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vorlaut

Meister

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21

Freitag, 16. Dezember 2005, 21:30

Hab auch eins,mit Holger Löhr der leider verletzungsbedingt aufhören mußte.
SG-Pechvogel Löhr von einstigem Kollegen enttäuscht

Von unserem Redaktionsmitglied Jürgen Autenrieth

Karlsruhe. Die Sportagenturen berichteten am 11. Oktober dieses Jahres in
ungewöhnlich großer Aufmachung vom Karriereende Holger Löhrs aus
gesundheitlichen Gründen. Die Meldungslänge dokumentierte, welch guten Ruf
der 35-Jährige in der deutschen Handball-Szene genießt. Nach 13 Jahren und
352 Erstligaspielen machten zwei Innenbandrisse im rechten Knie in kurzen
Abständen sowie ein Meniskusriss im linken Knie Leistungssport nicht mehr
möglich. Zwei Operationen mit anschließenden, schweißtreibenden
Reha-Maßnahmen sowie Trainingseinheiten brachten nicht den gewünschten
Erfolg.

"Ich musste erkennen, dass es nicht mehr ging. Das war in Ordnung. Und
irgendwo nur mitzueiern, das ist nicht mein Ding." Der Rechtsaußen des
Bundesligisten SG Kronau/Östringen blickt ohne Wehmut: "Ich glaube, ich
habe alles richtig gemacht, und ich möchte diese Zeit nicht missen." Der
Linkshänder machte Trainer Iouri Chevtsov auch nicht zum Vorwurf, dass er
ihn gegen den VfL Gummersbach, für den Löhr von 1996 bis 1998 aktiv
gewesen war, nicht eingesetzt hatte, obwohl "ich hätte spielen können". So
blieb es bei 999 Feldtoren - insgesamt waren es mit Strafwürfen 1 044 - in
der Ersten Liga, die er unter anderem auch für die SG Leutershausen, den
TV Großwallstadt und die SG Willstätt/Schutterwald, ehe er zur SG
gewechselt war, erzielt hat.

Das 1 000. Feldtor blieb ihm versagt. "Daran habe ich keinen Gedanken
verschwendet und das war auch nicht mein Ziel", betont Löhr, der diesen
statistischen Werten ohnehin keine große Bedeutung beimisst, der Teilnahme
an den Olympischen Spielen in Atlanta aber umso mehr. "Olympia ist wohl
für jeden Sportler das Höchste."

Am 30. Juni 2006 endet Löhrs Vertrag bei den Badenern. Der Rechtsaußen
möchte allerdings darüber hinaus mit dem Handball verbunden bleiben. "Ich
habe meinem Sport viel zu verdanken und will auch weiterhin ein Teil davon
sein", erklärt der 95-fache Nationalspieler, der mit einem Job bei der SG
Kronau/Östringen geliebäugelt hatte. "Mit meinen Kontakten und meiner
Erfahrung hätte ich dem Club bestimmt weiterhelfen können. Offensichtlich
möchte der Verein momentan nicht, dass ich mich einbringe. Aber damit habe
ich kein Problem", erklärt der Linkshänder. Der diplomierte Betriebswirt,
der auch Sportmanagement studiert hat, steht beim Softwarehersteller SAP
in Lohn und Brot, ist also nicht vom Handball abhängig.

Dennoch ist Löhr von seinem ehemaligen Spielerkollegen und jetzigen
Geschäftsführer der SG, Uli Schuppler, enttäuscht: "Ich glaube, dass diese
Absage von Uli ausgeht." Aber die Tür sei nicht endgültig zugeschlagen,
meint Löhr, der am liebsten in der Region bleiben möchte. Laut Schuppler
sind Gespräche im Gange, aber "es ist nichts definitiv". Schuppler weiter:
"Klar wollen wir uns das Fachwissen von Löhr zu Nutze machen." Einigkeit
zwischen den beiden ehemaligen Profis herrscht momentan nur in einem
Punkt: Da Löhr krankgeschrieben ist, macht es keinen Sinn den Vertrag
vorzeitig aufzulösen.

BNN 15.12.2005

22

Dienstag, 10. Januar 2006, 22:20

Zitat


Isländischer Kreisläufer der HSG Wetzlar nutzt Bundesligapause zur erforderlichen Meniskusoperation

Robert Sighvatsson arbeitet am Comeback


10.01.2006

Von Thomas Hain

Robert Sighvatsson kämpfte ausnahmsweise einmal nicht selbst unten auf dem Parkett der Mittelhessen-Arena, sondern saß zusammen mit seinem Mannschaftskameraden oben in einer Loge. Von dort verfolgte das fast komplett anwesende Team des Bundesligisten HSG Wetzlar nebst Frauen und Kindern das erste Handball-Länderspiel in der Domstadt. Für den isländischen Kreisläufer war der Besuch beim 37:30-Sieg von Europameister Deutschland über die Schweiz eine willkommene Abwechslung. Denn der 33-jährige Abwehrchef muss in der Bundesligapause wegen der EM in der Schweiz (26. Januar bis 5. Februar) hart arbeiten: An seinem Comeback auf dem Parkett.


Denn Sighvatsson unterzog sich nach ständigen Kniebeschwerden, mit denen er sich von Spiel zu Spiel schleppte, einer notwendig gewordenen Meniskusoperation. Bis zum nächsten Punktspiel am 18. Februar in der Kieler Ostseehalle bei Meister und Spitzenreiter THW will er allerdings in die Mannschaft von Trainer Dragan Markovic zurückkehren. In einem Gespräch mit dieser Zeitung äußerte sich der während der Saison 2002/03 nach den Stationen TuS Schutterwald und Bayer Dormagen von der HSG Düsseldorf nach Wetzlar gekommene HobbyGolfer zu seiner Verletzung, der Rehabilitation und seinen Plänen über eine mögliche Rückkehr in die isländische Nationalmannschaft, für die er 160 Länderspiele bestritten hat.

Herr Sighvatsson, wie geht es Ihnen?

Robert Sighvatsson: Mir geht es schon wieder gut. Ich hatte eine Innenbandverletzung im Knie, habe aber weiter gespielt und in Folge dessen einen Meniskuschaden erlitten. Der ist nach der Partie in Hamburg bei einer Untersuchung am 29. Dezember festgestellt worden. Einen Tag später habe ich in Magdeburg noch einmal mit Spritze gespielt, dann bin ich am Freitag in Gießen operiert worden.

Wann werden Sie ins Training und aufs Spielfeld zurückkehren?

Sighvatsson: Ich habe den Eingriff extra in der Europameisterschaftspause machen lassen und hoffe danach (das erste Wetzlarer Bundesligaspiel findet am 18. Februar bei Meister THW Kiel statt, die Red.) wieder dabeisein zu können. Jetzt ist genügend Zeit zur Rehabilitation. Da muss ich gut arbeiten, um rechtzeitig wieder fit zu werden. Momentan sieht alles sehr gut aus, so dass mein Comeback kein großes Problem werden sollte. Ich bin auf jeden Falle sehr zuversichtlich.

Island ist bei der anstehenden Europameisterschaft dabei, im kommenden Jahr findet die Weltmeisterschaft in Deutschland statt, wo sie schon lange spielen und leben. Ist die Nationalmannschaft noch ein Thema für Sie?

Sighvatsson: Warum nicht? Momentan aber auf keinen Fall. Doch ich habe mich nie endgültig verabschiedet. Ich habe nach zwölf Jahren einfach einmal eine Pause gebraucht. Die jungen Spieler beschweren sich heute über die enorme Belastung. Aber wir haben führer praktisch den Sommer durchgespielt. In Zukunft ist es jedoch schon möglich, dass ich wieder angreife, zumal ich sehr zuversichtlich bin, dass wir uns für die WM 2007 in Deutschland qualifizieren werden.

quelle

23

Freitag, 13. Januar 2006, 07:48

Zitat

"Holen in Rückserie mehr Punkte"

GWD-Rückraumspieler Jan-Fiete Buschmann im Interview / "Mit Hermann auf Augenhöhe"

Minden (much). Jan-Fiete Buschmann (24), halbrechter Rückraumspieler des heimischen Handball-Bundesligisten GWD Minden, kuriert in der aktuellen Europameisterschafts-Pause einen Bänderriss aus. Der Linkshänderliegt bei der Firma Melitta in den letzten Zügen seiner Ausbildung zum Industriekaufmann.

Von Michael Lorenz

Wie ist es um deine Gesundheit bestellt?

Ich bin im Moment noch etwas außer Gefecht. Der Knöchel ist noch ein bisschen dick, aber ich hoffe, dass ich zu Trainingsbeginn oder spätestens eine Woche danach wieder voll dabei bin. Ich denke, dass die ersten Spiele im Februar nicht in Gefahr sind.

Ihr spielt in dieser Serie nicht so, wie viele es befürchtet haben, sondern eher so, wie ihr euch das selbst vorgestellt habt. Nur - es fehlen die Punkte. Was muss sich ändern?

Wir haben eine junge Mannschaft, der in gewissen Situationen die Abgeklärtheit noch ein wenig fehlt. In der Rückserie wird das bestimmt besser, weil wir dann noch eingespielter sind, jeder seine Aufgaben noch besser kennt. Ich bin mir sicher, dass die Rückserie punktemäßig besser läuft.

Wann ist deine Ausbildung beendet?

Ich habe am 19. Januar mündliche Abschlussprüfung, dann bin ich fertig und werde mich das nächste halbe Jahr nur auf den Handball konzentrieren. Wahrscheinlich beginne ich zum nächsten Wintersemester ein Wirtschaftsstudium.

Handballprofi und Vollzeit-Azubi - wie steckt man diese Doppelbelastung weg?

Am Anfang war es schon ziemlich hart, mittlerweile habe ich mich dran gewöhnt und bin mit meinem körperlichen Zustand zufrieden. Aber ich bin schon froh, dass es bald vorbei ist. Ich bin der Firma Melitta sehr dankbar, dass sie mir die Möglichkeit gegeben hat, neben dem Handball eine Ausbildung zu machen.

Was kannst du über Trainer Richard Ratka sagen?

Er passt sehr gut zu Mannschaft, weil er ein junger deutscher Trainer ist, der gut mit jungen Spielern umgehen kann. Er stellt immer die Mannschaft über die Einzelspieler, und ich finde, dass das die einzige Chance ist, mit der wir überhaupt Erfolg haben können. Wir hatten in dieser Serie so wenig schlechte Spiele wie nie zuvor in den letzten Jahren, abgesehen von dem Spiel in Gummersbach, wo aber auch einige gefehlt haben oder angeschlagen gespielt haben. Außer der Punkteausbeute war die Saison bisher sehr positiv.

Hättest du dir vor einem Jahr vorstellen können, mal im Mittelblock zu decken?

(Schmunzelt) Na ja, früher wurde mir immer gesagt, dass ich nicht decken könne. In der letzten Zeit habe ich dann des Öfteren auf halb gedeckt, und weil wir nicht so viele körperlich große Spieler haben, kam ich zuletzt in den Mittelblock. Ich bin auch ganz zufrieden mit dem was ich in der Deckung gespielt habe. Aber wenn Arne Niemeyer und Ognjen Backovic beide fit sind, spielen sie in der Mitte und ich komme nur, wenn mal einer eine Pause braucht.

Im März treffen sich die einflussreichsten Sponsoren und Gönner von GWD. Dann soll darüber entschieden werden, ob Minden als Bundesligastandort erhaltenswert ist. Warum ist es das aus deiner Sicht?

