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2,861

Friday, July 3rd 2020, 7:44am

Mich erinnert Corona im Moment an einen Waldbrand, der grundsätzlich unter Kontrolle ist, allerdings jederzeit wieder aufflackern kann und dann ist es Napalm.

2,862

Friday, July 3rd 2020, 7:55am

Schweden hat in meinen Augen einen Mittelweg beschritten und hat auch relativ wenig getestet. Sie haben verglichen mit ihrer Populationsgröße sehr viele Tote zu beklagen. Eine große Anzahl in Pflegeheimen, dort hat also der Schutz der Risikogruppen weniger gut funktioniert.

@Handballer: Danke für den sachlichen Beitrag. Mir ist schon klar, dass mein post kein Jubelstürme auslöst und wie immer in der Thematik es sehr schnell ins Persönliche oder Unsachliche geht. Umso mehr ist es dann auch mal erfreulich, wenn konstruktive Anmerkungen kommen.

Nur zur Ergänzung: Zu Schweden hatte ich kürzlich auch einen aha-Effekt, nachdem ich die Daten des Statistischen Bundesamtes zu den Sterbefällen rausgesucht hatte. Wie oben ja schon geschrieben, liegen wir unter dem Schnitt der letzten Jahre. Wie sieht das in Schweden aus? Die mediale Berichterstattung über Schweden ist ja klar und du schreibst ja auch, dass Schweden vergleichsweise schlecht da stehen würde. Als Bezug werden üblicherweise die anderen skandinavischen Länder rangezogen, aber warum vergleicht man Schweden nicht mit Schweden? Schaut man sich die Sterbefälle an, dann liegt Schweden in etwa so wie die Jahre davor. Die genauen Zahlen muss ich noch mal ziehen, wenn ich es die nächsten Tage schaffe. Auf jeden Fall jedoch kein peak, der auf das Niveau von 93/94 oder 99/00 geht und deutlich unter 600. Und ja, 75% der Todesfälle gab es wohl in den Altenheimen und Pflegeeinrichtungen. Aber ist das jetzt Covid-spezifisch, oder war das in den letzten Jahren auch schon so? Wenn man jetzt also mal die ganz hohe Flugposition einnimmt, dann ist in Schweden "same procedure as every year" mit der Chance, der Immunisierung. Wir haben den gleichen Status nur ohne Chance auf Immunisierung.

Generell: ja, der Blick auf die anderen Länder muss folgen und bleiben. Natürlich muss aufgeklärt werden, was in Italien los war und warum einige Länder besser weg kamen als andere. Da gibt es aktuell so viele Theorien und Freiheitsgrade wie Sterne am Himmel. Nur hilft uns das für Deutschland gerade gar nicht weiter. Wenn wir so weiter vorgehen wie aktuell, bleiben wir in der Endlosschleife, das ganze basierend auf einer Befürchtung/Bewertung, die so nachweislich nicht eingetreten ist.

2,863

Friday, July 3rd 2020, 9:37am

das "beste" konnte und kann doch auch keiner machen- wir wissen doch nichtmal, was das "beste" überhaupt ist und ob nicht
das grad festgelegte "beste" langfristig nicht das beste ist...

was wir wissen - udn das hat gar nichts mit corona zu tun - ist doch, dass wir je mehr infos wir bekommen die chance darauf
immer grösser wird, daten-infos etc. bekommen die uns weiterhelfen, ein virus (egal welches) zu bekämpfen.

das schlechteste scheint mir, dass wir so tun, als ob corona gar nicht schlimm ist- die sterberrate am besten sogar niedriger ist
weil wir den fehler gemacht haben, alles runterzufahren und am besten noch gerüchte streuen, dass der eigentliche zweck
ist, unsere dna zu bekommen und die pharmaindustrie oder dergleichen dahintersteckt. dass die sich ne goldene nase verdienen
ist dennoch sehr naheliegend, das ist allerdings in ähnlich gelagerten fällen in ganz anderen bereichen genauso. einer profitiert
immer überproportional von "grossereignissen" negativer oder positiver art.

alles haben wir als staat sicher nicht richtig gemacht, aber vieles. über die umsetzung lässt sich manchmal trefflich streiten,
es wäre aber noch unerklärlicher, wenn wir tatsächlich alles richtig gemacht hätten. im vergleich mit vielen anderen staaten,
haben wir -da wären wir wieder bei den pozenten- nach jetziger einschätzung deutlich mehr richtig gemacht als viele
andere staaten, da sehe ich uns unter den ersten 5%.

