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41

Montag, 7. Januar 2019, 16:49

Es wird viel zu sehr (auch hier) vom Potenzial der aktiven Handballer auf Amateurebene auf das Zuschauerpotenzial im Profihandball auf Vereinsebene geschlossen.
Das funktioniert im Handball nicht.
Geht doch mal in eine Halle und fragt aktive Handballer, wer aktuell Championsleague-Sieger ist. Wenn 30 Prozent das wissen, wär ich schon überrascht.
Selbst wenn man nach dem deutschen Meister fragt, findet ihr viele Handballer, die das nicht wissen. Weil es sie einfach nicht interessiert.

Arcosh

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42

Montag, 7. Januar 2019, 17:02

Das Rheinland ist für mich vor allem das Ruhrgebiet. Klar ist das Rheinland größer, aber die meisten Menschen leben da und das ist Handballbrachland. [...]
Vorallem gehört der Großteil des Ruhrgebietes zu Westfalen und nicht zum Rheinland.


@Rheiner:
Nur weil sich nicht jeder aktive Handballer für Profihandball interessiert, heißt das nicht, dass unter den Zuschauern in einer Bundesligahandballhalle nicht ein großer Anteil aktiver oder ehemals aktiver Handballer ist. Es gibt für mich zwei Hauptfaktoren, die die Zuschauer erstmals zum Profihandball führen: Entweder hat der ortsansäßige Verein einen großen gesellschaftlichen Stellenwert, so dass man (wenigstens ab und an) dorthin geht oder aber man ist selber Handballer und will die Profis erleben. In größeren Städten ohne lange Handballtradition und mit weiteren Sportvereinen mit ähnlichem oder gar höherem gesellschaftlichen Stellwert werden somit die aktiven Handballer der Region besonders wichtig als potentiell geneigte Zuschauer.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Arcosh« (7. Januar 2019, 17:01)


43

Montag, 7. Januar 2019, 17:19

In größeren Städten ohne lange Handballtradition und mit weiteren Sportvereinen mit ähnlichem oder gar höherem gesellschaftlichen Stellwert werden somit die aktiven Handballer der Region besonders wichtig als potentiell geneigte Zuschauer.


Die alleine reichen aber nicht.

Die Vikings sind ja dafür das beste aktuelle Beispiel.

Es gibt da so viele Vereine und Spieler im Umkreis - wenn das der entscheidende Faktor wäre, müsste die Halle jedesmal voll sein (zumal es da ja auch keine HBL-Vereine gibt, die diese (angeblichen) potenziellen Zuschauer wegnehmen). Gummersbach und der BHC wären da keine Konkurrenz. Zwischen Düsseldorf und dem bergischen Land liegen gefühlt Welten.

Es sind Fußball und Eishockey, die verhindern, dass sich da andere Sportarten im Profibereich breitmachen.
Auch die aktiven Handballer (die, die sich generell für Profisport interessieren) sind bereits weitgehend an diese Sportarten "vergeben".

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Rheiner« (7. Januar 2019, 17:19)


44

Montag, 7. Januar 2019, 17:30

@HoelleSued

Das Rheinland ist für dich also das Ruhrgebiet. Wow. Echt interessante Sichtweise!!!

Und dann als Krönung im Rheinland gibt es keine Großstädte. Auch geil.

1. Die Metropolregion Rhein-Ruhr ist mit 10,5 Millionen Einwohnern in etwa so groß wie die Metropolregion Paris.

Am Rhein entlang von Köln-Bonn bis Wesel liegen in dieser Region Leverkusen Düsseldorf Duisburg Krefeld Essen und Mönchengladbach. Hier dominiert natürlich auf enger Fläche der Fußball total. An meiner Schule laufen 70% der Kids regelmäßig beim Sport mit Borussentrikots rum.

Borussia Mönchengladbach hat mal kurz über eine Kooperation mit dem damaligen Zweitligisten Korschenbroich nachgedacht. Eine Sporthalle neben dem Borussenpark hauen die mal eben so raus. Schade, dass das nicht geklappt hat.

Hier in den beiden rheinischen Verbänden Mittelrhein und Niederrhein (Essen Duisburg und Oberhausen gehören als Ruhrgebietsstädte dem Niederrheinverband an zzgl. Solingen/Wuppertal Bonn Aachen Gummersbach) wimmelt es tatsächlich nur so von Handballvereinen, die alle ihr kleines eigenes Süppchen kochen. Genau das ist das Problem.

