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1

Friday, June 26th 2020, 2:51pm

HVW = Handball(-vereine) Versus (Funktionärs-)Wahn ?

Nachdem der HVW bereits in der JBLH mJA anscheinend den Qualiplatz für die kommende Saison vergeben hat, dies aber wenigstens mit sportlichen Quotienten unterlegen kann, wurden nunmehr die Plätze in der BWOL wJB anscheinend willkürlich zugeteilt.

Der souveräne Meister Saison 18/19 wJC-Oberliga mit 28:0 Punkten und in der Saison 19/20 mit derselben Mannschaft 5. in der BWOL wJB, wird für die kommende Saison nicht für die BWOL zugelassen, obwohl die Mannschaft weiterhin so zusammenbleibt.

Stattdessen werden werden zwei Vereine eingeteilt, die in der Saison 18/19 in der wJC-OL 3. und 6. waren, sich in der vergangenen Saison nur für die Württembergliga qualifizieren konnten und in ihrer jeweiligen Staffel 2. und 4. wurden. Der zugrundegelegte sportliche Gesichtspunkt resultiert wohl aus der Tatsache, dass diese Vereine in der 1.Frauenbundesliga vertreten sind. Ob hierbei wohl auch noch die Ablehnung der kruden Abwerbungsversuche eines anderen Bundesligisten in die Waagschale geworfen wurden ?


Nachdem auch ein Einspruch bereits abgelehnt wurde, ist es spannend zu sehen, wie dies ein Zivilgericht bewertet.

Beuger

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2

Friday, June 26th 2020, 3:35pm

Sicherlich kein Einzelfall in diesen Tagen. Wie gerne die Verbände ihre Macht raushängen lassen, sieht man momentan vielerorts. Und das alles zulasten der Vereine. Dabei gäbe es als Alternative zu einer klassischen Ligeneinteilung zahlreiche Varianten. Ein Lob an die wenigen Ausnahmen, die diesen Funktionärswahn nicht teilen. Die Jugend muss es ausbaden, schade für die Mädels und Jungs.

TVM

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3

Monday, June 29th 2020, 7:35pm

betrifft das die HBI Weilimdorf Feuerbach?

4

Tuesday, June 30th 2020, 12:56am

so isses

5

Tuesday, June 30th 2020, 7:10am

Ganz klar Hbi, wenn man die Tabellen betrachtet. Der HVW verfolgt offensichtlich seit Jahren, auch durch automatiche Startrechte der Erst- und Zweitligisten in der BWOL-Qualifikation, möglichst wenigen Vereinen eine Chance zu geben, sich für die BWOL zu qualifizieren. Die Nummer schießt den Vogel natürlich ab. Während man sich bei anderen Verbänden über die Punkterankings aufregt, spart sich der HVW sogar diese.

TVM

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6

Tuesday, June 30th 2020, 8:39am

Ich zitiere die HVW Seite, das sagt schon alles und lässt Tür und Tor offen für Mauscheleien.
"weibliche B-Jugend. Es findet im Sommer keine Qualifikation statt. Die Teams für die BWOL und die Württemberliga werden wohl unter Berücksichtigung div. Kriterien und dem Punkteranking gesetzt werden. Nähere Details folgen."
Schwammiger geht es nicht :verbot:
Ich bin entsetzt, dass es in diesem Verband immer noch so wie früher zu geht, ganz ehrlich.
Um mal Klartext zu reden.


Wenn man sich die Tabellen anschaut, ist es ne Frechheit wie da überhaupt NSU und FAG sportlich in Frage kämen. Wenn es diesen Vereinen so wichtig ist schon in der B-Jugend ganz vorne mitzumischen, dann bitte mal selber bessere Basis Jugendarbeit betreiben als anderswo einfach abzuschöpfen.
Und wenn man das schon auf diesem fragwürdigem Wege durchdrücken möchte, was überhaupt nur durch Corona ermöglicht wurde, käme doch ernsthaft qualitätsmäßig von den ersten 6 Teams der letzten Oberliga Runde niemand in Frage für eine Herabstufung in die Württ.liga.