dies gilt natürlich wirklcih alles nur, wenn die erkenntnis vorhanden ist, dass es corona überhaupt gibt als absoluten negativ hotspot im
bereich epedemien/ pandemien etc.
wer corona als wochenendbelustigung sieht, wird sicherlich zu einem anderen ergebnis kommen.
Ich kann Deinen wirren Ausführungen gerade so spät am Abend nicht ganz folgen aber nur eines-: "Alles haben wir als Staat nicht richtig gemacht"....Wer ist jetzt " wir"?. Bist Du etwa auch Teil des Staates? Steckst Du hinter all den Massnahmen?....Oder identifizierst Du Dich einfach nur mit dem Staat .? Kläre " uns" doch einfach mal auf


Ja, "Staat" sind wir alle, ohne Bevölkerung gibt es nämlich keinen Staat und zur Bevölkerung zählt jeder einzelne, der hier lebt. Und ich kann nicht glaubwürdig staatliche Begünstigungen in Anspruch nehmen,um dann den Staat zum Feindbild erklären, wenn mir eine Maßnahme nicht gefällt.
Zu den Tests:
Ich bin dafür, nach den Sommerferien,wenn alle wieder da sind,einmal komplett pro Bundesland durchzutesten, dann kann auch festgestellt werden, wie hoch der Durchseuchungsgrad ist und wie hoch die aktuelle Zahl an Infektionen ist. Und dann erst können gezielte Schutzmaßnahmen ergriffen werden im Hinblick auf den Herbst.
Widersprich nie einer Frau, warte bis sie es selber tut - Humphrey Bogart
Wenn eine Frau nicht spricht,sollte man sie nicht unterbrechen - Clint Eastwood

2,864

Friday, July 3rd 2020, 10:07am



Generell: ja, der Blick auf die anderen Länder muss folgen und bleiben. Natürlich muss aufgeklärt werden, was in Italien los war und warum einige Länder besser weg kamen als andere. Da gibt es aktuell so viele Theorien und Freiheitsgrade wie Sterne am Himmel. Nur hilft uns das für Deutschland gerade gar nicht weiter. Wenn wir so weiter vorgehen wie aktuell, bleiben wir in der Endlosschleife, das ganze basierend auf einer Befürchtung/Bewertung, die so nachweislich nicht eingetreten ist.


Wie gehen wir denn weiter vor? Es wird alles gelockert und weitestgehend wieder normalisiert. Ich kann keine Stagnation erkennen. Das es bisher schrittweise geschieht und auch weiter schrittweise geschehen muss, ist nach jedem Konzept sinnvoll. Das man wie in Gütersloh dann wieder mit Maßnahmen reagiert, ist Teil dieser Vorgehensweise und logisch.

Ich kann daher nicht erkennen das man hier in einer Spirale ist. Im Gegenteil hoffen wir ja als Land mehr oder weniger über den Berg zu sein. Um das aber sicher zu wissen, müssen verschiedene Maßnahmen in Kraft bleiben, insbesondere die Tests. Alle Länder die hart getroffen worden, hatten keinen Überblick mehr über ihre Fallzahlen und dadurch wurden die System überlastet. Dem muss man vorbeugen.

Italien ist im übrigen zwar schlimm dran, aber wenn man es vor allem mit UK, aber auch mit Spanien, Frankreich und Belgien vergleicht, vielleicht gar nicht mal am schlimmsten. Sie lagen nur lange im Fokus, weil es dort als erstes so heftig auftrat in Europa. Schweden ist im übrigen noch weit von einer Infektionsrate für eine Herdenimmunität entfernt. Die Hoffnung darauf ist der Kerngedanke des schwedischen und des ursprünglichen britischen Weges. Insbesondere in UK ist das furchtbar gescheitert. Man kann aber in keinem Fall bereits jetzt quasi als Fakt damit umgehen, dass der schwedische Weg sie langfristig besser dastehen lässt.

...vor allem weil nach wie vor nicht klar ist, ob eine dauerhafte Immunität vor dem Virus vorhanden ist, wenn man es denn schon hatte.

