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Wednesday, May 6th 2020, 8:57am

Nervenkitzel gefragt: Diese Handballstars lieben es, zu pokern

Wenn das Adrenalin in den Körper schießt und alle Sinne gefragt sind, fühlen sich Handballer in ihrem Element. Der Sport ist eine extreme Herausforderung und fordert Spielern einfach alles ab. Doch das scheint einigen der Profis noch nicht auszureichen. Auch in ihrer Freizeit suchen sie nach Nervenkitzel und Wettkampf. Genau aus diesem Grund sind einige Handballer begnadete Pokerspieler. Sie trainieren zwischen den Saisons ihren Geist und können einige der Fähigkeiten beim Kartenspielen vielleicht sogar im Match einsetzen. Wem man bei dem einen oder anderen Pokerturnier über den Weg laufen kann, haben wir herausgefunden.


Thierry Omeyer: Die Handball-Legende

Der ehemalige französische Torwart ist im Handballsport eine echte Legende. 2006 überlegte man bereits, ihn zum Welthandballer zu wählen, 2008 erlangte er dann den Titel. Er spielte bei der EM, WM und bei den Olympischen Spielen und zählt mit 10 Titeln als der erfolgreichste Nationalspieler aller Zeiten. Damit ist Thierry Omeyer eine absolute Größe im Sport und hat sein Talent und seine enorme Belastbarkeit bereits mehr als bewiesen. Doch dem Sportler war das nicht genug. Er wollte sich auch in anderen Hobbys beweisen und herausfordern, wodurch er schon als junger Erwachsener mit Freunden begann, simple Pokervarianten zu spielen. Der Film Rounders soll ihn dann dazu beeinflusst haben, komplexere Variationen auszuprobieren und alle Regeln zu Texas Hold’em zu erlernen. Besonders spannend ist für ihn natürlich der Wettkampf, wie er in einem Interview erklärte, denn für den ist der Franzose wie gemacht. Die psychologische Komponente liegt Omeyer und er versucht beim Spielen immer in den Kopf seiner Gegenspieler zu gelangen und sie mit gekonnten Manövern auszutricksen. Der spannendste Moment für den Handballer: Wenn die Karten aufgedeckt werden und er endlich erfährt, ob er sich richtig entschieden hat. Er spielt dabei gerne online, weil es sich zu aktiven Zeiten im Handball einfacher mit seinem strikten Zeitplan vereinbaren ließ.


Kjersti Grini: Eine Norwegerin bei der EPT

Bis 2012 war die norwegische Handballerin Kjersti Grini im Sport aktiv, seither trainiert sie andere. Ihr Leben im Profisport war für sie nicht immer einfach, denn 2003 musste sie verletzungsbedingt für einige Jahre aussetzen, ein kompletter Neueinstieg gelang ihr danach nicht mehr. Für die Sportlerin war dies ein schwerer Rückschlag, hatte sie 2000 doch erst die Bronzemedaille bei den Olympischen Spielen gewonnen und wurde gleichzeitig Torschützenkönigin. Auch während ihrer mehrjährigen Genesungspause konnte die Norwegerin nicht ohne den Nervenkitzel der Turniere leben. Sie suchte sich daher eine mentale Herausforderung, die sie trotzdem weiter ausführen konnte und landete beim Poker. 2005 nahm sie an einem Pokerturnier in Baden statt, dass im Rahmen der European Poker Tour veranstaltet wurde. Sie schaffte es, bis auf Platz 23 zu gelangen und durfte mit einer Gewinnsumme von 4000 € nach Hause gehen. Bei einem Turnier in Dublin, das 2015 stattfand, gewann sie noch einmal 2560 € im Pokern. Damit spielt Kjersti Grini zwar nicht bei den ganz Großen mit, beweist aber ihr Talent und ihren geschärften Verstand im beliebten Kartenspiel.


