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1

Dienstag, 30. August 2016, 09:37

Was hilft nach dem Muskelfaserriss?

Ich habe mir vor etwa 6 Wochen beim Handballtraining einen Muskelfaserriss im hinteren, rechten Oberschenkel zugezogen und war beim Arzt. Ich habe dann pausiert, durfte aber laut Arzt heute wieder trainieren, wenn auch erst mal nur leicht. Beim Einlaufen habe ich keine Probleme gemerkt, hab aber später bei einer etwas ruckartigen Bewegung wieder ein stechenden Schmerz gespürt, der jedoch nicht so schmerzhaft war wie der beim Muskelfaserriss. Mein Bruder hat mir daraufhin eine Blackroll empfohlen mit der ich arbeiten soll.


Hilft eine Blackroll denn? Und gibt es noch andere Arten, vielleicht auch Kleidung, wie ich meine Muskeln schützen und/oder stärken kann?


Vielen Dank im Voraus für die Antworten.

2

Dienstag, 30. August 2016, 11:38

Also erstmal willkommen im Forum...

Zu deinem Post kann ich nur sagen, dass Ferndiagnosen eigentlich immer nur daneben gehen können.
Mein Rat ist: Wieder zum Arzt gehen und Dir danach (oder vielleicht gleich) einen guten Physio suchen.

Die Arbeit mit Faszienrollen ist für viele Bereiche hilfreich und sinnvoll. Ob sie in deinem spieziellen Fall hilft kann ich nicht sagen.
Gegen Muskelverhärtungen, Verspannungen, als "Aufwärmhilfe", als Präventiv-Maßnahme nach intensiven Krafteinheiten und zur Entspannung habe ich die Rollen schon erfolgreich eingesetzt.

Sich nur auf Kompressionskleidung verlassen, halte ich für weniger sinnvoll.

Gute Besserung
Licht ist schneller als der Schall - Deswegen glaubt man bei manchen Menschen sie wären ganz helle, bis sie den Mund aufmachen! :cool:

3

Dienstag, 30. August 2016, 17:16

Als Aufwärmhilfe? Wie geht das denn?
Für die anderen Zwecke habe ich die Rolle auch schon eingesetzt.

4

Mittwoch, 31. August 2016, 15:59

Wenn Du vor dem Training "einrollst", lösen sich die Faszien und der Muskel wird insgesamt elastischer bzw. weniger "verklebt". Dies in Kombination mit einem kurzen Aufwärmprogramm (meine Mädels machen da ca. 15 Minuten vor Trainingsbeginn) hat bisher dazu geführt, dass wir weniger muskuläre Probleme mit der Mannschaft hatten.
Vielleicht ist da auch der Wunsch der Vater des Gedanken, aber nach meiner Erfahrung hat sich gezeigt, dass sich die Spielerinnen mit der Kombination Aufwärmprogramm + Rollen besser fühlen als wenn sie sich "nur" aufwärmen.
Ich hoffe, ich habe das verständlich ausgedrückt.
Licht ist schneller als der Schall - Deswegen glaubt man bei manchen Menschen sie wären ganz helle, bis sie den Mund aufmachen! :cool:

5

Samstag, 17. September 2016, 13:59

In der aktuellen Phase hat man meistens 3 Probleme: Muskelarthrophie, Reduktion der Muskel- Koordination und die Narbe im Bereich der Rupturzone. Je grösser der Riss, desto grösser die Narbe und desto länger dauert der Aufbau und desto anfälliger ist der Muskel auf einen neuen Riss.
Warum? Die Narbe ist unelastischer wie die umgebende Muskulatur und kann deshalb an den Übergangen wieder reissen. Auch sind die betroffenen Faser insgesamt zu kurz und es kann auf ganzer Länge der Faser zu Problemen bis hin zu einem neuen Riss führen.