2,865

Friday, July 3rd 2020, 10:28am

das "beste" konnte und kann doch auch keiner machen- wir wissen doch nichtmal, was das "beste" überhaupt ist und ob nicht
das grad festgelegte "beste" langfristig nicht das beste ist...

was wir wissen - udn das hat gar nichts mit corona zu tun - ist doch, dass wir je mehr infos wir bekommen die chance darauf
immer grösser wird, daten-infos etc. bekommen die uns weiterhelfen, ein virus (egal welches) zu bekämpfen.

das schlechteste scheint mir, dass wir so tun, als ob corona gar nicht schlimm ist- die sterberrate am besten sogar niedriger ist
weil wir den fehler gemacht haben, alles runterzufahren und am besten noch gerüchte streuen, dass der eigentliche zweck
ist, unsere dna zu bekommen und die pharmaindustrie oder dergleichen dahintersteckt. dass die sich ne goldene nase verdienen
ist dennoch sehr naheliegend, das ist allerdings in ähnlich gelagerten fällen in ganz anderen bereichen genauso. einer profitiert
immer überproportional von "grossereignissen" negativer oder positiver art.

alles haben wir als staat sicher nicht richtig gemacht, aber vieles. über die umsetzung lässt sich manchmal trefflich streiten,
es wäre aber noch unerklärlicher, wenn wir tatsächlich alles richtig gemacht hätten. im vergleich mit vielen anderen staaten,
haben wir -da wären wir wieder bei den pozenten- nach jetziger einschätzung deutlich mehr richtig gemacht als viele
andere staaten, da sehe ich uns unter den ersten 5%.

dies gilt natürlich wirklcih alles nur, wenn die erkenntnis vorhanden ist, dass es corona überhaupt gibt als absoluten negativ hotspot im
bereich epedemien/ pandemien etc.
wer corona als wochenendbelustigung sieht, wird sicherlich zu einem anderen ergebnis kommen.
Ich kann Deinen wirren Ausführungen gerade so spät am Abend nicht ganz folgen aber nur eines-: "Alles haben wir als Staat nicht richtig gemacht"....Wer ist jetzt " wir"?. Bist Du etwa auch Teil des Staates? Steckst Du hinter all den Massnahmen?....Oder identifizierst Du Dich einfach nur mit dem Staat .? Kläre " uns" doch einfach mal auf


Ja, "Staat" sind wir alle, ohne Bevölkerung gibt es nämlich keinen Staat und zur Bevölkerung zählt jeder einzelne, der hier lebt. Und ich kann nicht glaubwürdig staatliche Begünstigungen in Anspruch nehmen,um dann den Staat zum Feindbild erklären, wenn mir eine Maßnahme nicht gefällt.
Zu den Tests:
Ich bin dafür, nach den Sommerferien,wenn alle wieder da sind,einmal komplett pro Bundesland durchzutesten, dann kann auch festgestellt werden, wie hoch der Durchseuchungsgrad ist und wie hoch die aktuelle Zahl an Infektionen ist. Und dann erst können gezielte Schutzmaßnahmen ergriffen werden im Hinblick auf den Herbst.



Darf man denn nach Deinen Ausführungen den Staat kritisieren wenn einem eine Maßnahme ( völlig unabhängig von Corona ) nicht gefällt oder geht das wegen der vielen Begünstigungen die man in Anspruch nimmt dann auch nicht??? Oder erklärt jeder der es wagt den Staat oder staatliche Maßnahmen zu kritisieren ( völlig unabhängig von Corona ) dann den Staat automatisch zum "Feindbild"?

2,866

Friday, July 3rd 2020, 12:10pm

Zitat

Schweden hat in meinen Augen einen Mittelweg beschritten und hat auch relativ wenig getestet. Sie haben verglichen mit ihrer Populationsgröße sehr viele Tote zu beklagen. Eine große Anzahl in Pflegeheimen, dort hat also der Schutz der Risikogruppen weniger gut funktioniert.

@Handballer: Danke für den sachlichen Beitrag. Mir ist schon klar, dass mein post kein Jubelstürme auslöst und wie immer in der Thematik es sehr schnell ins Persönliche oder Unsachliche geht. Umso mehr ist es dann auch mal erfreulich, wenn konstruktive Anmerkungen kommen.