Aus mehrerlei Gründen. Zum einen wegen der langen Tradition, zum anderen, weil GWD als einer von ganz wenigen Bundesligisten eine vernünftige Jugendarbeit macht und mit vielen Spielern aus der Region in der Bundesliga spielt. Man merkt auch deutlich, dass die Zuschauer hier Bundesliga-Handball sehen wollen. Dinge wie die Idee der Spendenaktion, um die Rettung von GWD

zu unterstützen, zeigen das. Auch wenn man mit Spenden GWD natürlich finanziell nicht einfach sanieren kann. Aber das zeigt, wie sehr die Fans sich mit GWD identifizieren, und wie viel ihnen daran liegt, dass GWD in der Bundesliga bleibt.

War das Ende der Hannover-Ära aus deiner Sicht befreiend?

Irgendwie schon, es macht natürlich mehr Spaß, in Minden zu spielen, als in Hannover. In der Tui-Arena waren 16 bis 17 Grad und Stimmung ist nicht aufgekommen. Außer gegen Kiel und Magdeburg, und da war sie für den Gegner.

Wie hat sich das Publikum in Minden zuletzt entwickelt?

Das hat sich super entwickelt. Der alte Fanclub und das Commando 1924 ergänzen sich optimal. Das bringt die Stimmung in der Halle und damit auch die Mannschaft nach vorne.

Wenn du derzeit nicht verletzt wärst - glaubst du, dass du dann bei der Europameisterschaft in der Schweiz dabei wärst?

Das weiß ich nicht. Aber ich bin der Meinung, dass Lübbeckes Rolf Hermann und ich auf Augenhöhe sind, und Rolf ist ja nominiert worden, auch wenn er absagen musste. Schön wäre es natürlich, und es ist auch mein Ziel. Aber in der letzten Zeit, mit der Ausbildung zusammen, habe ich mir darüber keine Gedanken gemacht.

Arne Niemeyer und du, ihr bekleidet die Halb-Positionen im GWD-Rückraum bereits seit der A-Jugend. Wie würde dir die Vorstellung gefallen, wenn du das mit, sagen wir, 32 Jahren, in der Bundesliga immer noch tun würdest?

Das ist eine super Vorstellung, weil es heißen würde, dass es in Minden in den nächst acht Jahren auf jeden Fall weitergeht, und, dass es erfolgreich weitergeht.

Vorausgesetzt, es geht erfolgreich weiter, siehst du deine Zukunft also in Minden?

Ich habe nach Minden zwar keine familiären Bindungen, sondern nach Bielefeld, und das ist ja so weit nicht weg. Aber dadurch, dass ich hier schon in der Jugend gespielt habe, bin in Minden quasi groß geworden und habe viele Freunde und Bekannte hier. Wenn es hier weitergeht, kann ich mir vorstellen, so wie Volker Zerbe in Lemgo, von Anfang bis Ende in einem Verein zu spielen.


Das hört sich doch ganz gut an.

Diddi

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Donnerstag, 19. Januar 2006, 10:28

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Handballguru Kljaic

"Deutschland kommt nicht ins EM-Finale"

Geht es nach Velimir Kljaic, hat Deutschland keine Chance, seinen Titel bei der bevorstehenden EM zu verteidigen. Mit SPIEGEL ONLINE sprach der Erfolgscoach zudem über unberechenbare Russen, überforderte Exotenteams und seine Zukunft als Trainer des VfL Gummersbach.

SPIEGEL ONLINE: Herr Kljaic, am vergangenen Wochenende hat die deutsche Handball-Nationalmannschaft Olympiasieger Kroatien bei einem Vorbereitungsturnier besiegt. Ist das ein gutes Omen für die EM, die in einer Woche beginnt?

Kljaic: So ein Ergebnis ist doch überhaupt nicht von Bedeutung. Sie haben zwar Kroatien geschlagen, davor aber gegen Slowenien und danach etwas unmotiviert gegen Ungarn verloren. Was zählt, ist nur das EM-Turnier. Bei diesem Vorbereitungsspielen sind die Profis oft müde, dazu ohne Konzentration.

Trainer Kljaic: "Die EM ist sehr stark besetzt"
DPA
Trainer Kljaic: "Die EM ist sehr stark besetzt"
SPIEGEL ONLINE: Was trauen Sie Titelverteidiger Deutschland bei der Endrunde in der Schweiz zu?

Kljaic: Das Team ist im Umbruch, Routiniers wie Stefan Kretzschmar, Christain Schwarzer oder Daniel Stephan haben aufgehört, junge Spieler sowie der eingebürgerte Weißrusse Andrej Klimovets und Oleg Velyky aus der Ukraine sind dazugekommen. Die nachrückenden Handballer haben es aber sehr schwer, sich in der mit internationalen Stars gefüllten Bundesliga durchzusetzen, denen fehlt Spielpraxis. Die deutsche Liga ist mit großem Abstand die stärkste der Welt. Was die NBA im Basketball ist, das ist die Bundesliga im Handball. Der Einzug ins EM-Halbfinale wäre daher für die Deutschen ein gutes Resultat, ins Endspiel wird die Mannschaft von Heiner Brand nicht kommen.

SPIEGEL ONLINE: Wer ist für Sie ein Anwärter auf den Titel?

Kljaic: Die Europameisterschaft ist sehr stark besetzt. Es ist nicht so, dass hier die großen Außenseiter oder Exotenteams wie bei einer WM oder Olympia mitspielen. Ich glaube, dass die Kroaten trotz der Niederlage gegen Deutschland ein heißer Kandidat sind, ebenso wie der WM-Dritte Frankreich und Weltmeister Spanien. Außerdem rechne ich mit Russland.

SPIEGEL ONLINE: Wie kommen Sie auf die Russen? Das Team wurde vergangenes Jahr in Tunesien nur Achter bei der Weltmeisterschaft.

Kljaic: Das stimmt, aber bei den Russen weiß man nie. Die ziehen sich einige Monate vor den großen Turnieren zurück in die russische Provinz und trainieren vier bis fünf Stunden am Tag wie die Wilden. Am Ende sieht man ein ganz neues Team auf dem Parkett mit vielen Spielern, die vorher nicht groß in Erscheinung getreten sind.

ZUR PERSON
Velimir Kljaic wurde am 10. Februar 1946 in Sibenik geboren. Der Kroate holte 1992 mit Wallau- Massenheim die deutsche Meisterschaft und einen Europacuptitel (IHF- Pokal). Zudem war Kljaic bei TuSEM Essen, Großwallstadt und Minden- Hannover tätig. Seit 2005 arbeitet er in Gummersbach, sein Vertrag läuft bis Mitte 2007. Kljaics größter Erfolg als Trainer war der Gewinn der Olympischen Goldmedaille mit Kroatien 1996 in Atlanta.
SPIEGEL ONLINE: Auf welche Akteure freuen Sie sich bei der EM besonders?

Kljaic: Da gibt es einige, etwa den Spanier Iker Romero und den Franzosen Jerome Fernandez. Kroatien werde ich natürlich genau beobachten mit ihren Klassespielern Ivano Balic, Petar Metlicic und Mirza Dzomba. Wenn sich einer von ihnen verletzt, wird es aber eng. Bei den Deutschen werden die Torhüter stark sein. Der Hamburger Pascal Hens nach seiner Verletzung und Florian Kehrmann aus Lemgo werden auch eine gute Rolle spielen. Leider ist Cedric Burdet nicht dabei.

SPIEGEL ONLINE: Spricht da jetzt der Handball-Experte oder der Trainer des VfL Gummersbach, für den Burdet spielt?

Kljaic: Beides ist der Fall, Cedric hat sich zum zweiten Mal den Finger gebrochen. Er wird den Franzosen bei der EM schmerzlich fehlen - und auch mir.

SPIEGEL ONLINE: Fürchten Sie, dass Gummersbach, derzeit Zweiter in der Bundesliga, noch abstürzt?

Kljaic: Nein, ich blicke zuversichtlich auf die kommenden Monate. Wir sind sehr zufrieden, haben unsere Erwartungen bisher sogar übertroffen. Wir hätten mit acht bis zehn Gegenpunkten gerechnet, nun sind es sechs.

SPIEGEL ONLINE: Nur ein Team bereitet Ihnen in der Liga Probleme.

Kljaic: Man muss einfach sehen, dass Tabellenführer Kiel (zwei Minuspunkte; die Red.) eine Klasse für sich ist. Der THW ist stärker als wir. Das ist auch nicht verwunderlich, das Team ist lange zusammen und daher sehr gut eingespielt. Unser Ziel muss es sein, am Saisonende unter den ersten Drei zu stehen und damit die Champions League zu erreichen. Zudem wollen wir die Pokal-Endrunde und das Finale des EHF-Cups erreichen.

SPIEGEL ONLINE: Ihr Vertrag läuft bis Mitte 2007, Gummersbach hat mit dem Isländer Alfred Gislason bereits einen Nachfolger verpflichtet. Wie wahrscheinlich ist, dass Sie schon diesen Sommer abtreten?

Kljaic: Meinen Job werde ich durchziehen, auch wenn Gislason jüngst beim SC Magdeburg entlassen wurde. Ich bin erst ein halbes Jahr hier, und er hat ja bereits vor drei Jahren in Gummersbach unterschrieben.

Das Interview führte Pavo Prskalo


Quelle: Spiegel - Online

wintermute

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Donnerstag, 19. Januar 2006, 10:40

Zitat

Original von Diddi

Zitat


Kljaic: Meinen Job werde ich durchziehen, auch wenn Gislason jüngst beim SC Magdeburg entlassen wurde. Ich bin erst ein halbes Jahr hier, und er hat ja bereits vor drei Jahren in Gummersbach unterschrieben.




Gislason hat also schon 2003 in Gummersbach unterschrieben? Das nenne ich eine langfristige Planung!

26

Freitag, 20. Januar 2006, 21:19

Interview mit Kjung-Shin Yoon

Kyung-Shin Yoon: 'Ich bin sehr, sehr enttäuscht, habe die Hoffnung aber noch nicht aufgegeben'

(sl/20.1.2006-20:15) Von Simone Liebelt

Gummersbach – Einen Tag nach der Bekanntgabe, dass Kyung-Shin Yoon den VfL Gummersbach zum Ende der Saison verlassen wird, sprach Oberberg-Aktuell mit dem Welthandballer von 2001.

Die Nachricht traf die VfL-Fans mitten ins Herz: Mit Kyung-Shin Yonn wird am Ende der Saison 2005/2006 ein Sympathieträger den VfL Gummersbach verlassen. Ein Mann, der trotz der schwierigen Zeiten immer zu seinem Verein gestanden hat. Nachdem die Führungsetage des VfL diese Entscheidung gestern Nachmittag bekannt gegeben hat, nahm sich Kyung-Shin Yoon vor dem heutigen Training die Zeit, mit Oberberg-Aktuell über die derzeitige Situation, seine Gefühle und auch über seine Zukunft zu sprechen.


Oberberg-Aktuell: Herr Yoon, gestern Nachmittag fand zwischen Ihnen und Stefan Hecker sowie Hans-Peter Krämer das Gespräch statt, in dem es um Ihre Vertragsverlängerung ging. Wie fühlen Sie sich einen Tag danach?

Kyung-Shin Yoon: Das Gespräch gestern ist nicht gut gelaufen. Wir konnten uns über die finanziellen Dinge nicht einigen. Es war eine harte Entscheidung. Ich bin sehr, sehr enttäuscht. Die letzten zehn Jahre waren mit sehr viel Arbeit verbunden, aber ich war dem Verein auch in der schwierigen Zeit treu – obwohl ich einige Angebote hatte.


