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Ballerina

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1

Tuesday, March 18th 2014, 3:59pm

Neue Deckungsvorgaben

Hat sich jemand schon mit den neuen Deckungsvorgaben des DHB beschäftigt? Vielleicht kann mir ja jemand von euch erklären, warum wir in der C Jugend keine 3-2-1 mehr decken dürfen.

Quelle:
Deckungsheft_Stand-2014-03-15.pdf
Defence makes the Difference

2

Wednesday, March 19th 2014, 8:38am

Frag doch mal den Balljaeger - der ist doch euer Landestrainer und auch sonst im DHB gut vernetzt.

Erst nennen sie es "Konzept" und dann verbieten sie es :(

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3

Wednesday, March 19th 2014, 9:39am

könnte mit den letzten erkenntnissen von heuberger zusammenhängen s. handballtraining 3/14 ...

aber im endeffekt ist eine 3:2:1 ja auch nicht verboten. die beiden halben und der vm müssen halt immer vor 9 m bleiben ... da sind die übergänge zwischen 3:2:1 und 3:3 eh fließend ...

4

Wednesday, March 19th 2014, 10:06am

Frag doch mal den Balljaeger - der ist doch euer Landestrainer und auch sonst im DHB gut vernetzt.



Sportfreund, mach´ Dich locker!

Der Landestrainer RLP hat auf das Lehrwesen in den drei Verbänden (PfHV, HVRh und HVRl) und hatte auf die neuen Vorgaben vom DHB für die Wettspielstruktur im Kinder- und Jugendhandball keinen Einfluß.

Die DHB-Anweisungen sagen aber, daß die 3:2:1-Abwehr in der C-Jugend in der höchsten Spielklasse erlaubt ist. Da in der kommenden Saison die RPS-C-Jugend-OL (RLP und Saar) eingeführt wird, ist die PfHV-OL nicht mehr die höchste Spielklasse.

@ Ballerina: Melden und qualifizieren - dann darfst Du.

Ebi

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5

Wednesday, March 19th 2014, 10:22am

Vielleicht kann mir ja jemand von euch erklären, warum wir in der C Jugend keine 3-2-1 mehr decken dürfen.
Vielleicht, weil sich die Meinung durchgesetzt hat, dass die 3:2:1 nicht der heilige Gral aller Deckungen im Jugendhandball ist, weil dort eher Regelbewegungen und Überzahlverhältnisse geschult werden, als individuelles Abwehr- und Angriffsverhalten und 2:2 Situationen.
Ist aber nur eine Vermutung...

6

Wednesday, March 19th 2014, 11:24am

Sportfreund, mach´ Dich locker!

Der Landestrainer RLP hat auf das Lehrwesen in den drei Verbänden (PfHV, HVRh und HVRl) und hatte auf die neuen Vorgaben vom DHB für die Wettspielstruktur im Kinder- und Jugendhandball keinen Einfluß.

Bin locker, du offenbar aber nicht!
Ich hab doch gar nix anderes behauptet, dachte nur, dass du die Gründe dafür weißt, weil du im DHB gut vernetzt bist.
Denn nach den Gründen hat Ballerina ja gefragt.

Ballerina

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7

Friday, March 21st 2014, 9:41am

Ich sehe große Unterschiede zwischen 3:3 und 3:2:1, so stehe ich permanent in der 3:3 Mann gegen Mann. Ich dachte das man den Schwerpunkt in der MC mehr auf das SInken und Helfen legen sollte. Die Liberofunktion des HM gibt es gar nicht mehr. Ein verkleinern der Räume durch Ballfernes einschieben darf auch nicht mehr statt finden. Einläufer werden begleitet in der 5:1 und in der 3:3 Abwehr, wobei in der 3:2:1 hier schon übergeben werden kann.
Die Situation einen Linksaussen einlaufen zu lassen und somit einen großen Raum für den HL zu machen wird wohl der Alltag ab jetzt in der C Jugend sein. Nun bleibt positiv zu bewerten wir Schulen den Angreifer in dem wir ihm einen großen Raum geben, negativ jedoch das wir den Abwehrspieler dazu zwingen, enen für in zu großen Raum zu verteidigen.

Außerdem ist die 4:2 Deckung wie auch 5:1 und 6:0 verboten, bei Auflösen der Spieler wird dieses Verbot wieder aufgehoben!

Für mich stellen sich weitere Fragen, warum darf den die Höchste Klasse (Oberliga RPS) die 3-2-1 Abwehr weiter spielen und die niedrigeren Klassen (Pfalzliga,Verbandsliga, Bezirksliga eventuell noch Kreisliga) diese Abwehr nicht mehr spielen?!

