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Wednesday, February 19th 2020, 5:05pm

https://www.tus-ferndorf.de/1-mannschaft…dorf-im-sommer/

Damit ist es offiziell. Der TuS verliert seinen wohl komplettesten Spieler seit Alex Koke. Im Angesicht der Tatsache, dass der andere RM-Spieler beim TuS womöglich seine Karriere nach dieser Saison beendet, steht dem TuS ein waschechter Neuanfang und ein hochinteressanter Transfersommer bevor. Robert Andersson und Mirza Sijaric haben keine leichte Aufgabe vor der Brust. Man darf gespannt sein, wie sich die Verkündung des Abgangs auf Anderssons Leistungen auswirken. In meinen Augen hat er allerdings zweifelsohne die nötige Professionalität, um die Saison solide über die Bühne zu bringen.

Kiro

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62

Wednesday, February 19th 2020, 6:18pm

Andersson nach Lübeck
301 Moved Permanently
Das Denken ist zwar allen Menschen erlaubt, aber vielen bleibt es erspart

63

Wednesday, February 19th 2020, 6:36pm

Ob der Vertrag auch für Liga 3 gilt?

stählerne Wiese

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64

Wednesday, February 19th 2020, 6:51pm

Ob der Vertrag auch für Liga 3 gilt?
DAS war ehrlich gesagt auch mein erster Gedanke :D .

Pikanterie am Rande: Am vorletzten Spieltag tritt der TuS Ferndorf zum letzten Auswärtsspiel der Saison in Lübeck an. Hoffentlich ist die Messe bis dahin gelesen !

65

Wednesday, February 19th 2020, 6:55pm

Da Ferndorf nichts mit dem Abstieg zu tun haben wird könnte er sich wenn es für Lübeck noch eng ist eine taktische Muskelverhärtung zuziehen

66

Tuesday, February 25th 2020, 8:19pm

Mit Barwitzki, Neitsch, Rüdiger und neuerdings auch Wicklein fehlen dem TuS nun also alle vier gelernten Außenspieler, noch dazu ist Bornemann der einzig verbliebene etatmäßige Linkshänder des Zweitligakaders. Zum Glück hat sich die Mannschaft nach einem mäßigen Start ab Dezember gefangen, deutlich gesteigert und deshalb derzeit 6 Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz. Nicht auszudenken was die aktuelle Verletzungsmisere in einer deutlich engeren Situation im Abstiegskampf für Auswirkungen gehabt hätte. Aber so ist die Welt im Siegerland im Moment absolut in Ordnung und das gibt den Verantwortlichen die Chance, in aller Ruhe am Aufbau des Kaders für die neue Saison zu arbeiten. Wäre da nicht die Organisation der Hallensituation mit dem Heimspiel gegen Gummersbach und dem weiteren Verfahren zum Ende der Saison, an welchem Micha Lerscht sein letztes Heimspiel als TuS-Trainer ebenfalls außerhalb der altehrwürdigen Stählerwiese austragen werden muss, ob es ihm passt oder nicht (Ich kann mir vorstellen, es passt ihm nicht).

Geo hat in der SZ nach dem Rimpar-Spiel einen Vergleich zwischen dem TuS und Rimpar angestellt, deren Gemeinsamkeit der Kampf als die "Kleinen" gegen die "Großen" wie Hamburg und Essen ist. Zwar mag das was die Einwohnerzahl angeht stimmen, aber wenn man sich die Ausführungen (301 Moved Permanently) der Rimparer über ihre Leistungsförderungsprogramme und Internatsstrukturen anschaut, muss man eher von den "Großen", den "Kleinen" und den "Ganz ganz Kleinen" reden. Ferndorf hat gewaltige Nachholbedarfe was das strukturelle Wachstum der Handballabteilung, nicht nur der Jugendausbildung, angeht und ich werde nicht ermüden, darauf aufmerksam zu machen. Ungleiches Wachstum war und wird immer ein immenser Risikofaktor für Vereine sein. Und als Mensch, dem der TuS am Herzen liegt, ist mir die Nachhaltig- und Langfristigkeit des seit 2012 laufenden Etablierungsprozesses von der regionalen auf die bundesweite Ebene wichtig. Der TuS tut gut daran, mögliche zusätzliche Sponsoreneinnahmen der Zukunft in andere Baustellen zu investieren, als den Lizenzspielerkader. Was dessen besagte Aufbauarbeit für die Verantwortlichen nicht minder kompliziert macht.

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Saturday, February 29th 2020, 11:02pm

Spätestens seit dem 07.11.2019 (Spiel in Gummersbach) zeigt der TuS Ferndorf, von wenigen Ausnahmen abgesehen (Heimspiel gegen Konstanz), gute bis überragende Spiele.

