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Friday, January 31st 2020, 9:09pm

Rechtshänder auf RR / keine Körperwringung

Vielleicht kann mir jemand weiterhelfen...
Wenn ihr Rechtshänder auf RR habt, wie lasst ihr diese ins Zentrum anlaufen. Mir geht es um die Körperwringung.
Folgendes Beispiel - die RR wird über einen Kreisel oder Kreuz auf der RM in Wurfposition gebracht. Hier habe ich das Problem, dass RR es nicht schafft die notwendige Körperwringung bei der Ballannahme gegen die Wurfarmseite zu erzielen. Dadurch entsteht Rückenlage (linke Schulter ist nicht vorne) und der Wurfarm "knickt nach außen ab" RR hat keinen Armzug und wirft immer oben rechts(aus ihrer Sicht ) am Tor vorbei - das Problem besteht nur in diesem Fall - das diagonale anlaufen zur Wurfarmseite auf RL ist perfekt. Schlagwurf passt.

Jetzt versuche ich RR bei einem Kreuz einen kleinen Bogen anlaufen zu lassen, damit bei der Ballannahme der Zwang besteht den letzten Schritt mit links vor absprung die Drehung /Verwringung kommen muss. Ich hoffe es ist verständlich. RR muss somit durch den notwendigen Schritt in die Tiefe (um auf das Sprungbein zu kommen) automatisch sich öffnen. Problem besteht nur, wenn sie bei der Drehung den linken Fuß parallel zum rechten Fuß setzt und dann geht alles wieder aus dem Rücken und Wurfarm knickt.

Dafür wurde ich jetzt ziemlich kritisiert ( Elternteil, ehemalig Handballer und ehemaliger Trainer)

Das hat mich jetzt ziemlich verunsichert. Auch etwas verärgert, da man das bereits in der Jugend hätte korigieren müssen.

Ich trainiere übrigens Aktive, aber RR ist jung.

Kennst jemand mein Problem - was kann ich für andere Hilfestellungen geben?
Vielen Dank

Beuger

ehem. SGW-Fan

Posts: 3,748

Location: München

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Saturday, February 1st 2020, 1:01am

Meine Vorschläge:
1. Abstand zur Abwehr beachten - von besonderer Wichtigkeit bei Rechtshänder auf RR
2. Dem Spieler beibringen, dass er bereits bei der Ballannahme seine linke Schulter vor nimmt.
3. "Steile" Anläufe zum Tor - auf jeden Fall Parallelläufe vermeiden
4. Flexible Wurftechniken: auch im Sprungwurf muss der Ball spontan links am Block, rechts am Block, und über den Block ins Tor versenkt werden können. Dies ist eine Frage der Wurfarmflexibiltät. Dauert aber seine Zeit zu erlernen.

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Saturday, February 1st 2020, 8:19am

Gehört zur flexiblen Ausbildung schlichtweg dazu ... Im Bereich Variabilität kann man trotz spezifischer Positionen nicht genug investieren. Koordination hilft jedem Spieler. Idealtyp des koordinativ Hochbegabten ist für mich Alex Dushebajev. Da hat der Papa ganz sicher sehr viel Zeit investiert.

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Saturday, February 1st 2020, 11:55am

Meine Vorschläge:
1. Abstand zur Abwehr beachten - von besonderer Wichtigkeit bei Rechtshänder auf RR
2. Dem Spieler beibringen, dass er bereits bei der Ballannahme seine linke Schulter vor nimmt.
3. "Steile" Anläufe zum Tor - auf jeden Fall Parallelläufe vermeiden
4. Flexible Wurftechniken: auch im Sprungwurf muss der Ball spontan links am Block, rechts am Block, und über den Block ins Tor versenkt werden können. Dies ist eine Frage der Wurfarmflexibiltät. Dauert aber seine Zeit zu erlernen.


Vielen Dank für deine Vorschläge und deine Mühe...

