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Jaydeeblue

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921

Monday, April 6th 2020, 10:29pm

dass es jeden treffen kann.

Die Frage ist ja nicht wen es trifft, sondern wann...
Solange es keinen Impfstoff gibt wird es auch so bleiben
Und das war von Anfang an die Aussage der Experten (Drosten, Wieler) das die empfohlenen Maßnahmen nur dazu dienen, das Aufkommen zu strecken um das Gesundheitssystem nicht zu überlasten.
Wenn man das im Kopf behält sind viele Beiträge hier im Forum etwas daneben.
Ich finde Diskussion darf aber auch nicht verboten sein.
Und ganz gleich was man, ich nenne es mal, der Corona Task Force auch vorwerfen möchte oder eben nicht, sie lassen mir zu viele wichtige Fragen offen.

Wichtige Fragen, die vielleicht das RKI als unwichtig empfindet, aber dann müsste eben die Politik sich auch mal solchen Fragen stellen.
Noch trauen sich das Wenige, aber das wird sich ändern (und erinnert mich ganz, ganz stark an 2015)!
Natürlich ist jetzt auch die Zeit, dass Spinner aus den Löchern kriechen, aber es gibt ja sehr wohl auch bei der einen oder anderen Sachfrage unterschiedliche Ansätze.

Mir erschließt es sich bsw. bis heute nicht warum es keine Unterscheidung zwischen "an" oder "mit" Corona gestorben gibt.
Wieler selber sagte mal vor rund einer Woche, dass es aktuelle in Berlin einen Patienten gab, der an Herzversagen starb, aber aufgrund seiner Infektion natürlich als Corona Toter gezählt werde.

Und noch viel weniger mag ich mir vorstellen was passiert wenn der schwedische Weg sich am Ende als genauso "erfolgreich" (keine Ahnung wie man so etwas nennen soll, wenn es um Infektionstote geht) war, wir aber dafür zig Hunderttausende kleine Unternehmer (Blumenladen, Frisör, Cafe, Imbiss, Boutique usw.) in den Ruin getrieben haben (inklusive deren Familien & Angestellten). Ich habe keine Ahnung, ob es am Ende des Jahres 2020 wirklich mehr Tote gab als im Durchschnittsjahr. Ich bin mir aber sehr sicher, dass dieses und nächstes Jahr Rekordjahre in Sachen Selbstmord und Depression werden wird.

TCLIP

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922

Monday, April 6th 2020, 10:45pm

also erstmal werden wir nicht zig hunderttausende kleine unternehmer in den ruin getrieben haben...

und dann ist schweden wir auch jedes andere land, immer für sich zu betrachten-
wir haben im saarland die meisten beschränkungen zuerst gehabt- warum...?...nähe zu frankreichs hochpandemiegebiet...
also einzelfallentscheidung-
schweden zb. hat sicherlich nicht die bevölkerungsdichte wie wir- ich tippe zb. viel mehr wasserbereiche etc.
ob sowas nachher von bedeutung ist- wissen wir alle nicht-
hoffen wir, dass die schweden glücklicherweise recht behalten-was ich selbst für schwierig halte......

und ich halte es für normal, dass wichtige fragen eine zeitlang auf bleiben- es kann sie keiner genau oder der nötigen sicherheit beantworten-
und da bin ich dann auch froh, dass sich die politiker i.a. meist zurücknehmen und tatsächlich dem rki vertrauen....

kuestentanne

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923

Monday, April 6th 2020, 11:52pm

Schweden und dünner besiedelt, stimmt zwar, ist aber dank Verstädterung irrelevant.
Der Chef der Folkshälsomyndigheten meinte in einem Interview, dass man vielleicht erst in 5 Jahren im Nachhinein erkennen kann, welche Strategie die Bessere war.
Er meint auch, das der schwedische Weg, der ja so anders gar nicht sei, damit zu tun habe, dass man vor einiger Zeit, Folkshälsa (Volksgesundheit), smittskydd (Infektionsschutz) und Teile der Sozialbehörde umter einem Dach vereint habe.
So sei es eben zu der Entscheidung gekommen, die Schulen bis zur Mittelstufe und Vorschulen offen zu lassen verkürzt gesagt imSinne des Kindeswohl.

Ich habe mich an alle Empfehlungen gehalten, habe ja aber Kinder in der Schule und kann nicht Homeoffice arbeiten.
Und so habe ich seit 3 Tagen Symptome, die covid-19 sein könnten. Da es mir aber nicht richtig dreckig geht, werde ich nicht getestet und weiß es nicht.
Nun hocke ich samt Familie zu Hause und hoffe, dass ich bald symptomfrei bin und dann noch 2 Tage und habe dann hoffentlich meine Beitrag zur Herdenimmunität geleistet.