Nur zur Ergänzung: Zu Schweden hatte ich kürzlich auch einen aha-Effekt, nachdem ich die Daten des Statistischen Bundesamtes zu den Sterbefällen rausgesucht hatte. Wie oben ja schon geschrieben, liegen wir unter dem Schnitt der letzten Jahre. Wie sieht das in Schweden aus? Die mediale Berichterstattung über Schweden ist ja klar und du schreibst ja auch, dass Schweden vergleichsweise schlecht da stehen würde. Als Bezug werden üblicherweise die anderen skandinavischen Länder rangezogen, aber warum vergleicht man Schweden nicht mit Schweden? Schaut man sich die Sterbefälle an, dann liegt Schweden in etwa so wie die Jahre davor. Die genauen Zahlen muss ich noch mal ziehen, wenn ich es die nächsten Tage schaffe. Auf jeden Fall jedoch kein peak, der auf das Niveau von 93/94 oder 99/00 geht und deutlich unter 600. Und ja, 75% der Todesfälle gab es wohl in den Altenheimen und Pflegeeinrichtungen. Aber ist das jetzt Covid-spezifisch, oder war das in den letzten Jahren auch schon so? Wenn man jetzt also mal die ganz hohe Flugposition einnimmt, dann ist in Schweden "same procedure as every year" mit der Chance, der Immunisierung. Wir haben den gleichen Status nur ohne Chance auf Immunisierung.

Generell: ja, der Blick auf die anderen Länder muss folgen und bleiben. Natürlich muss aufgeklärt werden, was in Italien los war und warum einige Länder besser weg kamen als andere. Da gibt es aktuell so viele Theorien und Freiheitsgrade wie Sterne am Himmel. Nur hilft uns das für Deutschland gerade gar nicht weiter. Wenn wir so weiter vorgehen wie aktuell, bleiben wir in der Endlosschleife, das ganze basierend auf einer Befürchtung/Bewertung, die so nachweislich nicht eingetreten ist.
Nun, man kann sicherlich Schweden mit Schweden vergleichen, möchte ich aber den Vergleich zur Situation haben, so ist doch der Vergleich zu anderen Ländern in der Regel sinnvoller.
Die Sterbetafeln der letzten Jahre können doch gut mit den Ereignissen der Zeit erklärt werden. Grippesaison 2018, Hitzewellen 2018/19 etc.
Diese Ausschläge sind in deiner Statistik mit eingepreist, ohne jede Korrektur. Glättet man die Statistik um solche Peaks kann man sogar in Deutschland die Coronatoten erkennen und das bei grad mal kleiner 1% der Gesamtsterblichkeit pro Jahr.

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Friday, July 3rd 2020, 5:42pm

es kann doch jeder entscheiden, ob er den weg den schweden bestritten hat, gut findet oder nicht :
fakt ist :
schweden hat doch jetzt schon mehr tote pro 100.000 wie wir es trotz corona normalerweise in den näcshten
2 jahren nicht erreichen werden -
wo dann die argumentation liegen soll, dass mit welchen ausreden auch immer (zb. haben alle staaten mit altenheimen das gleiche problem)
schweden vorsichtig ausgedrückt nicht als "nicht gelungen" bezeichnet werden soll ? der oberepidemologe dort hat auch schon öffentlich
eingeräumt, dass etliche massnahmen einfach zu spät waren.....
warum müssen wir dann versuchen, es besser reden zu wollen als die zahlen es deutlich ausdrücken ?

und ja- es muss ein abgleich mit anderen ländern erfolgen ....machen wir-sorry -unsere entscheidungsträger ganz sicherlich seit langem ....
aber gefordert sin doch duetlich eher die anderen länder, deren daten erheblich schlechter sind als usnere- deren interesse müsste dann doch daran liegen : warum sind die zahlen in germany besser als bei uns ? gut-der verschwörer wird sagen : unsere zahlen sind geschönt-
gegen solche gedanken lässt sich auch nichts sagen, da hilft dann auch keine diskussion.
und ja- wer dann seine eigenen angaben als gegeben ansieht- gleichfalls von dna übernahmen erzählt und uns in einer endlosschleife
wähnt (worin befinden sich dann die 98% der länder mit schlechteren werten) , der legt auch sicherlich selbst fest, welche argumente
für ihn konstruktiv sind - was aber dann tatsächlich (und da kann jeder selbst googeln in fachliteratur verschörungstheoretiker) deutlich
mit sogar anmerkung von dna-zahlenspielereien die leicht als falsch nachzuvollziehen sind , auf einen bestimmen bereich hinweist.