OA: Sie sprechen die finanzielle Seite an. Warum konnten Sie sich mit Hecker und Krämer nicht einigen? Hat es wirklich nur am Geld gelegen?

Yoon: Ja, es waren ausschließlich finanzielle Differenzen. Ich kann verstehen, dass in einer Mannschaft mit 14 gleichwertigen Spielern nicht mehrere Akteure überdurchschnittlich bezahlt werden können. Ich bin ein erwachsener Mensch, aber auch Profisportler. Es war einfach zu viel, was mir abgezogen werden sollte.


OA: Und wie sehen nun Ihre Pläne für die Zukunft aus. Was kommt für Sie nach dem VfL Gummersbach?

Yoon:Ich wusste ja gestern Nachmittag selber noch nicht, dass wir uns nicht einigen konnten. Daher habe ich auch noch mit keinem anderen Verein gesprochen. Ich werde sicherlich noch ein oder zwei Jahre Handball spielen, ehe ich mit meiner Familie in meine Heimat nach Südkorea zurückkehre. Ob das in der Bundesliga oder im Ausland sein wird, weiß ich nicht. Ich könnte mir gut vorstellen, in Dänemark oder der Schweiz aufzulaufen.



OA: Oder gibt es vielleicht doch noch eine Chance, Sie in der nächsten Saison weiter im Trikot des VfL zu sehen?

Yoon: Das kann ich nicht alleine entscheiden. Aber ich hänge mit meinem Herzen sehr am VfL. Ich weiß nicht, wie es weiter gehen wird, aber ich hoffe, dass wir uns vielleicht nächste Woche noch einmal zusammen setzen und über die ganze Sache in Ruhe sprechen können.

OA: Herr Yoon, vielen Dank und alles Gute für Ihre Zukunft!
"Wat? Dä Papst tritt zurück? Und wat säht sing Frau dozu?"

BIELSTEINER JECK
ungläubig auf die Nachricht vom Rücktritt Benedikts XVI.
(aus OVZ vom 12.02.2013)

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Samstag, 21. Januar 2006, 09:39

Aus dem Abendblatt:

Zitat


"Einige müssen einfach mehr tun"

Verlängerung - Das Sportgespräch: Heute mit Handballnationalspieler Torsten Jansen. Der Linksaußen über die Krise des HSV und die deutschen EM-Aussichten.

Von ACHIM LEONI

ABENDBLATT: Herr Jansen, Bundestrainer Heiner Brand hat für die anstehende Europameisterschaft in der Schweiz eine Gewinnwarnung ausgegeben. Wie schätzen Sie die Lage ein?

TORSTEN JANSEN: Von Gewinnwarnung kann keine Rede sein.

ABENDBLATT: Brand hat mehrmals gesagt, die Titelverteidigung könne man abhaken.

JANSEN: Das hat er sicher nicht so gemeint. Er stand nach einigen Testspielen unter dem Eindruck vieler Verletzter und zahlreicher Absagen. Fakt ist: Die Nationalmannschaft befindet sich nach sehr erfolgreichen Jahren in einer Phase des personellen Umbruchs. Viele gute Spieler sind nicht mehr dabei. Daß man sich erst mal kleinere Ziele setzt, liegt in der Natur dieses schwierigen Prozesses. Als 2004 die EM gewonnen wurde, verlief die Vorbereitung auch nicht reibungslos.

ABENDBLATT: Also doch eine Gewinnwarnung.

JANSEN: Keineswegs.

ABENDBLATT: Dann sagen Sie bitte: Wir wollen Europameister werden!

JANSEN: Sie machen es sich zu einfach. Wir haben eine schwere Vorrundengruppe mit Frankreich, Weltmeister Spanien und der Slowakei. Aber niemand sollte unsere Kampfkraft, Moral und auch Abwehrstärke unterschätzen. Diese Faktoren können in einem Turnier mit maximal acht Spielen in nur elf Tagen immer den Ausschlag geben.

ABENDBLATT: Wie weit ist der Umbruch des Teams, der nach Olympia 2004 in Athen eingeleitet wurde, vollzogen?

JANSEN: Sie dürfen keine Wunderdinge erwarten. Die Nationalmannschaft, die 2004 Europameister und Olympiazweiter und zuvor schon Vizeweltmeister wurde, hat mehr als zehn Jahre lang zusammengespielt. Allein der Weltklasse-Mittelblock mit Volker Zerbe aus Lemgo und Klaus-Dieter Petersen vom THW Kiel ist schwer genug zu ersetzen.

ABENDBLATT: Was macht Sie dennoch optimistisch?

JANSEN: Die Vorbereitung hat gezeigt, daß da wieder eine starke Mannschaft zusammenwachsen kann. Dieses Team hat Potential. Das hat sich bereits vor zehn Monaten beim Vierländerturnier in Frankreich angedeutet. Inzwischen sind weitere gute Spieler dazugestoßen. Wir sind für die eine oder andere Überraschung gut. Auf Spanien hätte bei der WM 2005 auch niemand gesetzt.

ABENDBLATT: In genau einem Jahr reichen Überraschungen nicht mehr. Dann wollen die Fans den Titel. Kommt die Weltmeisterschaft im eigenen Land zu früh für diese Mannschaft?

JANSEN: Für mich kommt sie genau richtig. Lassen Sie uns diese EM abwarten, die Fehler analysieren und dann die richtigen Schlußfolgerungen ziehen. Wenn man weiß, wie in Deutschland derzeit Handball gefeiert wird, kann ich mir gut vorstellen, daß wir auf einer Welle der Euphorie weit kommen werden.

ABENDBLATT: Das Finale scheint Pflicht.

JANSEN: Gemach! Im Handball hängen Sieg und Niederlage an ein, zwei Bällen. Da spielt auch Glück mit. Die Franzosen zum Beispiel haben bei ihrer Heim-WM vor fünf Jahren nur mit viel Dusel die Zwischenrunde überstanden und anschließend den Titel gewonnen. Übrigens mit einer Mannschaft, von der viele Experten es nicht erwartet hatten.

ABENDBLATT: Euphorie ist das eine, Spieler, die sich davon anstecken lassen, das zweite.

JANSEN: Wir haben diese Spieler. Darauf hat der Bundestrainer bei der Zusammenstellung des Kaders gezielt geachtet. Diese Mannschaft zeichnet neben ihrer Kampfkraft aus, daß jeder dem anderen hilft. Spielerisch haben wir natürlich Defizite, das blinde Verständnis der Vorgänger-Mannschaft fehlt.

ABENDBLATT: Wer sind die neuen Stars?

JANSEN: Der Star ist die Mannschaft.

ABENDBLATT: Stellen Sie als einer der erfahrensten Spieler keinen Führungsanspruch?

JANSEN: Führungsspieler wird man durch Leistung, nicht durch Ansprüche.

ABENDBLATT: Das wird der Bundestrainer gern hören.

JANSEN: Wir haben da dieselbe Philosophie.

ABENDBLATT: Das war nicht immer so. Sie hatten vor drei Jahren schon mal Ihren Rücktritt erklärt.

JANSEN: Heiner Brand hatte damals seine feste Mannschaft, und in der war für mich nur als Ersatzspieler Platz. Ich habe mich vernachlässigt und ungerecht behandelt gefühlt und entsprechend reagiert. Ich habe auch meine Erkenntnisse daraus gewonnen. Wir haben später ein klärendes Gespräch geführt. Die Sache ist erledigt, ich fühle mich bei der Nationalmannschaft ausgesprochen wohl.

ABENDBLATT: Weil sich auch der Bundestrainer verändert hat?

JANSEN: Die Erfolge haben ihn lockerer werden lassen. Er reagiert gelassener als früher, ohne dabei seine klare Linie aufzugeben. Nach schwachen Spielen wie zuletzt gegen Ungarn in Kroatien findet er deutliche Worte, die jeden einzelnen zum Nachdenken zwingen sollten. Andererseits führt er auch stärker als früher, weil diese neue Mannschaft mehr Leitung und Lenkung braucht. In kritischen Situationen zum Beispiel gibt er Spielzüge vor. Das entlastet uns, nimmt uns Druck.

ABENDBLATT: Bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen durften Sie nicht die tragende Rolle spielen, die Sie ein halbes Jahr zuvor beim EM-Sieg ausfüllten. Damit konnten Sie nicht zufrieden sein.

JANSEN: Als Sportler willst du immer spielen, aber ich glaube, ich habe meinen Teil zur Silbermedaille beigesteuert.

ABENDBLATT: Sie meinen Ihren Auftritt im Siebenmeterwerfen im Viertelfinale gegen Spanien, als Sie einen entscheidenden Siebenmeter verwandelten.

JANSEN: Ich hatte zuvor keine Sekunde gespielt. Dann kam nach der zweiten Verlängerung im Auftrag von Heiner Brand Co-Trainer Frank Löhr zu mir und fragte, ob ich werfen wolle.

ABENDBLATT: Haben Sie sofort ja gesagt?

JANSEN: Klar! Das war ein Vertrauensbeweis, dem wollte ich mich nicht entziehen.

ABENDBLATT: Welche Gedanken gingen Ihnen in diesem Moment durch den Kopf?

JANSEN: Viel zu überlegen gab's da nicht. Ich dachte: Sei einfach positiv. Du gehst da jetzt mit einem Lachen hin und haust den Ball rein. Das habe ich dann auch gemacht.

ABENDBLATT: Gibt es die Angst des Siebenmeterschützen vor dem Torwart?

JANSEN: Der Torwart hat im Handball wie beim Fußball nichts zu verlieren. Da gehen einem schon Gedanken durch den Kopf. Hat der Video geguckt? Was denkt er, was ich denke?

ABENDBLATT: Was denken Sie?

JANSEN: Ich entscheide inzwischen intuitiv, wohin ich werfe. Wichtig ist: Du darfst nicht berechenbar werden.

ABENDBLATT: Für den HSV lief die Bundesliga-Hinrunde suboptimal. Freuen Sie sich, daß Sie diesen Kreislauf aus zu hohen Erwartungen und anschließenden Mißerfolgen für ein paar Wochen verlassen dürfen?

JANSEN: Das vergangene halbe Jahr ist an uns allen nicht spurlos vorbeigegangen, vor allem der blamable Abschluß mit der Heimpleite gegen Göppingen. Ich habe diese negativen Erlebnisse aber erst einmal gedanklich beiseite geschoben, um mich auf die EM konzentrieren zu können.

ABENDBLATT: Hat die Mannschaft wirklich das Potential, von dem alle reden?

JANSEN: Wenn ich sehe, was bei uns im Training läuft, was jeder Spieler individuell zu leisten in der Lage ist, dann sage ich: Wir haben genug Potential, um in der Bundesliga um die ersten drei Plätze mitzuspielen. Es muß aber abgerufen werden.

ABENDBLATT: Warum tun Sie es nicht?

JANSEN: Jeder von uns muß sich hinterfragen: Tue ich Tag für Tag genug, damit ich dieses Potential im Spiel auch ausschöpfen kann? Gebe ich alles dafür, damit ich an meiner Leistungsgrenze spiele?

ABENDBLATT: Wie lautet die Antwort?

JANSEN: Schauen Sie auf die Tabelle!

ABENDBLATT: Der HSV ist Zehnter.

