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1

Montag, 28. September 2015, 21:11

Durchgehend schmerzen aufhören oder nicht?!

Hallo meine Lieben,
Ich hab da mal ne Frage.
Ich bin 15 Jahre alt und spiele seit ich 5 bin Handball. Doch seit 2012 habe ich immer mal wieder größere und kleinere Verletzungen. Angefangen mit einem angeknaxten Dornenfortsatz über Finger gebrochen/angebrochen bis hin zu mehreren Bänderrissen in beiden Füßen. Ich bin Torwart in einem kleinen Verein, doch wie meine Trainerin meint, habe ich sehr großes Potenzial für mehr, wenn ich nicht immer verletzt wäre. Wenn ich dann mal wieder eine Verletzung habe spiele ich meistens nach 1-2 Wochen wieder mit. Ich weiß, dass das nicht förderlich ist. Mit meiner Mannschaft verstehe ich mich eigentlich richtig gut nur dass ich meistens mehr will und zeige als die anderen. Ich sitze oft Zuhause und überlege ob ich nicht wechseln oder sogar aufhören soll. Auch mein Arzt meinte, es wäre besser so, wenn ich nicht mit 30 auf Krücken angewiesen sein will. Was meint ihr jetzt und wenn wie soll ich das meiner Mannschaft sagen, denn meine Trainerin meinte, dass sie auch weg ist wenn ich wechseln würde.
Danke jetzt schonmal ♡
Hals und Beinbruch für die laufende Saison.

Teddy

Lord of the board

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2

Montag, 28. September 2015, 21:37

Kannst Du dir ein Leben als "körperlich Behinderte" vorstellen? Denn nichts anderen ist es ja, wenn es heißt "mit 30 auf Krücken angewiesen"! Kannst du dir vorstellen, dass das - neben den Krücken - auch erhebliche Schmerzen bedeutet? Erhebliche Einschränkungen im Alltagsleben? Im Berufsleben?
Vor allem dann, wenn Du die Möglichkeit hast, das zu ändern und abzuwenden?

Jetzt ist die Frage, wie ernst meint es dein Arzt mit dieser Aussage. Oft sind solche Aussagen wie "mit 30 auf Krücken angewiesen" ja eher "Floskeln" und nicht so ganz ernst gemeint. Wie ernst meint es dein Arzt mit einer solchen Aussage? Ggfs. solltest Du dir dazu eine Zweitmeinung von einem anderen Orthopäden einholen. Auch sollte das ggds. unter Berücksichtigung von Wachtsum u.ä. betrachtet werden. Und ganz wichtig - du solltest das auch mal mit deinen Eltern besprechen ... die sollten für eine 15jährige viell3eicht auch sehr wichtige Ansprechpartner sein.

Ich kann dir nur sagen, was ich getan hätte. Wenn man mir - als ich 15 war - prognostiziert hätte, dass ich, wenn ich so weitermache, mit 30 "an die Krücken gemusst" hätte ... ich hätte aufgehört.
*** FanClub-Turnier ESA - Die Fans, zu Gast bei Freunden ***
*** ESA-Triplesieger 2006/2007/2008 ***

3

Dienstag, 29. September 2015, 09:01

Das hört sich ja nach einer Überschrift in der Bildzeitung an. Auch wirfst du viele gegensätzliche Abgaben in den Ring, wie Dauerschmerz vs. temporäre Verletzung vs Bagatellprobleme, ambitionierter Leistungsspieler vs Teamgeist gegenüber "niederambitionierter" Mannschaft. Suchst du einen Grund um den Handball an den Nagel zu hängen?
Alle genannten Verletzungen hinterlassen bei guter Therapie meist keine Folgeprobleme. Benötigen aber ausreichend Therapie und Heilungszeit (nach der Schmerzfreiheit im Alltäglichen Leben ist dann wieder aufbauendes Training vorgesehen und nicht einfach wieder mit Schmerzen wieder spielen).
Nach Deiner Schilderung drohen also keine Stöcke. Du musst dich aber schon Fragen warum du "so häufig" verletzt bist. Zu wenig Heilungszeit, Mangelndes Training, schlechtes Aufwärmen, hohe Risikobereitschaft etc.? Diese nicht behobenen Grundprobleme hast du aber in anderen Sportarten auch.

