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Friday, June 19th 2020, 1:09pm

Warum sollte man denn Dinamo deutlich besser behandeln oder Motor gegenüber den Vorzug geben?

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Friday, June 19th 2020, 4:30pm

Warum sollte man denn Dinamo deutlich besser behandeln oder Motor gegenüber den Vorzug geben?



Weil sie letzte Saison ein kleines Handball-Märchen geschrieben haben, als sie völlig überraschend die gesamte Champions League 10 Spiele lang ungeschlagen geblieben sind. Zusätzlich sind sie erneut rumänischer Meister geworden. Nicht falsch verstehen: Ich habe keine Sympathien zu Dinamo, mir das ist das letztlich relativ egal. Aber aus handballromantischer Sicht hätten sie den Platz kriegen müssen, egal für wen. Da kann ich verstehen, dass sich die Fans "robbed" fühlen. Aber wie ich schon sagte lohnt es letztlich auch nicht, sich darüber aufzuregen oder zu diskutieren. Denn die EHF ist eh alle drei demokratischen Gewalten auf einmal :)
PS: Auf die Gefahr hin, dass ich mich unbeliebt mache: Politische Beweggründe für sportliche Entscheidungen halte ich in der EHF für real. Ob sich das auf diesen einen konkreten Fall bezieht, weiß ich nicht. Aber grundsätzlich gibt es derartige Vermischungen von Staatlichkeit/Politik und Sport. Besonders in den osteuropäischen Ländern.

23

Friday, June 19th 2020, 5:17pm

Ein Handball-Märchen, weil sie in einer der beiden schwachen Gruppen ungeschlagen geblieben sind? Okay, kann man so sehen, halte ich dann aber für etwas hochgehangen.

24

Friday, June 19th 2020, 10:02pm

Nö, das war ein kleines Handballmärchen...

Auf die Qualifikation für das Achtelfinale haben die rumänischen Landesmeister lange hingearbeitet - und dann wurde Ihnen noch Saint-Germain zugeteilt, ein absolutes Highlight - und dann kam Corona...

Letztes Jahr hat Dynamo übrigens auch schon sehr gut ausgesehen, dieses Jahr waren sie allerdings auswärts noch stärker und allgemein stabiler - und die Personalpolitik ist wirklich geschickt, die haben ein sehr gutes Händchen für Spieler aus dem arabischen Raum...

Fernsehzeiten bei denen sind absolut top - auch die A und B-Gruppe wird in Rumänien weitaus stärker beachtet als in Deutschland (da laufen auf guten Sendern auch die Spiele der deutschen Mannschaften, auch das EHF-Magazin usw.). Dinamo hätte auch die schmerzhafte, jetzt schon fast jahrzehntelange Durststrecke der einst so ruhmreichen Nationalmannschaft kompensieren können

Das ist ein Land mit echtem Potential auch für den Männerhandball (der ein bissel seit Jahren im Schatten des Frauenhandballs steht) - Tradition ist ja riesig, Potenzial wie in keinem anderen europäischen Männerhandballand der 2. Leistungsgarde vorhanden...

Jetzt wird man sich natürlich bei Dinamo die Sinnhaftigkeit überhaupt des forcierten Engagements im europäischen Handball überlegen....die Nichtaufnahme in die CL ist nach dem sehr souveränen Achtelfinaleinzug und dann Corona natürlich ein ganz, ganz schwerer Schlag..Welche Ziele sollten die jetzt anstreben?