7

Tuesday, June 30th 2020, 9:21am

Das Problem ist, dass der Zugang zur BWOL immer mehr erschwert wird. Gab es früher lediglich automatische Startrechte für die beiden Erstplatzierten wurde dies zunächst auf die ersten 5 ausgeweitet (nach 18/19), um dann plötzlich in der abgelaufenen Saison nur die ersten 4 zu nehmen (sonst wäre Hbi als 5. ohnehin dabei gewesen). Jetzt hatte man noch 6 Plätze offen, die man dann nach Verbandsproporz zu gleichen Teilen an Württemberg, Baden und Südbaden vergeben hat. In einer Qualifikation wären dagegen 4 Plätze an Württemberg und jeweils 2 an die anderen gegangen. Jetzt hatte man also 2 Plätze und glücklicherweise auch nur noch 2 Bundesligisten, deren Jugend noch nicht qualifiziert war. Der HVW greift also zu Gunsten der Bundesligisten massiv in den Wettbewerb ein. Grund dafür kann eigentlich nur sein, dass man ein Argument für junge Spielerinnen schaffen will, zu diesen Vereinen zu wechseln, weil sie nur dort in der höchsten Spielklasse spielen können. Dazu passen auch die von Handballopa geschilderten Abwerbungsversuche. Da scheint Methode hinter zu stecken.

8

Tuesday, June 30th 2020, 10:06am

Offensichtlich werden jetzt die Plätze in der Württembergliga nach Punkteranking vergeben:

https://hbem.de/aktuelles/spielbetriebsp…vw-ebene-jugend

9

Tuesday, June 30th 2020, 2:08pm

Wenn ihr für eure gute und erfolgreiche Jugendarbeit die Sicherheit wollt, dass alle Jungendspieler (sächlich) in euren Aktiventeams auflaufen braucht ihr drei Dinge:

:irony: AN!

1. Einen loyalen Vereinsmeier in den wichtigen Gremien eures Verbandes, noch besser als Verbandspräsident

2. Ein oder besser zwei Teams in der Bundesliga 1 und 2
3. Geld, um Punkt 2 zu ermöglichen und, wenn ihr Punkt 1. nicht erfüllen könnt, sich die Verbandsentscheider gewogen zu halten
:irony: AUS!

Es ist interessant zu lesen, dass auch in anderen Verbänden die Basis und Jugendarbeit von den großen Vereinen, mit Hilfe der Verbände, schamlos zum abziehen der Talente genutzt wird.
ABER: Wenn ein Spieler im ersten Jahr C Jugend den Verein wechselt, entscheiden dies die Eltern. Die großen Vereine äußern "nur" ihren Bedarf.
Der Auswahltrainer erklärt "nur" die Vorteile des Vereinswechsels und weißt ggf. auf das Karriereende als Auswahlspieler bei Wechselunwilligkeit hin.
Alles schon erlebt als Jugendtrainer in einem der drei Verbände in Baden-Württemberg!
Wir können diese Vorgehensweise nicht ändern, da es immer im Verbandinteresse ist, Vereine und Auswahlteams als Aushängeschild zu haben.
Ihr könnt nur versuchen, den Wechsel so weich wie möglich zu gestalten und den Spielern (sächlich) immer die Tür zur eigenen Sporthalle offen halten.
Den Eltern solltet ihr schon sehr ehrlich erklären, was auf ihr Kind an Belastungen zu kommt.
Und um mal ehrlich, wenn ihr, beispielsweise 16 Jungs im Jahrgang 2000 in der D Jugend habt, davon eine oder zwei Rakete(n) in der C Jugend zu einem Großen geht und der Rest bleibt euch bis zum Eintritt in euer Herren Bezirksligateam erhalten, dann war dass doch ein guter Job, oder nicht?


10

Tuesday, June 30th 2020, 2:48pm

@Hallensprecher:

Der Wechsel findet aber meistens nicht in der C-, sondern in der B-Jugend statt (kann man an den Kaderlisten sehen, da sind in der C-Jugend kaum Spielerinnen von Bundesligisten dabei). Zudem geht es nicht nur darum, Spieler zu verlieren, sondern im geschilderten Fall, dass man trotz besserer sportlicher Leistungen (als B-Jugend in der BWOL!) als die Jugenden einiger Bundesligisten diese vor die Nase gesetzt bekommt. Kann man diese Vorgehensweise nicht ändern? Doch, glaube ich schon, indem man die Spieler vor die Alternative stellt, in die Verbandsförderung zu gehen oder im Verein zu bleiben. Dann dürfen die alle in der C-Jugend zu den Bundesligisten, die sich dann selbst um die Leute kümmern können. Dann mal schauen, wie es künftig um die Auswahlteams bestellt ist. Nochmal: Es geht hier nicht um das Abwerben der Spielerinnen, sondern die Bevorzugung von Bundesligisten trotz sportlich schlechterer Leistungen.

