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TCLIP

schon süchtig

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21

Sunday, January 6th 2019, 7:21pm

also ich kenne etliche fans, die begeisterte fussball- und handballfans sind....
allerdings ist und bleibt fussball nunmal allen anderen mehr als deutlcih voraus- auch dem eishockey...

schnittmengen zw. eishockey und fussball ergeben sich für mich zumindest auch deutlich in den spielzeiten-
viel eishockey findet in der winterpause beim fussball statt-

nachdem ich nun auch beide sportarten etliche mal besucht habe, bin ich allerdings auch froh,
dass die schnittmengen zw. eishockey und fussball besser zusammenpassen mögen,
ohne überheblich zu sein ,wenn der soziale schnitt und das verhalten beim handball genauso wäre wie beim eishockey/ fussball-
dann hät ich den spass am handball wohl auch schon verloren..

und ich kenne noch zeiten, wo aus vielen städten per bus zur deg gefahrne wurde- event in düsseldorf-
einschliesslich der nacht...tolle sache.....aber selbst zum schluss dieser hochzeiten des eishockeys war das so langsam
mehr wie grenzwertig....

i.ü. würde mich auch mal interessieren , wie grad der anteil an insolvenzen in der eishockeybundesliga zur anzahl der vereine
dort aussieht - früher waren da ganz grosse firmen -siehe henkel etc. engagiert...heute ? warum...? schlechtes image ?

und handball hat für mich seinen flair und die eingenommene position deutlich hinter dem fussball auf jahre besser
angenommen, deshalb auch trotz allem noch viele kleine städte vertreten-
versucht wurde es in / um die grosseren städte doch fast auch immer mal- nur nicht angenommen...
in der einen stadt gibts keine halle, in der nächsten einen sponsor nur für 2 jahre, in der dritten gar keinen sponsor
oder schon pleite...
da fehlt für mich tatsächlich eine gewachsene handballgemeinde um soetwas umzusetzen..

22

Sunday, January 6th 2019, 7:42pm

Wer interessiert sich denn für Handball: In der Regel Menschen, die selbst aktiv spielen, gespielt haben, oder deren Verwandte oder Bekannte selbst spielen. Das ist beim Eishockey allein schon wegen der geringen Menge an Aktiven nicht so - und auch beim Fußball gibt es natürlich viele Aktive, da sich aber sehr viele Menschen für Fußball interessieren, relativiert sich das wieder.
Im Publikum spiegelt sich das dann wieder. Besonders fällt es mir immer in Hannover auf. In der Umgebung (in der Region Hannover und leicht darüber hinaus, ein Einzugsgebiet von 1,5 Mio. Menschen) gibt es sehr viele aktive Handballer, die teilweise in Vereinsstärke (und massiv von den Recken über "Partnerschaften" gepusht) in die TUI-Arena marschieren. Das sind natürlich nicht nur Burgdorfer, aber auch keine Hannoveraner, die sich plötzlich aus dem Nichts für Handball interessieren. Es ist ein Familien- und Klassentreffen. Zu 96 ins Stadion gehen Hin und Kunz, und vielen davon würde nie einfallen, sich irgendwie für Handball zu interessieren. Also braucht es die verschworene Handball-Gemeinschaft, also eine breite Basis an Aktiven in der Umgebung. Aus geographischen Gründen bin ich selten in Stuttgart oder Nürnberg beim Handball, aber auch dort stelle ich es mir ähnlich vor (korrigiert mich, wenn es anders ist). In Berlin ist das Publikum etwas breiter aufgestellt, in der Tat schauen hier viele Menschen mal über den sportlichen Tellerrand, auch Volleyball, Basketball und eben Eishockey haben guten Zuschauerzahlen,aber auch hier habe ich den Eindruck, dass der Kern aktive Handballer sind, denn auch Berlin hat eine sehr breite Vereinsbasis.

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schon süchtig

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23

Sunday, January 6th 2019, 7:48pm

einzugsgebiet berlin ist aber auch 3-4 x so gross...
wenn nicht dort, wo soll dann sport noch genügend anhänger finden- in vielen sportarten...

einzig dass im anderen bereich -sprich ruhrgebiet etc - mit so viel einwohnern
das grad beim handball fast nirgends so richtig klappt......