Saporosje gehört natürlich auch in die CL - die Klasse ist einfach ca. 4 Vereine zu klein. Gerade die EHF hat sich doch der Förderung der Breite im europäischem Handball auf die Fahne geschrieben...und die hat imho auch absolute Priorität
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Arcosh

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25

Saturday, June 20th 2020, 7:49am

Saporosje gehört natürlich auch in die CL - die Klasse ist einfach ca. 4 Vereine zu klein. Gerade die EHF hat sich doch der Förderung der Breite im europäischem Handball auf die Fahne geschrieben...und die hat imho auch absolute Priorität

Die EHF Champions-League ist entweder vier Teilnehmer zu klein - oder vier Teilnehmer zu groß. In den letzten Jahren haben wir gesehen, dass in der EHF Champions League zwei bis drei Vereine in den Achtergruppen A und B deutlich hinter dem Rest zurücklagen und nur in den direkten Duellen untereinander punkten konnten. Die Einführung der Leistungsgruppen A/B und C/D hat dafür gesorgt, dass Vereine aus schwächeren Handballnationen sich während der Gruppenphase weitestgehend mit Gegnern auf Augenhöhe messen konnten, aber dennoch ist das Leistungsgefälle innerhalbd er Gruppen A und B sehr groß. Dinamo Bukarest hat die Gruppe D fraglos dominiert, aber ich bin mir sicher, dass sie in Gruppe A oder B eine ähnlich untergeordnete Rolle gespielt hätten wie Elverum, Zagreb oder Saporosje.

Wäre die EHF sportlich konsequent, dann würde sie die EHF Champions-League eher auf 12 Mannschaften verkleinern (10 Topnationen, 1x Titelverteidiger, 1x Gewinner der European Handball League) um von Anfang bis Ende Spiele auf höchstem Niveau und mit sportlicher Relevanz zu erhalten (und gleichzeitig die Belastung der Topspieler durch zusätzliche Spiele und vorallem Reisen zu reduzieren).

Dahinter würde die European Handball League den Vereinen aus den Handball-"Schwellenländern" als zweithöchster Wettbewerb einen ebenbürtigen Wettbewerb ermöglichen und dem Sieger würde ein Platz in der Champions-League winken. Die European Handball League sollte dann nicht noch mit massenhaft deutschen und französischen Vereinen aufgebläht werden, sondern aus den Topnationen - deren Meister in der Champions-League spielen - sollte nur jeweils ein Vertreter (Vize-Meister) in der European Handball League antreten. Vereinfacht gesagt: Wenn ein Meister aus einem der Handball-"Schwellenländer" sich in diesem Wettbewerb gegen die Vizemeister der Topnationen durchsetzen, dann haben sie ihre sportliche Eignung für die EHF Champions-League unter Beweis gestellt und steigen als Sieger dieses Wettbewerbs in die Champions-League auf.

Für den ganzen Rest der Dritt-, Viert- oder Fünftplatzierten der nationalen Ligen gäbe es darunter den EHF Cup, der als reiner K.O.-Runden-Wettbewerb der breiten Masse an Vereinen internationale Spiele bieten würde.

Natürlich wird das so nicht umgesetzt werden, weil in einigen Ländern die Vereine nach möglichst vielen Spielen gegen internationale Gegner lechzen und weil die EHF dank der Wild cards aufstrebenden Vereinen aus Marketing-relevanten Märkten einen schnellen Einstieg in die höchste Spielklasse ermöglich kann. Durch das aktuelle Wild-card-System überwiegen bei der Auswahl der Vereine leider eindrucksvolle Bilder von Handball in einer vollen 10.000er Halle gegenüber der Tatsache, dass 12 von 14 Spielen verloren gegangen sind und bei der Hälfte der Spiele der Unterschied zum Gegner mehr als 6 Tore betragen hat.

This post has been edited 1 times, last edit by "Arcosh" (Jun 20th 2020, 6:03pm)


26

Saturday, June 20th 2020, 10:18am

Also Saporosje hat z.B. in Kiel Remis gespielt, in Elverum tut sich auch finanziell einiges, da wirkt die Aufbauarbeit der EHF - und es wäre doch eine schöne Sache, wenn der starke norwegische Handball auch eine ordentliche CL-Mannschaft bekommt.