11

Tuesday, June 30th 2020, 3:46pm

Beim BHV wird nach der D Jugend gesichtet, dann wechseln die Jungs, nach erfolgreicher Sichtung, zu den Platzhirschen.
Im Vorfeld wird dies so geregelt, dass dem Spieler die Sichtung "versprochen" wird, wenn er nach der Sichtung wechselt. Stichwort: Zusammenziehen der Kaderspieler.
Wenn die Spielerinnen nicht wechseln (in eurem Fall), wird halt die Mannschaft und/oder der Verein "bestraft" und in eine Spielkasse nach "Wahl des Verbandes" gesteckt.
Im Endeffekt grinsen dir die Großen eins...und sobald eine Spielerin oder ihre Eltern umkippen, wird es schwer die Lawine nicht ins Rollen kommen zu lassen.
Ich habs auch schon erlebt, dass die halbe Mannschaft nach der Quali weg war, weil eine angepeilte Spielklasse nicht erreicht wurde, war aber vor der Zweispielregel-Zeit.

Ich sehe es mittlerweile so, wie ich es beschrieben habe, damit kann ich leben und mein kleiner Heimatverein auch! :hi:

12

Tuesday, June 30th 2020, 6:14pm

@Hallensprecher

Die Lage beim HVW im weiblichen Bereich ist etwas anders. In der letztjährigen Württembergoberliga der C-Jugend war kein einziger Bundesligaverein, nur Herrenberg (Zweitligist) als Tabellenletzter. In beiden Württembergligen der B-Jugend setzten sich andere Vereine durch. Zuvor hatte sich keiner der nicht vorqualifizierten Bundesligisten in der Qualifikation durchgesetzt, sondern drei andere Vereine. Dabei haben alle Bundes- und Zweitligisten (derzeit sechs, zuvor sieben) unabhängig von vorherigen Leistungenein Recht auf einen der 10 Qualiplätze. Es ist, wie es TVM gesagt hat: Wenn die Bundesligisten in der B-Jugend mitmischen wollen, sollen sie bessere Grundlagenarbeit leisten. Sie können ja auch gerne versuchen, andere Spieler abzuwerben. Der sportliche Gedanke wird aber mit Füßen getreten, wenn man die Bundesligavereine trotz schlechterer sportlicher Leistungen bevorzugt. Ambitionierte württembergische Spielerinnen, die aus welchem Grund auch immer, keine Lust haben, zu einem Bundes- oder Zweitligisten zu wechseln, müssen den Bundesligisten also in jeder Hinsicht den Abstieg wünschen, um eine bessere Chance zu haben, sich für die BWOL zu qualifizieren.

TVM

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13

Tuesday, June 30th 2020, 10:59pm

Ist ne interessante Diskussion hier.
Ich verstehe auch ehrlich gesagt den Sinn nicht ganz (speziell in der B-Jugend) was dahinter steckt sämtliche talentierte Spielerinnen Württembergs quasi in den 4 "Leistungszentren" der Bundesligisten versammeln zu wollen. Die Qualität der Oberliga und der mehrheitlichen Spiele steigt deshalb nicht, eher im Gegenteil, es gibt die paar umkämpften Spiele gegen die anderen Hochburgen aber das Programm gegen den Rest des Landes kann im Schongang absolviert werden. Das ist in punkto Wettkampfhärte eindeutig zu wenig, da werden die besten Spielerinnen im Laufe der Saison doch überhaupt nur punktuell gefordert. Da wird zwar hart trainiert aber echte Wettkampferprobung findet kaum statt, ist doch sehr fragwürdig das Ganze.