Entsteht somit nicht der Druck auch für talentierte Spieler, den Verein zu wechseln?! Da sie ansonsten einen Erfahrungsnachteil haben? Da die Auswahltrainer ja den Wunsch wahrscheinlich haben, weiter 3-2-1 zu spielen. Die kleinen Verein aber eigentlich die Möglichkeit der Schulung und Umsetztung nur teilweise haben.

@Baden68: Keine Angst ich werde mich bei ihm schon noch melden :-) da mir aber bewusst ist, das er immer am arbeiten ist, versuche ich ihn als letzte Instanz in Anspruch zu nehmen.

@Balljäger: Wollte eigentlich erst nächste Runde Oberliga melden, da ich viele 2001 in der Mannschaft habe, aber vielleicht versuche ich jetzt doch.

Umso mehr ich mich damit beschäftige, umso mehr Fragen stellen sich mir!!
Defence makes the Difference

8

Friday, March 21st 2014, 10:28am


1) Entsteht somit nicht der Druck auch für talentierte Spieler, den Verein zu wechseln?! Da sie ansonsten einen Erfahrungsnachteil haben? Da die Auswahltrainer ja den Wunsch wahrscheinlich haben, weiter 3-2-1 zu spielen. Die kleinen Verein aber eigentlich die Möglichkeit der Schulung und Umsetzung nur teilweise haben.


2) Umso mehr ich mich damit beschäftige, umso mehr Fragen stellen sich mir!!


ad 1: Lass das mal meine Sorge sein.

ad 2: Dann bist Du ja auf dem richtigen Weg ;-)

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9

Friday, March 21st 2014, 11:44am

@ballerina: das permanente stehen mann gegen mann ist ja der zielgedanke der abwehrvorgabe um das individuelle abwehrverhalten zu verbessern ... was klebst du so an deiner 3:2:1? ob die den vorgaben widerspricht hängt doch eh davon ab, wie du sie spielst ... ob mann- oder ballbezogen ... evtl. ist das auch der grund, warum sie in eurem deckungsheft überhaupt nicht vorkommt ... weder bei den positiven beispielen noch bei den verboten ...

@balljäger: ich kann durchaus verstehen, wenn sich die sog. kleinen vereine sorgen machen, dass ihre auswahlspieler den verein wechseln, weil eine grundsätzliche zwei-klassen-gesellschaft geschaffen wird. hier sollte ein landestrainer evtl. eher de-eskalierend wirken, statt solche sorgen zu bagatellisieren ...

und noch mal @ballerina: eine landestrainer wird aber so oder so immer - zurecht - fordern, dass seine auswahlspieler in der höchstmöglichen klasse spielen. unabhängig davon, ob die jetzt ein abwehrsystem spielen dürfen oder nicht. der bundestrainer erwartet von seinen nationalspielern ja auch, dass die in der 1. liga unterwegs sind...

10

Friday, March 21st 2014, 12:06pm

@balljäger: ich kann durchaus verstehen, wenn sich die sog. kleinen vereine sorgen machen, dass ihre auswahlspieler den verein wechseln, weil eine grundsätzliche zwei-klassen-gesellschaft geschaffen wird. hier sollte ein landestrainer evtl. eher de-eskalierend wirken, statt solche sorgen zu bagatellisieren

Der Badische HV bestreitet seit Jahrzehnten, dass er die Spieler zum Wechsel zu einem der "Top"-Vereine motiviert. Hinter den Kulissen geschah aber genau das nicht selten. Ob das in Bayern oder im Bereich RPS auch geschieht, weiß ich nicht.
Allerdings können solche Vorgänge, wie hier geschehen, natürlich von den kleineren Vereinen als einen "von oben gesteuerten" Verlust von Spielern zugunsten der Großen aufgefasst werden.

Quoted

eine landestrainer wird aber so oder so immer - zurecht - fordern, dass seine auswahlspieler in der höchstmöglichen klasse spielen. unabhängig davon, ob die jetzt ein abwehrsystem spielen dürfen oder nicht. der bundestrainer erwartet von seinen nationalspielern ja auch, dass die in der 1. liga unterwegs sind...

Sagen Landestrainer das wirklich ganz offen? Ich hab es bisher nur hinter vorgehaltener Hand gehört

11

Friday, March 21st 2014, 12:36pm


@balljäger: ich kann durchaus verstehen, wenn sich die sog. kleinen vereine sorgen machen, dass ihre auswahlspieler den verein wechseln, weil eine grundsätzliche zwei-klassen-gesellschaft geschaffen wird. hier sollte ein landestrainer evtl. eher de-eskalierend wirken, statt solche sorgen zu bagatellisieren ....


