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Beuger

ehem. SGW-Fan

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41

Monday, January 11th 2016, 8:56pm

Auch die Reaktionen hier erschrecken mich. Ich leiste mir meine eigene Meinung und traue mich auch (noch) diese zu äußern. Wenn ich etwas poste kann ich dies i.d.r. Auch belegen. Und von Geschichte und Politik verstehe ich eindeutig mehr als vom Handball ;)

Du darfst deine Meinung sagen, ich darf deine Meinung aber auch scheiße finden. Hoffentlich musst du nie flüchten. Aberja, immer schö druff auf die Asylis, die sind ja nicht doitsch.

42

Monday, January 11th 2016, 8:58pm

Vom Bahnhof bis zum Stachels. Kaum ein weises Gesicht,
Wer oder was ist in München der Stachels?
Coburger Dialekt für Stachus/Karlsplatz?

und ich vermute wenn es um Gesichter geht, die du an Silvester in München gesehen hast ging es dir um die Farbe "weiß" und nicht "weis"

durchaus interessante Fehler, für jemand der vermeintlich viel von Politik und Geschichte versteht und zudem noch mögliche Bürgerkriege voraussagt..... :nein:

43

Monday, January 11th 2016, 9:20pm

Sorry für die Rechtschreibfehler. Aber ich weis was ich gesehen habe.

44

Monday, January 11th 2016, 9:44pm

Auch die Reaktionen hier erschrecken mich. Ich leiste mir meine eigene Meinung und traue mich auch (noch) diese zu äußern. Wenn ich etwas poste kann ich dies i.d.r. Auch belegen. Und von Geschichte und Politik verstehe ich eindeutig mehr als vom Handball ;)

Du darfst deine Meinung sagen, ich darf deine Meinung aber auch scheiße finden. Hoffentlich musst du nie flüchten. Aberja, immer schö druff auf die Asylis, die sind ja nicht doitsch.
Ich habe mit keinem Wort das Recht aus Asyl bezweifelt. Nur gibt es derzeit Vorkommnisse die hinterfragt gehören. Aber Deine Reaktion ist in meinen Augen genau das was ich meine. Was nicht linksgrün ist wird niedergebügelt. Jeder der ne andere Meinung hat ist gleich ein Nazi. Und natürlich darfst Du meine Meinung scheisse finden. Ich werde trotzdem ruhig schlafen.

45

Monday, January 11th 2016, 9:44pm

Anmerkung: Wer deutsche Politik sehen will, kann "Hart aber fair" einschalten. Grandios bis jetzt. Gibt es dann auch in der Mediathek.

Beuger

ehem. SGW-Fan

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46

Monday, January 11th 2016, 10:39pm

Ich habe mit keinem Wort das Recht aus Asyl bezweifelt. Nur gibt es derzeit Vorkommnisse die hinterfragt gehören. Aber Deine Reaktion ist in meinen Augen genau das was ich meine. Was nicht linksgrün ist wird niedergebügelt. Jeder der ne andere Meinung hat ist gleich ein Nazi.

Ach so ein Blödsinn. Ich habe in keinem Wort "Nazi" erwähnt. Du widersprichst dir im Übrigen selber. Zweifelst nicht das Recht auf Asyl an, aber bist trotzdem gegen Asylsuchende.

47

Monday, January 11th 2016, 10:49pm

@na-diner
Danke für den Hinweis.Wirklich interessant .

@Cicero
Auch wenn insbesondere der eine Hardliner hier dich völlig undifferenziert angeht und in die Nazi- Ecke stellen will.
Ich bin schon länger der Meinung, dass man da ohne persönliche Beleidigung und deutlich differenzierter darüber reden kann und muss.
Allerdings würde es dann wohl für die Handballecke zu viel"Text".
Aber insgesamt gibt es ja in den letzten Tagen in der öffentlichen und auch in der veröffentlichten Meinung da durchaus hoffnungsvolle und intelligente Ansätze. Natürlich gibt es auch Gegenbeispiele.Aber das ist eben so.

48

Monday, January 11th 2016, 11:41pm

@na-diner
Danke für den Hinweis.Wirklich interessant .

Demzufolge ... Holzauge sei wachsam. Zuerst wie so oft wirres Zeug stammeln, dann dieses schnell editieren und andere der Verfälschung bezichtigen. Viel kleingeistiger geht's doch nicht.

