Handball-EM 2022 - Hauptrunde, Gruppe I

  • Wir Deutschen können doch am besten beurteilen, wie schwierig es ist keinen Unterschiedsspieler in den eigenen Reihen zu haben. Ein Spieler, der den Unterschied zwischen einem chancenlosen Team zu einem äußerst gefährlichen Team machen würde, ist Holm. Phasen, in denen 20 Minuten lang kaum ein Tor fällt, wären mit ihm sofort Geschichte.


    Anthony Modeste ist ganz sicher kein Spieler mehr mit internationalem Format. Beim FC Köln macht er aber den Unterschied von einem engagierten wenig erfolgreichen Team zu einem für jeden Gegner gefährlichen Team.


    Ich habe nicht behauptet, dass Holm Weltklasse ist. Aber er hat wenigstens die Möglichkeiten den Unterschied zu bewirken. Von dieser Sorte wünscht sich jedes Team möglichst viele. Sogar Holland hat so einen Spieler. Deutschland hat meines Erachtens keinen Spieler dieser Qualität.


    Ich find den Jungen mittlerweile klasse und glaube, dass er und Gidsel die KOMMENDEN Unterschiedsspieler Dänemarks sein werden. Damit hat Dänemark auch nach der M.Hansen-Ära verdammt viele Trümpfe jetzt schon in der Hand. Der jetzige Coach jedenfalls setzt aktuell viel auf Holm. Ich wäre froh, wenn unsere Nationalmannschaft ähnliche Spieler entwickeln würde.


    Wenn Berlin den Kader mit Holm und Gidsel halten kann, wird diese Mannschaft einen großen Entwicklungsschritt machen. Ähnlich wie Magdeburg es durch Saugstrup geschafft hat. Beim Sauger liegt der Fokus aber auf der Defensivpower.

  • Der Trainer setzt im Vergleich zu den letzten beiden Turnieren, wo er verletzungsbedingt pausieren musste, erstaunlich viel auf Lauge. Bei Olympia hatte Holm eine größere Rolle. Auch Mensah und Lasse Andersson spielen noch eine Rolle, Mensing etwas weniger. Ich sehe aus der jungen dänischen Garde allerdings in Pytlick den Spieler mit dem meisten Potential. Holm ist mir zu sehr Hop oder Top für einen Unterschiedsspieler.

  • Wenn Berlin den Kader mit Holm und Gidsel halten kann, wird diese Mannschaft einen großen Entwicklungsschritt machen. Ähnlich wie Magdeburg es durch Saugstrup geschafft hat. Beim Sauger liegt der Fokus aber auf der Defensivpower.

    Ich glaube das du da Holm etwas zu viel zutraust und vielleicht noch etwas unter dem Eindruck des Frankreich-Spiels stehst. Spektakulär ja, oft, aber nicht beständig genug auf höchstem Niveau und m.M.n. auch nicht wettkampfhart genug. Ich glaube ehrlich gesagt, dass er von einem Mensing, Pytlick oder einem, der noch heranwächst und den noch keiner kennt, überholt wird.

    Magdeburg hat es auch nicht durch Saugstrup geschafft, sondern zuallererst durch Magnusson. So viel spielt Saugstrup bei uns gar nicht. Es ist eher die Kombi aus dem wiedererstarkten Gullerud+Saugstrup+Chrapkowski. Ja, der Sauger ist ein wichtiger Faktor, aber nicht DER Faktor.

    Die Bmigos!!! "In meiner Hose wohnt ein Iltis"!!!
    Die kulturelle Evolution ist lamarckisch und sehr schnell, während die biologische Evolution darwinistisch und normalerweise sehr langsam ist. -> Edward O. Wilson!

  • Ich sehe das auch skeptisch.

    War schon immer ein Fan von Holm, allerdings braucht er für sein freigeistiges Wirbeln eine Sicherheit im Rücken, wie in Berlin Wiede oder Drux. Andersson sehe ich auch noch zu instabil.

    Mathias Gidsel sollte nicht zu sehr unter Druck gesetzt werden, das tut er selbst schon und das hat ihm ja bekanntlich gesundheitlich nicht gut getan. Ich wünsche denen nur das Beste, aber ich glaube immer noch, dass ein souveränerer Trainer ihnen mental den Schubs geben könnte, den sie für den nächsten Schritt brauchen. Das jetzt auf Holm und Andersson bezogen.