natürlich darf auch die befürchtung/ bewertung die nachweislich nicht eingetreten ist , nicht fehlen....
das liegt dann nicht an der tatsächlich insgesamt sehr guten lesitung der handelnden und entscheider-
der nachweis liegt an der eigenen auf/ berechnung dessen, der nur seine eigenen argumente sieht....

gut dass unser staat auch andere argumente gesehen hat- sonst wären wir insgesamt sicherlich schlechter dabei weggekommen-
von nachweislich will ich jetzt erst gar nicht reden...da sprechen die zahlen für sich

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Friday, July 3rd 2020, 9:00pm

Generell: ja, der Blick auf die anderen Länder muss folgen und bleiben. Natürlich muss aufgeklärt werden, was in Italien los war und warum einige Länder besser weg kamen als andere. Da gibt es aktuell so viele Theorien und Freiheitsgrade wie Sterne am Himmel. Nur hilft uns das für Deutschland gerade gar nicht weiter. Wenn wir so weiter vorgehen wie aktuell, bleiben wir in der Endlosschleife, das ganze basierend auf einer Befürchtung/Bewertung, die so nachweislich nicht eingetreten ist.

Auch hier kann ich zwar deine Gedanken nachvollziehen; ich halte sie aber nicht für schlüssig. Meines Wissens ist man auch noch weit weg von einer Herdenimmunität. Ich denke, unser Wissen ist noch unzureichend, um in vielen Fällen über anekdotisches Wissen hinauszugehen. Man liest von leichten Erkrankungen, die auch nach Monaten starke Beeinträchtigungen nach sich ziehen.
Desto mehr wir wissen, um so besser können wir einschätzen was richtig war und was falsch. Aber man kann Entscheidungen nicht nach dem Beurteilen, was man heute weiss, sondern daran, was man zu diesem Zeitpunkt wusste oder annehmen konnte.
Deshalb war der Lockdown in meinen Augen richtig.
Und was wir heute wissen ist folgendes:
- Schmierinfektionen haben eine geringere Auswirkung als ursprünglich angenommen.
- Viele Ansteckungen erfolgen über Aersosole.
- Heftiges Atmen erhöht die Gefahr, die von einem Virenträger ausgeht
- Kalte/Kühle Temperaturen lassen den Virus länger überleben
-Innenräume begünstigen die Ausbreitung

Aber es gibt viele Dinge, die wir noch nicht wissen:
- Sind Kinder und Jugendliche weniger ansteckend?
- Was sind die Langzeitfolge, auch von leichten, Verläufen?
- Wie lange bleibt man immun?
- Was sind die besten Behandungsmethoden?
- Wieviele haben sich schon angesteckt?
- Was sind wirksame Maßnahmen, die nicht so einschränkend sind, wie ein Lockdown?

Ich kann jeden verstehen, der sein altes Leben zurück haben möchte.

Aber ich befürchte, dass es noch länger dauern könnte.

Insbesondere dann, wenn wir uns als Gesellschaft nicht einigen können, wie wir uns im allgemeinen verhalten sollten.

Ich wünsche allen Gesundheit und Kraft, diese Sitation durchzustehen.

JA!

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Friday, July 3rd 2020, 10:20pm

Sehr schöner Beitrag @handballer 2105. Hinterher wissen, was vorher besser gewesen wäre, ist meistens einfach. In diesem Fall ist selbst das nicht klar.

Für immer erster deutscher Championsleaguesieger!

Magdeburg ist Handball, Handball ist Magdeburg. So ist das! (J.Abati)

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Yesterday, 10:20am

Zur Frage, was man von anderen Ländern bei der Virusbekämpfung lernen kann und wie Deutschland international so abschneidet:
https://www.n-tv.de/wissen/Drei-Laender-…le21887032.html