Genau das Gegenteil ist der Fall: Die RLP-Auswahlen (männlich & weiblich) setzen sich zum größten Teil aus Spieler/innen von vielen, sog. "kleinen" Vereinen zusammen. Mit Ausnahme von Friesenheim (männlich) gibt es auch keine sog. "großen" Vereine in RLP. Ergo kommt der Landestrainer nicht umhin, auch Spieler/innen von Vereinen zu nominieren, die nicht in der höchsten Spielklasse spielen. Diese Spieler/innen dann in der zur Verfügung stehenden Zeit in einen adäquaten Rahmen einzubinden (3:2:1-Abwehr und alle anderen Vorgaben, die bei den Sichtungen gefordert sind) ist meine Aufgabe.

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12

Friday, March 21st 2014, 1:26pm

das muss ein landestrainer nicht offen sagen. das ist völlig logisch und letztlich für die leistungsentwicklung auch sinnvoll. auf dhb-niveau wird es ganz offenbar eingefordert. auch wenn die landestrainer teilweise hier noch - zumindest bis zum länderpokal - gegensteuern. denn speziell im weiblichen bereich ist der landestrainer dann nämlich plötzlich selbst in der rolle des "kleinen vereins". wenn z. b. ein bayerisches talent an eines der internate nach sachsen, westfalen o. ä. wechselt ... oder um im thema zu bleiben: aus der pfalz nach baden ...

Ballerina

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13

Friday, March 21st 2014, 3:05pm

Ich wollte den Fokus jetzt nicht auf mich, meine Bedenken oder unseren Landesverband richten, sondern wollte eine Stimmung außerhalb meines Dunstkreises erfragen.

Da ich Balljägers Philosophie kenne und auch mir bewusst ist, das er ein sehr guter Coach ist, mache ich mir keine Sorgen um das umsetzten der Abwehr im Landesverband.

@Talentschmiede: Ich hänge so an der 3-2-1 Abwehr aus verschiedenen Gründen, wir haben sie bei uns im Verein als Hauptabwehr, wir spielen von der C- Jugend bis Männer. Ich als Betroffener C Jugendtrainer habe regelmäßig die D Jugendspieler bei mir im Training um ihnen die Abwehrphilosophie zu vermitteln. Klar habe ich hier mit Sektorenspiele angefangen und bringe dort die Regelbewgungen erst später bei. Jedoch haben wir in die Abwehr auch arbeit investiert. Vielleicht hänge ich deswegen ein bisschen an der Abwehr.

Ich konzentriere mich nun auf das Umsetzten der neuen Regeln, vielleicht kann ja jemand seine Erlebnisse aus den anderen Verbänden mitteilen. Von meiner Seite aus, werde ich hier nochmals nach den Qualifikationsspielen melden und euch berichten wie die Regeln umgesetzt worden.
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14

Friday, March 21st 2014, 3:33pm

Kein Personenkult! :verbot:

Da die DHB-Vorgaben erst ab der neuen Saison umgesetzt werden sollen, wird es mit Erfahrungen noch ein bißchen dauern. Hinzu kommt, daß den LVs eine Übergangsfrist zugestanden wird - d.h. nicht alle LVs werden so schnell reagieren wir der PfHV.

Die Grundproblematik ist - und wird bleiben -, daß zu viele Jugendtrainer sich an der Spielerei anlässlich der Gladiatoren-Kämpfe in den HBL-Arenen orientieren und daß zu viele Jugendliche in einem HBL-Leistungszentrum nach genau diesen Elementen ("Wir spielen die selben Konzeptionen wie die Profis und die heißen bei uns auch genau so!") in Abwehr und Angriff ausgebildet werden.

Als Kiel und Magdeburg sich letzte Woche auseinandergesetzt haben (ich vermeide bewußt den Begriff "spielen") war von modernem, aktivem, antizipativem, ballgewinnorientiertem Abwehrspiel (jetzt verwende ich bewußt den Begriff "spielen") nichts zu sehen. Es wäre interessant zu wissen, wieviele Jugendtrainer am nächsten Tag vor ihren Teams standen mit den Worten: "Seht Ihr - so wie Magdeburg müssen wir auch rangehen!".

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15

Monday, March 24th 2014, 9:07am

das kann ich so auf jeden fall schon mal bestätigen ... bis der bayerische hv mal so weit ist wie der pfälzer wird wohl noch einiges an wasser die isar runterfließen ...

die grundproblematik sehe ich ebenfalls in den köpfen der trainer. leistungszentren sind gut und wichtig, eine mannschaftsübergreifende vereinsphilosophie auch ... aber das reicht in der b-jugend immer noch ...

raubkatze

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16

Monday, March 24th 2014, 8:25pm

Auch im HVW wird es noch bis mindestens 2015 dauern, bis dieses im Spielbetrieb umgesetzt wird.

