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Beuger

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41

Wednesday, June 24th 2020, 11:58pm

Die HBL ist gewaltig auf dem Holzweg. Nicht nur, dass kein Plan B in der Tasche ist, noch dazu hat dieser Plan A so gewaltige Schwächen, dass die Wahrscheinlichkeit des Scheiterns nicht gering ist: zu viele Spiele in zu kurzer Zeit, zu viele Unsicherheiten. Die Verbände sind momentan alle in ihrer Blase, siehe EHF: erst das Final 4 auf August verlegen, kurze Zeit später auf September. Genauso die HBL: feiert sich selbst für so viel Weitsicht, den Saisonstart um vier Wochen nach hinten gelegt zu haben. Völlig missachtend der Tatsache, dass die Lage einfach unvorhersehbar und veränderlich ist. Und eins muss mir mal jemand erklären: warum sollte die Lage im Herbst besser sein als jetzt? Mit welcher Grundlage? Unbegreiflich für mich.

42

Thursday, June 25th 2020, 12:33am

Was sollen sie denn machen? 2021 anfangen zu spielen?

Beuger

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43

Thursday, June 25th 2020, 12:53am

Was heißt denn "sie"? "Sie" können doch gar nicht selber entscheiden, wann sie anfangen zu spielen. Das entscheiden Politik und Gesundheitsämter. Zum jetzigen Zeitpunkt übersteigt die HBL ihre Kompetenzen maßlos. Wir haben immer noch Abstandsregeln, ein Ende hiervon ist nicht in Sicht. Ich denke nicht, dass die HBL ein ähnliches Hygienekonzept wie der Fußball oder der Basketball anstrebt. Das wäre unter den beabsichtigten Zielsetzungen gar nicht durchführbar. Von daher ärgert mich das, wenn ein Verband einfach so beschließt, wann er, auf Deutsch gesagt, auf die Abstandsregeln anfangen will zu scheißen. Nicht in eurer Hand, ladies and gentlemen. Und darüber hinaus schon gar nicht, wann wieder Zuschauer in die Halle dürfen.

Punkt 2: Föderalismus. Am Ende dürfen der BHC und Essen wieder trainieren und spielen, Erlangen und Coburg aber nicht. Kein unrealistisches Szenario. Was also maßt sich die HBL hier an?

44

Thursday, June 25th 2020, 4:58am

Vernünftigeres als BBL und DFL würde ich meinen. Du muss Fahrpläne setzen, allein schon damit sie abgelehnt werden können.

Bis 30.06 bedeutet natürlich das es keine Sommerpause geben wird. Ich hoffe hoffe hoffe das bei diesem Spielplan eine Koordination mit der EHF stattfindet. Wenn man das in so einer Situation wieder so handhabt wie in den letzten Jahren...Prost Mahlzeit.

45

Thursday, June 25th 2020, 7:06am

Wie dämlich ist das denn bitte: Jetzt will man seitens der HBL neben dem nachzuholenden Final 4 2020 (Februar 2021) auch noch ein reguläres Final 4 im DHB Pokal spielen (Saisonende 2021). Und das, ohne dass es in der nächsten Saison überhaupt vorgelagerte Pokalrunden geben wird. Total Absurd, wahrscheinlich dann als Einladungstunier mir Kiel, Flensburg, RNL und Berlin (vermarktet als das “stärkste jemals gespielte Final 4”)

https://sport.sky.de/handball/artikel/ha…4343#spark_vp=1

hbl76

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46

Thursday, June 25th 2020, 7:18am

Was sollen sie denn machen? 2021 anfangen zu spielen?


Sollten keine Zuschauer zugelassen werden, wäre das wohl die einzig sinnvolle Lösung.

Durch Kurzarbeit lassen sich die Verluste in Grenzen halten. Problem ist was Bob Hanning richtig erkennt, dass der Handball von der Bildfläche verschwindet. Jedes ausgetragene "Geisterspiel" hingegen bringt die Vereine, je nach Kosten schnell an den Rand der Insolvenz. Es gibt da keine richtig gute Lösung, denn alle Vereine kalkulieren ja mit einem gewissen Zuschauerschnitt. ;(

HolgerMD

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47

Thursday, June 25th 2020, 7:51am

Was sollen sie denn machen? 2021 anfangen zu spielen?


Sollten keine Zuschauer zugelassen werden, wäre das wohl die einzig sinnvolle Lösung.