Nuja, wenn man sich dran erinnert, wie haarscharf der SCM gegen die Seniorentruppe aus Constanta im EHF-Cup weitergekommen ist, kann man wissen, dass die rumänische Vollprofliga ein ordentliches Niveau hat, auch wenn es nicht gerade 'modernster' Handball ist (auch Dinamo muss da in vielen Spielen kämpfen). Und Dinamo spielt einen unorthodoxen Handball, die sind echt gut - und könnten sicherlich jetzt schon guten CL-Mannschaften in einzelnen Spielen gefährlich werden. Porto lässt übrigens grüßen....(in den gruppenübergreifenden Auscheidungsspielen um den Einzug ins Achtelfinale hat sich Dinamo übrigens recht souverän gegen Lissabon durchgesetzt)

Alle Wettbewerbe, wo man in der laufenden Saison nicht CL-Meister werden kann, sind letztendlich absolut nachrangig und so eine Art Trostrunde...die Gruppen C und D haben mit Montpellier übrigens mal einen CL-Sieger gestellt. Und in jener Saison 2017/2018 war Dinamo Bucuresti noch mit 2 Punkten abgeschlagener Letzter in der Gruppe D (nur um mal die Dymamik der Entwicklung zu verdeutlichen)

Arcosh:

Quoted

Vereinfacht gesagt: Wenn ein Meister aus einem der Handball-"Schwellenländer" sich in diesem Wettbewerb gegen die Vizemeister der Topnationen durchsetzen, dann haben sie ihre sportliche Eignung für die EHF Champions-League unter Beweis gestellt und steigen als Sieger dieses Wettbewerbs in die Champions-League auf.


Jo, das ist das sicherste Mittel, den closed-shop der wenigen im Moment führenden Ligen beizubehalten - und zu verhindern, das der europäische Handball auf eine breitere Basis gestellt wird - nach Arcosh Vorstellungen müsste Dinamo sich jetzt also gegen z.B. Flensburg in einem längerem Wettbewerb durchsetzen, um CL-tauglich zu sein? (soweit sind die natürlich noch nicht)

Letzendlich führt Arcosh Vorschlag dazu, die Hegemonialstellung der wenigen führenden Ligen zu zementieren und Entwicklungsprozesse zu verunmöglichen

Mal gucken, wie Dinamo den zweiten Genickschlag nach dem Corona-Aus im Achtelfinale (wenn Gruppen C+D wirklich gleichrangig wären, würde Dinamo übrigens ins F4 diese Saison gehören!) übersteht - da kann man gut verstehen, wenn die Verantwortlichen nach einer überragenden Saison mit guter Infrastruktur (Fernsehzeiten; kleine, aber recht spektakuläre Halle; öffentliche Beachtung im Heimatland usw.) ihre Anstrengungen auf europäischer Ebene reduzieren
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Arcosh

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27

Saturday, June 20th 2020, 11:00am

Deiner Ansicht nach wäre es für die Entwicklung von Vereinen wie Dinamo Bukarest und deren Spielern förderlicher in einer Champions-League-Gruppe mit großen Namen wie FC Barcelona, Paris St. Germain oder THW Kiel zu spielen, erwartungsgemäß 80%+ der Spiele zu verlieren und bereits nach der Gruppenphase aus dem Wettbewerb auszuscheiden anstatt in einem Wettbewerb ohne einige der besten Vereine Europas in jedem Spiel Siegchancen zu haben und um einen internationalen Titel mitzuspielen? Der Erfolg eines Remis in Kiel (ohne Duvnjak, Weinhold, Bilyk und mehr oder weniger ohne Ekberg) bewirkt mehr als eine Final4-Teilnahme in einem "nachrangigen" internationalen Wettbewerb?

Die Gegner gegen die Dinamo Bukarest diese Saison in den Gruppen C und D gespielt hat, sind übrigens dieselben auf die sie auch in meinem Modell in der European Handball League treffen würden. Bukarest musste sich diese Saison in 12 Spielen gegen diese Vereine durchsetzen um in einer K.O-Runde gegen Paris St. Germain antreten zu können. Die Gruppen C und D sind genauso "nachrangig" gegenüber den Gruppen A und B wie die European Handball League es gegenüber der EHF Champions-League ist. Mein Vorschlag würde den Vereinen aus schwächeren Ligen einen relevanten Wettbewerb eröffnen in dem sie eine Titelchance haben und sich gleichzeitig mit Vize-Meistern aus den Topligen messen können. Im aktuellen Modus spielte Elverum in der Champions-League und gewann lediglich 1 von 14 Spielen während OIF Arendal im nachrangigen EHF-Pokal in der dritten Qualifikationsrunde an HBC Nantes scheiterte. Was wäre wenn stattdessen Elverum in der nachrangigen European Handball League anträte und dort gegen Vereine wie Bukarest oder Nantes anträte. Würde das dem norwegischen Handball nicht mehr nützen?