Ich klinke mich aus dem Thread aus. Keine Lust auf Diskussionen mit Rechten (geht besonders an Cicero und nadiner)

Das verstehst du also unter Ausklinken.

Ach so ein Blödsinn. Ich habe in keinem Wort "Nazi" erwähnt. Du widersprichst dir im Übrigen selber. Zweifelst nicht das Recht auf Asyl an, aber bist trotzdem gegen Asylsuchende.

Aber zum Thema: "Hart aber fair", dass auch noch mehrfach wiederholt wird, sollte man sich ausnahmsweise ansehen. Großes Kino von Kraft, aber vor allem von Prantl (da freut man sich über immer mehr einbrechende Absatzzahlen der SZ und der vielen anderen Wurschtblätter umso mehr) und Künast plus einem Wendt, der kaum zu Wort kam. Das gab es in dieser Form bei Wendt noch nie.

"Wegen des außergewöhnlich großen Aufkommens von Gästebucheinträgen" ist das Hart aber fair-Gästebuch bereits seit 22:34 Uhr geschlossen. Sehr interessant; die geballte öffentliche Meinung erträgt man schlichtweg nicht.

Wenn der Link nicht genehm sein sollte, was ich nicht annehme, kann er natürlich gelöscht werden.

49

Tuesday, January 12th 2016, 12:41am

um mal von der unsachlichen ebene ala verschwörung etc. wegzukommen.

die afd ist keine konservative partei, sondern eine rassistische. sie ist an die gesellschaftliche mitte anschlussfähig, weil sie nicht so dumpf daher kommt wie die npd. und natürlich ist sie anschlussfähig, ich meine mich zu erinnern, dass ca 25% der deutsche latent rassistisch sind. also wählerpotential ist da. natürlich finden wir auch rassisten in allen anderen spektren der politischen partein. doch sie sammeln sich vor allem in der cdu/csu und bei der afd.

hysterische reaktionen wie jene nach köln oder paris helfen da auch nicht.

aber warum ist das so?

ich bin der meinung, dass dies damit zu tun hat, dass es in deutschland niemanden gibt, der die eier oder eierstöcke hat, eine klare position zu beziehen und gleichzeitig eine zukunftsvision für das land / europa (meiner meinung untrennbar) hat. nur dann kann sich die bevölkerung an diesen positionen abarbeiten. "bin ich dafür, dagegen, oder teile jenes zwar, aber nicht alles". (dadurch wird sich vermutlich auch die wahlbeteiligung erhöhen).

dies erleben wir zur zeit mit der flüchtlingssituation in europa. gleichzeitig ist es zu beobachten, dass vor allem rechtspopulistische meinungen / ideen den diskurs bestimmen.

nun ist die frage an die einzelnen, sollen rechtspopulisten den diskurs bestimmen oder nicht? welche anderen ideen gibt es? und wer kann diese idee liefern? und welche partei kann sie dann evtl. durchsetzen?

Crusty

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50

Tuesday, January 12th 2016, 7:29am


dies erleben wir zur zeit mit der flüchtlingssituation in europa. gleichzeitig ist es zu beobachten, dass vor allem rechtspopulistische meinungen / ideen den diskurs bestimmen.

nun ist die frage an die einzelnen, sollen rechtspopulisten den diskurs bestimmen oder nicht? welche anderen ideen gibt es? und wer kann diese idee liefern? und welche partei kann sie dann evtl. durchsetzen?


Weil sie (und das ist ja kein neue Phänomen) eben immer mit den einfachen, scheinbar klaren Lösungen daherkommen. Würde man ihnen tatsächlich die Macht geben (vielleicht hätte man die Festerling in Dresden mal machen lassen sollen) würde sehr schnell deutlich wie inhomogen die Szene in D tatsächlich ist. In Hamburg hat es ja immer wieder rechtspopulistische Partein gegeben, die in der Realität jämmerlich versagt haben, aber durch markige Worte ein Potential von über 20% motivieren konnten. Auch NPD Leute in den Parlamenten in Ostdeutschland zeigen, was sie drauf haben.....
Hätte die SPD Anno 89/90 vor der CDU was von "blühenden Landschaften" gefaselt und nicht die Probleme aufgezeigt, Lafontaine wäre heute noch Kanzler.... ;)

alter Sack

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51

Tuesday, January 12th 2016, 12:59pm

@na_diner
Tja, warum mein Reflex zu betonen, dass ich kein AfD-Anhänger bin. Liegt wohl daran, dass in der aktuellen Debatte zwischen vermeintlichen Rechts-Populisten und Links-Populisten man schon nach dem ersten Satz mit einer nicht-negativen Äusserung zur AfD man schnell den Stempel aufgedrückt bekommt und der Inhalt meiner Beiträge, welche ja in der Regel etwas länger sind, nicht wahrgenommen werden.
Woran machst Du fest, dass es in der aktuellen Politik bei den großen Strippenziehern doch eine Strategie dahinter steckt?