Die Last ist dabei auf nur wenige Schultern verteilt. Angesichts der momentan zur Verfügung stehenden Spieler ist es bemerkenswert, dass das Punktekonto nach langer Zeit wieder ausgeglichen ist. Das spricht für die Moral und Entschlossenheit des noch spielfähigen (Rest-) Kaders.

Julius Lindskog Andersson spielt seit Monaten in Erstliga-Form und dort gehört er eigentlich auch hin. Ihn zur nächsten Saison gleichwertig ersetzen zu können, dürfte kaum möglich sein.
Egal, wir freuen uns, dass er, gerade in den letzten Monaten, diese Entwicklung genommen hat.

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Tuesday, March 24th 2020, 4:48pm

Der TuS Ferndorf macht laut der SZ durch die Coronavirus-Krise mindestens 100.000 Euro Verlust. Kurzarbeitergeld ist beantragt, Mannschaft und Trainerstab verzichten damit auf Gehalt. Ein solcher Betrag kann für einen kleinen Dorfverein schnell existenzbedrohend werden - jüngst rechnete der Chef der SG Flensburg-Handewitt, Boy Meesenburg, damit, dass 1/3 der Handball-Profivereine insolvent gehen würden. Ich halte diese Zahl auch in der zweiten Liga für realistisch und in Anbetracht der größeren Zahl an Dorfklubs dort vielleicht sogar noch für zu gering. Der TuS hat also harte Zeiten vor sich, kann sich allerdings auf die Unterstützung seiner Fans verlassen, die Brigade C verkauft Solitickets mit inbegriffenem Solishirt. Ein gutes hat die Krise für den TuS im übrigen auch: Eventuell ist die "neue" Halle durch den frühen Baubeginn bereits zum Saisonstart der kommenden Spielzeit fertig. Im worst case hat Micha Lerscht sein letztes Heimspiel in der Stählerwiese bereits hinter sich gebracht, im worst case sieht das Ferndorfer Publikum auch den überragend aufspielenden Julius Andersson nicht mehr (nie wieder?) im roten Trikot. Was natürlich halb so schlimm wäre, wäre sicher, dass es den TuS Ferndorf in seiner jetzigen Form auch in den nächsten Jahren noch gibt. So sind es aber zahlreiche Fragezeichen, die um den Kindelsberg herumwabern und trotz positiver Signale dürfte der Blick aller, die es mit rot-weiß halten, von Sorgenfalten gezeichnet sein.

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Yesterday, 8:29pm

Die Sportwelt und auch dieses Forum ruht in großen Teilen, hinter den Kulissen gehen derzeit aber überall in den relevanten Handballigen Deutschlands bange Tage über die Bühne. Über die Geschehnisse beim TuS wird der geneigte Siegerländer (noch etwas retro) ausschließlich über die Printmedien informiert. Dabei waren besonders zwei Artikel der letzten Tage von Relevanz und einer sogar kommentierenswert.