Durch Kurzarbeit lassen sich die Verluste in Grenzen halten. Problem ist was Bob Hanning richtig erkennt, dass der Handball von der Bildfläche verschwindet. Jedes ausgetragene "Geisterspiel" hingegen bringt die Vereine, je nach Kosten schnell an den Rand der Insolvenz. Es gibt da keine richtig gute Lösung, denn alle Vereine kalkulieren ja mit einem gewissen Zuschauerschnitt. ;(
Die Kurzarbeit ist aber nicht unbefristet. Bis 2021 geht das sicherlich nicht. In der HBL und den Vereinen greift einfach die Verzweiflung um sich. Das ist ja auch verständlich.

OK. Geht 12 Monate, hab nachgesehen. Vielleicht eine Variante. Erscheint mir aber fragwürdig bei Profisportlern.

This post has been edited 1 times, last edit by "HolgerMD" (Jun 25th 2020, 8:05am)


hbl76

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48

Thursday, June 25th 2020, 8:03am

Die Kurzarbeit ist aber nicht unbefristet. Bis 2021 geht das sicherlich nicht. In der HBL und den Vereinen greift einfach die Verzweiflung um sich. Das ist ja auch verständlich.


Unter bestimmten Umständen bis zu 21 Monaten. Da sollte also Anfang 2021 nicht das Problem sein.

Klar greift die Verzweiflung um sich. Da ist ja die HBL leider nicht allein. Wenn man mal den Rattenschwanz betrachtet, der da noch kommen mag z.B. das Leute ihre Jobs verlieren und sich die Dauerkarte ihres Vereins nicht mehr leisten können, oder wollen. Von den Sponsoren die durch Corona gebeutelt sind mal ganz zu schweigen. ;(

HolgerMD

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49

Thursday, June 25th 2020, 8:09am

Die Kurzarbeit ist aber nicht unbefristet. Bis 2021 geht das sicherlich nicht. In der HBL und den Vereinen greift einfach die Verzweiflung um sich. Das ist ja auch verständlich.


Unter bestimmten Umständen bis zu 21 Monaten. Da sollte also Anfang 2021 nicht das Problem sein.

Klar greift die Verzweiflung um sich. Da ist ja die HBL leider nicht allein. Wenn man mal den Rattenschwanz betrachtet, der da noch kommen mag z.B. das Leute ihre Jobs verlieren und sich die Dauerkarte ihres Vereins nicht mehr leisten können, oder wollen. Von den Sponsoren die durch Corona gebeutelt sind mal ganz zu schweigen. ;(
Zustimmung. Was das mit unserer Gesellschaft macht, ist überhaupt noch nicht abzusehen.

50

Thursday, June 25th 2020, 9:01am

Sicher muss die HBL etwas planen, um den Vereinen zumindest irgendeinen Anhaltspunkt geben zu können. Das Problem ist, dass man zu viel unter einen Hut bringen möchte bzw. muss. Auf der einen Seite steht da die Forderung nach der möglichst baldigen medialen Präsenz (zu lösen über TV-Übertragungen) und auf der anderen Seite die wirtschaftliche Machbarkeit der ganzen Sache (nicht ohne Zuschauer). Dieser Spagat kann in der momentanen Situation und dem bisherigen medizinischen Wissen nicht funktionieren. Ganz zu schweigen wie man mit Szenarien wie Spielansetzungen von Teams mit infizierten Spieler oder staatlich angeordneter Unterbrechung mitten in der Saison umgehen würde. Dafür wäre selbst im jetzt geplanten Termindickicht gar kein Puffer mehr vorhanden. Ich glaube, da hofft man einfach nur, dass das nicht passiert, was in meinen Augen grob fahrlässig ist.
Ich frage mich sowieso, wie man auf die Idee kommen kann, Handball-Fans in die Halle lassen zu wollen, wenn selbst das Singen im Gottesdienst schon zig Infektionen verursacht hat. Dann reichen auch 5 Reihen Abstand nach unten nicht, wenn da ein Infizierter ordentlich schreit. Aber man hat ja die Kontaktdaten aller Zuschauer. Die kann man dann informieren, dass leider doch etwas schief gegangen ist.

