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alter Sack

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1

Thursday, May 30th 2019, 11:15pm

Finanzielle Leistungsfähigkeit der zweiten Liga gestiegen - Implikationen für potenzielle Aufsteiger

In der aktuellen Handball-inside hat Erik Eggers interessante Zahlen zur Enwicklung in der zweiten Liga zusammengetragen. Ich erlaube mir eine eigenen Thread, da auf Anhieb nichts entsprechendes gefunden.
So liegt der durchschnittliche Etat bei bei 1,5 Mio in dieser Saison. Krösus sind Coburg und Nettelstedt mit 2,5 Mio, am Ende Domagen und Ferndorf mit 800000.
die Klubs welche die erste Liga anstreben und ach stemmen können nennt er: hbw, Coburg, nettestedt, nordhorn, schwartau, hsv und dresden.
Er macht den aufhänger des Artikels an der Geschäftsstellenbetzung fest. So hat Ferndorf nur Ehrenamtliche, der HSV dagegen vier Mitarbeiter in der Geschäftsstelle.
Mit der Reduzierung auf zwei Absteiger steigt die Planungssicherheit in den kommenden Jahren.

Deshalb hat der mögliche "downmarsch" von Gummersbach für WHV und TVG schon eine große Bedeutung (das steht nicht mehr im Artikel).

Ich schreibe das hier nur mal, da im Drittligaforum der Staffel ost beispielsweise oft disktutiert wird, wann Klubs wie nuthole oder hanau denn den Schritt in Liga Zwei gehen.
Die Zahlen zeigen, dass so etwas eigentlich halbwegs seriös nur mit ner einigermaßen Halle und eben 1 Mio Euro angehen kann. Alles andere wäre aus meiner Sicht eine Eintagsfliege. In dieser Saison bestätigen die Kirchenmäuse Ferndorf und Dormagen ja sehr schön die Ausnahme von der Regel. aber auch dort ackert man, um den Etat hoch zu schrauben und plant ne neue Halle (Ferndorf).

von den diesjährigen Aufsteigern sollte Eisenach vom Etat her gut mitschwimmen können. Für Krefeld ist es ein Riesenschritt, da ja auch Neuling, Konstanz hat vermutlich bessere Chancen als Rostock, um einen haldwegs guten Etat hinzustellen.

2

Friday, May 31st 2019, 12:32am

Insofern (Ehrenamtliche, 800.000 (stimmt fast genau), kleinste Halle) ist das Abschneiden des TuS Ferndorf noch höher zu bewerten.

Eine neue Halle wird leider noch nicht geplant, möglicherweise kommt es aber im nächsten Jahr zum mehrere Male verschobenen Ausbau der jetzigen Halle (städtisch...).

alter Sack

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3

Friday, May 31st 2019, 6:05am

Keine Frage. Ich finde es auch interessant, wie die kleinen Klubs in der Nische versuchen zu überleben. Bei schmalem Budget kommt ja dann noch mal der geographische Faktor ins Spiel.
Beispiel Aue. Dort ist der Manager seit Jahren im Verein. Die hatten unter Trainer Sigtryggson auf einmal einen Haufen Isländer im Team. Ansonsten schauen die sich anscheinend im Baltikum oder eben in Tschechien. Dessau hat offenbar sein Netzwerk auch in Tschechien und als Quellen den Nachwuchs von Magdeburg und Leipzig.
Ferndorf profitiert zur Nähe nach Wetzlar/Hüttenberg und Gummersbach. Echt gekniffen scheint mir der WHV.
Hüttenberg würde ohne die Leitung zum Wetzlarer Nachwuchs eine Liga tiefer spielen (1,2 Mio)
Auch im Handball gibt es analog zum Fussball das Phänomen, dass die schlauen Klubs sich von der reicheren Konkurrenz die Spieler wegkaufen lassen müssen. Beispiel Aue, wo gerade der halbrechte Litauer nach Dresden wechselt, zuvor Pechstein. allerdings nur vereinzelt.

Aus meiner Sicht ist jedoch Rimpar the real hero. Rimpar hat kein namhaftes Leistungszentrum in der Nähe und setzt komplett auf deutsche Spieler. spielt zudem schon einige Jahre sportlich ein sehr gute Rolle.

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4

Friday, May 31st 2019, 9:42am

Rimpar hat aber durchaus gute Jugendspieler aus Grosswallstadt verpflichtet.
Grundsätzlich hast Du aber recht.