    Einer von uns beiden ist blöder als ich. ;)

  • Der Trainer setzt im Vergleich zu den letzten beiden Turnieren, wo er verletzungsbedingt pausieren musste, erstaunlich viel auf Lauge. Bei Olympia hatte Holm eine größere Rolle. Auch Mensah und Lasse Andersson spielen noch eine Rolle, Mensing etwas weniger. Ich sehe aus der jungen dänischen Garde allerdings in Pytlick den Spieler mit dem meisten Potential. Holm ist mir zu sehr Hop oder Top für einen Unterschiedsspieler.

    So erstaunlich ist es eigentlich nicht. Vor seiner Verletzung waren er und Hansen die dominierenden Spieler. Ich finde zwar das er momentan nicht auf diesem Level ist von den Turnierleistungen, aber warum er grundsätzlich diesen Status hat, ist doch klar.

  • Ich denke, du unterschlägst hier Olafur Stefansson, der schon weit vor Mikkel Hansen das Komplettpaket eines Rückraumspielers hatte.

    Da ist was dran. Wenn keiner mehr wusste, was geht, Latschen-Ole wusste es.

    Unter der Asche ist noch Gut. Die Tabelle lügt nicht.

  • Ohne dem guten Oleg Kuleschow seinerzeit zu nahe treten zu wollen: Olafur habe ich in Erinnerung als den Erfinder des Spielmachers auf der Halbposition. Seinen vielen Toren zum Trotz habe ich ihn immer als den Denker und Lenker des Magdeburger Spiels gesehen, der seine Mitspieler, vor allem Perunicic und Kervadec, trefflich eingesetzt hat. Ein bisschen wie Jim Gottfridsson: Schauen nach dem besser postierten Mann und wenn´s sein muss, halt selber einnetzen. Korrigiert mich, wenn ich da falsch liege. Immerhin waren Spielausschnitte und Live-Übeertragungen damals noch eher rudimentär vorhanden. Und "in echt" in der Halle habe ich ihn leider niemals gesehen.

  • Ohne dem guten Oleg Kuleschow seinerzeit zu nahe treten zu wollen: Olafur habe ich in Erinnerung als den Erfinder des Spielmachers auf der Halbposition. Seinen vielen Toren zum Trotz habe ich ihn immer als den Denker und Lenker des Magdeburger Spiels gesehen, der seine Mitspieler, vor allem Perunicic und Kervadec, trefflich eingesetzt hat. Ein bisschen wie Jim Gottfridsson: Schauen nach dem besser postierten Mann und wenn´s sein muss, halt selber einnetzen. Korrigiert mich, wenn ich da falsch liege. Immerhin waren Spielausschnitte und Live-Übeertragungen damals noch eher rudimentär vorhanden. Und "in echt" in der Halle habe ich ihn leider niemals gesehen.

    Ziemlich treffend beschrieben finde ich. Kuleschow war mehr wie Bezjak heute oder O`Sullivan bei den Norwegern, eher Strippenzieher und Taktgeber etwas im Hintergrund, aber Ole Stefansson war so ein Handballer, wegen dem man in die Halle geht, ein Ästhet vor dem Herren, aber trotzdem auch Kämpfer.

    Ich kann mich dunkel an ein Spiel erinnern, (glaube gegen Hameln) auf jeden Fall ein Abstiegskandidat zu der Zeit, was der SCM unfassbar schlecht gespielt hat und Ole S. macht kurz vor Schluss den Siegtreffer zum knappen Sieg. Anstatt sich zu freuen und sich feiern zu lassen verschwand er sofort wütend in den Katakomben. Gueric Kervadec sagte mal, der Ole ist ein netter und superintelligenter Typ, aber er rennt immer rum wie ein Clochard. Beide Legenden bei uns.

    Die Bmigos!!! "In meiner Hose wohnt ein Iltis"!!!
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  • Ohne dem guten Oleg Kuleschow seinerzeit zu nahe treten zu wollen: Olafur habe ich in Erinnerung als den Erfinder des Spielmachers auf der Halbposition. Seinen vielen Toren zum Trotz habe ich ihn immer als den Denker und Lenker des Magdeburger Spiels gesehen, der seine Mitspieler, vor allem Perunicic und Kervadec, trefflich eingesetzt hat. Ein bisschen wie Jim Gottfridsson: Schauen nach dem besser postierten Mann und wenn´s sein muss, halt selber einnetzen. Korrigiert mich, wenn ich da falsch liege. Immerhin waren Spielausschnitte und Live-Übeertragungen damals noch eher rudimentär vorhanden. Und "in echt" in der Halle habe ich ihn leider niemals gesehen.

    Omar Ingi ist ja fast auch ein Spielmacher auf Halb. Sieht man wenn man sich die Anzahl seiner Vorlagen anguckt.

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