann spielt da halt keine deutsche Mannschaft mehr mit. Bundesliga ist eh viel geiler ;P. Wir machen einfach noch einen Pokalwettbewerb und alle deutschen Clubs bekommen in einem sinnvollen und erträglichen Rahmen mehr Spiele. Da können dann auch gerne Mannschaften aus anderen Ländern teilnehmen, wenn die Langeweile haben.
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Eminem

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5

Mittwoch, 8. November 2017, 06:40

Moin moin,
eine Champions League ohne deutsche Clubs, verdient den Namen Champions League aus meiner Sicht nicht wirklich. Wenn das mit den Terminen nicht klappt, dann spielt da halt keine deutsche Mannschaft mehr mit. Bundesliga ist eh viel geiler ;P. Wir machen einfach noch einen Pokalwettbewerb und alle deutschen Clubs bekommen in einem sinnvollen und erträglichen Rahmen mehr Spiele. Da können dann auch gerne Mannschaften aus anderen Ländern teilnehmen, wenn die Langeweile haben.

Genau diese Einstellung "Deutschland, Deutschland über alles, ..." oder anders ausgedrückt "Wir sind der Nabel der Welt", bringt den deutschen Handball so in die Bre­douil­le.
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6

Mittwoch, 8. November 2017, 07:35

Was mich verwundert ist, dass es vollkommen ok zu sein scheint, wenn in anderen Ländern per TV Vertrag der Samstag als ehfcl Spieltag gesetzt ist, es aber ein Problem ist, dass bei der HBL Donnerstag und Sonntag gespielt wird. Ich kann auch nicht erkennen, warum dadurch der Mittwoch als ehfcl Spieltag nicht möglich sein soll. Wenn ich mich richtig erinnere, hat doch sowhl Flensburg als auch Kiel schon am Mittwoch gespielt.

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7

Mittwoch, 8. November 2017, 08:52

Genau diese Einstellung "Deutschland, Deutschland über alles, ..." oder anders ausgedrückt "Wir sind der Nabel der Welt", bringt den deutschen Handball so in die Bre­douil­le.


Das sind wir doch gar nicht - america first :hi:

8

Mittwoch, 8. November 2017, 09:50

Genau diese Einstellung "Deutschland, Deutschland über alles, ..." oder anders ausgedrückt "Wir sind der Nabel der Welt", bringt den deutschen Handball so in die Bre­douil­le.
Es ist Profisport, das heißt die Clubs und Verbände wollen ihr Produkt verkaufen und möglichst hohe Einnahmen generieren. Worüber am Ende alleine die Zuschauerquote in den Hallen und im Fernsehen entscheidet. Beides ist in der Bundesliga höher als in der Champions League. Daraus folgt, wenn beides nicht gleichzeitig läuft, dann entscheidet man sich für das was mehr Gewinn abwirft. Dabei geht es nicht darum Deutschland über alles zu stellen, sondern viel mehr darum sich für das bessere System zu entscheiden. Wenn z.B. in Deutschland meine Produktionskosten zu hoch sind, gehe ich mit meiner Firma ins Ausland und produziere dort. So läuft Wirtschaft und Profisport ist Wirtschaft.
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Eminem

9

Mittwoch, 8. November 2017, 10:06

Naja in die Bredouille hat doch die EHF das ganz Konstrukt erst gebracht, in dem die CL seit Generationen ständig aufgebläht wurde und die Anzahl der Spiele derart stieg, dass Terminkollisionen irgendwann unvermeidlich wurden. Hier der HBL den schwarzen Peter allein zuzuschieben halte ich für zu einfach, wenn gleich die "Neuausrichtung Sky" sicher ihren Teil dazu beigetragen hat.

Arcosh

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10

Mittwoch, 8. November 2017, 10:19

Die HBL darf sich nicht wundern. Seit Jahren werden parallel zum EHF Champions-League Final4 in der deutschen Bundesliga Spieltage angesetzt - teilweise nur 60 km vom Austragungsort in Köln entfernt. Das ist ein offener Affront. Obwohl Deutschland der größte Handballverband ist, sind deutsche Vertreter in den wichtigen Gremien der EHF nicht vertreten. Das sagt einiges über das Standing aus. Es findet keine zielgerichtete Kommunikation und Absprache miteinander statt, sondern man setzt immer wieder auf Konfrontation.

Natürlich werden jetzt Stimmen laut die sagen "Die Champions-League braucht die deutschen Vereine", aber in demselben Maße brauchen die deutschen Spitzenvereine auch die Champions-League, wenn wir weiterhin die besten Handballer der Welt in der Bundesliga spielen sehen wollen.


Ich befürworte einer Verringerung der deutschen Teilnehmer in der Champions-League, weil das wieder den Fokus dahin verschieben würde, dass die Deutsche Meisterschaft das wichtigste Wettbewerb ist und Champions-League bzw. EHF-Pokal nur das Sahnehäubchen obendrauf. Mit nur einem deutschen Teilnehmer in der Champions-League würde ich erwarten, dass die nationale Spitze weiter zusammenrückt, weil sich nicht mehr die internationalen Topspsieler bei nur drei Vereinen sammeln. Wirtschaftlich scheinen Vereine wie der THW Kiel oder die SG Flensburg-Handewitt seit einigen Jahren an eine Grenze gestoßen zu sein. (Spieler)Etats von mehr als 10 Mio. Euro scheinen in Deutschland zu den aktuellen Konditionen (d.h. kein Namenssponsoring, keine exorbitanten Zusatzeinnahmen aus einer europäischen Superliga, etc.) nicht möglich und diese "natürlich" Obergrenze ermöglicht es anderen Vereinen aufzuschließen. Das wertet die nationalen Wettbewerbe sportlich wieder auf.