Die Ausbildungsqualität ist hier in diesen beiden Verbänden (8 Mio. Einwohner) seit Jahrzehnten hervorragend. Das siehst du an der obigen Aufzählung an hochqualifizierten Spielern nur der letzten beiden!!! Jahrzehnte. Damit könnte man hochgerechnet 5 NM aufstellen!!

Es fehlt das eine große Projekt ähnlich wie die RNL oder Bayern München (BB).

Hier sind zu viele Handballvereine unter anderem auch mit Bundesligatradition unterwegs.

Nimmt man mal das Fußballviereck Dortmund Schalke / Ruhr + Mönchengladbach (Düsseldorf) Leverkusen (Köln) /Rhein, dann ist klar, wie extrem stark hier auf engem Gebiet der Fußball unterwegs ist. Das macht die Sache nicht einfacher.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »nuvolo« (7. Januar 2019, 17:56)


Flevo

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45

Montag, 7. Januar 2019, 18:13

Das Rheinland ist für mich vor allem das Ruhrgebiet.


Mann Mann Mann, wenn Du Dich bei bayrischen Regionen genauso vertust, wirst Du da unten erst gesteinigt und dann gekreuzigt (oder umgekehrt). ;) :P :hi:

Das Projekt Rhein Vikings ist mMn deshalb schief gegangen, weil ein reicher Mann aus der Großstadt Neuss lieber eine Fusion mit Düsseldorf eingegangen ist, dass den Traditionsverein, der 20 km weiter südlich liegt, zu unterstützen. Trotz einem guten Dutzend Großstädte im Umkreis von 50 km lebt der Handball in Dormagen seit Jahrzehnten. In den umliegenden Großstädten werden wir jedoch nicht wahrgenommen, warum auch immer. Ist halt so. Und da wären wir wieder bei Shlabotniks Frage am Anfang dieses Threads.

Gruß Flevo

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46

Montag, 7. Januar 2019, 18:21

eine zeitlang war tusem essen das-
nur in den metropolregionen muss man scheinbar halt immer on top sein-immer was neues-immer schlagzeilen...
damit man auf dauer überleben kann...

evtl. weil grad in diesen regionen zuviel anderes geboten wird-
ob im freizeitbereich-
ob in neuen sportarten-
ob im konkurrenzverhalten der fans untereinander-

tradition bindet zuschauer-aber reicht das aus, um ständig grosse hallen zu füllen...
das eventpublikum will eben ständig etwas erleben worüber man sprechen kann- sonst wandert es ab...

TCLIP

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Montag, 7. Januar 2019, 18:47

grad sport 1 gelesen..

auch der wuppertaler sv hat erhebliche finanzielle schweirigkeiten udn muss alles zurückfahren.....
wie gefühlt mind 2 - 5 vereine pro jahr im fussball in den ligen 3 + 4 in nrw, die in ihren budgets tatsächlich
vergleichbar sind sind mit handball liga 1 + 2

da sieht man, dass selbst bei sportart 1 immer wieder deutliche negativerscheinungen vorkommen
wenn nicht alles top läuft....

48

Montag, 7. Januar 2019, 20:59

grad sport 1 gelesen..

auch der wuppertaler sv hat erhebliche finanzielle schweirigkeiten udn muss alles zurückfahren.....
wie gefühlt mind 2 - 5 vereine pro jahr im fussball in den ligen 3 + 4 in nrw, die in ihren budgets tatsächlich
vergleichbar sind sind mit handball liga 1 + 2

da sieht man, dass selbst bei sportart 1 immer wieder deutliche negativerscheinungen vorkommen
wenn nicht alles top läuft....


Pack Wattenscheid als weiteren Teaditionsverein und den TV Herkenrath hinzu, alles Regionalliga West, alles Fußball und alles aktuell!

49

Dienstag, 8. Januar 2019, 14:01

Das Projekt Rhein Vikings ist mMn deshalb schief gegangen, weil ein reicher Mann aus der Großstadt Neuss lieber eine Fusion mit Düsseldorf eingegangen ist, dass den Traditionsverein, der 20 km weiter südlich liegt, zu unterstützen.