Was glaubst Du woran sich in Gummersbach Spieler, Zuschauer, Sponsoren und Fans mehr erinnern: Das Remis des VfL Gummersbach in der EHF Champions League in Veszprem, die knappe 1-Tor-Niederlage zuhause gegen den späteren Champions-League-Sieger BM Ciudad Real oder die Siege in Endspielen des EHF-Pokals und des Pokals der Pokalsieger?

28

Saturday, June 20th 2020, 11:32am

arcosh schreibt:

Quoted

mehr als eine Final4-Teilnahme in einem "nachrangigen" internationalen Wettbewerb?


Meine Anmerkung der Final 4-Teilnahme bezog sich natürlich auf das diesjährige EHF-Cl-F4 in Köln: Gruppenersten der Gruppen A+B + die beiden Vertreter aus C+D wäre eigentlich das korrekte Teilnehmerfeld ;)

Der systematische Unterschied ist einfach der, dass Dinamo dieses Jahr Gesamt-CL-Gewinner hätte werden können (gut, theroretisch, aber immerhin), nach Deinem Modell so etwas in einer Saison aber nie mehr möglich wäre..

Du möchtest einen Rausschmiss in so eine Art besseren EHF-Cup (der genauso eine Halbleiche bleiben wird wie bislang) und einen faktisch dauerhaften Auschluss aus der CL für sehr viele Länder (der EHF-Cup wird zudem auch noch völlig entwertet). Wenn man nun Flensburg und so schlagen muss, um die der darauf folgenden Saison dann in der CL dabei zu sein, kann man doch vergessen als Anreiz und vor allem als Perspektive...
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29

Saturday, June 20th 2020, 12:15pm

Du weißt selbst, dass rein sportlich betrachtet das korrekte Teilnehmerfeld zum Zeitpunkt des Abbruchs in Köln dabei sein wird. Nicht ernst kannst Du meinen, dass die diesjähren Sieger der Gruppen C und D zu den vier besten Teams Europas gehören. Sie gehören nicht mal zu den acht besten Teams und das ist Dir mit Sicherheit auch völlig bewusst. Und wenn man eine Sache der EHF nicht vorwerfen kann, dann dass sie sich nicht um die Etablierung des Handballs in allen möglichen Ländern kümmern. Deswegen wurde die Europameisterschaft auf 24 Teams erweitert, vor einigen Jahren hat Besiktas eine Wild Card für die Gruppeen A und B bekommen und so weiter. Nur, weil nun Dinamo mal hinten anstehen muss, sollte man hier nicht falsche Argumente anbringen.

30

Saturday, June 20th 2020, 12:44pm

Den Zwinkersmiley hast Du aber schon bemerkt?

IIch finde es schon sehr befremdlich, dass die EHF im laufendem Wettbewerb festlegt, wer die 4 sportlich besten Mannschaften aus Europa sind, dachte, das würde auf dem Spielfeld entschieden werden (und da ist Dinamo halt als Gruppensieger und in den Überkreuzspielen ungeschlagen im Wettbewerb als einzige Mannschaft). Die vier Gruppensieger zu nehmen (bzw. die Sieger der noch stattgefundenen Überkreuzspiele der Gruppen C und D) wäre sogar eigentlich fast logischer....