Ich glaube speziell die letzten Monate haben dazu beigetragen, dass die Wählermitte an den beiden Rändern bröckelt und speziell nach Köln die nach rechts tendierenden Wähler sich bestätigt fühlen. Jetzt sind auch die Mainstreammedien in der Situation ihre eigene Rolle im letzten Jahr zu hinterfragen. Gab dazu neulich einen Tagesschaukommentar (ich meine von einer Frau Reker). Die reflexartige Verteufelung der Pegida-Bewegung in der Entstehungsphase und begleitender viraler Bloßstellung hat dazu beigetragen. Ich persönlich stelle in der Mainstreampresse schon ein „Kartell der Gutmenschen“ fest. Beispiel die Berichterstattung zur Notwendigkeit der Immigration zur Füllung der Arbeitsplatzmisere. Damals wurde immer wieder beton, dass die Syrer überdurchschnittlich gebildet seien. Daran hatte ich schon damals meine Zweifel, da das Land seit 4 Jahren im Bürgerkrieg hängt. Im Dezember bringt „Die Zeit“ dann eine Studie, welche besagt, dass die übergroße Masse der Flüchtlinge weit entfernt ist vom Hauptschulniveau und 70% der Qualifizierungsmaßnahmen abgebrochen werden. Auch die Arroganz einiger führender Links-Intellektuellen trägt dazu bei, dass sich AfD-Sympathisanten/Wähler bestätigt fühlen. Ich verweise hier auf das Statement von Spiegel-Kolumnist und Freitag-Herausgeber Jakob Augstein zu den „paar grapschenden Ausländern“.

Für den Moment hoffe ich, dass die AfD sich zu einer normalen parlamentarischen alternative rechts von CDU/SPD entwickelt. Ich sehe das Spektrum der Wählermeinung wie eine Glocke der Gaußschen Normalverteilung wo sich über 95 Prozent der Wähler mit den Spielregeln einer parlamentarischen Demokratie identifizieren. Dafür braucht es am rechten Flügel ein Auffangbecken, sonst wird Pegida ein Dauerphänomen bleiben. Und im europäischen Vergleich tätigt die AfD ja noch gemäßigte Positionen. Eine Marine Le Pen tritt in Frankreich weitaus populistischer auf als etwa ein Frauke Petry.

52

Tuesday, January 12th 2016, 2:03pm

alter Sack:

Quoted

Für den Moment hoffe ich, dass die AfD sich zu einer normalen parlamentarischen alternative rechts von CDU/SPD entwickelt.


Kleiner Einwurf: Unterschätze den Konformitätsdruck nicht.....jeder, der sich für die AfD engagiert, muss (zumindest im Moment) um seine bürgerliche Existenz fürchten...

Da sind deshalb doch nur Leute drin, die nix zu verlieren haben (Höcke als Lebenszeitbeamter ja auch nicht - aber selbst bei dem gabs ja Forderungen zu versuchen, seine Existenz zu zerstören - als tarifbeschäftigter/angestellter Lehrer wäre der vermutlich nicht politisch in der AfD engagiert) bzw. auch existenzsuchende (das gilt jetzt allgemein, seitdem der Charakter der reinen Anti-Euro Partei weg ist - die Gründergeneration war natürlich 'wirtschaftsliberal')

....editiert (Sinola, du bist ein....)

