Alles rund um den BVB

  • Ich bin etwas verwundert, dass hier immer wieder User schreiben, es wäre völlig unklar, worum es hier geht. Ich bin seit 20 Jahren in diesem Forum unterwegs und diese Gerüchte zu Fuhr sind fast genauso alt. Ich wollte das eigentlich nicht machen, aber ich denke es dient der Transparenz. In diesem riesigen Forums-Archiv befinden sich mehrere Indizen, aus denen man ableiten kann, worum es geht. Ich habe es bereits im anderen Thread erwähnt, einer dieser Indizen ist sehr konkret. Ich habe mir die Mühe gemacht, ihn für euch rauszusuchen:

    1.Bundesliga Frauen 2010/2011

    Niemand weiß, was in Dortmund vorgefallen ist. Und dazu darf es selbstverständlich auch keine Vorverurteilungen geben - die Unschuldsvermutung muss für beide Seiten gelten, solange nicht eine Schuld zweifelsfrei bewiesen ist.

    Aber alle wissen, dass Fuhr gegenüber Spielerinnen schon lange Zeit mit viel Druck gearbeitet hat (was oft genug auch in den Auszeiten in der Halle bzw. im Livestream zu hören war), der für viele Mädels der Grund war, von ihm trainierte Vereine zu verlassen. Was Benson herausgesucht hat, ist dabei nur ein Aspekt. Im gleichen Blog wird auf #350 (10.11.2010) Kerstin Wohlbold zitiert: ""Ich bin froh, dass ich aus Blomberg weg bin und wieder einen Verein gefunden habe, bei dem es menschlich zugeht, wo Harmonie und die familiäre Atmosphäre im Vordergrund stehen." Als Grund für diese Aussage nannte sie den HSG-Trainer und Manager." (HP THC) Und Wohlbold war bekanntlich keine wehleidige, hamoniesüchtige Mimose, eher das Gegenteil davon.

    Ganz gleich, wie die Sache in Dortmund ausgeht: Fuhrs Ruf ist allein deshalb beschädigt, weil heute ein Trainerverhalten nicht mehr akzeptiert wird, das lange Zeit in vielen Vereinen mehr oder weniger geduldet und deshalb nicht von den Spielerinnen zur Sprache gebracht wurde. Jetzt ist die Katze aus dem Sack - und die ist dort auch nicht wieder hineinzubekommen.

  • Laut heutigem Beitrag in den Ruhrnachrichten hatten Zschocke und Berger gegenüber Heiermann bereits am 24.08.2022 geäußert, nicht mehr unter Fuhr spielen zu wollen. Kaum zu glauben, dass die ihm keine Gründe genannt haben. Damit die Spielerinnen quasi zur Kündigung gezwungen und dann noch ein Statement abgeben, wo die Kündigungen schon auf dem Tisch liegen, dies aber verschwiegen wird. Die Spielerinnen werden damit praktisch gezwungen, an die Öffentlichkeit zu gehen und auch die Einschaltung von Athleten Deutschland bekannt zu geben. Kann Heiermann wirklich so wenig weitsichtig sein, nicht zu ahnen, was er damit lostritt?


    Mit der Entscheidung über die Freistellung hatte er übrigens laut Ruhrnachrichten nichts zu tun:


    https://www.ruhrnachrichten.de…ague-w1793920-2000635126/

  • Zitat

    Heiermann war an der Entscheidung nicht beteiligt und war auch nicht Teil des montägigen Krisentreffens am 12. September.

    Schwer vorstellbar, dass er nach der Demontage weitermacht. Wobei das ja wohl ein Ehrenamt zu sein scheint bei ihm. Da muss man auch erst mal Ersatz finden.

  • Ganz gleich, wie die Sache in Dortmund ausgeht: Fuhrs Ruf ist allein deshalb beschädigt, weil heute ein Trainerverhalten nicht mehr akzeptiert wird, das lange Zeit in vielen Vereinen mehr oder weniger geduldet und deshalb nicht von den Spielerinnen zur Sprache gebracht wurde. Jetzt ist die Katze aus dem Sack - und die ist dort auch nicht wieder hineinzubekommen.

    Und was ist mit dem DHB ? Gibt es da eine Reaktion?

  • Besagter Herr Anwalt hat zwar mit dem Verhältnis Spielerinnen - BVB nix am Hut, aber wird genau wissen, dass für den BVB nicht mehr drin gewesen ist


    Das ist also keine Vorverurteilung ?

    Ok

    Nach Enthüllungen gegen BVB-Trainer: Mia Zschocke hat neuen Klub und spielt Champions League (ruhrnachrichten.de)

    Klingt in diesem Artikel gar nicht mehr so, als ob der Verein nicht schon eine interne Bewertung aufgrund der vorliegenden Fakten getroffen hat...