Dieses Final 4 dürfte eigentlich gar nicht stattfinden - die Zusammensetzung ist zwar irgendwie begründet, aber willkürlich begründet und damit sportlich ohne jeden Wert.
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31

Saturday, June 20th 2020, 12:51pm

Du weißt selbst, dass rein sportlich betrachtet das korrekte Teilnehmerfeld zum Zeitpunkt des Abbruchs in Köln dabei sein wird. Nicht ernst kannst Du meinen, dass die diesjähren Sieger der Gruppen C und D zu den vier besten Teams Europas gehören. Sie gehören nicht mal zu den acht besten Teams und das ist Dir mit Sicherheit auch völlig bewusst. Und wenn man eine Sache der EHF nicht vorwerfen kann, dann dass sie sich nicht um die Etablierung des Handballs in allen möglichen Ländern kümmern. Deswegen wurde die Europameisterschaft auf 24 Teams erweitert, vor einigen Jahren hat Besiktas eine Wild Card für die Gruppeen A und B bekommen und so weiter. Nur, weil nun Dinamo mal hinten anstehen muss, sollte man hier nicht falsche Argumente anbringen.


Eine Reduzierung von 28 auf 16 Mannschaften macht in deiner Argumentation trotzdem keinen Sinn. Der Anspruch das jede Mannschaft auf einem ähnlichen Level spielen bzw. den Wettbewerb gewinnen können soll ist ebenfalls fiktiv und in keinem Sport gegeben.

+rein sportlich betrachtet qualifizieren sich die vier Gewinner des Viertelfinales für das Final4 der CL. Dieses Kriterium wurde nicht erfüllt. Die vier besten Mannschaften der A/B sind noch nie geschlossen im Final4 angekommen, ist also auch statistisch und historisch kein Kriterium.

32

Saturday, June 20th 2020, 1:02pm

Und wenn man kein Viertelfinale spielen kann und will unbedingt aus finanziellen Gründen ein F4 spielen, wäre die Lösung mit den vier Gruppenersten sportlich logischer gewesen.

So hätte dann jeder Teilnehmer des Wettbewerbs die Chance gehabt, ihn zu gewinnen (jeder konnte aus eigener Kraft Gruppenerster werden, entweder in A, B, C oder D).
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33

Saturday, June 20th 2020, 3:03pm

Sportlich logisch kann nicht sein, dass die Gruppenersten aus C und D ein Final Four spielen, zumindest ohne vorherige K.O.-Phase. Sie sind doch nicht grundlos in diese Gruppen gesteckt worden, das weißt Du doch auch selbst. Und bitte nicht immer das Beispiel Montpellier auspacken. Das ist und bleibt eine einmalige Nummer, wie der Meistertitel von Kaiserslautern als Aufsteiger im Fußball.

34

Saturday, June 20th 2020, 3:40pm

Elementarer Bestandteil jedes sportlichen Wettbewerbs ist es, dass jeder Teilnehmer ihn prinzipiell gewinnen kann...

Das ist bei der diesjährigen CL nicht gegeben, schon allein deshalb ist es eine sportliche Farce...

Daher wäre es halt logischer gewesen, die Gruppensieger C und D das F4 mitspielen zu lassen.....das dieses nun auch nicht gerade optimal gewesen wäre, darüber brauchen wir nicht diskutieren.

Aber so wie das jetzt gelaufen ist....(als Krönung noch mit veränderten Kadern...) - man hätte es auch einfach sein lassen können/müssen
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35

Saturday, June 20th 2020, 4:14pm

Ich finde Arcosh's ersten Beitrag interessant und durchdenkenswert. Die Verkleinerung er CL auf 12 Teams, auf einen "Elite-Club" sozusagen erscheint mir ansprechend, allerdings (im Gegensatz zu jetzt) mit durchlässiger und transparenter Aufnahmestruktur.

Wie man die Wettbewerbe darunter dann gestaltet, ist natürlich fraglich. Ich für meinen Teil halte einen reinen Europapokal der Pokalsieger als KO-Wettbewerb für interessant und wiedereinführenswert, im Fußball wie im Handball. Sind Pokalsieger und Meister (CL) oder Platz 2-? als andere Europapokalteilnehmer identisch, können die wählen, welches Turnier sie spielen und wenn sie ihr regulär "erworbenes" nehmen (Was der Fall sein sollte), geht die Teilnahme an das Team auf dem ersten Nicht-Europapokalplatz, fertig.