Der Konformitätsdruck zerstört natürlich jede normale Entwicklung....( hin zur 'normalen parlamentarischen 'Alternative')
Raluca Băcăoanu: Wir haben Cristina nicht verloren, denn wir haben sie bei uns. Sie ist das Gehirn und die Seele der Mannschaft

("Nu am pierdut-o pe Cristina, ci o avem lângă noi. Este creierul şi sufletul echipei")

This post has been edited 4 times, last edit by "Karl" (Jan 12th 2016, 2:30pm)


Sinola

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53

Tuesday, January 12th 2016, 2:12pm

Datenschutz braucht es bestimmt nicht bei jemandem wie Sebastian Landwehr, der in wenigen Sekunden zu googeln ist und sich folgendermaßen öffentlich geäußert hat:
"Interessante Diskussion bei Menschen bei Maischberger in der ARD: Homosexualität darf niemals auf den Lehrplan kommen. Homosexualität hat biologisch keinen Sinn, ist theologisch sündhaft und einfach eine sexuelle Perversion. Über 200.000 Menschen haben eine Petition gegen diesen Lehrplan unterschrieben, das muss akzeptiert werden. Es soll eine Akzeptanz geschaffen werden durch diesen Bildungsplan, Akzeptanz heisst für gut befinden. Bloße Toleranz reicht einer Olivia Jones nicht. Gott oder Natur nach Darwin, hat Mann und Frau geschaffen. Sie sollen sich paaren und Kinder kriegen. Alle anderen Ideologien sind zum Aussterben bestimmt."

54

Tuesday, January 12th 2016, 2:36pm

@karl: warum sollen menschen, die sich für die rassistische partei afd engagieren, von der gesellschaft akzeptiert werden?

@alter sack, was muss sich bei der afd wie ändern, damit sie für dich zu einer "normalen parlamentarischen alternative rechts von CDU/SPD entwickelt." ?

55

Tuesday, January 12th 2016, 3:35pm

Die Frage die ich mir stelle ist die:

Was ist in den letzten beiden Jahren passiert, das jemand wie ich, früher leicht links der Mitte, politisch bei den etablierten Parteien keine Heimat mehr hat. Das die offenen Grenzen von keiner Partei im Bundestag ernsthaft angeprangert werden, Ausnahme CSU. Es ist ja nicht so das die deutsche Position mit Begeisterung geteilt wird. Es sieht eher so aus das wir alleine stehen. Schweden hat als vorletzter Verbündeter die Grenzen dicht gemacht. Österreich ist nur so lange auf unserer Seite wie wir die Flüchtlinge via Österreich aufnehmen. In den Leitartikeln der New York Times wird der Rücktritt Merkels gefordert da sie Angst haben das ihre Politik Europa destabilisiert.

56

Tuesday, January 12th 2016, 4:45pm

:D Interessant fine ich, dass ja SPD und Grüne gerne Volksabstimmungen und mehr direkte Demokratie fordern, aber bei Themen wie Griechenlandrettung oder Flüchtlingspolitik will das keiner. Man fürchtet Ergebnisse, die einem nicht passen. :rolleyes:
Würde die aktuelle Flüchtlingspoliik durch ein Referendum bestätigt, hätte man dafür eine demokratische Legitimation und könnte den Gegner dieser Flüchtlingspolitik damit entgegentreten. Würden die Gegner gewinnen, würde man wieder zum Dublin-Verfahren (welches ja noch geltendes Recht ist) zurückkehren. Der Vorwurf einer Politik gegen die Mehrheit der Bevölkerung wäre dann vom Tisch und AFD wie Pegida ein wichtiges Argument genommen.
Fakt ist, dass wir nicht allein aufnehmen können und wenn in der EU nicht bald andere Staaten sich im größeren Umfang an der Flüchtlingsunterbringung beteiligen, wird unser System zusammenbrechen. Dass selbst Schweden jetzt einen restriktiveren Kurs fährt, zeigt aber dass es eher in die andere Richtung geht.
Seit Schengen ist die Zahl der Wohnungseinbrüche und Autodiebstähle explodiert (Banden aus Osteuropa), der Drogenhandel in Deutschland ist fest in ausländischer Hand (Banden aus Afrika, Balkan, Türkei), sogenannte Abziehdelikte unter Jugendlichen (Handyraub) sind allermeist Migranten oder Menschen mit Migrationshintergrund. Ehrenmorde (gerade aktuell wieder geschehen) haben ausschließlich muslimischen Hintergrund und hat man uns nicht versichert, unter den Asylanten wären keine Terroristen, was ist mit dem "Beilattentäter" aus Recklinghausen mit sieben Identitäten? Die Sylvesternacht ist also nur die Spitze des Eisberges. Vielzulange wurden diese Fakten verharmlost und teilweise unterdrückt (über Köln wollten die heute-nachrichten zunächst nicht berichten, im Spätjahr sollte in Aktenzeichen XY ein Filmfall über einen farbigen Vergewaltiger nicht gezeigt werden), wenn man aber Probleme nicht mal benennen darf, kann man sie auch nicht lösen.
Umgekehrt kann uns Zuwanderung über demografische Probleme helfen, aber jeder der hier leben will muss unsere Werte und Normen akzeptieren. Sie müssen sich uns anpassen, nicht wir Ihnen.
Viele Migranten aus früheren Jahren (Italiener, Griechen, Spanier, Portugiesen, auch Türken) sind heute Leistungsträger unserer Gesellschaft und bereichern sie.
Und über das Gejammer über unsere Politik im allgemeinen kann ich nur sagen: Haushalt ohne Schulden, Arbeitslosigkeit niedrig, Inflation niedrig, Wirtschaft boomt, unsere Politik ist wirklich miserabel. :D