JANSEN: Da haben Sie Ihre Antwort. Die Ausreden sind aufgezehrt. Es gibt einige bei uns, die müssen einfach mehr tun. Wir müssen in jedes Spiel mit hundertprozentigem Einsatz gehen, sonst haben wir keine Chance. Das kann sich der THW Kiel auch nicht leisten. Wenn es uns nicht gelingt, jedes Spiel anzugehen, als ginge es gegen die Topklubs Kiel, Flensburg, Gummersbach, Magdeburg oder Lemgo, haben wir in höheren Tabellenregionen nichts zu suchen. Dann ist man Mittelmaß, und das sind wir im Moment.

ABENDBLATT: Eine These ist, in der Mannschaft herrsche zuviel Harmonie. Brauchen Sie mehr Streit?

JANSEN: Es gab zuletzt genug deutliche Worte. Wer das nicht versteht, dem ist nicht zu helfen.

ABENDBLATT: Sie werden Ende des Jahres 30. Wie lange sind Sie noch bereit, sich die Entwicklung beim HSV anzuschauen?

JANSEN: Natürlich kommt irgendwann der Punkt, an dem ich mir sage, jetzt reicht's. Wir müssen an unseren Problemen arbeiten. Und das nicht nur im nächsten Spiel umsetzen und uns danach zurücklehnen. Ich will mit dem HSV um die Meisterschaft und im Europapokal spielen. Und das nicht irgendwann, sondern so schnell wie möglich.

erschienen am 21. Januar 2006

Diddi

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Dienstag, 24. Januar 2006, 13:58

Interview mit Velimir Kljaic

24.01.2006 - Der Countdown zum Pokalhit läuft
Am 16. Januar war für die Handballprofis des VfL Gummersbach, die nicht an der Europameisterschaft in der Schweiz teilnehmen, der Urlaub zu Ende. Trainer Velimir Kljaic begann die Vorbereitung auf das erste Pflichtspiel im neuen Jahr, das am 14. Februar gegen die SG Kronau-Östringen ausgetragen wird. Dann geht es in der Rhein-Neckar-halle in Eppelheim um den Einzug ins Final Four des Deutschen Pokalwettbwerbs (live im DSF). Velimir Kljaic erläuterte zu Beginn der Woche nach der Rückkehr aus seinem Skiurlaub die aktuelle Lage.

Herr Kljaic, haben Sie die letzte Abfahrt gut überstanden?
Das war kein Problem, ich bin ein guter Skifahrer.

Und wie steht es mit der Mannschaft?
Alle sind am Montag gesund zum Training erschienen und waren fit. Die Hausaufgaben wurden gemacht. Neben den sechs EM-Spielern fehlt natürlich noch Cedric Burdet, ohne sieben können wir natürlich keine taktischen Elemente trainieren. Aber wir treffen uns zwei Mal am Tag und arbeiten hart im physischen Bereich. Ende nächster Woche wollen wir in Gummersbach als Abwechselung ein Freundschaftsspiel gegen einen norwegischen Erstligisten bestreiten, der Termin steht aber noch nicht endgültig fest.

Das erste Spiel am 14. Februar hat es sofort in sich?
Das ist so. Wir wollen ins Final Four und werden in Eppelheim nicht noch einmal so spielen wie in der Meisterschaft. Wir haben genau eine Woche, um uns mit der kompletten Mannschaft auf dieses Pokalspiel vorzubereiten.

Wird die Belastung für die EM-Teilnehmer eine Rolle spielen?
Bei uns haben sechs Spieler diesen Stress, bei Kronau-Östringen sind es drei. Handballer haben es nicht so gut wie Fußballer, die haben bei solchen Turnieren immer viele freie Tage. Die Strapazen sind mir bekannt, darauf werden wir uns einstellen. Entweder kommt man nach einem solchen Turnier aus dem Himmel oder man ist sehr enttäuscht und ausgelaugt. Wer im Endspiel ist, hat nach dem 5. Februar bei uns zwei freie Tage. Wer vorher ausscheidet, bekommt nur einen freien Tag.

Leider gibt es noch das zusätzliche Problem mit der Verletzung von Cedric Burdet.
Das ist wirklich bitter. Ich rechne mit ihm in dieser Saison nicht mehr. Ich hoffe, dass wir für unseren letzten Neuzugang Denis Sacharow die rechtzeitige Spielberechtigung erhalten. Die würde aber nur für die Bundesliga gelten. Für den Europacup ist er gesperrt, denn er hat schon in dieser Saison für St. Petersburg im Challenge-Cup gespielt.

Was dürfen die Fans von dem 21 Jahre alten Linkshänder erwarten?
Beim Probetraining in Gummersbach hat er ein großes Potential gezeigt. Er verfügt über eine enorme Sprungkraft und er hat einen sehr harten Wurf. Ich habe selten einen Spieler erlebt, der mich in drei Einheiten so beeindruckt hat. Er wäre sicher eine Verstärkung. Er muss aber auch die deutsche Sprache lernen und sich in der neuen Umgebung zurecht finden.

Fahren Sie noch zur EM in die Schweiz?
Nein, ich glaube nicht. Ich muss hier arbeiten und werde mir die Spiele im Fernsehen anschauen.

Quelle: HP VFL Gummersbach

29

Sonntag, 29. Januar 2006, 01:47

pascal hens

Zitat


Bei der Europameisterschaft in der Schweiz steht ein Mann besonders im Mittelpunkt. Pascal Hens, Shooter auf der Königsposition im linken Rückraum, ist nach den vielen verletzungsbedingten Absagen seiner Kollegen mehr denn je gefordert. Wie der 97-malige Nationalspieler damit um- und wie es künftig mit seinem Verein, dem HSV Hamburg, in der Liga weitergeht, darüber redete er in einem ausführlichen Gespräch.

Am 5. Februar steigt in Zürich das Finale der EM 2006. Haben Sie schon konkrete Pläne für den Abend?
Hens: Ich hoffe, dass ich mir für den Tag nichts vorzunehmen brauche, sondern selbst dort spielen darf und muss.

Die Chancen, den Titel zu verteidigen, stehen nach Absagen und Verletzungen diverser Leistungsträger nicht besonders gut. Wohin gehen Ihre Erwartungen?
Hens: Wir waren auch schon vor der Verletzung von Oleg Velyky nicht der große Favorit. Jetzt gehen wir als starker Außenseiter ins Turnier. Wir haben gut trainiert und in den kommenden Tagen nur wenig zu verlieren. Das kann durchaus eine gute Ausgangsposition sein, um in einer superschweren Vorrundengruppe zu bestehen. Wenn wir wirklich etwas erreichen wollen, müssen wir eben auch gegen Spanien und Frankreich erfolgreich sein. Wir sind jedenfalls gut drauf und machen uns keinen Kopf über negative Dinge.

Vor allem auf Sie ruhen nach dem Ausfall einer kompletten Rückraum-Reihe die Hoffnungen. Fühlen Sie sich stark genug?
Hens: Eines vorweg: Wir haben immer noch einen echt starken Rückraum. Aber es stimmt: Es lastet durchaus ein wenig mehr Druck auf meinen Schultern. Aber ich fühle mich richtig gut, habe im letzten Vorbereitungsspiel gegen Ungarn eine starke zweite Halbzeit gespielt. Genau dieses Gefühl nehme ich mit ins Turnier. Ich bin topfit und gesund und heiß auf die EM.

Immerhin: Sie hatten aufgrund diverser Verletzungen und den Querelen bei HSV Hamburg erstmals in Ihrer Karriere eine schwere Zeit zu überstehen. Wie haben Sie sich Ihre Unbekümmertheit erhalten?
Hens: Ich habe in der Zeit meiner Verletzung viel an der Stabilität meines lädierten Rückens gearbeitet. Jetzt fühle ich mich stabil und sicher auf dem Spielfeld. Das schafft eine gewisse Unbekümmertheit. Außerdem habe ich mir nach all den Verletzungen gedacht, dass die Sch...-Zeit auch einmal ein Ende haben muss. Denn eins ist sicher: Wenn du mit Angst vor Verletzungen spielst, dann passiert auch was.

Mit Ihren 25 Jahren haben Sie bereits eine beachtliche Erfolgsgeschichte hinter sich: Sie sind Europameister, Sie haben olympisches Silber gewonnen. Doch auf Vereinsebene warten Sie noch auf Ihren ersten Titel.
Hens: Am Anfang war es in Hamburg sicher turbulent und holprig. Doch mittlerweile fügen sich die Dinge. Wir haben eine Supertruppe und mit Martin Schwalb einen hervorragenden Trainer. Ganz sicher wird der Weg in den nächsten Jahren nach oben führen.

Ihre Bedeutung für den HSV liegt sicher nicht allein im sportlichen Bereich. Gefällt es Ihnen, als echter Typ vermarktet zu werden?
Hens: Ich habe kein Problem damit. Es ist ja nicht so extrem wie einst bei Stefan Kretzschmar. Natürlich war es ein Beweggrund, mich zu verpflichten, dass ich ein junger Nationalspieler auf der Königsposition bin. Schließlich wollten die Verantwortlichen hier in Hamburg etwas bewegen und die Zuschauer davon überzeugen, dass Handball ein toller Sport ist. Mit einem wie mir, der schon ein bisschen ein außergewöhnliches Getue besitzt und deshalb öfter in den Zeitungen steht, geht das offenbar ein wenig leichter.

Auch in der DHB-Auswahl sollen Sie als Persönlichkeit die Lücke füllen, die Stefan Kretzschmar nach seinem Rücktritt hinterließ. Nervt es, ständig derjenige zu sein, der zu Interviews und ähnlichen Veranstaltungen abkommandiert wird?
Hens: Das ist gar nicht so viel, dass es mir über den Kopf wächst. Es verteilt sich viel mehr als noch zu Kretzsches Zeiten. Wir haben mit Henning Fritz den aktuellen Welthandballer in unserer Mannschaft. Und wir haben mit Florian Kehrmann einen bunten Vogel im Team. Da bin ich nicht der Alleinunterhalter. Und falls es doch zuviel werden sollte, wird Heiner (Brand) das schon entsprechend einbremsen.

Während die DHB-Auswahl aus erklärbaren Gründen den Erfolgen der Vergangenheit nachhängt, boomt die Liga. Auch in dieser Saison erwartet die HBL wieder einen neuen Besucherrekord...
Hens: ...weil die Vermarktung des Handballs professioneller geworden ist. Zudem bekommen die Leute guten Sport geboten. Viele Teams sind in tolle, große Arenen mit geiler Stimmung umgezogen. Und die Erfolge der Nationalmannschaft in der Vergangenheit haben ihr Übriges dazu beigetragen.

Wie wichtig ist in diesem Zusammenhang die WM 2007 im eigenen Land?
Hens: Sie wird diese Entwicklung weiter beflügeln. Wir werden mit einer tollen Mannschaft und Klasse-Spielen die Hallen in Deutschland voll machen. Eine WM in Deutschland bewegt immer etwas. Man schaue doch mal, was die Fußball-WM mit Deutschland macht. Sicher können wir Handballer uns nicht damit vergleichen, aber es ist enorm wichtig für den deutschen Handball und dessen Weiterentwicklung, die WM 2007 im eigenen Land zu haben.

Die Perspektiven für den deutschen Handball bleiben offenbar glänzend. Auch sportlich?
Hens: Ganz sicher. Wir haben schließlich keinen schlafenden Nachwuchs. Unsere Jugendmannschaften sind durchaus erfolgreich. Und wenn die Nationalmannschaft endlich mal die Chance bekommt, verletzungsfrei und mit allen Spielern zu trainieren und zu spielen, dann werden wir 2007 ein Team haben, das sicher ganz oben angreifen kann.