Ob der "reiche Mann" sich damals letztendlich durchgesetzt hat, kann man durchaus vermuten o. auch annehmen! Nach dem Motto: Wer die meiste Kohle gibt, der bestimmt auch den Weg! Fakt ist aber auch, das der damalige Macher u. Manager des Neusser HV u. anschliessend der Rhein Vikings, Rene Witte, zuerst eine Kooperation mir den Dormagenern eingehen wollte! Mit dem GF des TSV Björn Barthel war er sich da auch weitestgehend einig. Das hat er uns am Ende der Aufstiegssaison des NHV nach einem Spiel in Dormagen so berichtet. Wir hatten ihn damals nach dem Spiel angesprochen u. gefragt, warum der NHV mit Düsseldorf eine Fusion eingeht u. nicht mit Dormagen bzw. eine Dreier-Fusion Neuss-Dormagen-Korschenbroich. Aber damals hat die Führungsetage des Bayer-Konzern nicht mitgespielt. Die wollte so eine Fusion nicht. Warum auch immer? Vielleicht wollte man verhindern, dass bei einer Fusion das 'Bayer' aus dem dann neuen Vereinsnamen verschwunden wäre. Die Fusion hätte vielleicht besser funktioniert u. die Fans aus Neuss hätten es auch nicht weiter zur Halle gehabt, so man sich auf dasTSV-Sportcenter als Heimspielstätte geeinigt hätte. Zum Glück ist aus TSV-Sicht nicht diese unselige Bündnis, auf Wunsch des damals in Dormagen herrschenden Mäzen H. Liven, zustande gekommen, dass sich dann DDHC (Düsseldorfer-Dormagener-Handball-Club!!!!) geschimpft hätte!!!
:cool:

Flevo

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50

Dienstag, 8. Januar 2019, 14:33

Das Projekt Rhein Vikings ist mMn deshalb schief gegangen, weil ein reicher Mann aus der Großstadt Neuss lieber eine Fusion mit Düsseldorf eingegangen ist, dass den Traditionsverein, der 20 km weiter südlich liegt, zu unterstützen.


Ob der "reiche Mann" sich damals letztendlich durchgesetzt hat, kann man durchaus vermuten o. auch annehmen! Nach dem Motto: Wer die meiste Kohle gibt, der bestimmt auch den Weg! Fakt ist aber auch, das der damalige Macher u. Manager des Neusser HV u. anschliessend der Rhein Vikings, Rene Witte, zuerst eine Kooperation mir den Dormagenern eingehen wollte! Mit dem GF des TSV Björn Barthel war er sich da auch weitestgehend einig. Das hat er uns am Ende der Aufstiegssaison des NHV nach einem Spiel in Dormagen so berichtet. Wir hatten ihn damals nach dem Spiel angesprochen u. gefragt, warum der NHV mit Düsseldorf eine Fusion eingeht u. nicht mit Dormagen bzw. eine Dreier-Fusion Neuss-Dormagen-Korschenbroich. Aber damals hat die Führungsetage des Bayer-Konzern nicht mitgespielt. Die wollte so eine Fusion nicht. Warum auch immer? Vielleicht wollte man verhindern, dass bei einer Fusion das 'Bayer' aus dem dann neuen Vereinsnamen verschwunden wäre. Die Fusion hätte vielleicht besser funktioniert u. die Fans aus Neuss hätten es auch nicht weiter zur Halle gehabt, so man sich auf dasTSV-Sportcenter als Heimspielstätte geeinigt hätte. Zum Glück ist aus TSV-Sicht nicht diese unselige Bündnis, auf Wunsch des damals in Dormagen herrschenden Mäzen H. Liven, zustande gekommen, dass sich dann DDHC (Düsseldorfer-Dormagener-Handball-Club!!!!) geschimpft hätte!!!


Ich sag mal so: Es gibt sowohl für Dormagener als auch für Korschenbroicher gefühlt zehn Milliarden Gründe, solchen Fusionen NICHT beizutreten, egal ob sie jetzt DDHC oder Rhein Vikings heißen und egal, ob die Macher jetzt Lieven oder Koblenzer heißen.

Gruß Flevo

51

Dienstag, 8. Januar 2019, 16:22

Liebesehen sind das äusserst selten. Hier wie da geht es ja meistens nur um Synergieeffekte bezgl. Sponsorengelder.
:cool:

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52

Dienstag, 8. Januar 2019, 22:48

Zum Glück ist aus TSV-Sicht nicht diese unselige Bündnis, auf Wunsch des damals in Dormagen herrschenden Mäzen H. Liven, zustande gekommen, dass sich dann DDHC (Düsseldorfer-Dormagener-Handball-Club!!!!) geschimpft hätte!!!


Richtig. Man hat nur Werbung dafür gemacht, es in die Wege geleitet und am Ende doch noch einen Rückzug auf den letzten Drücker gemacht, um der HSG den letzten Todesstoss zu versetzen...

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