24

Sunday, January 6th 2019, 8:23pm

Ich bin der Meinung, dass man keine Sportart einer Stadt "aufzwingen" kann, dass muss sich entwickeln. Es passiert nämlich sonst, dass sich das Publikum nicht mitentwickelt. Wenn es dann mal nicht läuft brechen sonst die Zuschauerzahlen ein (weil die Eventzuschauer nicht mehr kommen) und die Sponsoren verlieren das Interesse. Das birgt dann natürlich die Gefahr von Insolvenzen.
Ich finde es z.B. auch sympatisch am Handball, dass wir eine Mischung aus Großstädten und "Provinz" haben. Mit dem auftauchen von Retortenvereinen besteht leider auch immer die Gefahr, dass diese für einen Hype von ein paar Jahren, kleineren über Jahre gewachsenen Vereinen die Sponsoren abspenstig machen und diese dann in der Bedeutungslosigkeit verschwinden. Ein paar Jahre später wird festgestellt, daß das "Projekt" nicht so läuft wie erhofft oder der eine große Mäzen verliert die Lust an seinem Spielzeug. Der große Verein verchwindet dann und hinterlässt Ruinen und der ehemalige kleine Verein findet dann den Anschluß nicht wieder.

diesilke

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25

Sunday, January 6th 2019, 9:54pm

Welche wirklichen Retortenvereine gibt es denn wirklich in der 1 und 2 Liga.
Wenn dann sind es doch meist Vereine , meist in Orten unter 100 000 Einwohner, die aus Spielvereinigungen entstanden sind.

26

Sunday, January 6th 2019, 9:57pm

Hier die West-Region kann man sehr gut als Beispiel für die Diskussion nehmen.

Ich kenne etliche Fans von Köln, Düsseldorf, Gladbach, Dortmund und Schalke.

Wenn man mit denen oder auch dem Durchschnittsbürger in diesen Städten über die Handball-Bundesliga reden will, gucken die einen an, wie ihr jemanden angucken würdet, der mit euch über die 1. Liga im Floorball sprechen will.
Es ist einfach eine andere Welt - und zwar eine Welt, die in diesen Städten niemals richtig ankommen wird (zumindest nicht in halbwegs absehbarer Zeit).

Interessant ist übrigens, dass das beim Eishockey anders ist.
Das stell ich immer wieder fest, dass die Schnittmenge zwischen Fußball und Eishockey in Sachen Publikum/Fans viel größer ist als zwischen Fußball und Handball.
Liegt sicher auch daran, dass es hier mehrere DEL-Traditionsclubs gibt, aber m.E. auch daran, dass das Spiel und die Atmosphäre viel ähnlicher sind.



Frag das im Süden BWs oder vermutlich auch im Norden und es sieht anders aus. Jeder Handballer kann auch kcken, darum sieht das anders aus. Das Rheinland ist trotz Gummersbach keine wirkliche Handballregion!

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schon süchtig

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27

Sunday, January 6th 2019, 10:02pm

oha....
gummersbach......und rheinland......da gibts bestimmt haue.......lach

28

Sunday, January 6th 2019, 10:05pm

"Kicken" kann wohl fast jeder...Die Frage ist nur was dabei heraus kommt

In Mannheim sehe ich jedenfalls keine Schnittmenge zwischen Waldhof Mannheim und den RNL

29

Sunday, January 6th 2019, 10:27pm

ich frage mich tatsächlich, in welchen Großstädten schon Versuche unternommen wurden, also wo man zumindest schonmal in die 2.Liga gekommen ist, und wo diese Versuche dann gescheitert sind (außer jetzt mal Hamburg)

30

Sunday, January 6th 2019, 10:47pm

Hier die West-Region kann man sehr gut als Beispiel für die Diskussion nehmen.

Ich kenne etliche Fans von Köln, Düsseldorf, Gladbach, Dortmund und Schalke.

Wenn man mit denen oder auch dem Durchschnittsbürger in diesen Städten über die Handball-Bundesliga reden will, gucken die einen an, wie ihr jemanden angucken würdet, der mit euch über die 1. Liga im Floorball sprechen will.
Es ist einfach eine andere Welt - und zwar eine Welt, die in diesen Städten niemals richtig ankommen wird (zumindest nicht in halbwegs absehbarer Zeit).