51

Thursday, June 25th 2020, 9:31am

Ich möchte an der Stelle mal eine Lanze für die Entscheider der HBL brechen. Ich stimme vielen Vorschreibern zu, das sehr viele Unwägbarkeiten im Raum stehen, die nicht sicher erscheinen lassen, ob die Umsetzung klappt. Meines Erachtens nach heißt dies allerdings nicht, das die Unwägbarkeiten zu einer völligen Resignation und einem Nicht-Handeln führen sollten. Es muß ein Zeitplan aufgestellt werden, an dem sich die Sportler und die Vereine orientieren
können, wenn es dann so nicht hinhaut, aus welchem Grund auch immer, wird die HBL an der Stelle nachbessern (müssen), dies passierte aber auch in der Vergangenheit schon, ich kenne keine Saison, in der der Spielplan ohne Änderungen durchgegangen ist. Ich weiß, dies sind kleine Änderungen.

Macht es aber wirklich Sinn, alle Planungsvarianten zu veröffentlichen und bis ins Detail durchzuplanen. Ich denke, es ist besser, eine Variante der Öffentlichkeit und den zuständigen Behörden vorzustellen und entsprechend der Vorgaben zu modifizieren als zum jetzigen Zeitpunkt mehrere, genauso unsichere Modelle zu entwickeln

52

Thursday, June 25th 2020, 11:42am

Ich habe ja auch betont, dass ich es gut finde, dass die HBL versucht, einen roten Faden für Saisongestaltung zu geben. Aber zwischen Resignation/Nicht-Handeln und einer zu optimistischen Planung gibt es noch viele Zwischenstufen. Ich bin mir sicher, dass die Geisterspiele sofort beschlossen worden wären, wenn die wirtschaftliche Abhängigkeit bzgl. der Zuschauer nicht in diesem hohen Maß vorhanden wäre.
Es ist durchaus richtig, dass auch in der Vergangenheit an bestehenden Planungen nachgebessert wurde. Da ging es aber meist nur um organisatorische oder finanzielle Belange und man hatte einen entsprechenden (bereits bekannten) Spielraum. Wenn in der jetzigen Situation nachgebessert werden muss, weil es doch nicht passt wie geplant, dann kann man nicht selbstbestimmt nachjustieren, sondern muss sich den behördlich verordneten Möglichkeiten anpassen. Im Extremfall heißt das: geht etwas schief, dann ist die Halle erst mal für mehrere Wochen komplett zu. Und dann? Auch eine Reduzierung der Zuschauerzahl würde nur zu Problemen führen. Was bringen einem denn beispielsweise nur 300 Zuschauer in der Halle, wenn man dringend auf die Einnahmen angewiesen ist und wie geht man mit den bereits verkauften Tickets für das nächste Heimspiel um, wenn die Zahl reduziert werden muss? Man ist bei der Planung weder Herr der Lage noch Herr im eigenen Haus. Das macht es so schwierig.

53

Thursday, June 25th 2020, 12:07pm

Mal gefragt:
Wer würde sich denn von den hier Schreibenden in die Halle setzen?

Ich habe größte Bedenken. So sehr ich den Sport auch liebe, ich kann mir nicht vorstellen, daß ich im Oktober in der Halle sitze und Handball gucke.

kuestentanne

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54

Thursday, June 25th 2020, 1:14pm

Ich würde.
Aber ich darf sicher nicht aus Schweden nach Deutschland kommen.
Ostseehalle ist sicher nicht gefährlicher als mein täglicher Arbeitsweg....

Werde mich mal zum Antikörper Test anmelden.

Ronaldo

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55

Thursday, June 25th 2020, 2:02pm


Durch Kurzarbeit lassen sich die Verluste in Grenzen halten.


Zu dem Schluss kann man aber nur kommen, wenn man
- sich mit Kurzarbeit nicht auskennt
- sich mit der Gehaltsstruktur im Handball nicht auskennt

Zum einen geht Kurzarbeit (verkürzt gesagt) nur mit Zustimmung der Mitarbeiter. Selbst wenn die Mitarbeiter der gesetzlichen Regelung (60/67% netto) zustimmen, bleibt immer noch genug am Unternehmen hängen. Bis hierher kann die Aussage noch stimmen. Aber Kurzarbeit greift nur bis zur Kappungsgrenze. Das durchschnittliche Gehalt eines Handballers liegt beim 2- bis 3-fachen der Kappungsgrenze.

Das heißt anders herum - bei Kurzarbeit ohne Zuzahlung des Arbeitnehmers bekommt der durchschnittliche Handballer in der 1. Liga in Deutschland 20 - 30% seines Nettos. Außer der Arbeitgeber stockt kräftig auf.

