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Monday, December 17th 2012, 6:58pm

Freche/n Kraniche versenken angeschlagenes Boot von Leichlingen-2.

Leider. Leider.Leider. Das Lieblingswort der Piraten-Webseite kommt immer dann zum Einsatz, wenn NIederlagen der "Zweiten" schön zu reden sind. Am Samstagabend wars mal wieder soweit. Geschlagen mußten die Pohligs, Riecks und Rechlins die Heimreise nach Leichlingen antreten. 26 Eier hatten die !Frechen Kraniche den Piraten zuvor ins weitmaschige Nest gelegt.

Vom erwarteten Spiel auf Augenhöhe, das man nur drei Tage zuvor im Vorbericht zum Spiel prophezeit hatte, ist nun keine Rede mehr. Fehlersuche findet stattdessen an der Oberfläche statt: ersatzgeschwächt sei man gewesen; vom Verletzungspech verfolgt; nachlassende Kraft und das niveauarme Spiel beider Teams seien die Schuldigen; Torchancen habe man ausgelassen und technische Fehler begangen, eine rote Karte wurde so sehr bemüht wie fehlende Durchschlagskraft. Erst ein Knick, dann ein zweiter, gefolgt von einem Schock - schon hatten flügellahme Kraniche die Piraten in der Flucht geschlagen. So ist das im (Handball-)Sport - wer weniger Fehler macht, gewinnt!

Guter (Pi-)Rat ist für die Rückrunde teuer. 12 Gefechte hat die Mannschaft ab Januar zu schlagen. Oberwiehl und Ollheim-Straßfeld heißen die Gegner in Reichweite der Klassensicherung. Es sollte..., nein, es MUSS machbar sein, diese Teams am Saisonende hinter sich gelassen zu haben. Oder hat sich der Klub bereits entschlossen sein zweites Team zu opfern und absteigen zu lassen? Abstellungen gewisser Halbprofis aus dem Drittligateam könnten den wichtigen (!) Verbleib in Liga-5 sichern helfen. Gäbe der Verein diese Option freiwillig (und unnötig) aus der Hand, ließe sich auch für den Letzten erkennen, in welche Richtung die Piraten-Kogge auch in Zukunft weiter driften wird. Teuer eingekaufte "Nomaden" blieben in diesem Fall auch zukünftig das erste Mittel der Wahl der Verantwortlichen. Keine Besinnung auf einen Trend, der sich nach vielen Jahren eigentlich auch bis auf die Wupperwiesen herum geprochen haben könnte: die Förderung, das Heranführen und der Einbau regionaler Talente in die "Erste". Verpflichtungen teurer Handballnomaden, jene "Pistoleries", die im Spätherbst der Karriere noch einmal sichere Kasse machen wollen sind ein Anachronismus, den sich kein Verein mit (Zukunfts-)Ambitionen leisten sollte.

Ein solcher Zug führt nicht einmal ins "Nirgendwo", sondern kurz-, bis mittelfristig vor die Wand der finanziellen Möglichkeiten! Finanzmittel sind weise investiert in starke Jugendteams und eine zweite Mannschaft, die besser U-23 hieße und Verbansliga, statt Landesliga spielen könnte. Teure "Stars" (und "Sternchen") kann jeder verpflichten, der ein Portemonnaie hat, das sich weit genug öffnen läßt. Langfristige und zukunfsträchtige Planung mit jungen und (bestenfalls) eigenen Leuten sind ein anderes Kaliber. Auch solche "Jungs" sind nicht für ein "Appel und ein Ei" zu haben, dennoch aber eine Lösung auf die all jene drängen sollten, denen der Verein langfristig am Herzen liegt. Die derzeitige, in Leichlingen seit Jahren stagnierende Zuschauerzahl (300-350) ist nicht nur ungesund (speziell für Liga-2), sie liesse sich mit hoher Wahrscheinlichkeit steigern, wenn es gelänge eine "IDENTIFIKATION" (zwischen Mannschaft und den Zahlenden, aber auch anderen Wohlgesonnenen - Sponsoren z.B.) herzustellen. Dafür jedoch ist eine junge, eine lern-, und zukunftsträchtige Mannschaft mit Spielern aus Leichlingen und Umgebung - verstärkt mit wenigen "alten Hasen" - unabdingbare Voraussetzung.

Das würde sogar in der Verbandsliga (als dann vorerst höchster Liga des Vereins) funktionieren. Die so eingesparten Finanzmittel (geschätzte 50-60% des derzeitigen Budgets) würden den Jugendteams und sehr guten Jugendtrainern zur Verfügung stehen.

Für einen solchen Paradigmenwechsel - hypothetische Frage - sollten sich die derzeitigen Hauptsponsoren nicht begeistern lassen? Glaube ich nicht! Man muß es ihnen jedoch, ihnen vorrechnen und mit einem schlüssigen Konzept überzeugen!

Der Erfolg der letzten Jahre ist unbestritten und darf nicht geschmälert werden. Des Team ist seit einigen Jahren in der dritten Liga "oben dabei", war niemals in Gefahr in Mittelmäßigkeit zu versinken oder die Klasse verlassen zu müssen. Im Gegenteil: die derzeit Handelnden haben das Team in Liga-2 und damit unter die besten 50 Teams der Republik geführt. Eine Leistung die gewürdigt werden muß!
Hätte der Klub zweimal im Monat 800 Zuschauer - jedoch nicht weniger als die möglichen 700, und diese bei optimaler Stimmung - würde es mir leichter fallen meine Anregungen zu unterdrücken. Es ist jedoch nur schwer einsehbar, dass jedes Jahr mehr als eine Viertelmillion Euro für 350 Zuschauer investiert werden. Kein auf Erfolg ausgerichtetes Unternehmen würde eine solche Geldverbrennung akzeptieren!
Unter diesen Bedingungen sogar an Liga-2 zu denken ist ein Paradox, das es in Handballdeutschland wohl kaum ein zweites mal gibt!

Mit 350 Zuschauern in die "zweite Handball-Bundesliga" ist ein "No-Go"!

behauptet,
Ekkehard deBuhr

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Ralfipalfi

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2

Monday, December 17th 2012, 8:05pm

Kleine Anmerkung von mir es sind noch 12 Gefechte

und wenn die Mannschaft in der Besetzung spielt wie gegen uns (SG MTVD Köln) also mit Munkel und ich glaub Lajnef dann dürften die Punkte zu holen sein ....

3

Monday, December 17th 2012, 8:42pm

12? Echt...? War das schon der Beginn der Rückrunde?

Danke für den Hinweis!

dB

PS
Hab's verbessert! Danke Ralfi!

This post has been edited 1 times, last edit by "deBuur" (Dec 17th 2012, 8:57pm)


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