Man müsste also eigentlich im Verband froh darüber sein, dass es solche Mannschaften wie die Hbi gibt, die den Großen die Stirn bietet, am idealsten wäre es doch eine Oberliga mit 10 ausgeglichenen Mannschaften zu haben.
Und was die frühzeitigen Abwerbungen angeht, verstehe ich die großen Vereine auch nur bedingt, früher oder später werden die besten Spielerinnen wenn sie höhere Ambitionen haben sowieso bei Ihnen landen, weil es eben bei den kleinen Vereine keine höherklassigen Teams gibt.

14

Yesterday, 11:56am

@ TVM: Top!
@ Fachfremder: Top!

Dann sind wir uns in den Grundzügen einig! Wenn jetzt noch die Einsicht auf den anderen Seiten der Talentförderung kommen würde...würde die Jugendarbeit bei den kleinen Vereinen mehr denn je belohnt, ohne dass "über Nacht" ganze Jahrgänge verschwinden.

15

Yesterday, 1:14pm

https://www.morgenweb.de/schwetzinger-zeitung_artikel,-lokalsport-mit-nur-zwoelf-gegentoren-im-schnitt-an-der-spitze-_arid,1648653.html


Nur mal so ein Bericht zum Thema "Talentförderung" von Ketsch.

16

Yesterday, 3:29pm

Pikant: die Einladung ermöglichte der BHV, in dem an die TSG Ketsch die Kontaktdaten der Spielerinnen und Eltern weitergegeben wurden.

DSGVo?

TCLIP

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17

Yesterday, 5:43pm

vorausgesetzt, dass die angaben der user sachlich richtig sind, wird es kaum eine andere möglichkeit geben, als sich über
einen fachanwalt dagegen zu wehren-
der versteht auch letztlich besser aus erfahrung, wie man dann mit der öffentlichkeit umgeht und welche stellschrauben in den verbänden
evtl. mit auf die eigene seite gezogen werden können.

datenschutzgesetz könnte evtl. mit einer schriftlichen vorherigen einladung zu einer weiterbildung/ sichtungslehrgang / auswahlspiel
und den dazugehörigen schriftlichen unterlagen (zb. mit verweis auf nutzung der daten) umgangen werden.

ich finde das geschilderte vorgehen dort nicht nur grenzwertig, sondern in der heutigen zeit der nachprüfbarkeit/ öffentlichkeit auch
schon sehr mutig im bezug auf die möglichkeit der aufdeckung/ angreifbarkeit.

was mir an einigen passagen nicht gefällt, ist die verallgemeinerung , die darstellung , dass es flächendeckend überall so gemacht
und gehandhabt wird.
in unserem grossbereich owl- gespickt mit männlichen und weiblichen talenten in allen altersklassen, gleichzeitig dazu eine enorme dichte
an hbl- vereinen, ist mir so ein verhalten aktuell nicht bekannt oder aufgefallen - kleinere unstimmigkeiten wird es hier und da immer
mal geben, die gehören sicher dazu. aber so gravirend eben nicht.
gleiches gilt eigentlich für grössere teile des handballsports-
klar gibts gleiches sicher hier und da- aber ich glaube nicht daran, dass es flächendeckend ist.
um mit der aktuellen lage gleichzuziehen, scheint mir dass bei euch dort eher ein hotspot zu sein....

TVM

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18

Yesterday, 7:51pm

@TCLIP

ja vermutlich ist das nicht überall so in D.
Was den Frauen Handball angeht sehe ich aber aktuell nur 2 Vereine aus Westfalen und 4 aus Württemberg in der Bundesliga. Bei den Männern 2:3.
Wo siehst du da eine enorme Dichte?

TCLIP

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19

Yesterday, 8:11pm

ich schrieb ja.....grossbereich owl.....
und da sehe ich durchaus in den bereichen hbl eine grosse dichte- es betrifft ja nicht nur hbl1-
und wenn es in deutschland noch max 2-3 weitere bereiche gibt mit grösse und dichte, so halte ich das schon für bemerkenswert,
da owl ja nun nicht so gross ist - ich hätte grob bei hamm angefangen und minden aufgehört, gleichfalls bis zum bereich nettelstedt und
nach unten so ca. paderborn.
hier sind von damen - herren- jugendbundesligen-beachhandballbundesliga....alles vertreten- meist mehrfach

20

Yesterday, 9:17pm

:irony:

Was in Ketsch passiert ist, hätte es beim HVW nie gegeben! Da lassen die Bundesligisten bis zur C-Jugend die anderen die Arbeit machen :lol:

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