Zickenbändiger

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17

Tuesday, February 17th 2015, 3:29pm

Und hochgeholt.

Jetzt ist es soweit, kommende Saison darf ich in Niedersachsen in der weiblichen C-Jugend keine 3:2:1 mehr spielen. Dazu fällt mir nur die öffentliche Kampfhundediskussion vor rund 15 Jahren ein. Die Bild Zeitung hatte das Thema hochgekocht und alle Bundesländer mussten mit heißer Nadel Kampfhundeverordnungen stricken. Die Ergebnisse waren jurisitisch gesehen abenteuerlich. Der Polizeichef von München rühmte damals die bayerische Effizienz. Mit einer örtlichen Kampfhundeverordnung sei das Problem in kürzester Zeit in den Griff bekommen worden, München sei "kampfhundfrei". Was er verschwieg, war der gewaltige Anstieg von Boxermischlingen quasi über Nacht. :D Was hat das doch gleich mit der Deckung zu tun, die ich nächste Saison nicht mehr spielen darf? Hab ich vergessen... :smokin:

(Der Gedanke hinter dem Gebot, nur noch Manndeckungsvarianten, 1:5 oder 3:3 zu erlauben ist die Vielzahl von defensiv gespielten 3:2:1 Deckungen, die eher einer 5:1 gleichen und die Halbverteidiger kaum den Neuner verlassen. Mein süßer, kleiner, bissiger Boxermischling wird aber auch außerhalb des Neuners zubeißen.)

Um die ernste Lage der taktischen Vorschriften im Kinderhandball mal offensiv anzugehen, habe ich diesen Text auf der Facebook Seite meines Landesverbands verfasst:

Quoted

Vorschlag für die Durchführungsbestimmungen im Kinderhandball 2015/16

Liebe Handballfreunde!

Ich erlebe derzeit vor allem in der D-Jugend in den Hallen eine Tendenz zum 0:6 oder 1:5 Angriff. Fünf oder sechs Angreifer rennen in die Nahwurfzone (manchmal auch erst nach ein bis drei Pässen), igeln sich dort ein und Passspiel wird zur Glückssache. Wunderbar noch, wenn der Übungsleiter sich dann noch über die unerlaubte defensive Deckung innerhalb des Neuners beschwert. Meine erlebten Beispiele reichen von oberster Klasse weibliche D bis unterste Klasse männliche D in der Region Hannover.

Gestern erst wieder in der männlichen D-Jugend erlebt: Die Deckungsformation will den Gegner vorschriftsmäßig bei 15 m in Empfang nehmen, wenige Sekunden später befinden sich alle zwölf Feldspieler innerhalb des 9m Kreises. Es wird wohl eine vorschriftsmäßige sinkende Manndeckung gespielt, die Grenzen zur 6:0 oder 1:5 sind aber fließend und kaum noch auszumachen. Der Abwehr kann man kaum einen Vorwurf machen, steht sie doch taktisch richtig zwischen Gegenspieler und Tor. Das Interessante war: Tabellenführer und Tabellenletzter spielten gegeneinander und beide Teams spielten im Angriff dasselbe "Konzept".

Diese Tendenz führt allerdings die bestehenden Durchführungsbestimmungen im Bereich E und D-Jugend ad absurdum! Die Deckung kann nicht mehr vorschriftsmäßig außerhalb des Neuners agieren und dort die Zweikämpfe ausführen, weil der Angriff die Abwehr in den 9m Kreis zwingt. Soll der Geist der Durchführungsbestimmungen gewahrt werden, muss etwas passieren. Ich dachte da an ein Verbot von 0:6 oder 1:5 Angriffsformationen, ein 2:4 Angriff in E und D-Jugend sollte ebenfalls auf die Rote Liste gesetzt werden.


Folgende Situation. Der schlecht ausgebildete Trainer A will sich an die Durchführungsbestimmungen in der D-Jugend halten und offensiv decken. Ihm ist eine offene Manndeckung bzw. als defensivste Variante eine sinkende Manndeckung vorgeschrieben. Idee der Vorschrift ist das Ermöglichen von möglichst vielen 1:1 Situationen, natürlich am liebsten außerhalb des Neuners.