Das Gespräch führte Arnulf Beckmann
quelle

30

Montag, 30. Januar 2006, 19:58

Interview mit Johannes Bitter

30. Januar 2006 16:45 Uhr

Bittere Enttäuschung

Torhüter Bitter deckt die Hintergründe der Gislason-Entlassung auf



Basel/Magdeburg - Johannes Bitter, Torhüter des SC Magdeburg, hat sich kritisch zur Entlassung von Alfred Gislason als Trainer beim Champions-League-Sieger von 2002 geäußert.

Am Rande der Europameisterschaft sagte Deutschlands Torhüter Nummer zwei zu Sport1.de: "Als ich von der Entscheidung erfahren und mit Alfred telefoniert habe, hatte ich Tränen in den Augen. Das war der Hammer."

Auf Manager Bernd-Uwe Hildebrandt ist Bitter nicht gut zu sprechen: "Die Aktion war verstrahlt. Die Freundschaft zwischen den beiden, die Bernd-Uwe immer herausposaunt hat, war seit zwei Jahren nicht mehr da."

Bitter gibt offen zu: "Das Vertrauen in die Vereinsführung ist nicht zerstört, aber gestört."

Ruhe ist eingekehrt

Gislason war Anfang Januar trotz eines bis 2007 laufenden Vertrags in Magdeburg entlassen worden.

Begründet wurde die Entscheidung mit Abnutzungserscheinungen zwischen Trainer und Mannschaft.

Mittlerweile sei Ruhe in Magdeburg eingekehrt, erzählt Bitter.

Nachvollziehen aber kann er die Entscheidung nicht: "Wir sind Vierter wie ein Jahr zuvor. Von Misserfolg kann also keine Rede sein. Und einen Trainer rauszuschmeißen, ohne einen Nachfolger parat zu haben, ist unbefriedigend. Das schadet der Mannschaft."

Bitter will Vertrag erfüllen

Bitter ist aber auch deswegen verärgert, weil seine Vertragsverlängerung bis 2007 in Magdeburg direkt mit der Person Gislason in Verbindung steht.

"Alfred hat mir in die Hand versprochen, dass er bis 2007 bleibt. Meine Unterschrift habe ich damals damit begründet."

Er stehe weiter zum Verein, betont Bitter. Und seinen Vertrag wolle er in jedem Fall erfüllen: "Ein Wechsel ist ausgeschlossen."

"Eine schlechte Seifenoper"

Gespannt ist der Keeper auf den neuen Coach. Bogdan Wenta soll im Sommer nach Sport1.de-Informationen das Zepter übernehmen.

Über den früheren deutschen Nationalspieler hat er sich bereits erkundigt. "Was ich gehört habe, klingt sehr positiv", sagt Bitter.

Doch die Entlassung von Gislason muss er erst einmal verdauen. Bitter: "Das war eine schlechte Seifenoper. Wenn man den Schritt geht, dann vernünftig. Aber nicht so."

Aus Basel berichtet Michael Schwartz

(Quelle:www.sport1-de)
"Wat? Dä Papst tritt zurück? Und wat säht sing Frau dozu?"

BIELSTEINER JECK
ungläubig auf die Nachricht vom Rücktritt Benedikts XVI.
(aus OVZ vom 12.02.2013)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Rentner« (30. Januar 2006, 19:58)


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Montag, 30. Januar 2006, 20:07

Fasekas/Bitter wäre wohl ein Top-Duo! :D

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Freitag, 3. Februar 2006, 11:07

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Volker Zerbe im Interview: Der Rücktrittsentschluss ist unumstößlich

Eines Tages musste es ja so kommen. Volker Zerbe, der Ende Juni 38 Jahre alt wird, hört auf. Nach inzwischen mehr als 570 Ligaspielen und insgesamt 284 Auftritten im Dress des Deutschen Handball-Bundes reifte der Entschluss, im Sommer eine Karriere zu beenden, die ihm neben Meistertiteln und Europacup-Siegen auch eine Olympia-Medaille und diverse Podest-Platzierungen bei Welt- und Europameisterschaften einbrachte. Das Besondere an der sportlichen Vita des 2,11 Meter lange Rückraumspieler: Seit 1984, seit er als Jugendspieler zum TBV Lemgo kam, wechselte der Europameister von 2004 in 22 Jahren nicht ein einziges Mal den Verein.

Wenn in Lemgo eine Pressekonferenz in Sachen Volker Zerbe einberufen wird, dann kann es – glaubt man den Gerüchten der vergangenen Tage – nichts Gutes bedeuten. Beenden Sie Ihre Karriere tatsächlich im Sommer?

Zerbe: Das stimmt. Der Gedanke, nach all den Jahren einen Schlussstrich zu ziehen, hat sich in der Winterpause verfestigt. Mehr als 20 Jahre hatte ich eine Super-Zeit und nach so vielen Spielen ist es nicht mehr entscheidend, ob man das eine Jahr noch dranhängt oder nicht. So kann ich zu einem Zeitpunkt abtreten, an dem meine Leistung noch stimmt. Und noch eins: Der Entschluss ist unumstößlich.

Folgt dann der Handball-Ruhestand oder bleiben Sie der Bundesliga in anderer Funktion erhalten?

Zerbe: Ich bleibe der Bundesliga im Allgemeinen und dem TBV im Besonderen natürlich verbunden. Im Vorfeld gab es bereits Gespräche, in welcher Funktion ich meinem Verein ab dem Sommer weiterhelfen kann, aber das ist noch nicht genau definiert. Ich möchte den TBV sowohl im sportlichen als auch im Managementbereich unterstützen. Darüber hinaus arbeite ich bei der Sparkasse in Lemgo. Dieses Standbein ist mir wichtig und macht mir auch viel Spaß. Sie sehen, ich werde keineswegs nur daheim sitzen.

Wen sähen Sie denn am liebsten als Nachfolger auf Ihrer Position?

Zerbe: Die Tatsache, dass wir uns bisher wenig Gedanken darüber machen mussten, war für mich ein Indiz dafür, dass der Verein mit meiner Leistung durchgehend zufrieden war. Aber jetzt wird natürlich nachgedacht. Doch einen adäquaten Ersatz kann es schon deshalb nicht geben, weil jeder Linkshänder seine individuellen Stärken und seine individuelle Spielweise besitzt.

Ein Name wird heiß gehandelt: der Slowene Renato Vugrinec, der zurzeit noch beim SC Magdeburg unter Vertrag steht.

Zerbe: Es gibt Kontakte, und es sind Gespräche geführt worden. Aber von Vereinsseite wurde heute noch einmal untermauert, dass es noch nichts zu vermelden gibt. Möglicherweise wird der TBV auch noch mit Yoon sprechen. Die Auswahl ist begrenzt, das wissen wir. Alles andere bleibt abzuwarten.

Seit 1984 stehen Sie beim TBV Lemgo unter Vertrag und gelten als einer der vereinstreuesten Spieler überhaupt. Die Erfolge haben Ihnen offenbar Recht gegeben.

Zerbe: Deshalb fiel es mir ja immer leicht zu sagen, ich bleibe beim TBV. Es ist wirklich schön, daheim die großen Erfolge gefeiert zu haben.

Denken Sie manchmal daran, dass Sie Ihrer Karriere auch andere Stationen – durchaus auch in Spanien – hätten hinzufügen können?

Zerbe: Im Rückblick schon. Aber ich bereue nichts. Schließlich ist der TBV im Laufe der Jahre zu einem internationalen Spitzenverein gewachsen. Eine andere Sache ist es, in einem fremden Land eine andere Sprache zu lernen und ein anderes Leben zu führen. Aus menschlicher Sicht wäre das sicher spannend gewesen.

In der Nationalmannschaft jedenfalls galten Sie über zwei Jahrzehnte als unersetzlich. Trotz diverser Rücktritte kehrten Sie zu Großveranstaltungen immer wieder ins Team zurück.

Zerbe: Das lag daran, dass Heiner Brand genau wusste, was er an mir hat. Ich bin ein Teamspieler und recht unkompliziert in ein bestehendes System zu integrieren. Und ganz ehrlich: Als ich älter wurde, wuchs mir die Sache mit den Trainingslagern und Freundschaftsspielen parallel zum Verein und zum Berufsleben über den Kopf. Aber nicht, dass Sie mich falsch verstehen: Ich habe die Zeit bei der Nationalmannschaft sehr genossen.

Für Sie galt sogar eine „Lex Zerbe“. Sie durften Olympia, EM und WM spielen, ohne die lästigen Vorbereitungsspiele absolviert zu haben.

Zerbe: Eine Sonderstellung, die ich mir in mehr als zehn Jahren erarbeiten musste. Dabei war es allerdings mein oberstes Anliegen, dass ich dabei die vollste Unterstützung der Mannschaft hatte. Ich wollte keine Unruhe in das Team herein tragen. Wenn nur einer dagegen gewesen wäre – egal, aus welchen Gründen – hätte ich das nicht gemacht. Großartig, dass die Mannschaft das voll mitgetragen hat.

Könnten Sie der Mannschaft von Heiner Brand heute noch helfen?

Zerbe: Nein. Die Jungs machen das schon sehr gut. Wenn überhaupt, dann punktuell im Rahmen einer EM. Bei sieben oder acht Spielen in der kurzen Zeit könnte ich für ein wenig Entlastung sorgen. Doch die jungen Leute brauchen die Spiele bei diesen Turnieren, um Erfahrung für 2007 zu sammeln.

Die Perspektiven auf Ihrer Position sind mit Spielern wie Zeitz und Glandorf nicht so schlecht. Wer kommt Ihnen vom Spielertyp am nächsten?

Zerbe: Das spielt keine Rolle, weil jeder Spieler seinen eigenen Stil verkörpert. Ein Christian Zeitz verfügt dank seiner Wurfstärke und seines Spielwitzes über Atem raubende Möglichkeiten. Holger Glandorf verkörpert eher meine Spielweise. Damit verfügt Brand über zwei Rückraumrechte, wie sie unterschiedlicher kaum sein könnten. Für den Bundestrainer durchaus ein kleiner Luxus, da er viel variabler auf entsprechende Deckungsvarianten reagieren kann.

Im Moment präsentiert sich die Mannschaft bei der EM auch ohne zahlreiche Stammspieler durchaus zufrieden stellend, oder?

Zerbe: Das Team präsentiert sich großartig. Vor allem, wenn man bedenkt, dass so viele Spieler – wieder einmal – verletzungsbedingt passen mussten.

Und 2007 bei der WM im eigenen Land werden Sie hoffentlich begeisterter Zuschauer sein.

Zerbe: Auf jeden Fall. Ich habe Zeit meines Lebens soviel Zeit mit Handball verbracht, sodass mich die WM im eigenen Land natürlich stark begeistern wird. Ich werde dem Handball immer verbunden bleiben.

Quelle
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Donnerstag, 16. Februar 2006, 16:57

Michael Roth

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Sieben Fragen an Michael Roth

Am Untermain herrscht Aufbruchstimmung. Mit neuem Trainer und gezielt verstärkter Mannschaft möchte der TV Großwallstadt wieder an alte Erfolgszeiten anknüpfen. Das gelang in der ersten Halbserie dieser Saison sehr gut. Platz sieben und 21:15-Punkte: Der TVG übertraf selbst die eigenen Erwartungen. Warum das so ist und welchen Schwierigkeiten die Großwallstädter in der Rückrunde entgegensehen, verriet Trainer Michael Roth in einem Gespräch mit der HBL.