Ich denke, dass für die 2. Liga ein Etat von einer Millionen nötig ist.
Vereine, die die Möglichkeit haben eigene Jugendspieler zu integrieren oder von der Zusammenarbeit mit einem Erstligisten profitieren, können wahrscheinlich ein paar Euro sparen. Wichtig sind aus meiner Sicht professionelle Strukturen im Team hinter der Mannschaft. Die fallen oft einem Sparkurs zum Opfer.
Ob sich das auf lange Sicht lohnt, wage ich zu bezweifeln.
42

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Brummsel

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5

Friday, May 31st 2019, 10:19am

Aus meiner Sicht ist jedoch Rimpar the real hero. Rimpar hat kein namhaftes Leistungszentrum in der Nähe und setzt komplett auf deutsche Spieler. spielt zudem schon einige Jahre sportlich ein sehr gute Rolle.
Rimpar dürfte davon profitieren, dass der Verein in der Region Würzburg als einziger Verein oberhalb der Regional- bzw. Oberliga respektive in Bayern der Bayernliga spielt. Dadurch werden die Talente der ganzen Region sowie handballaffine Sponsoren gebündelt. Vielleicht fallen Synergie-Effekte weg, aber auch Konkurrenz. Was die Leistung des Vereins keineswegs schmälern soll.
“A life is like a garden. Perfect moments can be had, but not preserved, except in memory. LLAP.” - Leonard Nimoy (1931-2015)

oko

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6

Friday, May 31st 2019, 12:21pm

In der aktuellen Handball-inside hat Erik Eggers interessante Zahlen zur Enwicklung in der zweiten Liga zusammengetragen. Ich erlaube mir eine eigenen Thread, da auf Anhieb nichts entsprechendes gefunden.
So liegt der durchschnittliche Etat bei bei 1,5 Mio in dieser Saison. Krösus sind Coburg und Nettelstedt mit 2,5 Mio, am Ende Domagen und Ferndorf mit 800000.

Da fehlt dann der HBW in der Aufstellung, denn auch der HBW hat diese Saison einen Etat von 2,5 Mio zur Verfügung gehabt.

Nächste Saison in Liga1 dann 3 Mio
Handball ist mehr als Rock`n´Roll...it`s HEAVY METAL :smokin:

7

Friday, May 31st 2019, 2:00pm

In der aktuellen Handball-inside hat Erik Eggers interessante Zahlen zur Enwicklung in der zweiten Liga zusammengetragen. Ich erlaube mir eine eigenen Thread, da auf Anhieb nichts entsprechendes gefunden.
So liegt der durchschnittliche Etat bei bei 1,5 Mio in dieser Saison. Krösus sind Coburg und Nettelstedt mit 2,5 Mio, am Ende Domagen und Ferndorf mit 800000.

Da fehlt dann der HBW in der Aufstellung, denn auch der HBW hat diese Saison einen Etat von 2,5 Mio zur Verfügung gehabt.

Nächste Saison in Liga1 dann 3 Mio

Wobei -nicht nur beim HBW- die Frage ist, ob in der Summe auch die Aufwendungen für Jugendarbeit und zweite Mannschaften enthalten sind. Weißt du wie das gegenwärtig beim HBW gehandhabt wird?
Will man in der 3. Liga nicht nur mitschwimmen, ist da ganz schnell auch eine halbe Mio weg. Dafür kriegt man den Fundus an Nachwuchs. Beim HBW dieser Saison spielten 7 Spieler mit, die vorher in der JSG/Zweiten waren; und kann bei Ausfällen mal vorübergehend Lücken stopfen.
:schrei: H-B-W-----H-B-W-----H-B-W

oko

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8

Friday, May 31st 2019, 4:37pm

In der aktuellen Handball-inside hat Erik Eggers interessante Zahlen zur Enwicklung in der zweiten Liga zusammengetragen. Ich erlaube mir eine eigenen Thread, da auf Anhieb nichts entsprechendes gefunden.
So liegt der durchschnittliche Etat bei bei 1,5 Mio in dieser Saison. Krösus sind Coburg und Nettelstedt mit 2,5 Mio, am Ende Domagen und Ferndorf mit 800000.

Da fehlt dann der HBW in der Aufstellung, denn auch der HBW hat diese Saison einen Etat von 2,5 Mio zur Verfügung gehabt.

Nächste Saison in Liga1 dann 3 Mio

Wobei -nicht nur beim HBW- die Frage ist, ob in der Summe auch die Aufwendungen für Jugendarbeit und zweite Mannschaften enthalten sind. Weißt du wie das gegenwärtig beim HBW gehandhabt wird?
Will man in der 3. Liga nicht nur mitschwimmen, ist da ganz schnell auch eine halbe Mio weg. Dafür kriegt man den Fundus an Nachwuchs. Beim HBW dieser Saison spielten 7 Spieler mit, die vorher in der JSG/Zweiten waren; und kann bei Ausfällen mal vorübergehend Lücken stopfen.
Meines Wissen nach ist das der Etat für alles rund um die 1. Mannschaft, hebe dafür aber nicht meine Hand ins Feuer.