hlp

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Yesterday, 12:46pm

Ich bin mir nicht sicher was die Sprache, der allgemeine O-Ton mit uns macht. Man wird ja eh täglich bombardiert. Aber wenn ich z. B. lese, dass in der Schweiz die 2. Welle jetzt mit Wucht kommt und dann steht da was von gut 160 Neuinfektionen, dann weiß ich echt nicht, was ich davon halten soll. Ist das jetzt für ein ganzes Land, dass seit 22.06. praktisch alle Beschränkungen aufgehoben hat wirklich so viel, dass man von einer 2. Welle mit Wucht sprechen kann?
Also ich finde die Sprache und die Drohkulisse, die da aufgebaut wird echt etwas zu stark. Das verkehrt sich dann in der Wahrnehmung vieler Menschen evtl. wirklich zur Panikmache, Hysterie und Übertreibung.
Bisher ist bei uns alles was angedroht wurde ausgeblieben. Ich will auf keinen Fall Gefahren herunterspielen, aber sollte man die ganze Diskussion vielleicht nicht mal etwas versachlichen und an die tatsächlichen Gegebenheiten anpassen? ?(
Der Kritiker ist der wahre Optimist. Zitat: Jaron Lanier!
Die Verklärung der Wirklichkeit gilt als größte Stärke des Optimisten!

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Yesterday, 4:43pm

Die Wortwahl, "mit Wucht" ist sicherlich übertrieben-reißerisch
aber die gemittelten Zahlen der letzten Woche entsprechen in etwa der Zeit im März, sollten sie sich wie damals fortschreiben lassen, gibt es schnell wieder eine gewaltige Explosion. Bezieht sich der neuerliche Anstieg allerdings auf einen Hotspot wie bei uns bei Tönnies oder ein Hochhaus, einen Gottesdienst, wäre der Anstieg insgesamt zu vernachlässigen.
Ähnlich verhalten sich übrigens gerade die Werte in Österreich und auch in Belgien könnte bald so eine Tendenz abzulesen sein.
Im Anfang war das Nichts - und das ist dann explodiert." (Terry Pratchett)
1990 + 1974 - 1954 = 2010 (nur ein kleiner RECHENFEHLER)

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Yesterday, 5:35pm


Bisher ist bei uns alles was angedroht wurde ausgeblieben. Ich will auf keinen Fall Gefahren herunterspielen, aber sollte man die ganze Diskussion vielleicht nicht mal etwas versachlichen und an die tatsächlichen Gegebenheiten anpassen? ?(
https://de.wikipedia.org/wiki/Pr%C3%A4ve…ntionsparadoxon

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Yesterday, 7:04pm

wenn jetzt die gleichen zahlen an neuinfektionen wären-
wäre der jeweilige staat in jedem fall besser darauf vorbereitet-
es wäre also damit wesentlich besser beherrschbar -soweit man das überhaupt sagen kann...

vergleiche mit staaten in denen man nicht unbedingt an korrekte zahlen glauben kann -zb südkorea-
halte ich zumindest für sehr schwierig

ich sehe i.ü. schon seit wochen, dass das was in etwa "angedroht" wurde, auch eingetroffen ist-
jeweils immer unter der berücksichtigung, dass jeweils neue "androhungen" neuen sachlagen angepasst wurden-
insofern sehe ich bei den entscheidern udn ärzten etc. fast nur sachliche udn den gegebenheiten angepasste stellungnahmen-
ausnahmen wird es da immer geben - allein schon, weil man derzeit mit corona als arzt natürlich schnell in die medien kommt.....
die anderen ausnahmen beziehen sich m.e. auf die regionalen hotspots- aber auch da kann ich zumindest ein den
gesamtumständen angemessenes vorgehen und handeln erkennen -
was nicht heisst, dass alles richtig gemacht wird/ wurde-
dies wird man abschliessend wohl nie zu 100% richtig bewerten können

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Yesterday, 11:06pm

https://de.wikipedia.org/wiki/Pr%C3%A4ve…ntionsparadoxon

Ich weiß nicht, was der hingerotzte Link mir jetzt sagen soll, aber ich stelle die bisher getroffenen Maßnahmen und ihre Wirkung überhaupt nicht in Abrede, aber z. B. die ganzen Demos haben keinen signifikanten Anstieg gebracht bisher, die ganzen Lockerungen allgemein eigentlich auch nicht, aber es wird immer orakelt, dass da was kommen könnte.
Das ist ja sicher auch nicht falsch, aber es nervt irgendwie auch, weil es was vom permanenten Teufel an die Wand malen hat.
Gestern im Bundestag wurde beim Hammelsprung massiv gegen die elementaren Coronaregeln Abstand und Maske verstoßen. Mal sehen, ob der Bundestag der nächste Hotspot wird.
Die Promikuschelparty im Borchardt mit über 100 Teilnehmern blieb auch folgenlos. Schön, wenn man zu einer Gruppe gehört, die da nicht ganz so diszipliniert sein müssen. Fühlt sich für die sicherlich gut an, fast wie bis Anfang März, nur das man sich jetzt dafür etwas verschämt entschuldigen muss, aber sorry, man ist doch auch einfach nur Mensch. :unschuldig:
Der Kritiker ist der wahre Optimist. Zitat: Jaron Lanier!
Die Verklärung der Wirklichkeit gilt als größte Stärke des Optimisten!