Interessant ist übrigens, dass das beim Eishockey anders ist.
Das stell ich immer wieder fest, dass die Schnittmenge zwischen Fußball und Eishockey in Sachen Publikum/Fans viel größer ist als zwischen Fußball und Handball.
Liegt sicher auch daran, dass es hier mehrere DEL-Traditionsclubs gibt, aber m.E. auch daran, dass das Spiel und die Atmosphäre viel ähnlicher sind.



Frag das im Süden BWs oder vermutlich auch im Norden und es sieht anders aus. Jeder Handballer kann auch kcken, darum sieht das anders aus. Das Rheinland ist trotz Gummersbach keine wirkliche Handballregion!

?( Logisch Ist klar

Kühn Ernst Wolff Drux Preuss Suton Wiencek kommen ja aus den rheinischen Verbänden HVN und HVM + Wahlfranzose Mahe

Kehrmann TotoJansen und der Welthandballer aus Rheinhausen

Etcetcetc

Hier im Rheinland ist handballerisch Ebbe. Deshalb ist ja auch in der Lanxess-Arena im Handball auch überhaupt keine Stimmung.

Auweia

Wenn alle Verbände so arbeiten würden, dann hätten wir mit Dreisatzmethode aber ein wahres Überangebot an Welt- und Europameistern und qualifizierten Nationalspielern

This post has been edited 1 times, last edit by "nuvolo" (Jan 6th 2019, 10:57pm)


diesilke

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31

Sunday, January 6th 2019, 11:43pm

ich frage mich tatsächlich, in welchen Großstädten schon Versuche unternommen wurden, also wo man zumindest schonmal in die 2.Liga gekommen ist, und wo diese Versuche dann gescheitert sind (außer jetzt mal Hamburg)


Was zumindest in die Richtung geht und interessant ist


https://www.handball-world.news/o.red.r/news-1-1-1-76811.html

32

Sunday, January 6th 2019, 11:57pm

@ nuvolo: Die einzigen Male, wo ich bisher gute Stimmung beim Handball in Köln erlebt habe, war bei der WM 07 im Viertelfinale, Halbfinale und Finale - sowie bei den CL Final 4s, wenn die angereisten Fangruppen Stimmung gemacht haben (das war meistens der Fall).

Bei HBL-Spielen (Gummersbach oder BHC) war da nie Stimmung.

scm_ole

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33

Monday, January 7th 2019, 12:06am

ich frage mich tatsächlich, in welchen Großstädten schon Versuche unternommen wurden, also wo man zumindest schonmal in die 2.Liga gekommen ist, und wo diese Versuche dann gescheitert sind (außer jetzt mal Hamburg)
In München mit Milbertshofen, Anfang der 90er. Habe dazu jetzt einen Artikel gefunden, warum es in München keinen Profi-Handball mehr gibt. Da werden ebenfalls die Probleme aufgezählt, die hier einige User im Thread schon nannten. Im Grunde vergleichbar mit Köln.

Großer tz-Report: Warum ist München keine Handball-Hochburg mehr?
SC Magdeburg - von 1974 bis 1986 zu Hause ungeschlagen

34

Monday, January 7th 2019, 6:59am

ich frage mich tatsächlich, in welchen Großstädten schon Versuche unternommen wurden, also wo man zumindest schonmal in die 2.Liga gekommen ist, und wo diese Versuche dann gescheitert sind (außer jetzt mal Hamburg)

Dortmund - ist zwar schon etwas her, aber : TUS Wellinghofen und der OSC Dortmund. Mit den Problemen der fehlenden Halle und der schwierigen Situation mit den Sponsoren. Der BVB Fußball frisst den Handball.
Wir hatten damals auf eine mögliche Nutzung der Körnig Halle gehofft, aber bei dem Konnzept wurde der Handball nicht berücksichtigt. Die Westfalenhalle 1 zu groß, die 3-fach - Turnhallen zu klein.

diesilke

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35

Monday, January 7th 2019, 9:43am

Also kann man sagen Handball in Deutschland funktionert eher in kleinen Städten mit einer recht guten Infrastruktur oder in der Nähe einer Großstadt in der kein anderer Verein in einer anderen Sportart zu mächtig ist, in die der Verein bei passender Halle wechseln kann.

Es gibt zwar Ausnahmen, doch dann ist in den Großstädten, der Verein seit Jahren etabliert und man verbindet den Verein einfach in der Öffentlichkeit mit Handball bzw der Stadt.
Bestes Beispiel Tusem Essen , da kommt doch jeder gleich auf Handball.