    Die Gründe werden hier schon ziemlich konkret benannt, was darauf schließen lässt, dass es eben doch schon mehr als nur ein paar Aussagen zu irgendwelchen Sprüchen gibt.

    Und wie schon vermutet hat dies der Hauptverein in die Hand genommen und mit der Akzeptanz der Kündigungen der Spielerinnen auch ein Fehlverhalten der Handball Abteilung und deren Leitung eingestanden.

    Außerdem haben die Spielerinnen wohl eben nicht den Vereinswechsel als ersten Gedanken gehabt sondern der Abteilungsleitung schon weit vorher mitgeteilt, dass Sie eben nicht mehr unter dieser sportlichen Leitung spielen werden.

    Hätte man demnach sicher auch anders lösen können als es die Verantwortlichen gemacht haben.

  • es ist schon bezeichnend, dass heiermann bei dem krisengespräch nicht dabei war-

    für mich ein eindeutiges indiz dafür, dass die führung des bvb zu dem zeitpunkt schon

    -sicherlich nach rechtsabsprache im hause- einiges beurteilt hat und wie man an der

    auflösung der verträge ja sieht, lösungsansätze.


    auch die zeitlich folgende freistellung vom trainer passt da rein- üblicherweise bei der brisanz :

    wir teilen dir unsere sicht der dinge mit-sprich das mit deinem rechtsanwalt durch bis x uhr-danach müssen wir reagieren.


    heiermann ist m.e. absolut nicht mehr tragbar.

    m.e. hat er nicht n ur öfter die unwahrheit gesagt, auch war doch hier jeder nach den aussagen der meinung, dass

    er am krisengespräch teilnimmt.


    rechtlich sehe ich ihn eigentlich nach bisheriger faktenlage nur durch die anlaufstelle und deren möglichkeiten danach

    belangbar im vereins/ verbandsbereich.

  • der dhb wird wenn er sich nicht der absoluten lächerlichkeit preisgeben möchte,

    umgehend konsequenzen ziehen müssen.


    dies betrifft dann "eingeschränkte unschuldsvermutung" zur gefahrenabwehr und zum schutz des trainers und auch

    der spielerinnen :

    "haben beschlossen, den job als dhb-trainer vorerst ruhen zu lassen"...üblicherweise

  • TCLIP, wie ist denn die wirkliche Faktenlage ?

    Hattest du Gespräche mit den beteiligten Personen oder beziehst du dich auf einen Artikel in der Zeitung ? Wahrlich ein Unterschied


    Der letzte Spieltag war am 21.05.22 und sie melden sich beim Management ( lt Zeitung ) Ende August , kurz vor Saisonbeginn ?

    Zumindest Berger hat seit Februar weder am Spiel noch Trainingsgeschehen teilgenommen. Wenn kann nur was im Trainingslager&Vorbereitung vorgefallen sein . Und falls dies der Fall ist ,sucht man nicht erstmal Gespräche ( zumindest mit Mannschaftsrat ) und zieht nicht sofort zum Management und sagt " entweder wir oder der Trainer" . Erinnert ja schon fast an die beiden Holländerinnen. Komischerweise sind es immer die besten Spieler ( Wohlbold, Dulfer,Smits, Zschocke, Berger ) Die besten Spieler haben meist ein großes Ego und sind innerhalb einer Mannschaft am schwierigsten zu führen.


    Mit Fuhr und solchen Spielerinnen prallen halt 2 total starke Egos aufeinander , wie sowas ausgehen kann , kennt auch wohl jeder von uns aus dem Alltag.

  • nach den mir vorliegenden infos, ist die anlaufstelle nicht nur von den 2 spielerinnen angesprochen worden-

    ich kann aber nicht sagen, ob "die anderen" sich erst nach dem bekanntwerden des kontaktes der 2 bvb frauen

    dort gemeldet haben.


    was ich jetzt schon sagen kann :

    nach dem "stück für stück" was so ans licht kommt, gehe ich davon aus, dass das noch längst nicht das ende

    der bisher nicht bekannten infos war.

  • nö - itat-ju -

    das kenn ich aus meinem alltag nicht.

    denn da gibts die möglichkeit zu sprechen-lösungen zu suchen- im vorfeld deeskalierend zu wirken.

    das kann ich seitens des bvb wahrlich nicht erkennen, bis....

    die bvb führung das wohl übernommen hat und heiermann somit aus dem spiel ist.


    aber wenn dein alltag solche eskalationen kennt, kann ich auch die ein oder andere deiner aussagen einschätzen.


    du tust immer noch so, als ob das vorgefallene so eine art "falsch parken" war und wir nur noch nicht wissen,

    wer das fahrzeug geparkt hat.

  • diese Details wirst du nicht bekommen und das ist auch gut so für alle Beteiligten.


    Vorliegende Fakten: die Führung eines der größten deutschen Sportvereine stellt auf Basis der ihm vorliegenden Informationen den Trainer frei.