1) Ja, daran arbeiten wir zusätzlich. Trainere RR jetzt seit 6 Monaten und mittlerweile kann RR nach der Ballannahme mit einem Schritt zum Sprungwurf (Wenn Ball zur Wurfarmseite kommt oder auf RL)
2) Genau hier liegt das Problem - RR bekommt den Ball von der linken Seite in den Lauf, RR hat dann bei der Ballannahme die linke Schulter hinten und schafft es dann nicht die Schulter nach vorne zu bekommen. Sie setzt das Sprungbein parallel oder nur mit einem kleinen Schritt nach vorne - und schon haben wir das Drama. Um das zu verhindern...
3)... lasse ich sie tatsächlich kurz parallel anlaufen (zwei Schritte somit kleiner Bogen) Dann ist die linke Schulter ja soweit hinten bei der Ballannahme, dass RR sich mit dem einem letzten tiefen Schritt auf links "fast komplett" drehen muss -> so klappt es auch meistens, außer sie setzt den letzten Schritt mit links zu klein/parallel auf.
oder soll ich mehr auf den letzten Schritt achten.
Für mich ist das alles im Grundlagentraining kein Problem - Ist jetzt aber mein erstes Jahr im Aktivenbereich. Und ich sehe - trotz C-Lizenz - hier eine andere Möglichkeit. Und durch die Kritik bin ich jetzt erst Recht verunsichert, obwohl RR von 10 Situationen nur noch die Hälfe am Tor vorbeigezimmert .Wird also besser

This post has been edited 1 times, last edit by "bluemoon" (Feb 1st 2020, 12:21pm)


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Saturday, February 1st 2020, 12:16pm

Gehört zur flexiblen Ausbildung schlichtweg dazu ... Im Bereich Variabilität kann man trotz spezifischer Positionen nicht genug investieren. Koordination hilft jedem Spieler. Idealtyp des koordinativ Hochbegabten ist für mich Alex Dushebajev. Da hat der Papa ganz sicher sehr viel Zeit investiert.

Gehört zur flexiblen Ausbildung schlichtweg dazu ... Im Bereich Variabilität kann man trotz spezifischer Positionen nicht genug investieren. Koordination hilft jedem Spieler. Idealtyp des koordinativ Hochbegabten ist für mich Alex Dushebajev. Da hat der Papa ganz sicher sehr viel Zeit investiert.


Vielen dank für deine Antwort:
Ja, dass gehört zur flexiblen Ausbildung dazu. Jetzt kommt aber genau mein Problem - ich finde keine wirklichen Lösungsansatz für einen Rechtshänder auf RR. Egal was für Medien ist nutze, immer ist die Fehlerkorrektur auf Rechthänder auf RL oder Linkshänder auf RR ausgelegt. Es wird immer davon ausgegangen, dass ausreichend Linkshänder da sind. Was ja in höheren Ligen der Fall ist. Aber gerade in den Bezirken kommt das halt öfters vor.


Ich habe keine Probleme die Fehler zu sehen und aufzuzeigen. Aber jetzt zur Unterstützung den ultimatiben Tipp im Ablauf zu geben bin ich nicht in der Lage. Der Spieler wird über kurz oder lang auch nicht mehr bei dem jetztigen Verein bleiben und ich möchte ihm hat alles mitgeben für die höheren Ligen. Daher trifft mich die Kritik von außen auch irgendwie härter, als das übliche blabla...

Spielt Spieler auf RL und muss gegen Wurfarmseite annehmen, dann auch gar kein Problem. Geht zwischen 1 und 2 ohne Probleme -Schulter da wo sie hingehört etc.
Aber vielleicht denke ich da auch zu kompliziert - mag ich nicht ausschließen und daher ruhig raus mit Kritik. Dehalb bin ich hier.

Grüße

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Saturday, February 1st 2020, 10:37pm

Versuch es mal mit einer sogenannten Überkorrektur. Als gib der Spielerin die Aufgabe das neue Bewegungsmuster komplett zu übertreiben oder gar ins Gegenteil der eingeschliffenen Bewegungsmuster zu gehen, was im ersten Moment noch falscher erscheint. Dadurch geht aber das festgefahrene Muster raus und die Spielerin wundert sich, zu was ihr Körper koordinativ noch in der Lage ist. Das Aufbrechen falscher/ungünstiger Bewegungsmuster geht zumeist viel leichter durch die Überkorrektur.

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