Der schlecht ausgebildete Trainer B macht ihm - unbeabsichtigt - einen Strich durch die Rechnung. Dessen Bengels rennen jeden Angriff alle in den Neuner rein und "drücken" so die Deckung in die Nahwurfzone. Spiegelverkehrt passiert dasselbe auf der anderen Seite (leider wirklich so erlebt). Die taktische Ungeschicktheit beider Mannschaften und die fehlende Übersicht der Trainer verhindern ein "ordentliches" Handballspiel. Alle Vorgaben des Landesverbands zur Förderung der offensiven Deckung gehen ins Leere.

Beide Trainer wollen sich an die Vorschriften halten, können aber aufgrund der Angriffsweise die vorgeschriebene Deckung nicht umsetzen. Die einzige Lösung kann doch nun nur sein, auch den Angriff zu regulieren und 0:6, 1:5 oder 2:4 Angriffssysteme zu verbieten!

:irony:

Edith: Uiiihh... jetzt bekomme ich sogar schon Telefonanrufe nach Beiträgen. Viele Grüße nach Hessen! :hi: Das mit fünf oder sechs Angreifern in der Nahwurfzone ist weder Scherz noch Satire. Ich habe nie behauptet, das sei schön anzusehen oder effektiv oder ergebe irgendeinen taktischen Sinn. :nein: Ich beschreibe nur, was ich in der Halle erlebe / erleben muss.
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18

Tuesday, February 17th 2015, 3:38pm


. Die einzige Lösung kann doch nun nur sein, auch den Angriff zu regulieren und 0:6, 1:5 oder 2:4 Angriffssysteme zu verbieten!
die beste lösung wäre vermutlich, die trainer besser auszubilden ... ich weiß. geht nicht. die meisten vereine sind froh, wenn sie überhaupt jemanden haben, der es macht. kritisch finde ich es nur, wenn die dann auf ihren talenten sitzen und ihnen den weg zu vereinen ausreden, wo die ausbildung besser wäre ...

Zickenbändiger

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19

Tuesday, February 17th 2015, 4:16pm

Ich finde, wir sollten Abwehr und Angriff bis zu den Minis runter minutiös durchregulieren...

Ausbilden geht schon. Die Landesverbände müssten hier nur mehr attraktive Angebote schaffen. Wenn der Kinderhandballgrundkurs (zweitägiges niedersächsisches Modell) zu lang oder zu teuer ist, muss dann was Kürzeres oder Günstigeres her. Wir haben seitens des Vereins Mädchentrainerkurse angeboten (siehe aktuelle handballtraining junior ;) ), die dauerten nur einen Vormittag, boten drei Demo-Einheiten und kosteten kleines Geld. Aber dieses ewige Regulieren...
Z. Bee
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20

Tuesday, February 17th 2015, 4:50pm

Naja, wenn dann mal auf Verbandsebene richtig gearbeitet wird.
Chris Armbruster hat z.B. Ende der 1990er bei einem Turnier als Landestrainer Südbaden, weil er mit der offensiven 3-3 Deckung seines Gegners nicht zurecht kam, permanent seine eigentlichen Rückraumspieler einlaufen lassen. Als sich dann die Abwehr hat tiefer sinken lassen (5-1), weil er nur noch 3 ungefährliche Spieler (RM, LA, RA), im Rückraum stehen hatte, hat er angefangen rumzuheulen, dass "der DHB offene Deckung vorgeschrieben hätte".
Der Fehler lag natürlich beim DHB: er hätte Herrn Armbruster auch noch mitteilen müssen, dass idiotische Angriffsformationen verboten sind.

Zum Thema 3-2-1 Verbot: gutes Beispiel für Überregulierung. Was kommt als nächste Schritte?
1. "zu defensive" 3-3 Deckung wird verboten
2. "zu defensive" 1-5 Deckung wird verboten
Bleibt dann also nur noch die offene Manndeckung, die natürlich - wenn sie zu weit weg vom Mann und deswegen zu defensiv ist - auch verboten werden muss.

Mal ne Frage: ich habe immer so das Gefühl, als ob es kleine wendige Angreifer gegenüber großen "Shootern" bei offensiven Deckungsformationen einfacher haben.
Und weil man ja erfolgreich gegen offensive Deckungen spielen muss (die Fördermittel sind doch immer noch von den Ergebnissen des Länderpokals abhängig, oder?), fördert man die Spieler, die in den 4 Jahren Landesförderung (C- und B-Jugend) die größten "Erfolgschancen" haben, oder?
Bin ich der einzige der darin die Hauptursache dafür sieht, dass Deutschland in den letzten 20 Jahren häufig einen Mangel an guten Rückraumspielern in der Nationalmannschaft hat?

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