ad 1: genereller Muskelaufbau des betroffenen Muskels, der umgebenden Muskeln und der Gegenspielermuskulatur unter geschützten Bedingungen. Also nicht im Wettkampf. Sehr gut ist hier das exzentrische (-dehnende) Muskeltraining
ad 2: Propriozeption- und Koordinationsübungen hinzu fügen
ad 3: die Narbe und den getroffenen Muskel elastisch machen und halten. Sehr häufig kommt es erst zur Ruptur weil der Dehnungszustand zu schlecht war. Dehnungszustand für den Muskel und seinen Gegenspieler verbessern (ohne daran zu reissen). Den betroffenen Faserstrang insbesondere auf Spannung/Verspannung testen und mit einem Faszienball (Tennisball geht auch) gezielt in alles Richtungen massieren und damit elastisch machen und Verwachsungen lösen/dehnen. Nach anderen schmerzhaften Stellen (Triggerpunkte/lokale, schmerzhafte Muskelverkrampfungen) im restlichen Muskel suchen und ebenfalls mit dem Ball lokal massieren. Die Rolle walzt "nur" den gesamten Muskel aus, hilft aber auch das Gewebe auseinander zu drängen und Verklebungen zu lösen.
Kompressionshosen und Kinesiotaping können nachfolgend helfen, ersetzen aber einen sauberen Wiederaufbau nicht.
Die Profis haben Physiotherapeuten oder Ärzte, die die Muskeln auf Verhärtungen absuchen. Du musst es wahrscheinlich selber machen. Grundsätzlich kann man dazu sagen: "Da wo es zwickt, musst du nacharbeiten". Und taste den Muskel deines anderes Beins ab, nimmt das Gefühl der Muskelqualität mit rüber zum betroffenen Bein und arbeite an der gleichen Elastizität.

6

Samstag, 17. September 2016, 14:55

Bitte stelle deine Frage einem Arzt oder Physiotherapeuten. Und nicht in einem anonymen Forum.

7

Samstag, 17. September 2016, 16:22

Zitat

Wenn Du vor dem Training "einrollst", lösen sich die Faszien und der Muskel wird insgesamt elastischer bzw. weniger "verklebt". Dies in Kombination mit einem kurzen Aufwärmprogramm (meine Mädels machen da ca. 15 Minuten vor Trainingsbeginn) hat bisher dazu geführt, dass wir weniger muskuläre Probleme mit der Mannschaft hatten.
Vielleicht ist da auch der Wunsch der Vater des Gedanken, aber nach meiner Erfahrung hat sich gezeigt, dass sich die Spielerinnen mit der Kombination Aufwärmprogramm + Rollen besser fühlen als wenn sie sich "nur" aufwärmen.
Ich hoffe, ich habe das verständlich ausgedrückt.


Ich hatte den Beitrag übersehen, deswegen erst jetzt die Antwort.

Vielen Dank für diese Erklärung, das werde ich bei Gelegenheit mal ausprobieren und dann hier berichten.

Foxxie

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8

Freitag, 16. Dezember 2016, 16:55

Hej Lebenne und jeder den es vielleicht ähnlich ergeht.

Ich hatte in meiner Jugend ähnliche Probleme. Vor allem das Stechen/Ziehen in manchen Situationen war sehr nervig.
Hilft eine Blackroll denn? Und gibt es noch andere Arten, vielleicht auch Kleidung, wie ich meine Muskeln schützen und/oder stärken kann?


Vielen Dank im Voraus für die Antworten.
Ich kann dir sagen was mir geholfen hat und was ich sehr wertschätze: Physiotherapien. Oft kann etwas anderes der Grund für die Schmerzen sein, wie ein eingeklemmter Nerv oder sonstiges. Doch auch wenn es nicht der Fall ist, sollen physiotherapeutische Massagen gut sein . Ich persönlich gehe nicht mehr zur Physiotherapie, da ich nur präventiv meine Muskeln massiert haben will und nicht anderen Personen die Termine steheln möchte. Deswegen geh ich, alternativ zur Physiotherapie, jeden Monat einmal zur Massage. Heutzutage kann man Massagen auch relativ günstig bekommen, da es ja viele Gutscheine, wie bei mydays oder sonstigen Anbietern gibt. Ich bin so davon überzeugt, dass ich es auch als Weihnachtsgeschenke für meine Frauen verschenke. Meine Ladies/Freundinnen sollen sich mal auch etwas gönnen können. :D
Die Blackroll besitze ich zuhause auch und nutze sie regelmäßig. Ich kann sie dir generell empfehlen, aus Gründen, die hier auch schon explizit erklärt wurden. Doch ob es bei einem Muskelfaserriss hilft weiß ich nicht.
Zur Präfention helfen wahrscheinlich nur ausreichendes Dehnen und Aufwärmen. So kurbelt man die Blutzirkulation an und ist sicherer dagegen. Auch wenn die Aufwärmung oft sehr unbeliebt ist, sollte man es machen! Meiner Meinung nach jedenfalls.
Ob es Klamotten oder andere Dinge gibt die dir helfen können, da bin ich mir nicht sicher. Möglicherweise diese bunten Klebebänder? Ich habe sie oft bei Sportlern gesehen, also sollten sie einen guten Nutzen haben.

Schöne Grüße und ein besinnliches Wochenende wünscht euch,
Melli
Mir ist langweilig, ich bin müde, mir ist kalt, ich hab Hunger! :D

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