4

Dienstag, 29. September 2015, 12:52

Moin,

zuerst einmal stimme ich SLN! zu. Die erste Frage sollte nach dem "Warum" sein. Zum einen sagst Du selbst, dass Du nach 1-2 Wochen wieder an den Start gehst. Das kann, je nach Verletzung, grade erst der Beginn der Heilungszeit sein. Damit fügst Du Dir selbst Schaden zu. Außerdem ist es von deiner Tranerin nicht wirklich verantwortungsvolles Handeln, wenn sie dich so früh wieder spielen lässt. Wir haben als Trainer eine Fürsorgepflicht für unsere Sportler.
Einer meine Söhne ist so alt wie Du und ebenfalls ein sehr ambitionierter Torwart. Meine Fürsorgepflicht als Vater ist es ebenfalls ihn vor einer Überbelastung zu schützen und ihn, da ich gleichzeitig sein TW-Trainer bin, darauf vorzubereiten und ihm das Rüstzeug für eine möglichst verletzungsfreie Spielzeit mitzugeben.
Diese beiden Aspekte in Sachen Fürsorgepflicht anderer für Dich halte ich für wichtig.
Ich stimme Teddy zu, dass diese Menschen (Eltern und Trainer) Ansprechpartner für Dich sein sollten.

Die Fürsorge, die Du dir selbst gegenüber haben solltest, halte ich aber auch für wichtig. Was ist es, was Du wirklich willst und was bist Du bereit dafür zu tun? Willst Du leistungsorientiert Handball spielen? Dafür benötigst Du einen möglichst gesunden Körper. Das heisst auch, Verletzungen ausheilen zu lassen und danach den Körper zu kräftigen. Gleichzeitig (Stichwort Bänderrisse) musst Du vermutlich an deiner Technik arbeiten und dazu benötigst Du einen Trainer, der Dich in dieser Sache begleiten kann. Hast Du so einen Trainer? Es wird von Dir viel Disziplin und Arbeit erfordern, wenn Du weiterhin leistungsorientiert und mit möglichst wenigen Verletzungen spielen willst.

Und dass deine Trainerin "weg wäre, wenn Du wechseln würdest" wirft auf die Situation kein besseres Bild. Warum macht deine Trainerin ihre Arbeit mit deiner / ihrer Mannschaft davon abhängig, ob Du spielst oder nicht?
Vielleicht wäre es für Dich richtig zu wechseln, wenn Du ein besseres Umfeld finden würdest. Aber auch dafür solltest Du möglichst fit und gesund sein. Mein Rat wäre erstmal deinen Körper (soweit es geht) auf Vordermann bringen (med. Betreuung) und Dir darüber klar werden, was Du möchtest.

Ich drücke Dir die Daumen, dass Du Dir deine Entscheidungen, wie immer sie aussehen werden, gut überlegst und dass Du damit glücklich wirst.
Licht ist schneller als der Schall - Deswegen glaubt man bei manchen Menschen sie wären ganz helle, bis sie den Mund aufmachen! :cool:

Foxxie

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5

Freitag, 2. Dezember 2016, 11:29

Hallo Leonie!

Ich würde nicht weiter machen. Du bist noch sehr jung und dein Körper "verträgt" die Verletzungen noch sehr gut. Doch in einigen Jahren wirst du die Folgen der Verletzungen spüren und dann ist es kein Spaß mehr. Es heißt nicht, dass du komplett aufhören musst. Lockere Trainingseinheiten sind doch sicherlich noch drin. Für die Zukunft würde ich das Spielen auf die Freizeit beschränken und mir möglicherweise einen Job (außer Spielerin) in der Branche suchen. Sofern es dich wirklich interessiert - findest du bestimmt einige Möglichkeiten. Lieber jetzt aufhören, länger freizeitmäßig spielen können im späteren Alter gesund sein, als eine Karriere als Handballerin anstreben. So sehe ich das - so leid es mir tut. Manchmal müssen schwere Entscheidungen getroffen werden und das ist so eine.

Am Ende liegt die Entscheidung jedoch bei dir. Ich hoffe du entscheidest dich richtig und wirst mit deiner Entscheidung auch glücklich. Hoffentlich geht auch dein Verletzungspech zu Ende - bleib gesund!

Liebe Grüße,
Melli
Mir ist langweilig, ich bin müde, mir ist kalt, ich hab Hunger! :D

6

Freitag, 2. Dezember 2016, 16:35

Wie wäre es als Alternative mit einem Schiri-Lehrgang?

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