Mit einer Woche Verspätung startet am Samstag der TV Großwallstadt in die Rückrunde der Handball-Bundesliga. Wie ist das Team drauf?

Michael Roth:
Uns hat in der Vorbereitung das Pech ereilt. Heiko Grimm brach sich die Hand, Islands Nationalspieler Einar Holmgeirsson verletzte sich während der EM am Kopf. Beide werden zum Saisonstart ebenso fehlen wie Alexander Petersson und die beiden Langzeitverletzten Jan-Olaf Immel und Wjatscheslaw Lochman. Wir werden improvisieren müssen. Schade! Nach zuletzt 12:2-Punkten in Serie und einer verlängerten EM-Pause hatten wir uns viel ausgerechnet.

Dennoch: Der TV Großwallstadt erlebt zurzeit eine Renaissance. In der Tabelle steht das Team so gut wie lange nicht mehr und schneller als erwartet an alte Erfolge anknüpfen zu können. Was sind die Gründe?

Michael Roth:
Wir haben in Großwallstadt einen Umbruch gewagt. Mit mir als neuem Trainer kam auch eine neue Philosophie ins Team. Aggressive Abwehrarbeit, schnelles Spiel nach vorne: Der TVG hat eine sehr dynamische Mannschaft, in der sich auch die individuelle Qualität der Spieler verbessert hat. Natürlich haben wir personell auch von der Wallau-Misere profitiert. Und – zum Glück – passte alles auch charakterlich super zusammen.

Viele gute Spieler machen noch lange keine gute Mannschaft. Was haben Sie mit dem Team gemacht?

Michael Roth:
Die Voraussetzung für gute Arbeit ist Vertrauen. Die Spieler vertrauen mir, so dass wir Trainingsinhalte und Spielphilosophie rasch verinnerlichen konnten. Vielleicht ist es die moderne und zugleich autoritäre Art, wie ich eine Mannschaft führe. Ich nehme die Spieler sehr ernst, fördere und fordere vor allem die jungen Akteure und bin bestimmt ein guter Motivator.

Mit Jan-Olaf Immel und Wjatscheslaw Lochman ist das Team noch stärker. Wie weit sind die beiden zurzeit?

Michael Roth:
Lochman wird sicher erst zur neuen Saison wiederkommen. Er kuriert seinen dritten Kreuzbandriss aus. Das dauert. Immel hingegen ist auf einem guten Weg. Da gilt es, die kommenden drei, vier Wochen abzuwarten. Er hat die Vorbereitung im Januar mitgemacht, kann bereits Abwehr spielen, aber im Angriff fehlt ihm noch Wurf- und Sprungkraft.

Immerhin bedurfte es für diese Entwicklung gravierender Einschnitte. So ging mit Peter Meisinger ein Urgestein in den Handball-Ruhestand.

Michael Roth:
Meisinger hat sich selbst so entschieden und war zuletzt an der Verpflichtung meiner Person beteiligt. Ich habe vor vielen Jahren selbst noch unter ihm trainiert, war mit ihm Meister und Pokalsieger. Uns verbindet ein großes Vertrauensverhältnis, weshalb ich seinen Rat als sportlicher Berater des TVG sehr ernst nehme.

Im Gegensatz zu früheren Jahren zeigte sich der TVG ungewohnt investitionsfreudig. Woher kommt das Geld?

Michael Roth:
Vorstand und Aufsichtsrat haben vor Saisonbeginn einer Etaterhöhung von rund 1,5 auf 1,85 Millionen Euro zugestimmt mit der Zielsetzung, eben nicht gegen den Abstieg, sondern um die Plätze sechs bis neun zu spielen. Das ist uns zur Halbserie gelungen, wobei wir Teams hinter uns gelassen haben, die mehr Geld ausgeben als der TVG. Der TV Großwallstadt ist in der Region noch immer eine starke Marke und mit einem modernen Management haben wir es geschafft, Partner auch über die Region hinaus für uns zu gewinnen.

Und was soll am Ende dabei herausspringen?

Michael Roth:
Wir wollen natürlich gern Richtung Platz sechs marschieren und einen platz im EHF-Cup erreichen. Aber da, wo wir jetzt stehen, ist es auch gut. Immerhin: Das wäre viel mehr als wir erwartet haben.

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Donnerstag, 16. Februar 2006, 22:49

Interview mit HSG-Kapitän Jan Filip

Die HSG Nordhorn erwartet am Sonntag (17 Uhr, Euregium) den TBV Lemgo. Vor dem Verfolgerduell zwischen dem Sechsten und dem Fünften der Handball-Bundesliga sprach GN-Redakteur Frank Hartlef mit HSG-Kapitän Jan Filip.

GN: Herzlichen Glückwunsch! Gegen Melsungen haben Sie Ihr 1200. Bundesliga-Tor geworfen. Können Sie sich bei der Masse überhaupt an ein besonders schönes oder wertvolles Tor erinnern?

Jan Filip: Na ja, so eine große Sache ist das nicht. Und im Handball ist es auch nicht wie im Fußball, wo man vielleicht 20 Tore pro Saison macht. Bei so vielen Toren wie im Handball denkt man da gar nicht groß drüber nach. Aber ein paar wichtige waren bei mir schon dabei.

GN: Zum Beispiel ihr 1200. Treffer. Mit dem haben Sie in Rotenburg gegen Melsungen in der 52. Minute auf 23:25 verkürzt und damit die erfolgreiche Aufholjagd eingeleitet, die im 28:27-Sieg mündete.

Filip: Ja, das war eine wichtige Phase. Es zeigt unsere besondere Moral, dass wir dieses Spiel ohne unseren verletzten Spielmacher Ljubomir Vranjes und trotz zwei Roten Karten noch gedreht haben. Ein Spiel auf diese Art und Weise zu gewinnen, bedeutet mehr, als wenn man es von Anfang an kontrolliert hat.

GN: Aber deswegen lassen Sie es doch wohl nicht regelmäßig so weit kommen, dass Sie erst am Rande einer Niederlage stehen müssen, und dann das Spiel drehen?

Filip: Nein. Solche Spiele verlaufen eng. Und dann entscheiden Kleinigkeiten. Aber wir haben die letzten drei Spiele mit einem Tor gewonnen. Gegen Düsseldorf lagen wir mit sieben Toren zurück und gegen Göppingen lief es auch nicht optimal. Dass wir noch gewonnen haben, ist ein Beleg für unsere tolle Moral. Aber natürlich müssen wir wieder dahin kommen, dass wir gut spielen und die Spiele früher entscheiden.

GN: Am besten schon am Sonntag gegen Lemgo ...

Filip: Natürlich! Mal einen der Großen schlagen - das wäre ganz wichtig für uns.

GN: Zumal die Lemgoer nur zwei Punkte vor der HSG auf Rang fünf rangieren ...

Filip: Und sie haben uns im Hinspiel eine richtige Klatsche verpasst (40:28 im Gerry-Weber-Stadion in Halle, d. Red.). Das ist eine große Motivation für uns, am Sonntag dafür Revanche zu nehmen.

GN: Allerdings spricht die Bilanz für den TBV: Von bislang 13 Bundesligaspielen hat die HSG zehn gegen die Ostwestfalen verloren und nur zwei gewonnen.

Filip: Gegen uns spielen sie besonders gern, weil wir ihnen einfach liegen.

GN: Aber es gibt immer Überraschungen, wie die Niederlage der Kieler in Minden.

Filip: Genau. Es gibt keine leichten Gegner. Jede Mannschaft kann überall verlieren; das macht die Bundesliga so interessant.

GN: Die Kieler und auch einige andere Vereine beklagen mehr, dass ihre Spieler nach der EM kaputt in die Bundesliga-Rückrunde gestartet sind.

Filip: Das kann ich verstehen. Die EM war einie riesige Belastung. Die Spanier oder die Kroaten waren im Halbfinale total kaputt. Jedes Jahr eine WM oder EM, dann die Olympischen Spiele, für die es jetzt auch noch Qualifikationsspiele geben soll. Und auch in der Champions League gibt es viel zu viele Spiele. Die Saison ist viel zu lang. Aber keiner denkt an die Spieler. Keiner kann elf Monate im Jahr Top-Leistungen bringen. Und gerade die Nationalspieler sind es, die in den Vereinen ja auch viel spielen müssen. Da muss auf Dauer etwas passieren und das Programm reduziert werden.

GN: Werfen wir lieber einen Blick in die nähere Zukunft. Die HSG will Daniel Kubes verpflichten; reden Sie Ihrem Freund und Teamkollegen im tschechischen Nationalteam gut zu, von Nettelstedt nach Nordhorn zu wechseln?

Filip: Es ist natürlich mein Wunsch und meine Hoffnung, dass er zu uns kommt. Er passt in unser Konzept, ist stark in der Abwehr, gut bei der zweiten Welle. Er bringt uns weiter. Aber es muss natürlich alles passen. Das ist Sache des Vereins, das mit ihm zu klären.

GN: Einige Ihrer aktuellen Mitspieler tragen sich mit Abwanderungsgedanken. Iwan Ursic wird den Verein verlassen. Versuchen Sie als Kapitän auf Frank Schumann oder Robert Arrhenius Einfluss zu nehmen, und Sie zum Bleiben zu bewegen?

Filip: Dass Iwan geht, ist ein Verlust. Er fehlt uns als Kreisläufer und in der Abwehr. Wenn ,Schu’ auch geht, fehlt noch ein Spieler, der im Mittelblock spielen kann. Robert kann ich nur sagen, er ist wichtig für unsere Mannschaft. Aber wenn er ein gutes Angebot aus Spanien hat, muss er die Entscheidung ganz allein treffen. Das muss jeder Spieler. Aber es wäre schade, wenn er uns verlässt.

Quelle: www.hsgnordhorn.de
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Freitag, 17. Februar 2006, 11:27

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Chevtsov: "Wollen die Euphorie mit nach Hamburg nehmen"

Für Iouri Chevtsov ist es nichts Neues und doch immer wieder ein klasse Erlebnis. Zum fünften Mal reist der 46-Jährige mit einer Mannschaft zur Pokal-Endrunde. Dieses Jahr erstmals mit den Rhein-Neckar Löwen aus Kronau und Östringen - und dies neben den Topteams THW Kiel, SC Magdeburg und HSV Hamburg. Damit führte Chevtsov die Badener zu ihrem bislang größten Erfolg in der noch jungen Vereinsgeschichte. Im Interview bewertet der SG-Coach die Auslosung, die am gestrigen Donnerstag in Hamburg erfolgte.

Herr Chevtsov, beim Final Four treffen die Rhein-Neckar Löwen auf den THW Kiel. Sind sie mit der Auslosung zufrieden?

Iouri Chevtsov:
"Es ist eben so gekommen wie es gekommen ist. Bei Auslosungen können keine Wünsche berücksichtigt werden. Die drei anderen Mannschaften haben sich wahrscheinlich alle uns, den vermeintlichen Außenseiter, als Gegner gewünscht."

Hatten Sie fürs Halbfinale einen Wunschgegner?

Iouri Chevtsov:
"Aus meiner Sicht war das im Prinzip egal, denn Kiel, Hamburg und Magdeburg sind weit erfahrener als wir und auch besser besetzt."

Für die SG ist der Einzug ins Final Four der bislang größte Erfolg...

