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Wednesday, September 18th 2019, 11:19am

Wiedereinstieg mit 27 (Torwart)

Moin in die Runde!

Ich bin nach ein wenig Gesuche hier auf das Forum gestoßen und habe relativ schnell gemerkt das ich mit meinem Anliegen hier wohl richtig sein könnte.

Ganz Kurz: Nach gut 5 Jahren Handballpause juckt es plötzlich wieder in den Fingern und ich überlege stark mit 27 Jahren zurück ins Handballtor zu kehren.
Zu mir: Ich habe zuletzt Landesliga als Torwart in zweiter Reihe gespielt und war dort als unkonventionelle Alternative eingesetzt worden, da meine erste Handballpause in die für die Grundtechniken recht wichtigen Jahre der B- und A-Jugend gefallen sind. In dieser Pause blieb ich allerdings dem Sports als Trainer erhalten, diesen Vorteil habe ich dieses Mal nicht mehr. Um weiter fit zu bleiben habe ich in den letzten Jahren auf fast tiefster Amateurebene Fußball gespielt und bin zudem seit gut einem Jahr sehr aktiv im Fitnessstudio. Rein von der körperlichen Verfassung bin ich deutlich fitter als noch mit 22. An sich war ich mit alledem auch zufrieden, doch nachdem ich neulich seit Jahren mal wieder in einer Halle war, den Geruch und das quietschen der Schuhe wieder hautnah miterlebt habe, hat es mich voll erwischt. Ich habe einfach richtig Bock mir wieder die Pille um die Ohren jagen zu lassen.

So entstand erstmal folgender Plan: Bis Ende der Hinrunde bleibe ich meiner Fußballmannschaft erhalten (um nicht plötzlich Personalnot zu schaffen), ab November würde ich mich dann darum kümmern wieder für den Handball fit zu werden. Sprich: Beweglichkeit, Reflexe, Bewegungsabläufe wieder reinbekommen, außerdem sich darum kümmern das man 1 - 3 mal die Woche irgendwo für eine Stunde in eine Halle kommt und auch mal wieder den Ball auf die Kiste gezimmert bekommt. Je nach Bedarf würde ich dann im neuen Jahr auf tiefer Regionsebene bei meinen Bruder in Team mit einsteigen wollen (ein weiterer Anreiz mal mit ihm zusammenspielen zu können). Bei dem ganzen Ablauf bin ich mir soweit auch ziemlich sicher.

Jetzt eigentlich die Frage die mich so richtig beschäftigt: Meint ihr es ist utopisch noch einmal auf das Niveau in der Landesliga heranzukommen? Ich habe mir damals keine neue Mannschaft gesucht weil ich zum einen keine Lust auf Fahrerei zum Training hatte (nächste Mannschaft auf dem Niveau mindestens 20 Minuten entfernt) und ich zum anderen vom aushelfen in der dritten Herren meines damaligen Vereins wusste, dass mich diese untere Regionsebene weder sportlich genug fordert, noch ich groß Lust darauf hatte die ganzen Sporthallen die ich noch aus der D-Jugend kannte abzutingeln.

Eventuell kennt ihr ja ähnliche Fälle, habt es selber vielleicht sogar schon erlebt sich mit Ende 20 doch nochmal wieder an die Herausforderung zu wagen. In jedem Fall freue ich mich auf Meinungen und Rat!

Achja, abgesehen vom provisorisch überstreckten Ellenbogen bin ich ohne bemerkenswerte Verletzungen oder Wehwechen durch mein Sportlerleben gekommen. Auch nicht ganz so unwichtig.

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Monday, February 10th 2020, 12:58pm

Im Falle dessen, dass jemand mit ähnlichen Gedankenspielen auf diesen Thread stößt und sich ärgert das es keine Antworten gab kommt mal ein kleiner Zwischenstand von mir.

Die Motivation wuchs nach meinem Post immer weiter, sodass ich mich recht kurzfristig bei der Mannschaft meines Bruders zum Training angemeldet habe. Nachdem ich dies ehemaligen Mannschaftskollegen erzählt habe, luden diese mich zum Training bei ihnen ein. Inzwischen spielt mein „ehemaliges“ Team nicht mehr Landesliga, sondern sogar Verbandsliga. Ich ließ mir die Option offen und hatte somit zwei Mannschaften mit gravierendem Leistungsunterschied für ein Probetraining zur Auswahl. Das erste Training bei der unterklassigen Mannschaft lief beängstigend gut. Nach der zweiten Einheit wusste ich das mir diese Ebene keine ausreichende sportliche Herausforderung bieten könnte. Spätestens nach ein paar Einheiten bei meinen alten Jungs habe ich mich dann entschieden es nochmal weiter oben zu versuchen, die beste Entscheidung die ich treffen konnte. In meinem ersten Spiel als Ersatz musste ich direkt über 60 Minuten ran, da sich mein Torwartkollege beim warmmachen verletzte. Habe eine solide Partie gespielt und mache seitdem Woche für Woche Fortschritte. Long story short: Das Bewegungsgedächtnis ist schon beeindruckend, die Grundbewegungen verlernt man einfach nicht und gerade die enormen einfachen Fortschritte in den ersten Wochen motivieren immens. Also, wenn man nochmal Bock bekommt nach jahrelanger Pause: Einfach eine passende Truppe finden, zum Training gehen und machen!

MamaLeone

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Monday, February 10th 2020, 1:49pm

Ich hatte eine Pause zwischen 20 und 29 Jahre und mir ging es ähnlich wie dir. Mehr sogar, ich bin im 2. Anlauf viel bewusster an die Sache ran gegangen und hatte somit einen viel besseren Spielüberblick. Und der Körper hatte nach ein paar Trainingseinheiten die meisten Automatismen wieder drin.

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