Wiktor Malinowski: Ein Spieler ohne Limit


Der ehemalige Handballspieler der polnischen Nationalmannschaft, Wiktor Malinowski, ist heute ein echtes Pokerass. Beim Online Poker gab er sich selbst den Nicknamen „limitless“ und bei ihm ist der Name wirklich Programm. Das zeigte sich auch bei seinen Einsätzen, die seit seinem Einstieg in Pokerturniere 2014 laufend gestiegen sind. Schnell machte er seinen Weg in die Welt der High-Roller-Szene und spielte bei Turnieren mit, bei denen bis zu sechsstellige Beträge zu gewinnen waren. Nach einer Knieverletzung pausierte der Sportler seine Handballkarriere und fokussierte sich noch mehr auf das Kartenspiel und die Strategien dahinter. Nach seiner Genesung stand Malinowski dann vor der großen Entscheidung und beschloss, eine Karriere als professioneller Pokerspieler anzustreben. Laut eigenen Aussagen hatte ihn seine Knieverletzung extrem verunsichert und ihm gezeigt, wie schnell eine Karriere im Profisport zu Ende gehen kann. Beim Poker sah er dabei eine größere Chance auf eine lange und erfolgreiche Laufbahn.


Stefan Kretzschmar: Vom Handball-Experten zum Poker-Kommentator

Der ehemalige deutsche Handballer Stefan Kretzschmar ist heute sowohl für seine Expertise im Handball, als auch im Poker bekannt. Schon bei verschiedenen Sendern galt er als das Gesicht verschiedener TV-Formate, bei SPORT1 beriet er sowohl die Handballspiele, als auch die Pokerturniere. Später wechselte er zu Sky Deutschland und schreibt mittlerweile eine Online Kolumne für den Sender. Umso klarer ist, dass er in beiden Tätigkeiten ein tief greifendes Wissen besitzt, denn die Analyse anderer Teilnehmer ist alles andere als einfach. Gelernt zu Pokern hat Kretzschmar bereits vor vielen Jahren, seine Lieblingsdisziplin ist der Klassiker Texas Hold’em. Seine Taktik soll dabei besonders unberechenbar sein, denn der ehemalige Handballer wechselt seine Strategie gekonnt ab und ist seinen Gegnern immer einen Schritt voraus. Eine Karriere im Poker kann sich der Sportler allerdings nicht vorstellen, lieber analysiert er andere Spiele vor der Kamera. So bleibt ihm der Spaß am Kartenspiel erhalten, ohne zusätzlichen Druck zu erzeugen. Viel lieber spielt der Deutsche bei großen Charity-Turnieren mit und setzt sich gegen andere Prominente durch.


Poker und Handball: Zwei Spiele die sich gut ergänzen

Dass so viele Handballer und andere Profisportler gerne ihre Freizeit am Pokertisch verbringen ist kein Wunder, denn die beiden Spielarten ergänzen sich gut. Während im Handball Strategie und körperliche Fähigkeiten gleichermaßen gefordert sind, kommt es im Poker ganz auf den Verstand und den Fokus an. Beim Kartenspielen werden sogar einige Skills gefördert, die im Sport wiederum eingesetzt werden können. So baut man seine psychische Belastbarkeit in langen Turnieren auf und kann damit Nervenstärke und Konzentration trainieren und steigern. Dem Gegner einen Schritt voraus zu sein, ist in jedem Wettkampf von enormem Vorteil und hilft dabei, dem Sieg ein Stück näherzukommen. An Pokerturnieren teilzunehmen ist heute außerdem leichter denn je. Selbst mit einem straffen Zeitplan, den viele Handballer während der Saison haben, kann man online üben und seine Strategie verfeinern. Auch bieten Online Casinos heute zahlreiche verschiedene Spielvariationen an*, besonders beliebt sind Texas Hold’em, Omaha Hi Lo und 7 Card Stud. So müssen sich häufig verreisende Handballer nicht auf das Spielangebot der landbasierten Casinos verlassen. Wer eine Karriere als Profi im Poker anstrebt, kann ebenfalls online starten und sich dabei für große Turniere qualifizieren. Auf diese Weise hat es z. B. Wiktor Malinowski geschafft.

Poker und Handball sind zwei Spiele, die einfach zusammenpassen. Das beweisen zahlreiche Profihandballer, die entweder in ihrer Freizeit spielen oder sogar die Karriere zum Profipokerspieler eingeschlagen haben. Nervenkitzel und Spielspaß ist auf jeden Fall bei beiden Disziplinen gegeben.

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