11

Mittwoch, 8. November 2017, 11:01

Die HBL sollte selbstbewusst auftreten. Ohne dir HBL ist die Champions League nichts, aber ohne die Champions League wird die HBL genauso gut funktionieren wie davor.

Arcosh

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12

Mittwoch, 8. November 2017, 11:13

Die HBL wird auch ohne die Champions-League gut funktionieren (vielleicht sogar ein wenig besser), aber internationale Topspieler werden wir dann seltener in Deutschland spielen sehen.

13

Mittwoch, 8. November 2017, 11:19

Der Link zum betreffenden Artikel - an dessen Ende finden sich einige interessante weiterführende Links zur Vorgeschichte ...

Paukenschlag! EHF kündigt Antrag auf Reduzierung der deutschen Teilnehmer an der Champions League an

14

Mittwoch, 8. November 2017, 11:19

Das glaube ich nicht. Barcelona, Kielce, Vezprem, Paris und Skopje (eventuell wenn es dort weitergeht) können nicht viel mehr Spieler aufsaugen als sie bereits jetzt haben. Vezprem zum Beispiel hat ja bereits die Erfahrung gemacht das es strukturell irgendwann keinen Sinn mehr macht einen Fußballkader zu haben, ob man sich ihn leisten kann oder nicht.

Danach muss man sich doch als Spieler fragen wo man sportlich und finanziell gute Bedingungen hat. Beim schwedischen Meister weil der CL spielt? Wie attraktiv sind Brest oder Celje für einen dänischen Spieler? Solange die HBL solche Zuschauerzahlen bietet, können deutsche Vereine auch Sponsoren anziehen und hohe Gehälter zahlen.

Graphitteller

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15

Mittwoch, 8. November 2017, 11:33

Die HBL wird auch ohne die Champions-League gut funktionieren (vielleicht sogar ein wenig besser), aber internationale Topspieler werden wir dann seltener in Deutschland spielen sehen.

Genau das ist der Punkt, wo die HBL angreifbar ist. Gab es nicht schon mal solch einen ähnliche Situation als sich der DHB mit der EHF angelegt hat, ich denke als die EM einführt wurde oder so ähnlich (Anfang oder Mitte der 90er-Jahre). Aber Deutschland ist dann schnell "eingeknickt". Und heute ist dies kein Thema mehr.
Instinkt ist Intelligenz, die unfähig ist, sich ihrer selbst bewusst zu werden.
(John Sterling)

17

Montag, 27. November 2017, 20:16

"Streit um Terminhatz im Handball wird schärfer"
Quelle: http://spon.de/ae7hS

Mit so viel "klare Kante" hätte ich definitiv nicht gerechnet!

Alle Bundesligisten bekennen sich zur nationalen Liga mit 18 Teilnehmern, sowie den festen Spieltagen am Donnerstag und Sonntag

Zudem sieht man 20 internationale Spiele als das Maximum an und erteilt damit der "neuen" Champions League mit 26 Spielen erst Mal eine klare Absage!

Jedoch sind alle Bundesligavereine nach wie vor ausdrücklich zum Dialog bereit

18

Montag, 27. November 2017, 20:44

Was sich ja selbst wiederspricht. Sie sagen, dass sie nicht von ihren Standpunkten abrücken, aber zum Dialog bereit sind. Ich habe herzlich gelacht, als ich das gelesen habe...

19

Montag, 27. November 2017, 20:52

Was sollen sie denn sonst sagen? Wir kippen bei erster Gelegenheit um? Hier geht es darum öffentlich Geschlossenheit zu zeigen, genau wie die EHF ja genauso auf den Putz gehauen hat und so getan hat, als wenn die HBL irrelevant wäre.

Ich finde es gut das die Liga momentan einig scheint. Fatal ist aber nach wie vor das wir diese Situation überhaupt haben. Wo ich bei dem Statement nicht konform gehe, ist das bestehen auf dieser genauen Spieltagsregelung. Da war man sich ja selbst noch nicht sicher ob man das dauerhaft machen will und gerade hier ist potentiell zumindest ein Kompromiss möglich, wenn man sich einigen kann wie man das am günstigsten legt.

Ich finde sehr gut das man auch die Reform grundsätzlich in Frage stellt. Seit das als Gerücht im Raum war, haben wir uns doch alle gefragt wie das funktionieren kann und ich habe von niemanden gehört wie es für die deutschen Clubs funktionieren kann. Man muss darüber einfach mit Druck sprechen. Man kann nicht einfach zwei Jahre abwarten und es dann wieder auf dem Rücken der Spieler austragen.

20

Montag, 27. November 2017, 20:55

Sowohl sie Liga als auch die EHF und IHF tragen es seit mindestens einem Jahrzehnt ausnahmslos auf dem Rücken der Spieler aus!

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