924

Tuesday, April 7th 2020, 6:59am

Gute Besserung!

925

Tuesday, April 7th 2020, 8:55am

....die Gefahren des Virus werden uns im Falle Johnson vor Augen geführt! (Krankheitsverläufe sind kaum medizinisch beeinflussbar, allenfalls in begrenztem Umfange symptomatisch ).

Das sollte zu Demut anleiten - bei allen anstehenden Entscheidungen!

Ps. Alles Gute Tanne! Und Danke für den Einblick

2. Ps. ich finde diese von Lothar berichtete Erfahrung von Anfang März auch sehr interessant: Corona-Virus
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Mannheim66

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926

Tuesday, April 7th 2020, 9:00am

Sagen wir es einmal so: B.Johnson hat trotz Erkrankung wohl Full Time weitergearbeitet. Davon ist eigentlich bei jeder Infektion abzuraten. Meine Frau lag letztes Jahr mit schwerer Grippe fast 2 Wochen im Bett. Hätte sie da weitergearbeitet wäre sie sicher auch in die Klinik gekommen oder schlimmeres.

927

Tuesday, April 7th 2020, 9:10am

@Mannheim: Das stimmt nach den Meldungen in der britischen Presse so nicht - er war in den letzten Tagen nur phasenweise arbeitsfähig. Natürlich wurde der Eindruck erweckt....die Symbolik des Krankheitsfalls wurde natürlich gesehen

Es ist ein Blindflug. mittlerweile werden sogar Standards (in der öffentlichen Meinung) mit plausiblen Gründen angezweifelt https://zeitung.faz.net/faz/deutschland-…met/446121.html. Es ist ein weitgehender Blindflug!

Ein Verlassen auf irgendwelche medizinische Kennzahlen wie Beatmungsgeräte oder Intensivbetten (von denen jetzt in Deutschland plötzlich etliche 1000 statistisch wieder 'verschwunden' sein sollen) ist vielleicht wichtig für das Herausstellen des nationalen Egos, aber...
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Arcosh

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928

Tuesday, April 7th 2020, 9:21am

Dass wissenschaftliche und medizinische Erkenntnisse einem stetigen Wandel unterliegen hat nichts mit "Blindflug" zu tun. Das Wissen über das Virus wird täglich erweitert und in diesem Zuge können auch einzelne Annahmen durch eine umfassendere Datenlage falsifiziert werden.

Mannheim66

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929

Tuesday, April 7th 2020, 9:22am

Also laut z B einem Bericht von welt online habe B.Johnson sich keine wirkliche Erholung gegönnt und die Regierungsgeschäfte voll umfänglich weitergeführt. Man beruft sich auf Mitteilungen von seinen Beratern.

930

Tuesday, April 7th 2020, 9:36am

@arcosh: ich glaub, da unterschätzt du den Zeithorizont, der üblicherweise zur Generierung eines Wissen mit halbwegs fundierten 'Wahrheitsanspruch' benötigt wird..

Natürlich wird jeden Tag eine Unmenge an Wissen publiziert - bzw. Publikationen werden schnell zusammengeschustert, die auf einem fragwürdigen Studiendesign basieren (sofern man da überhaupt von Studien sprechen kann und das nicht eher Fallbeobachtungen usw. sind)
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931

Tuesday, April 7th 2020, 11:32am

Der verlinkte Artikel ist interessant, genügt aber nicht für eine Generalkritik. "In China wurde zu früh intubiert", das mag schon sein, reicht aber nicht als Kritik an der aktuellen Strategie in Deutschland. Desweiteren denke ich, wie arcosh, dass ein Hinterfragen der Standards natürlich selbstverständlich ist und auch praktiziert wird. Dies als Fehler im System zu sehen halte ich für falsch. Der interviewte Pneumologe dokumentiert dies, indem er sagt, dass jeder (!) seiner Patienten ein CT der Lunge bekommen hatte. Das ist ein Vorgehen, das eindeutig den aktuellen Standards nicht entspricht, dennoch weicht er aus gewissen Gründen von ihnen ab. Ob er mit seinem Weg recht hat, wird sich zeigen.