57

Tuesday, January 12th 2016, 6:48pm

Was ist in den letzten beiden Jahren passiert, das jemand wie ich, früher leicht links der Mitte, politisch bei den etablierten Parteien keine Heimat mehr hat. Das die offenen Grenzen von keiner Partei im Bundestag ernsthaft angeprangert werden, Ausnahme CSU. Es ist ja nicht so das die deutsche Position mit Begeisterung geteilt wird. Es sieht eher so aus das wir alleine stehen. Schweden hat als vorletzter Verbündeter die Grenzen dicht gemacht. Österreich ist nur so lange auf unserer Seite wie wir die Flüchtlinge via Österreich aufnehmen. In den Leitartikeln der New York Times wird der Rücktritt Merkels gefordert da sie Angst haben das ihre Politik Europa destabilisiert.


was ist denn deine antwort auf deine frage?

sollten wir uns nicht lieber auf den deutschen diskurs beschränken? Ich vermute, dass wir alle mit gefährlichem Halbwissen über die anderen EU-Länder verfügen.


Interessant fine ich, dass ja SPD und Grüne gerne Volksabstimmungen und mehr direkte Demokratie fordern, aber bei Themen wie Griechenlandrettung oder Flüchtlingspolitik will das keiner. Man fürchtet Ergebnisse, die einem nicht passen.


ich bin der Meinung, dass Referenden nur auf regionaler / lokaler ebene funktionieren können. das politische System ist gar nicht dafür konzipiert, dies auf bundeseben zu tun. schließlich wurden dafür die Bundestagsabgeordneten gewählt, um die richtigen Entscheidungen für Deutschland zu treffen. es liegt an uns, diese Politik zu ändern, in dem wir mindestens wählen gehen oder am politischen Diskurs partizipieren (Demos, Kundgebungen, Parteiarbeit etc.)

geben denn die polizeistatistiken es her, dass es ersichtlich wird, dass menschen mit migrationshintergrund (eine völlig sinnlose Kategorie), mehr Straftaten begehen als biodeutsche?

die sylvesternacht hat meiner Meinung viel mehr den Sexismus gegenüber Frauen offenbart, als viel weniger ein grundsätzliches Problem mit nicht-Biodeutschen.

@unsagbar_fett: in einem punkt widerspreche ich dir entschieden, dass wir uns nicht den zugezogenen anpassen sollen. es ist unmöglich sich nicht gegenseitig anzupassen, sofern es keine Abgrenzung gibt. dies bedeutet auch nicht, dass du z.B, eine andere Konfession annehmen musst, sondern vielmehr ein respektvolelr umgang miteinander sowie das wissen um die Bedürfnisse des anderen.

ist denn Abgrenzung die lösung? oder sollte nicht viel eher präventitionsarbeit und Sozialarbeit geleistet werden, sodass alle menschen in diesem land sich an die regeln halten, die das Grundgesetz vorgibt?

ALF

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58

Tuesday, January 12th 2016, 7:54pm

Freundschaft!

Der Konformitätsdruck zerstört natürlich jede normale Entwicklung....( hin zur 'normalen parlamentarischen 'Alternative')

Ich weiß gar nicht, ob mir das im konkreten Fall weh tut. Bei der AfD ging die Entwicklung weg von der parlamentarischen Alternative und nicht dazu hin.