Davon losgelöst - über einen längeren Zeitraum gehen die EInnahmen der Clubs auf 0 zurück. Ohne Geisterspiele kein TV-Geld (sicher der kleinste Anteil), keine Zuschauereinnahmen und irgendwann dann auch kein Sponsorengeld mehr, weil die nicht stattfinden. Und nur mit dem Online-Fanshop wird es dann auch schwer...

hbl76

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56

Thursday, June 25th 2020, 2:25pm

Kappungsgrenze


Durch Kurzarbeit lassen sich die Verluste in Grenzen halten.


Zu dem Schluss kann man aber nur kommen, wenn man
- sich mit Kurzarbeit nicht auskennt
- sich mit der Gehaltsstruktur im Handball nicht auskennt

Zum einen geht Kurzarbeit (verkürzt gesagt) nur mit Zustimmung der Mitarbeiter. Selbst wenn die Mitarbeiter der gesetzlichen Regelung (60/67% netto) zustimmen, bleibt immer noch genug am Unternehmen hängen. Bis hierher kann die Aussage noch stimmen. Aber Kurzarbeit greift nur bis zur Kappungsgrenze. Das durchschnittliche Gehalt eines Handballers liegt beim 2- bis 3-fachen der Kappungsgrenze.

Das heißt anders herum - bei Kurzarbeit ohne Zuzahlung des Arbeitnehmers bekommt der durchschnittliche Handballer in der 1. Liga in Deutschland 20 - 30% seines Nettos. Außer der Arbeitgeber stockt kräftig auf.

Davon losgelöst - über einen längeren Zeitraum gehen die EInnahmen der Clubs auf 0 zurück. Ohne Geisterspiele kein TV-Geld (sicher der kleinste Anteil), keine Zuschauereinnahmen und irgendwann dann auch kein Sponsorengeld mehr, weil die nicht stattfinden. Und nur mit dem Online-Fanshop wird es dann auch schwer...


Zum Einen haben bei den meistens Klubs doch schon alle zugestimmt und befinden sich in Kurzarbeit, zum Anderen ist doch klar, dass es ganz gravierende Einschnitte sind. Opfer sind auf beiden Seiten zu bringen. Verein und Spieler. Eine evtl. Insolvenz ohne Kurzarbeit wäre aber sicher von allem die ungünstigste Lösung!
Außerdem ist das Gehaltsgefüge natürlich komplett verschieden. Es spielt ja nicht überall ein Sagosen. :nein:

Dass der Handball nicht mehr präsent ist, wird natürlich zum Problem. Das bestreitet doch auch niemand. Es gibt leider keine perfekte Lösung, es sei denn Corona löst sich in Luft auf und selbst dann bleiben wahrscheinlich noch genug Kollateralschäden. ?(

57

Thursday, June 25th 2020, 3:05pm

Mal gefragt:
Wer würde sich denn von den hier Schreibenden in die Halle setzen?

Ich habe größte Bedenken. So sehr ich den Sport auch liebe, ich kann mir nicht vorstellen, daß ich im Oktober in der Halle sitze und Handball gucke.
Ich würde in eine Sporthalle gehen und zuschauen

58

Thursday, June 25th 2020, 3:08pm

Solange man nur am Eingang eine Maske tragen muss würde ich das auch

59

Thursday, June 25th 2020, 3:53pm

Wo wir wieder beim Problem mit dem Gesang in der Kirche wären und dem dann noch größeren benötigten Abstand.
Selbst wenn das Tragen eines Maske offiziell für das komplette Spiel vorgeschrieben wäre ... wieviele tragen das Ding korrekt?
Man sieht ja schon im Supermarkt mehr wie genug Leute, bei denen das obere Ende unterhalb der Nase sitzt - und das nicht nur bei Brillenträgern.
Wie will der Verein sicherstellen, dass jeder einzelne Zuschauer die Maske über die gesamte Verweildauer in der Halle korrekt trägt? Das ist der Punkt, warum solche Konzepte auf Papier funktionieren und dann doch schief gehen. Es scheitert an der Umsetzung.

60

Thursday, June 25th 2020, 4:04pm

Nur am Rande: Im Kino muss man im Saal auch keine Maske tragen. Warum sollte man das dann in der Handballhalle wenn die Halle ohnehin nicht ganz voll sein kann? Ist da das Virus gefährlicher?

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