Den Anfang macht die Siegener mit ein paar Bildern vom Hallenumbau und einem Bericht, in dem steht, dass vor Dezember keine Zuschauer auf der neuen Tribüne stehen und sitzen werden. Sofern Corona sich benimmt. Ansonsten erst nächstes Jahr. Das ist trotzdem aber eine sehr erfreuliche (und historische) Nachricht, denn im April 2020 wurde tatsächlich mit dem Umbau der altehrwürdigen, seit Jahrzehnten an ihrer Bausubstanz kaum veränderten Stählerwiese begonnen. Jeder Mensch, der wie ich schon seit langen langen Jahren dorthin pilgert, wird unheimlich gespannt sein auf das Endresultat. Ich freue mich riesig und glaube, viele haben noch vor ein paar Jahren nie für möglich gehalten, dass es am Ende dann doch passiert. Weiterhin haben viele Menschen den TuS und die Stählerwiese nur so kennen gelernt, wie sie beim letzten Heimspiel noch aussah. Und bald wird es Menschen geben, die sie nur so kennen, wie sie nach dem Umbau aussieht. Jedenfalls möge sich der gemeine TuS-Fan das Bild vom Inneren des 70er-Stahlklotzes gut einprägen, man gewöhnt sich sehr schnell sehr stark an Veränderungen (Könnt ihr euch noch dran erinnern wie die "Gegengerade" vor der Otto-Quast-Tribüne aussah, als alle noch auf den Sportunterrichts-Kästen etc. saßen? :-)).
Der zweite Artikel stammt aus der Westfalenpost und er stimmt mich ein bisschen weniger euphorisch als das Hallen-Thema. Geschäftsführer Mirza Sijaric sagt darin zunächst, dass dem TuS ein hoher fünfstelliger Betrag durch das ausgefallene GM-Spiel flöten geht, was nicht ganz einem Zehntel des Saisonetats entsprechen dürfte. Dabei handelt es sich offenbar um eine Summe, die in Spielergehälter gesteckt werden sollte. Die Corona-Krise hat den gegenwärtigen Transfermarkt seiner Bedeutung beraubt, weil noch nicht abzusehen ist, wie die ökonomische Situation der Vereine am formalen Saisonende aussehen wird. Das trifft natürlich auch den TuS, bei dem laut WP nächste Saison auch Wicklein und Neitsch nicht mehr auf der Gehaltsliste stehen werden. Das macht summa summarum 1 von 4 Außenspielern im Kader der nächsten Saison (Man wird hoffentlich nicht mit nur Dreien starten) und nur Julian Schneider ist aktuell etatmäßiger Spielmacher. Die WP kommt auf die grandiose Idee, Schneider als Kandidaten für die etatmäßige Linksaußenposition ins Spiel zu bringen, aber ich gehe davon aus, das dieser Vorschlag nicht weiter ernstgenommen wird. Schneider (J. natürlich) hat offiziell noch nicht verlängert und wenn er geht oder auf Etat-LA wechselt, verliert der TuS ALLE. DREI. MITTELSPIELER. der aktuellen Saison und das wäre in meinen Augen eine Katastrophe. Andersson (Coach) würde beim 100-Meter-Schwimmen anstatt auf dem Startblock quasi auf dem Boden des Beckens mit einem 100kg-Gurt um die Füs starten, aber wahrscheinlich tut er das so oder so schon, Corona sei Dank. Mit den fehlenden finanziellen Kader-Mitteln dürfte die Suche nach insgesamt 5 neuen Spielern jedenfalls doppelt schwierig sein. Weiterhin wird die Vertragsverlängerung mit Jonas Müller und Toni Sario in einer Aufzählung am Ende des Artikels bekanntgegeben, beide hatten laut der offiziellen LIQUIMOLY-HBL-Teamseite sowie Pressemeldungen nur bis 2020 Vertrag. Warum man diese Neuigkeiten nicht über Homepage, Social Media und sonstiges verkündet und vermarktet erschließt sich mir ob der Steilvorlage für Content in der (beim TuS überaus) tristen Corona-Social-Media-Zeit nicht wirklich. Das Kaderthema dürfte aber insgesamt das mit der größten Kurzlebigkeit für gültige Nachrichten sein, ob des gigantischen Problems, vor dem nicht nur der TuS sondern wie gesagt alle Vereine stehen: Das Wirtschaftliche. Diese Krise wird ziemlich wahrscheinlich Vereinsexistenzen kosten. Sijaric kommentiert, dass bisher noch keine Sponsoren abgesprungen sind oder ihre Beträge verringert haben und führt als Vorteil für den TuS an, dass man sponsorentechnisch auf breit gebautem Fundament stehe und nicht von einzelnen Unternehmen abhängig sei. Da widerspreche ich ihm allerdings. Denn die vielen unterschiedlichen Betriebe (Sijaric nennt rund 100 (also nicht beim Namen..)) entstammen zu maßgeblichen Anteilen dem Mittelstand. Und der wird es sein (und ist es teilweise auch schon) der von der Corona-Krise ökonomisch wohl mit am härtesten getroffen wird. Das Eintreffen der Sorge Sijarics, dass der Etat der kommenden Saison nach unten korrigiert werden muss, halte ich für unausweichlich und ich glaube, es kann da wirklich hart kommen. Aber das kann (und wird) es dann bei allen anderen genauso, die 2. Handball-Bundesliga und die Erste in Teilen auch noch, ist in der Breite nunmal eine Mittelstandsliga. Ich hoffe, auch vom TuS selbst geht noch irgendeine Finanzierungs-Aktion aus, das Publikum dürfte da sicherlich zahlungswillig sein. Der TuS ist mittlerweile ein gewichtiges Stück Kreuztaler und Siegerländer Identität und diese Identität halte ich umgekehrt für überaus vermarktungsfähig, wenn es um Unterstützungsaktionen geht. Alles weitere wird man sehen. Es sind enorm schwierige Zeiten und man kann den handelnden Personen nur alles Gute und viel Geschick dabei wünschen, den TuS durch sie hindurch zu lenken.

achja: für den fall, dass irgendwelche leute meinen, meine posts einfach wieder auf irgendwelchen mäßig aussehenden facebookseiten veröffentlichen zu müssen, bitte ich hiermit darum das zu unterlassen. urheberrecht dies das

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