Grundsätzlich ist dieses Problem aber nicht weg zu diskutieren. Wir haben halt eine Anti-Weimar-Verfassung, die das Parteiensystem so stabil hält, daß es starr ist. Die Medien tun ihr übriges dazu. So hat man es z.B. bei den Piraten geschafft, die Kohorte der Algorithmus-Versteher aus den Parlamenten zu halten. Nach Jahrhunderten, in denen das Verständnis der natürlichen Sprache (und dabei insbesondere der juristischen) der Machtfaktor war, muß man heute und in Zukunft "kybernetisches Denken" haben, wenn man ein Land sinnvoll steuern will. Solche Leute gibt es aber im Parlament nicht, weil das Parteien- und Listensystem das nicht hergibt.
"Den Willen voran zu kommen spreche ich der Vereinsführung nicht ab. Die wollen bestimmt, dass der SCM wieder in der Spitze ankommt. Sie können es nur leider nicht. Und sie sehen es auch nicht ein, dass sie es nicht können." (Obotrit)

59

Tuesday, January 12th 2016, 7:55pm

liegt das am System oder am nicht wahrnehmen?

Flink

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60

Tuesday, January 12th 2016, 7:59pm

Die meistverkauften Blätter der Republik und die TV-Sender (da schließe ich mittlerweile ausdrücklich die öffentlich rechtlichen ein!) sind es doch, die die Schwerpunkte in der öffentlichen Wahrnehmung setzen. Dann frage ich mich, warum nie thematisiert wird, daß Europa maßgeblich an der Flüchtlingskrise mitgearbeitet hat (Stichwort z.B. Wirtschaftspolitik)? Warum wird das unsägliche TTIP-Abkommen nicht mal gründlich auseinandergenommen und thematisiert? Warum ist nie Thema, daß Deutschland entgegen allen Ankündigungen die Rüstungsexporte nicht gesenkt, sondern stark erhöht hat und das insbesondere nach Saudi-Arabien (Thema IS)? Warum ist nie ein Thema, daß man jahrelang wußte, daß die Flüchlingswellen ins Haus standen, aber keiner für nötig befand daß man sich darauf vorbereitet? Nur mal so einige spontane Fragen, die uns mal wirklich interessieren sollten. Statt dessen betreibt man "symptomale" Berichterstattung, ohne nach den Ursachen auch nur ansatzweise zu schauen. Lieber macht man sich Sorgen, ob unsere Wirtschaft darunter leiden könnte. Ausgerechnet die, die durch politische Entscheidungen ihr Geld mittlerweile lieber an der Börse verdienen, anstatt es in ihre Unternehmen zu stecken (juhuu nächste Finanzkrise wir kommen, aber mit Volldampf)

Danke Tix für diesen Beitrag! Dies spiegelt auch so meine Gedanken/Fragen wider. Und zeigt mir, dass es auch Diskussionen über den Teller-/Länderrand hinaus geben kann und muss, was aber von vielen nicht gewollt wird, denn dann würde so einiges auf europäisches/deutsches Wirtschaftsgebaren und auf unsere eigenen, persönlichen Lebensstandards und Lebensweisen zurückfallen.

du kannst dir ja von dem einen gemeinten hier mal das eine oder andere statement im handballspezifischen
teil durchlesen-
da kommt genau das gleiche rüber wie hier-
untermauert noch mit beleidigungen und einer wortwahl, die ein anderer user noch dezent mit "pegidanah"
umschrieben hat.

D'accord!
Vermutlich trägst du nun den etwas wirren Stempel des Mainstreamers von Na_iners Gnaden (warum fällt mir immer nur ein Buchstabe als Platzhalterfüller ein?) auf deiner virtuellen Stirn.
Damit musst du jetzt klar kommen.

aber jeder der hier leben will muss unsere Werte und Normen akzeptieren. Sie müssen sich uns anpassen, nicht wir Ihnen.

Wäre zu klären, was Werte und Normen sind und wer "uns" ist. Ganz entschieden: Nein, deine Werte und Normen will ich nicht akzeptieren und ich will mich dir nicht anpassen, egal, welchen Pass ich mein Eigen nenne; und das kann und darf ich auch nicht von anderen verlangen - das bekäme weder mir, noch anderen gut, wenn deine hier zur Schau getragenen Werte und Normen vorherrschen würden. So schlecht steht es dann in unserem Lande zum Glück noch nicht.
Und schon mal daran gedacht, welche Werte und Normen die Deutschen bei ihren diversen Feldzügen rund um den Globus in den letzten Jahrhunderten akzeptiert haben und sich der Wirtschaft, der Religion, der Kultur etc. der Länder angepasst haben? Was und wen akzeptiert Shell in Nigeria, wenn sie Raubbau betreiben und Menschen, Tiere, Umwelt sukzessive vergiften? Dort sollten wir hinschauen und ändern.

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