Iouri Chevtsov:
"Und genau das steht auch sehr positiv im Mittelpunkt. Ich bin froh und glücklich, dass wir im Pokalwettbewerb überhaupt so weit gekommen sind und nun bei dieser großartigen Veranstaltung in der Color Line Arena mitwirken dürfen. Es wird für die SG und alle Fans ein tolles Erlebnis werden."

Welche Ziele haben Sie für die Endrunde?

Iouri Chevtsov:
"Im Pokal ist alles möglich, das hat man zum Beispiel am Mittwoch bei der Viertelfinalpaarung des HSV Hamburg in Hannover gesehen. Der Favorit lag lange Zeit zurück und konnte sich erst zum Spielende hin durchsetzen. Wir selbst haben einen Rückstand gegen Gummersbach wettgemacht und die Partie noch umgedreht. Diese Euphorie wollen wir mit nach Hamburg nehmen und uns dort einfach gut verkaufen, unsere Chancen nutzen sowie Werbung für unseren Verein und die gesamte Rhein-Neckar Region betreiben."

Quelle
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Freitag, 17. Februar 2006, 20:45

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INTERVIEW PER SANDSTRÖM, NEUER HSV-KEEPER

»Reeperbahn? Nur bei Tag!«
In der MOPO spricht er erstmals über seinen Wechsel

NILS WEBER

Er ist der Mann der Zukunft zwischen den Pfosten des HSV: Per Sandström (25). Im Sommer wechselt der schwedische Nationalkeeper von Sävehof nach Hamburg (Vertrag bis 2008).

MOPO: Warum haben Sie sich für den HSV entschieden?

Sandström: Der HSV ist ein guter Verein und Hamburg eine schöne Stadt. Ich wollte unbedingt in die Bundesliga. Sie ist stärker als die schwedische Liga. Das erhöht meine Chancen im Nationalteam.

MOPO: Ihre Teamkollegen in Sävehof, die Ex-Hamburger Peter Möller und Jonas Ernelind, haben Ihnen zum Wechsel geraten. Was haben die erzählt?

Sandström: Dass der HSV eine gute Adresse mit einer super Arena und Hamburg eine tolle Stadt ist, wo immer was los ist.

MOPO: Welche Ziele haben Sie mit dem HSV?

Sandström: Ich will mich verbessern und dem Klub helfen zu siegen. Und Titel gewinnen!

MOPO: Waren Sie schon einmal in Hamburg?

Sandström: Ja, letztes Jahr. Ich habe mit Vereinsvertretern gesprochen und ein Spiel geguckt. Für Sightseeing war leider keine Zeit.

MOPO: Was kennen Sie denn vom Hörensagen?

Sandström: Dass in Hamburg oft Stau ist!

MOPO: Reeperbahn?

Sandström: Na klar, davon habe ich auch gehört. Die ist ja berühmt. Ich werde sie mir mal ansehen - bei Tageslicht natürlich!

MOPO: Ist Ihr nächster Hamburgbesuch schon geplant?

Sandström: Im März werde ich wiederkommen, um eine Wohnung zu suchen.

MOPO: Ziehen Sie allein hierher?

Sandström: Das weiß ich noch nicht. Meine Freundin Maria hat noch nicht entschieden, ob sie mitkommt.

MOPO: Was machen Sie in Ihrer Freizeit?

Sandström: Ich versuche, Golf zu spielen, aber ich bin ziemlich schlecht. Handicap 36. Da gibt es noch viel zu tun.

MOPO: Sie können ja mit ihrem künftigen Coach trainieren. Martin Schwalb ist begeisterter Golfer.

Sandström: Bloß nicht! Er soll keinen schlechten Eindruck von mir bekommen.

(MOPO vom 18.02.2006 / SEITE 35)

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Donnerstag, 23. Februar 2006, 12:55

KN-Interview mit Lars Krogh Jeppesen

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In Kiel den Spaß an Handball zurückgewinnen

Lars Krogh Jeppesen: "Von Beginn an hatte ich nur Kiel im Kopf."

Am Mittwoch gab der THW Kiel die Verpflichtung des dänischen Nationalspielers Lars Krogh Jeppesen zum 1. Juli 2006 bekannt. Der halblinke Rückraumspieler wechselt für zunächst drei Jahre vom sechsmaligen Champions League Gewinner FC Barcelona an die Kieler Förde. Reimer Plöhn von den Kieler Nachrichten sprach mit ihm über seine Beweggründe zum Wechsel und die Rivalität zwischen seinem Ex-Club Flensburg und Kiel.
Aus den Kieler Nachrichten vom 23.02.2006:

Mit Rückraumspieler Lars Krogh Jeppesen sprach Reimer Plöhn.

Kieler Nachrichten:
Herr Jeppesen, warum steigen Sie vorzeitig aus dem Vertrag mit Barcelona aus?
Lars Krogh Jeppesen:
Ich vermisse die Bundesliga, diese Spiele, in denen man immer alles geben muss für einen Sieg. Außerdem die Stimmung und die vielen emotionsgeladenen Fans. Alles, was Handball ausmacht. In Spanien kommen nur wenige Fans, die Halle ist höchstens bei wichtigen Spielen der Champions League voll. Daran habe ich mehr und mehr den Spaß verloren. Wenn die Lust fehlt, muss man reagieren. Deshalb will ich weg.
Kieler Nachrichten:
Wie kommt man aus solch einem langfristigen Vertrag heraus?
Lars Krogh Jeppesen:
Seit Oktober habe ich mir Gedanken gemacht, dann mit Freunden und mit meinem Rechtsanwalt gesprochen. Alles fand stets mit offenem Visier statt. Ich habe mich mit den Vereinsvertretern unterhalten und denen meine Gründe genannt. Man hat mir keine Steine in den Weg gelegt. Alles war sehr fair.
Kieler Nachrichten:
Wer hat außer Kiel bei Ihnen angeklopft?
Lars Krogh Jeppesen:
Es gab Angebote aus Flensburg, Hamburg und Kronau. Aber von Beginn an hatte ich nur Kiel im Kopf. Die ersten Kontakte gab es im November. Ich liebe die Herausforderung. Und Kiel mit seinen großartigen Spielern und der Ostseehalle ist genau das, was ich wollte.
Kieler Nachrichten:
Die Rivalität zwischen dem THW und Flensburg ist etwas Besonderes im Handball. Welche Reaktionen erwarten Sie von den Fans beider Klubs?
Lars Krogh Jeppesen:
Das muss man abwarten. Ich hatte vier super gute Jahre mit Pokalsiegen und Meisterschaft in Flensburg. Die kann mir keiner mehr nehmen, Flensburg ist ein Teil von mir. Als ich mit Barcelona in der Ostseehalle war, haben die THW-Fans gepfiffen. Aber ich liebe die Herausforderung. Ich will in Kiel etwas Neues anfangen, darauf freue ich mich sehr.
Kieler Nachrichten:
Wie haben Freunde und ehemalige Flensburger Mitspieler auf Ihre Entscheidung reagiert?
Lars Krogh Jeppesen:
Ich habe mit Freunden gesprochen. Zum Beispiel mit Lars Christiansen und Sören Stryger von der SG. Beide haben mir gratuliert. Hilfreich waren auch die Gespräche mit Nikolaj Jacobsen, mit dem ich ebenfalls befreundet bin. Nikolaj hat nur Gutes über seine Zeit in Kiel erzählt und mir zu diesem Schritt geraten.
Kieler Nachrichten:
Sie gelten als guter Abwehrmann für den Mittelblock und haben große Qualitäten in der Offensive als Halblinker. In Kiel spielt Nikola Karabatic auf diesen Positionen. Fürchten Sie ihn als Konkurrenten?
Lars Krogh Jeppesen:
Nikola ist einer der besten Halblinken auf der Welt. Er lebt vom Bauch und von seinen Emotionen. Solche Typen mag ich. Wir werden uns ergänzen, keine Konkurrenten sein und ganz sicher viel Spaß zusammen haben.
Kieler Nachrichten:
Ab Juli kommen Sie Ihrer Heimatstadt Kopenhagen wieder näher. Auch ein Grund, warum Sie wechseln?
Lars Krogh Jeppesen:
Das ist kein Grund, aber ganz sicher eine sehr schöne Randerscheinung. Ich bin jetzt seit sieben Jahren von Familie und Freunden getrennt. Wenn man älter wird, bekommt die Nähe zur Familie einen größeren Stellenwert. Das wird in Kiel natürlich leichter.
Kieler Nachrichten:
Was erwarten Sie von den letzten Monaten in Barcelona?
Lars Krogh Jeppesen:
Viele Erfolge. Ich werde dafür bis zum letzten Tag alles tun. Das Sahnehäubchen wäre natürlich ein Finale in der Champions League zwischen Barca und Kiel.
(Das Interview führte Reimer Plöhn, aus den Kieler Nachrichten vom 23.02.2006)
Wer Visionen hat sollte zum Arzt gehen! ( Helmut Schmidt)



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Donnerstag, 23. Februar 2006, 16:48

Interview mit Velimir Kljaic

Herr Kljaic, der deutsche Rekordmeister VfL Gummersbach will wieder an seine alten Erfolge anknüpfen. Erklärtes Saisonziel ist daher mindestens der dritte Platz. Sie sagten auch, dass Sie um die Meisterschaft mit mischen wollen. Sind Sie mit dem bisherigen Saisonverlauf zufrieden und glauben Sie noch an die Chance, Kiel und Flensburg an der Tabellenspitze angreifen zu können.

Velimir Kljaic: "Mit dem Saisonverlauf bin ich absolut zufrieden. Wir haben zwar noch ein schweres Programm, aber wenn wir unsere Heimspiele gewinnen und auswärts keine unnötigen Punktverluste fabrizieren, haben wir sicher die Chance noch mal vorne anzugreifen. Das einzige worüber ich mich bisher geärgert habe, ist die Tatsache, dass wir aus dem DHB-Pokal ausgeschieden sind. Wir wollten unbedingt ins Final-Four nach Hamburg, doch gegen Kronau/Östringen haben wir durch eigene Nachlässigkeiten den Sieg verschenkt.“



Zum Rückrundenbeginn forderten Sie von Ihrer Mannschaft mehr kämpferischen Einsatz und vor allem Biss in der Abwehrarbeit. Konnte sie diesen Anspruch schon umsetzen.

Velimir Kljaic: "Gegen Göppingen war ich mit dem Einsatz sehr zufrieden. So müssen wir weiter arbeiten. Gefährlich wird es immer dann, wenn die Mannschaft nacheinander einige Spiele gewonnen hat. Dann schleichen sich Lässigkeiten ein. Dadurch gehen immer ein paar Prozent der Leistungsfähigkeit verloren und es resultieren Niederlagen daraus."



Mit dem TBV Lemgo treffen Sie am 11. März im Gerry Weber Stadion auf ein Team, das in dieser Saison Höhen und Tiefen durchlebt hat, sich zuletzt aber stabilisieren konnte. Wie schätzen Sie diese Mannschaft ein.

Velimir Kljaic: "Vor dem TBV Lemgo habe ich großen Respekt. Die Mannschaft präsentiert sich besser als in der Vorrunde. Sie hat sehr gute Leistungen gezeigt, was auch daran liegt, dass Markus Baur wieder mit dabei ist. Wir müssen an diesem Tag sehr gut sein um zu gewinnen. Wir wollen Revanche für das Hinspiel. Da hat Lemgo bei uns einen Punkt mitgenommen, den holen wir uns mindestens wieder.“



Halten Sie es für realistisch, dass Lemgo oder Magdeburg Ihnen den dritten Platz und damit die Champions League noch streitig machen können.