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932

Tuesday, April 7th 2020, 1:17pm

für mich stellt sich da auch nicht die frage, ob jemand mal von etwas abweicht wie der pneumologe-
ich denke, dass die dort in erster veranwortung stehenden personen etliche fallentscheidungen zu treffen haben,
die in sich voneinander abweichen weil unterschiedliche voraussetzungen vorliegen-
ich glaube aber auch, dass grad bei uns dies bis jetzt zu einem ergebnis führt, auf dass diese leute auch
stolz sein können - alles richtig geht eh nicht- mehr richtig sehe ich i.a. nirgendwo- mehr falsch sehe ich bei etlichen anderen...

und jeder verantwortungsvolle arzt wird sich doch auch immer überlegen, ob und wie er die allerneuesten erkenntnisse
mit einfliessen lässt - da sehe ich nun bei uns auch keinen ansatz für, dies zu kritisieren.

933

Wednesday, April 8th 2020, 11:37pm

Zitat

Italien am 04.03. ca. 100 Tote, 10 Tage später 1000
Deutschland am 23.03. erstmals über 100 am 02.04. über 1000

in beiden Ländern innerhalb von 10 Tagen von 100 auf 1000
in beiden Ländern ca. 4 Tage von ~500 auf ~1000

die Verläufe sind fast identisch, eben um 18 Tage verschoben.

Sind die Anzahlen an mild/stark/Schlauch- Krankheitsverläufen auch annähernd gleich, wovon ich ausgehe, werden wir in 14 Tagen über 10.000 Tote haben, hoffentlich ein bisschen weniger durch die getroffenen Maßnahmen.
Vergleicht man die Zahlen, von 1000 bis 2000 dann scheint es für Deutschland, auch hinsichtlich einer um ca. 20 Mio. größeren Bevölkerung besser auszugehen.
Italien 4 Tage
Deutschland 5 Tage.
Vielleicht zeigt sich hier der etwas frühere Beginn der Massnahmen. Kollabiert das Gesundheitssystem werden die Steigerungen entsprechend steiler, so das ich hoffe, dass der Spread zu Italien weiter steigt.

Gesendet von meinem Nokia 6.1 Plus mit Tapatalk

934

Thursday, April 9th 2020, 10:14am

Apropos Italien.

Es schmerzt wirklich, dass wir Deutschen dort nicht mehr geholfen haben. Unsere Top-Europäerinnen Merkel und von der Leyen haben es leider verpasst hier konkrete sichtbare Hilfe zu leisten. Jetzt nutzt Salvini das umfänglich aus und schafft das Feindbild Merkeldeutschland. Wir kümmern uns immer um die ganze Welt, aber hier haben wir versagt bzw. gäbe es menschlich erheblichen Nachholbedarf.

Es geht hier um Gesten und aktive Hilfen und nicht um Kohle!

Hoffentlich kommt da noch was. Das betrifft im übrigen uns alle.

In diesen Zeiten ist jeder grenzüberschreitende Zuspruch Gold wert. Wir sind im Urlaub immer gerne in diesen Ländern. Wir sollte alle Kanäle nutzen und versuchen die Verbundenheit zu demonstrieren, die unsere Politiker leider verschlafen haben.

Ich hoffe, dass mein Post nicht gestrichen wird. Es ist nur ein Aufruf zu aktiver Verbundenheit mit Europa.

935

Thursday, April 9th 2020, 10:30am

Apropos Italien.

Es schmerzt wirklich, dass wir Deutschen dort nicht mehr geholfen haben. Unsere Top-Europäerinnen Merkel und von der Leyen haben es leider verpasst hier konkrete sichtbare Hilfe zu leisten. Jetzt nutzt Salvini das umfänglich aus und schafft das Feindbild Merkeldeutschland. Wir kümmern uns immer um die ganze Welt, aber hier haben wir versagt bzw. gäbe es menschlich erheblichen Nachholbedarf.


Wir haben dabei sicherlich keine gute Figur abgegeben, das man sofort als es in Italien losging, die Exportstops für diverse medizinische Güter gemacht hat zum Beispiel.
Aber: Das gilt leider für alle Länder, denn Frankreich und Co sind da auf dem Fuße gefolgt.

Damit will ich Deutschland gar nicht in Schutz nehmen, aber eine explizite Deutschlandfeindlichkeit mit Deutschland als Ursache aller Probleme ist schon ein sehr alter Punkt von Savini, den er jetzt halt wieder aufgreift. Damit nutzt er in der Krise zudem fast den einzigen Ansatzpunkt für eine rechtspopulistische Partei relevant zu bleiben (solange sie nicht die Regierung stellt). Dieses kritisierte Verhalten ist witzigerweise genau das was Salvini und Co immer propagieren. Bloß keine Solidarität und Hilfe mit anderen Ländern.