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36

Saturday, June 20th 2020, 5:22pm

Durch das aktuelle Wild-card-System überwiegen bei der Auswahl der Vereine leider eindrucksvolle Bilder von Handball in einer vollen 10.000er Halle gegenüber der Tatsache, dass 12 von 14 Spielen verloren gegangen sind und bei der Hälfte der Spiele der Unterschied zum Gegner mehr als 6 Tore betragen hat.
Also für mich zählt bei der Geschichte das große Ganze ich finde die Strategie der EHF hier sehr gut.
Handball muss weltweit gesehen kämpfen. Jede volle Halle in einer Nicht-Handballgroßmacht ist ein absoluter Gewinn, auch wenn wir als die Freaks aus dem Mekka da maximal mal reinklicken und der sportliche Wert vernachlässigbar ist. Solange da keine Soldaten per Order de Mufti hingeschickt werden ist das ne Riesensache. Auch ich sehe in solchen Ländern die negativen Begleiterscheinungen von spuckenden Fans die vermutlich aus der Fussballszene zum ersten Mal in Handball stoßen. Unschön, aber vernachlässigbar für mich. Zumal die EHF da in der Vergangenheit ja auch schon mal ein paar Strafen verhängt hat, wenn ich nicht irre.

Das für uns die Gruppenphase dadurch uninteressant ist - so what? Spannend sind doch die eintretenden Effekte. Karl hatte eingeworfen, dass z.B. Dinamo ein Händchen für Spieler aus dem arabischen Raum hat. Das sind genau die Potenziale, die ich in den Topligen vermisse. Schaut man in den Nachwuchsbereich solklte jedem klar sein, dass in Ländern wie Ägypten oder Brasilien (um nur ein paar Beispiele zu nennen) Perlen rumlaufen, die durch solche Klubs attraktive Einstiegsmöglichkeiten finden.

Und ja: die Argument der jeweiligen beiden deutschen Spitzenklubs zur Belastung und Co. kenne ich, sind für mich unter dem Gesichtspunkt jedoch "bedauerliche Einzelschicksale".

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Saturday, June 20th 2020, 5:38pm

Also ich kann Karls Argumentation gut nachvollziehen. Ich halte zwar auch nicht die Sieger von C und D für stärker als die Zweitplazierten von A und B, aber das hat die ehf durch den Modus selbst verschuldet Dies kann man nicht heilen, indem man nachträglich den Modus so ändert, dass die Gruppen C und D komplett ignoriert werden.
Es führt in meinen Augen den ganzen Modus ad absurdum.
Allerings glaube ich auch nicht daran, dass das Final4 Ende Dezember mit 20.000 Zuschauern in Köln stattfinden wird.

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38

Saturday, June 20th 2020, 6:06pm

@Karl:
Leider gehst Du nicht auf meine direkte Frage im vorherigen Beitrag ein, welcher sportliche Erfolg für Vereine wie Bukarest oder Elverum bzw. die Entwicklung derer Ligen deiner Meinung nach wertvoller wäre.


Du möchtest einen Rausschmiss in so eine Art besseren EHF-Cup (der genauso eine Halbleiche bleiben wird wie bislang) und einen faktisch dauerhaften Auschluss aus der CL für sehr viele Länder (der EHF-Cup wird zudem auch noch völlig entwertet). Wenn man nun Flensburg und so schlagen muss, um die der darauf folgenden Saison dann in der CL dabei zu sein, kann man doch vergessen als Anreiz und vor allem als Perspektive...