Velimir Kljaic: "Ja, alles ist möglich. Die Differenz zwischen uns und Lemgo ist schnell ausgeglichen. Die fünf oberen Mannschaften sind ebenbürtig und eine unnötige Niederlage bringt einen sofort in Bedrängnis. Ich glaube nicht, dass es der TBV noch bis an die Tabellenspitze schafft, aber Platz drei ist für ihn auf alle Fälle noch drin.“



Mit Denis Zakharov hat der VfL Gummersbach bereits den siebten Neuzugang für die Saison geholt. Gleichzeitig mussten sieben Spieler gehen und für die neue Saison stehen mit Vedran Zrnic, Momir Ilic und Torhüter Nándor Fazekas weitere Neuzugänge parat. Dafür werden Kyung-Shin Yoon und Michael Hegemann zum Saisonende gehen. Sind diese Transferaktivitäten ein Zeichen dafür, dass der VfL noch nicht die richtige Zusammensetzung gefunden hat. Wo sehen sie in Ihrem Kader noch Schwächen?

Velimir Kljaic: "Ein Verein ist kein Gefängnis, es werden immer wieder Spieler gehen. Zum Teil war es ihr eigener Wunsch und das müssen wir akzeptieren. Grundsätzlich ist es Ziel des VfL, die Mannschaft zu verjüngen. Die Vereinsführung macht jetzt einen wichtigen Schnitt und deshalb wurden und werden ältere durch jüngere Spieler, alle zwischen 20 und 23 Jahren, ersetzt. Mit dem neuen Kader haben wir in der neuen Saison sehr viel Potenzial. Mittelfristig ist noch zu überlegen, ob noch ein guter junger Linksaußen und vielleicht noch ein Mittelmann geholt werden muss.“



Als Sie mit Kroatien 1996 in Atlanta Olympiasieger wurden, spielten Sie vor 38.000 Zuschauern. Der VfL trägt wichtige Spiele in der Kölnarena aus. Sie und die Mannschaft sind also große Kulissen gewohnt. Sind Sie dennoch auf die berüchtigte Stimmung im Gerry Weber Stadion gespannt.

Velimir Kljaic: "Das ist ein tolles Stadion und es ist schön vor so einer Kulisse zu spielen. Die Stimmung bei den Spielen in Deutschland mit den vielen neuen ausverkauften Hallen ist sowieso einzigartig. Das gibt es sonst nirgends in dieser Form. Damit verleiht die Bundesliga dem Handball ein positives Image. Aber ehrlich gesagt, bin ich bei den Begegnungen so auf das Spiel konzentriert, dass ich nicht höre, was auf den Rängen passiert. Dass war bei mir schon als Spieler so.“



Auf die Frage nach Ihrem Lieblingsschauspieler antworteten Sie einmal: Jack Nicholson, der ist einfach verrückt. Mögen Sie es auch, wenn Ihre Spieler etwas exzentrisch sind.

Velimir Kljaic: "Ja, ich mag Spieler die einen eigenen Charakter haben. Das ist mir wesentlich lieber, als wenn sie zu brav sind. Wer mir keinen Widerstand entgegenbringt, macht das auch nicht beim Gegner. Die Spitzenleute sind alle etwas eigenwillig. Und zwei, drei Typen mit ordentlichem Pfeffer sind für jede Mannschaft wichtig. Ein Spieler, der mir immer in Erinnerung bleiben wird, ist zum Beispiel Mikael Källmann. Der war immer schwer zu kontrollieren, sowohl für mich, aber auch für die Gegenspieler. Er war maßgeblich mit verantwortlich für die Erfolge von Wallau-Massenheim Anfang der Neunzigerjahre. Zwei dieser "Rambo-Typen" könnte ich gebrauchen.“

(Qquelle: www.handballwoche.de)
"Wat? Dä Papst tritt zurück? Und wat säht sing Frau dozu?"

BIELSTEINER JECK
ungläubig auf die Nachricht vom Rücktritt Benedikts XVI.
(aus OVZ vom 12.02.2013)

Ché Guevara

unregistriert

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Samstag, 25. Februar 2006, 13:31

Zitat


25.02.2006 - Ronald Maier
Der neue Fuchs Andrius Stelmokas im Gespräch


Nach der Verpflichtung von Daniel Brack vom Erstligisten TV Grosswallstadt konnte mit Kreisläufer Andrius Stelmokas ein weiterer Spieler aus der stärksten Liga der Welt an die Spree zu den Füchsen gelotst werden. Der litauische Nationalspieler steht derzeit im Kader von Frisch Auf Göppingen und bestreitet am morgigen Sonntag das Hinspiel im Viertelfinale des EHF-Cups bei GOG Svendborg-Gudme in Dänemark. Vor seinen beiden Jahren in Göppingen war der sympathische Litaue fünf Jahren in der isländischen Liga aktiv und wurde mit K.A. Akureyri isländischer Meister und Pokalsieger. Im Jahr 2002 wurde er sogar zum wertvollsten Spieler der Liga gewählt. Bei den Füchsen unterschrieb Stelmokas Mitte Januar einen Zweijahresvertrag.

Im Moment spielst Du bei Frisch Auf! Göppingen in der ersten Liga, ihr steht im Tabellenmittelfeld und steht im Viertelfinale des EHF-Cups. Du bekommst gute Kritiken und giltst als unauffälliger aber effizienter Spieler. Wieso bleibst Du nicht in Göppingen oder bei einem anderen Erstligaverein?

Andrius Stelmokas: Ich hatte das erste Gespräch mit dem FAG-Management Ende September, sie waren nicht ganz zufrieden und wollten sich bis November entscheiden. Bis Mitte Dezember folgte dann kein Gespräch und ich habe verstanden, dass Göppingen ohne mich plant. Natürlich war ich traurig und hatte gehofft noch ein oder zwei Jahre bleiben zu können.

Wie kam es dann zu Deinem Wechsel in die zweite Liga und was reizt Dich bei den Füchsen zu spielen?

Stelmokas: Im Dezember kam das Angebot aus Berlin, sie bereiten die Mannschaft auf das Ziel erste Bundesliga vor und verstärken sie gezielt. Ende Dezember war ich dann in Berlin, habe mir die Stadt und die Halle angeschaut und mir die Pläne erklären lassen. Mitte Januar habe ich dann die Entscheidung getroffen für zwei Jahre in Berlin zu unterschreiben.

Welche Ziele möchtest Du mit den Füchsen erreichen?

Stelmokas: Das Ziel ist ganz klar mit den Füchsen in der ersten Bundesliga zu spielen.

Bei Deinen bisherigen Besuchen in Berlin konntest Du bereits das Management kennen lernen. Hattest Du auch Kontakt zur Mannschaft und zum Trainer? Welchen Eindruck hattest Du?

Stelmokas: Ich habe zwei Mal mit Bob Hanning und Jörn-Uwe Lommel gesprochen und hatte einen sehr guten Eindruck. Die Mannschaft habe ich noch nicht kennen gelernt, aber Bob Hanning und Jörn-Uwe Lommel traue ich den Aufstieg zu.

Göppingen ist ja eher beschaulich, welchen Eindruck hattest Du von Berlin als Stadt? Welchen Reiz machte es aus in einer Metropole und Großstadt zu spielen?

Stelmokas: Das spielte für mich keine Rolle. Für mich steht ganz klar der sportliche Reiz der Aufgabe im Vordergrund, den Aufstieg in die erste Liga zu erreichen.

Hast Du Dir schon Gedanken gemacht, wenn Du nach Berlin ziehen willst und wohin?

Stelmokas: Das erste Training wird im Juli sein, bis dahin werde ich mit meiner Frau nach Berlin gezogen sein, mehr Gedanken habe ich mir noch nicht gemacht.

Zunächst wirst Du noch fast die gesamte Rückrunde mit Frisch Auf! Göppingen bestreiten. Welche Ziele hast Du noch mit Göppingen, immerhin steht ihr auch noch im Viertelfinale des EHF-Cups?

Stelmokas: Natürlich ist der Europapokal jetzt sehr wichtig. Gudme ist eine sehr starke Mannschaft. In der Liga wollen wir den sechsten oder siebten Platz erreichen. Das wird sehr schwer, aber wir werden alles versuchen.

Du bist im Moment litauischer Nationalspieler, wie ist dort der aktuelle Stand?

Stelmokas: Wir haben jetzt die WM-Qualifikation in einer Gruppe mit Luxemburg, Lettland und Rumänien gespielt. Wir haben gegen Rumänien verloren und haben uns damit als Gruppenzweiter nicht für die WM qualifiziert.

Willst Du weiterhin in der Nationalmannschaft spielen?

Stelmokas: Ich bin noch nicht sicher, wie es in der Nationalmannschaft weitergeht. Die nächsten Spiele sind erst im Januar und dann werden sich die zweite Liga und die Länderspiele überschneiden.

Andrius, wir danken Dir für das Gespräch. Wir wünschen Dir viel Erfolg für die laufende Saison mit Göppingen und freuen uns auf Deine Spiele mit den Füchsen Berlin.

Steckbrief:

Name: Andrius Stelmokas
geboren am/in: 3.3.1974 in Vilnius/Litauen
Familie: verheiratet mit Frau Ieva, keine Kinder
Position: Kreisläufer
Größe: 1,94 m
Gewicht: 100 kg
Hobbies: Lesen, Angeln

Karriere:
ab Juli 2006 Füchse Berlin
2004 – 2006 Frisch Auf! Göppingen/Deutschland
1999 – 2004 K.A. Akureyri/Island
1991 – 1999 HC Granitas Kaunas/Litauen


quelle: handballwelt.de

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Samstag, 25. Februar 2006, 22:34

"Einer unserer besten Krieger"

Trainer Lindgren zur Rückkehr von Vranjes

GN: Nach acht Wochen Verletzungspause - was kann man von Ljubomir Vranjes morgen erwarten?
Ola Lindgren, Trainer der HSG Nordhorn: Er kann der Mannschaft viel geben. Ljubo ist ein Anarchie-Mensch, er ist einer unserer besten Krieger. Er zeigt, was man mit Einsatz erreichen, und reißt die anderen mit. Und was er handballerisch für uns bedeutet, weiß jeder.

GN: Ist es allein mit dem Fehlen von Vranjes zu erklären, dass die Mannschaft zuletzt unter ihren Möglichkeiten geblieben ist?
Lindgren: Nein. Gegen Kronau waren wir in den Köpfen nicht richtig dabei, weil wir schon das wichtigere Europacupspiel im Sinn hatten. Da fehlte dann einfach die Konzentration. Dann haben wir uns auf das langsame Tempo von Kronau eingelassen und es im Spiel nicht mehr geschafft, den Schalter umzulegen.

GN: Was erwarten Sie morgen von der Mannschaft?
Lindgren: Jeder muss begreifen, dass man nicht häufig die Chance hat, ein europäisches Halbfinale zu erreichen. Alle müssen sich verbessern.

GN: Wird Vranjes von Beginn an spielen?
Lindgren: Das habe ich noch nicht entschieden. Ich will das Abschlusstraining heute abwarten.

GN: Ist seine linke Hand hundertprozentig in Ordnung?
Lindgren: Er hat nach dem komplizierten Bruch natürlich noch Schmerzen, aber er ist einsatzbereit. Doch jeder muss wissen: Es ist nicht so, dass Lubo kommt und die ganze Mannschaft allein retten kann.
Gemeinsam sind wir stark!

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