Zudem ist die Mittelverwendung immer eine individuelle Sache, deshalb hat der jeweils genannte Etat auch immer nur bedingt Aussagekraft. Beim HBW könnte er inclusive 2. Mannschaft sein, beim VFL Gummersbach wird ein erheblicher Teil sicher für Schuldentilgung verwendet (was der HBW nicht muss) und bei nem anderen Verein fließt beispielsweise ne 1/2 Million in Aufwendungen für fremderbrachte Dienstleistungen rund um die Spieltage, die der HBW ehrenamtlich erbringt. Entscheidend ist immer welche Summe tatsächlich für die Verpflichtung/Bezahlung von Spielern Verwendung finden kann und da hat der HBW glaube ich ne ganz gute Quote :P
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9

Friday, May 31st 2019, 9:19pm

Die meisten Vereine geben die Etatzahlen nicht raus und die Schätzungen der Medien sind - aus eigenem beruflichen Einblick - oft weit daneben und eher gewürfelt als geschätzt.

Auch sind die Zahlen nicht vergleichbar. Es gibt da keine Norm, wie oben schon angesprochen. Bei den einen sind Unterbau und Jugend enthalten, bei anderen nicht; die einen zahlen vergleichsweise viel, andere fast nichts für die Halle. Wer großes negatives Eigenkapital hat muss aufgrund der Lizenzierungsvorschriften jährlich mehr abbauen als ein Verein mit nur geringem oder gar ohne negativem Eigenkapital (gibt es tatsächlich auch wieder) . Manche haben recht viele Mitarbeiter in der Geschäftsstelle, andere keine etc.

Früher kann noch das weite Feld der "kreativen" Abrechnungen und Bezahlungen dazu, doch das ist inzwischen in erster und zweiter Liga weitestgehend vorbei (aber in den Ligen darunter und bei den Frauen noch immer akut).

Interessant wäre der Vergleich der Bruttolohnsumme der einzelnen Gesellschaften. Doch diese Daten werden (von den Medien) weder erfragt noch besteht besonderes Interesse seitens der Vereine, diese zu veröffentlichen.

Edit: Trotzdem sind die Umsätze seit Einführung der Eingleisigkeit deutlich gestiegen. Es kann gut sein, dass diese Entwicklung nach der Reform ins Stocken kommt, weil es nur noch zwei feste Absteiger gibt und sich deshalb vermutlich die teuren Nachverpflichtungen und Trainerentlassungen reduzieren werden.

This post has been edited 1 times, last edit by "Lothar Frohwein" (May 31st 2019, 9:14pm)


alter Sack

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10

Friday, May 31st 2019, 9:47pm

Die Vergleichbarkeit/Nichtvergleichbarkeit der Etats hatten wir ja nun schon ausreichend thematisiert. Ich wollte nur auf den Artikel hinweisen und ich finde es schon interessant, dass trotz dieser Unterschiede dann immer noch der Faktor Sport/Mannschaftsgefüge/Momentum ins Spiel kommt und solche Anchronismen wie der Aufstieg von Hüttenberg.
Das Schöne im Handball ist auch, dass im Erfolgsfalle nicht gleich die ganze Mannschaft weggekauft wird, wie etwas im Fussball. Paderborn ist da ja aktuell ein Super-Beispiel. Kaum hat der Manager beim Scouting mal ein gutes Auge bewiesen ist er bei RB und die besten Spieler dann auch gleich bein anderen Klúbs.

Zu Rimpar möchte ich noch einwerfen, dass aus meiner Sicht dort der Talentestrom vom TVG her schon lange nicht mehr so fliesst. Die profitieren aus meiner Sicht davon, dass absolute Schlüsselspieler wie Schmidt, Kaufmann und der Torwart Brustmann dort verwurzelt zu sein scheinen und die Truppe einen echten Corpsgeist entwickelt zu haben scheint. Die Fluktuation ist überschaubar. Bei den Trainerverpflichtungen lagen sie auch immer richtig. Mittlerweile parkt dann auch ein Bundesligaklub wie Melsungen seine Talente dort. Ich sehe dort auch nicht unbedingt den Vorteil des Alleinstellungsmerkmals. Der Etat liegt unter 900.000 Euro. Halte ich auch für realistisch dort. Dort ist eine schlechte Trainerwahl nicht so einfach aufzufangen wie in Nettelstedt (wobei das ne eigene Geschichte ist). Bei Hüttenberg sehe zur kommenden Saison das gleiche Risiko. Gerade zwei Trainer auf der payroll kann man sich mit einer Mio Etat eigentlich kaum leisten.

Letztlich war die Entscheidung zur Zweigleisigkeit im Nachhinein ein Glücksfall. Eine derart ausgeglichene Liga ist schon krass. Wenn ich mal Zeit hab fahre ich mittlerweile nur noch nach Hüttenberg, da dort der Ausgang im Gegensatz zu Wetzlar immer offen ist.

11

Thursday, June 6th 2019, 8:21pm

Bei uns wurde eine Stellungnahme veröffentlicht

https://www.infranken.de/regional/coburg…;art214,4262313

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