936

Thursday, April 9th 2020, 10:37am

Stimmt Paul.

Aber Großmut täte gut.

Laschet profiliert sich momentan an allen Ecken und Enden mit unterschiedlichem Profil. Seine grenzüberschreitende Kooperation mit Holland und Belgien ist eine seiner besseren Aktionen.

Solche gemeinsamen europäischen Maßnahmen und Hilfen sind einfach nur wichtig!!

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937

Thursday, April 9th 2020, 10:46am

paul jonas

genau das ist es, was salvini und co immer vorgelebt und propagiert haben...

deshalb habe ich zb überhaupt kein schlechtes gewissen gegenüber italien-
ich möchte auch nicht wissen, wenn wir "material" freigegeben hätten und jetzt würden sie uns fehlen, was dann los wäre-
mit der aufnahme von intensivpatienten haben wir sicherlich ein deutliches zeichen gesetzt- ganz bestimmt auch, dass nach den
vorliegenden zahlen und eigenen zu erwartenden intensivfällen wir trotzdem nach abwägung dies machen können.

ich bin da eher in anderen teilen pragmatisch :
besondere situation - also europaweit 10 cent auf jeden liter sprit-
keine sonderangebote sondern den unterschied zum normalpreis auch in den coronatopf-
mautgebühren 10% hoch-
um nur beispiele zu nennen

dafür
bestimmte personengruppen mit monatlichen steuerfreien zahlungen zu belohnen (500 euro/ 1000 euro)-
alle überstunden in dem personenbereich steuerfrei-
zb. vereinfachte übernahme in den bat- bereich
um auch nur beispiele zu nennen

Harpiks

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938

Thursday, April 9th 2020, 10:46am

Als es noch keinen Ausgangsbeschränkungen/Kontaktsperren gab, konnte man mit ziemlicher Sicherheit die Infektionsherde lokalisieren - z.b. Skigebiete, Karnevalsveranstaltung, ein Kirchenkonzert, usw. Das gibt es ja jetzt alles nicht mehr. Mich würde mal interessieren, warum sich Neuinfektionen trotzdem immer noch auf einem stetigen Niveau befinden. Es sollte doch jetzt leichter sein, bestimmte Infektionsketten nachzuverfolgen?

TCLIP

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939

Thursday, April 9th 2020, 10:51am

nuvolo

da bin ich bei dir mit belgien-holland etc ,
nur italien sehe ich deutlich anders...

aber insgesamt bringen wir unseren kids bei, dass man auch selbst eine lesitung bringen muss, um etwas zurückzubekommen.
das sehe ich zb. übertragen bei italien nciht unbedingt so - vereinfacht gesagt, hereinleben in den eu alltag, seit jahren mit
immerwährenden drohungen gegen die eu zu glänzen, aber gleichfalls im eigenen land ganz bedeutende sachen wie mafia,
steuergesetzumsetzung, gesundheitssystem etc. deutlich schleifen zu lassen...
was sicher nicht heisst, dass man ihnen nicht hilft- dies aber nur im rahmen dessen, dass man selbst so "sicher" wie nötig bleibt...

Skinny Urios

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940

Thursday, April 9th 2020, 11:08am

Corona stellt halt die Europäische Idee auf eine sehr harte Probe. Ist der europäische Gedanke nur ein Lippenbekenntnis oder steht man in kritischen Zeiten wirklich enger zusammen denn je? In der Hinsicht hätte die Pandemie sogar eine Chance für Europa sein können.

Populistische Trittbrettfahrer wird es immer geben, die dankbar die Kritik an der einen oder anderen Entscheidung oder Nicht-Entscheidung lancieren werden.
Es stellt sich aus meiner Sicht jedoch die Frage, ob man nicht den Fokus auf Menschlichkeit und Hilfsbereitschaft legen sollte oder ob man die wenigen Lauten mit ihren Parolen auf lange Sicht gewinnen lassen will.

Es wäre aus meiner Sicht richtig und wichtig gewesen, unmittelbar Italien Unterstützung zuzusagen - und zwar aus dem Grund, weil es nach unserem Werteverständnis das Richtige ist. Einfach als demonstratives Signal, dass man an Europa glaubt und nicht individuell abwägt: "Die haben es verdient, die eher nicht.."



Eine Wagenburg-Mentalität wäre jetzt das Schlimmste was Europa passieren kann (parallel zu allem menschlichem Leid)!

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