Hawkwind

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36

Monday, January 7th 2019, 9:43am

In München mit Milbertshofen, Anfang der 90er. Habe dazu jetzt einen Artikel gefunden, warum es in München keinen Profi-Handball mehr gibt. Da werden ebenfalls die Probleme aufgezählt, die hier einige User im Thread schon nannten. Im Grunde vergleichbar mit Köln.

Großer tz-Report: Warum ist München keine Handball-Hochburg mehr?

München hatte Ende der 80er mit Milbertshofen und Schwabing sogar zwei Erstligisten. Kann mich noch erinnern, dass ich beide Auswärtsspiele von Tuspo Nürnberg damals in der Rudi-Sedlmayer-Halle besucht habe.

37

Monday, January 7th 2019, 9:59am

Jep...Unter anderem spielten die Roth Zwillinge für Schwabing

Soll eine recht fröhliche Zeit dort gewesen sein :)

38

Monday, January 7th 2019, 1:29pm

Bestes Beispiel Tusem Essen , da kommt doch jeder gleich auf Handball.

Du willst sagen, dass bei Essen alle gleich auf den TuSEM kommen? Das glaubst aber nur du!
Bei einer repräsentativen Umfrage in Deutschland nach "Sportvereine in Essen" würde ich darauf tippen, dass die Nennungen für "RWE" mehr als 100% über denen für "TuSEM" liegen.
Innerhalb von Essen dürfte es noch drastischer aussehen

Sinola

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39

Monday, January 7th 2019, 2:56pm

97 Prozent ist RWE in Essen ein Begriff, etwa 80 Prozent der TuSEM laut dieser Quelle:
301 Moved Permanently
Wie glaubwürdig Zahlen und Zitate sind, kann jeder selbst entscheiden...

40

Monday, January 7th 2019, 4:20pm

Hier die West-Region kann man sehr gut als Beispiel für die Diskussion nehmen.

Ich kenne etliche Fans von Köln, Düsseldorf, Gladbach, Dortmund und Schalke.

Wenn man mit denen oder auch dem Durchschnittsbürger in diesen Städten über die Handball-Bundesliga reden will, gucken die einen an, wie ihr jemanden angucken würdet, der mit euch über die 1. Liga im Floorball sprechen will.
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Interessant ist übrigens, dass das beim Eishockey anders ist.
Das stell ich immer wieder fest, dass die Schnittmenge zwischen Fußball und Eishockey in Sachen Publikum/Fans viel größer ist als zwischen Fußball und Handball.
Liegt sicher auch daran, dass es hier mehrere DEL-Traditionsclubs gibt, aber m.E. auch daran, dass das Spiel und die Atmosphäre viel ähnlicher sind.



Frag das im Süden BWs oder vermutlich auch im Norden und es sieht anders aus. Jeder Handballer kann auch kcken, darum sieht das anders aus. Das Rheinland ist trotz Gummersbach keine wirkliche Handballregion!

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Hier im Rheinland ist handballerisch Ebbe. Deshalb ist ja auch in der Lanxess-Arena im Handball auch überhaupt keine Stimmung.

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Wenn alle Verbände so arbeiten würden, dann hätten wir mit Dreisatzmethode aber ein wahres Überangebot an Welt- und Europameistern und qualifizierten Nationalspielern


Das Rheinland ist für mich vor allem das Ruhrgebiet. Klar ist das Rheinland größer, aber die meisten Menschen leben da und das ist Handballbrachland. Außerhalb des Ruhrgebiets ist das anders, richtig, aber das hat dann auch nichts mehr mit Großstadt zu tun. Wird jetzt Düsseldorf zur Handballhochburg, weil sie statt den Rhein-Vikings Länderspiele und andere Handballevents veranstalten? ...jaja, Tusem, ich weiß...

In Stuttgart sehe ich z.b. deutlich bessere Chancen, eben weil es um Stuttgart viel Handball gibt. Genau das, was schon ein anderer schrieb, ehemalige und aktive Handballer, denn die sind die Basis, die ziehen auch mal Nicht-Handballer an, die dann auch "bleiben", weil auch die Stimmung und das drumherum bei nem Handballspiel schön sind und so zu einer Basis werden!

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