Ein Sieg in der European Handball League wäre ein Weg um in der Folgesaison in der EHF Champions-League dabei zu sein.
Da im von mir vorgeschlagen Modell die Meister der zehn international erfolgreichsten Ligen einen Startplatz in der Champions-League hätten (anstatt des aktuellen Wild-card-Gescharrers), wäre der alternative Weg, durch konstant gute Leistungen in den europäischen Wettbewerben in der EHF Drei-Jahre-Wertung vorzurücken und so in den Kreis der Champions-League-Teilnehmer aufzurücken. Von der Drei-Jahres-Wertung profitieren Nationen deren Ligen sich organisch und vorallem in der Breite entwickeln, so dass mehrere Vereine auf internationalem Level mitspielen und Punkte zur Wertung beitragen können, anstatt Ligen in denen ein einzelner Verein binnen kurzer Zeit mit Geld aufgepumpt und dann dank Marketing-Kriterien in die Champions-League gehievt wird - nur um evtl. genauso schnell wieder zu verschwinden.


Vergleichen wir die Entwicklungen in Portugal und Rumänien anhand der EHF Place distributions auf Basis des sportlichen Abschneidens der letzten Jahre:

2016/17
09. Rumänien ...... 36,44 Punkte
13. Portugal ........ 30,25 Punkte

2017/18
10. Portugal ........ 36,11 Punkte
12. Rumänien ....... 33,22 Punkte

2018/19
09. Portugal ........ 37,33 Punkte
12. Rumänien ....... 30,89 Punkte

2019/20
09. Portugal ........ 52,33 Punkte
13. Rumänien ....... 36,67 Punkte


Die portugiesische Liga hat sich kontinuierlich positiv entwickelt und mit dem FC Porto, SL Benfica und Sporting CP haben mehrere Vereine die in den letzten Jahren in der EHF Champions-League und dem EHF Pokal erfolgreich teilgenommen haben. In Rumänien verfügt Dinamo Bukarest über eine international wettbewerbsfähige Mannschaft, aber dahinter sind Constanta und Timisoara in der zweiten Qualifikationsrunde des EHF-Pokals ausgeschieden. Die Entwicklung Portugals wird jetzt über die Drei-Jahres-Wertung mit einem festen Startplatz in der EHF Champions-League honoriert. Genau das sind der Anreiz und die Perspektive, die eine nachhaltige Entwicklung des nationalen Handballs in der Breite fördern.

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alter Sack

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Saturday, June 20th 2020, 6:06pm

Quoted

In Rumänien verfügt Dinamo Bukarest über eine international wettbewerbsfähige Mannschaft, aber dahinter sind Constanta und Timisoara in der zweiten Qualifikationsrunde des EHF-Pokals ausgeschieden.

ich sehe, dass in Timisoara gute Leute verpflichtet werden, u.a. von Dinamo. Hat also "Spill-over"-effekte. Beinah- oder Fastpleiten wie in Constanta wird man in Rumänien wie auf dem Balkan auf absehbare Zeit nicht vermeiden können.

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Saturday, June 20th 2020, 6:30pm

na ja- wer ein faible für den handball in dem bereich rumänien etc. hat, wird immer gründe finden,
warum es logisch sei, dass grad der eine verein dort beim ff4 mitspielen muss-

wenn vorher -logisch- akzeptiert wird, dass es einen gewollten qualitätsunterschied bei den vorgruppen gibt,
kann m.e. nicht jetzt bei dem sonderfall corona auf einmal damit logisch sagen, dann müssten alle 4 gruppenersten
beim ff4 dabeisein -
dann hätte er sich vorher schon darüber beschweren müssen, warum überhaupt qualitätsunterschiede gemacht wurden-
ich hab dazu bisher von dem user grad auf diesen bezug nichts gelesen, nur jetzt wo die eigene eher favorisierte
mannschaft durch den zufall corona in einer schwachen gruppe führt, soll dies der schlüssel zum ff4 sein....jo...

ich würde dinamo in der hbl sicher nicht unter den ersten 8 plätzen sehen....was fürs ff4 unerheblich wäre-nur meine qualitätseinschätzung...

ganz davon ab, sehe ich derzeit die chancen auf ein ff4 mit 20.000 zuschauern dieses jahr in ganz europa bei 1%, optimistisch ausgedrückt

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