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Yesterday, 11:17pm

In Berlin haben sie wirklich nicht mehr alle Latten beisammen. Während beim Pokalfinale ein paar hundert Vermummte mit reichlich Abstand offenbar aus reiner Symbolik im weiten Rund sitzen machen die Politiker beim Hammelsprung fröhlich aufGruppenkuscheln. Schäuble und noch 2 konnte man auf einem Foto mit Maske erkennen, der Rest kuschelte fröhlich ohne
Wie ist der Stand der Bußgeldverfahren?

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Yesterday, 11:33pm

https://de.wikipedia.org/wiki/Pr%C3%A4ve…ntionsparadoxon

Ich weiß nicht, was der hingerotzte Link mir jetzt sagen soll, aber ich stelle die bisher getroffenen Maßnahmen und ihre Wirkung überhaupt nicht in Abrede, aber z. B. die ganzen Demos haben keinen signifikanten Anstieg gebracht bisher, die ganzen Lockerungen allgemein eigentlich auch nicht, aber es wird immer orakelt, dass da was kommen könnte.
Das ist ja sicher auch nicht falsch, aber es nervt irgendwie auch, weil es was vom permanenten Teufel an die Wand malen hat.
Gestern im Bundestag wurde beim Hammelsprung massiv gegen die elementaren Coronaregeln Abstand und Maske verstoßen. Mal sehen, ob der Bundestag der nächste Hotspot wird.
Die Promikuschelparty im Borchardt mit über 100 Teilnehmern blieb auch folgenlos. Schön, wenn man zu einer Gruppe gehört, die da nicht ganz so diszipliniert sein müssen. Fühlt sich für die sicherlich gut an, fast wie bis Anfang März, nur das man sich jetzt dafür etwas verschämt entschuldigen muss, aber sorry, man ist doch auch einfach nur Mensch. :unschuldig:


Du verwechselst da Ursache mit Wirkung. Natürlich ist mittlerweile klar, dass bei größeren Mengen im freien, die Spreadings nicht ganz so schlimm sind wie drinnen...aber es würde trotzdem passieren.

Das es jetzt bei vielen Gelegenheiten wo sich sehr viele Menschen versammelt haben nicht passiert ist, liegt an den bisherigen Maßnahmen. Durch den soften Lockdown in Deutschland, der offenbar zum richtigen Zeitpunkt kam, wurde die Fallzahl und damit auch die Zahl der aktiven, infektiösen Fälle weit nach unten gedrückt.

Daher kann es schlichtweg sein das bei einer Großdemo mit mehreren tausend Menschen niemand Corona hat und folglich auch niemand ansteckt. Es liegt nicht daran das die Warnungen vor solchen Versammlungen falsch waren. Das sieht man in den USA glaube ich ganz gut, wo die Wahrscheinlichkeit sehr hoch ist, das bei solchen Veranstaltungen Leute Corona haben.

Deswegen ist der Link halt richtig bzw. unten der Abschnitt über Covid19

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Today, 1:41am

Ich streite nix ab und verwechsele auch nichts, aber wir sind eben auch nicht die USA.
Oder anders gesagt. Was haben wir denn jetzt davon, dass wir so eine niedrige Verbreitung des Virus haben? Bisher Verbote bis zum St. Nimmerleinstag. Ich werde langsam etwas quengelig. Ich würde gern wieder mehr Entscheidungsfreiheit und Eigenverantwortung im Leben haben. Selber entscheiden, ob ich irgendwo hingehe oder es lieber lasse. Ich glaube, dass der Punkt bald erreicht ist, wo die Maßnahmen gegen das Virus mehr Schaden anrichten als das Virus selbst. Bei uns hier wohlgemerkt und nicht in den USA.
Der Kritiker ist der wahre Optimist. Zitat: Jaron Lanier!
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