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Wednesday, August 14th 2019, 10:02pm

Training und Ernährung des Nationalteams

Die deutsche Nationalmannschaft besteht aus einigen, der belastbarsten Spitzensportler des Landes, denn der schnelle Sport ist für Körper und Geist wahnsinnig anstrengend. Um diesen Strapazen zu trotzen, müssen strenge Ernährungs- und Trainingsregime eingehalten werden, die zur idealen Regeneration beitragen und die nötige Menge Energie liefern. Wie das genau aussieht, haben wir recherchiert!

Ernährung unter der Lupe

Wie auch in anderen kompetitiven Sportarten, werden im Handball enorme Energien in kürzester Zeit freigesetzt. Hier muss gesprintet werden, harte Schüsse verpasst und in Sekundenschnelle reagiert werden. Grundsätzlich basiert die Ernährungsweise von Handballern auf ähnlichen Grundlagen wie von Fußballern und Co. Einerseits müssen sie das Kaloriendefizit, das durch tägliches Training entsteht, mit hochwertigen Lebensmitteln wieder ausgleichen, andererseits muss der hohe Eiweißbedarf gedeckt werden, um den Muskelaufbau anzuregen. Dazu sollten 25% - 30% der Kalorien aus Eiweiß bestehen, diese kommen aus fettarmen Fleischsorten, Fisch, Eiern, sowie veganen Eiweißquellen in Linsen und Bohnen. Eine genaue Auflistung gesunder Eiweiße kann hier gefunden werden. Auch gesunde Fette stehen mit auf dem Programm und werden durch Fisch, Avocados, Nüsse oder Samen hinzugeführt.

Das Nationalteam tischt auf

Patrick Wiencek, der als Kreisläufer im Nationalteam spielt und 2018 zum Handballer des Jahres gekürtwurde, verändert seine Ernährung auch direkt vor dem Spiel nicht radikal. In einem Interview verrät er, dass einige der Spieler vor den Spielen auf eine höhere Kalorienzufuhr setzen und beispielsweise reichlich Pasta essen, um mehr schnelle Energie aus ihren Kohlehydratspeichern zu erhalten. Sein Kollege Jannik Kohlbacher verfolgt eine andere Strategie. Er verzichtet vor den Spielen extra auf Kohlenhydrate, da er sich so leichter fühlt, während er auf dem Spielfeld steht. Die Sportler wissen mittlerweile genau, was ihr Körper braucht. In der Halbzeit und nach dem Spiel ist eine neue Energiezufuhr gefragt, denn während dem Match werden mehrere tausend Kalorien verbraucht, die Energiespeicher sind leer. Hier lohnt sich eine ausgewogene Kombination aus Kohlehydraten und Proteinen, etwa in einem Proteinriegel oder einem Sandwich. Ursprünglich wurde das Sandwich als Stück Fleisch in zwei Scheiben Weißbrot erfunden, das man während dem Kartenspielen in einer Hand halten konnte. Heute ist der Snack deutlich abwechslungsreicher und kann mit einem idealen Gleichgewicht aus Proteinen und Kohlehydraten zusammengestellt werden, zum Beispiel mit Vollkornbrot, Putenstreifen und Avocado. Teammanager Oliver Roggisch empfiehlt außerdem die Benutzung eines Entsafters zum Frühstück, um ausreichend Vitamine zu sich zu nehmen.

Harte Trainingstage

Das ganze Jahr über wird in der Nationalmannschaft des deutschen Handballs hart trainiert. Krafttraining steht dabei immer am Programm, denn die nötige Muskulatur ist unerlässlich. Dazu werden Geräte wie Lang- und Kurzhanteln verwendet, die sowohl die Arme, als auch Rücken, Schultern und Brust stärken. Auch das Training mit dem eigenen Gewicht kann sehr effektiv sein. Neben dem Krafttraining sind natürlich auch andere Teile des Sportprogramms wichtig, dazu gehört Ausdauertraining durch Laufen oder Taktiktraining im Handball. Wenn es um das direkte Handballtraining geht, zeigen die Deutschen auch gerne einmal, was sie können. Anfang des Jahres hielten sie sogar ein Training vor vollem Publikum ab und durften sich überknapp 2000 Zuseher freuen.

Hobbysportler ernähren sich oft falsch

Dass die Nationalmannschaft eine besonders ausgewogene Ernährung hat, liegt mitunter daran, dass sich Profis um ihr leibliches Wohl sorgen und ihnen genaue Pläne zusammenstellen. Anders wären sie nicht in der Lage auf dem hohen Niveau zu spielen. Laut einer Umfrage von Orthomol Sport sieht es bei den meisten Hobbysportlern leider nicht so rosig aus. Hier werden die empfohlenen Mengen an Nährstoffen oftmals nicht eingehalten. So sollen nur 50% der befragten Handballer auf die notwendige Menge an Obst zu sich nehmen, nämlich zwei Hände voll, rund 80% essen außerdem weniger als drei Hände voll Gemüse. Auch bei der Frage nach Vollkornprodukten schneiden die meisten Befragten schlecht ab, dafür werden reichlich Proteine aus Milchprodukten konsumiert. Auch Fisch dürfte öfter am Menü stehen, dieser wird nämlich dank seiner gesunden Fette ein biszwei Mal pro Woche empfohlen.

Die deutsche Nationalmannschaft isst und trainiert nach einem strengen Plan und wird dabei von professioneller Hilfe unterstützt. Nur so sind sie in der Lage, die starken Ergebnisse zu erbringen, die in dem Leistungssport gefordert werden. Bei Hobbysportlern ist noch großes Verbesserungspotential vorhanden.

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