    Jetzt gibts 2 Optionen:

    a) diese Informationen sind stichhaltig und wahrheitsgetreu genug, um diese Freistellung zu rechtfertigen.

    b) sie sind es nicht, dann muss der Trainer entsprechend arbeitsgerichtlich dagegen vorgehen, auch um seiner Karriere willen.


    Wir werden sehen, ob b) eintritt.


    Es ist übrigens nicht unüblich, dass ein Mannschaftsrat aus hörigen Spielerinnen besteht, die sich selbst am nächsten sind und Missstände selbst schon abbügeln, bevor es überhaupt zu einem wirklichen Thema wird. Alles erlebt.

  • Bin mir gerade nicht sicher, wie sehr Du Dich in diesen Bereichen auskennst. Aber normalerweise sind verletzte Spielerinnen, die nicht im Krankenhaus liegen oder Verletzungen / Krankheiten haben, die eine Anwesenheit nicht zulassen, immer beim Training dabei. Entweder sind Sie passiv anwesend oder traineren die Bereiche, die Sie trainieren können (Im Fall Berger wäre das Oberkörper-Training oder zum Biespiel Würfe im Sitzen usw.). Die Wahrscheinlichkeit, dass Sie nicht im Traing war seit Februar ist demnach gleich 0! Genau wie die Wahrscheinlichkeit, dass es um einen einmaligen Vorfall geht! Und wie man ja jetzt relativ deutlich sieht, hat die Führung der Handball-Abteilung beim Zeitpunkt die Unwahrheit gesagt. Wer kann also mit Sicherheit sagen, ob es nicht vorher schon Gespräche gab, die nicht Ernst genommen wurden. Das dann auf das Ego der Spielerinnen zu schieben ist wahrlich eine abenteuerliche These, Zumal, was ist mir den restlichen 19 Spielerinnen, die in den letzten beiden Jahren den Verein verlassen haben? Hatten die alle ein zu großes Ego??? Dein Beistand für die Verantwortlichen in allen Ehren, aber ich denke, dass Du der einzige auf diesem Planeten bist, der immer noch glaubt, dass es alles ein Mißverständnis und total harmlos ist. Und was soll der Mannschaftsrat machen, wenn er kein Gehör bei der Vereinsführung findet? Das einzige ist wohl, dass man das schon viel früher hätte anstoßen können und vielleicht auch müssen (auch und gerade, weil es ja scheinbar wesentlich mehr Spielerinnen betroffen hat, wie die Meldung von einigen anderen Spielerinnen bei der Anlaufstelle zeigt!-Oder hatten die alle ein zu großes Ego?)

  • Ich würde sagen ein logischer Wechsel. Sportlich interessant und ganz weit weg aus Dortmund (und Deutschland). Wenn das Thema für die Spielerin diese Dimension hat, dann würde ich auch die Liga wechseln und ein komplett anderes Umfeld suchen.

    Mir sind die zeitlichen Abläufe nicht bekannt aber so ein Wechsel muss nicht viel Aufwand sein, wenn es in der Vergangenheit bereits verhandlungen gab. Daher freue ich mich für sie und wünsche viel Erfolg.



    InTheAirTonight: Es ist mir Rätselhaft, wie du trotz mehrer Aussagen von Spielerin in der Vergangenheit und Gegenwart weiterhin das ganze für eine Lappalie im Sinne von "Die stellen sich aber an" siehst und durchaus berechtigte Kritik an Verhaltensweisen junger Spielerin vermischt.

    Für dich nochmal das Wort "Glaubhaft" erklärt: "(einem Sachverhalt) ... dargestellt, dass man es für wahr halten kann, dass es einem einleuchtet" Damit ist überhaupt nichts bewiesen und kann sich auch anders Darstellen. Allerdings gibt es bisher keine Entlastung oder öffentliche Erklärung, die ihm zur Seite springt. Öffentlich Verteiligt hat ihn bisher nur sein Anwalt (Wir dafür bezahlt) und der Abteilungsleiter (der jetzt scheinbar auch in Frage gestellt wurde). Das Interview hat dafür gesorgt, dass sich auch andere Bereiche des BvB eingeschaltet haben. Die haben also intern Gespräche geführt und die Faktenlage abgewogen. Da waren sicherlich ziemlich viele Rechtskundige Menschen mit beschäftigt.

    ....und jetzt kommst du hier ins Forum und denkst wirklich eine bessere Grundlage zu haben. Von Unschuldsvermutung und Neutralität sprichst du aber gibts im selben Beitrag einen negativen Satz zur Spielerin mit. Ja, jeder gilt solange als Unschuldig bis er Verurteilt wurde. Gibt es in diesem Fall bereits öffentlich bekannte Verhaltenweisen, die den Verantwortlichen zwingen den Trainer nicht weiter die Manschaft betreuen lassen zu können. Dann liegt dein Fokus bei dem "Beschuldigte" und seiner Beruflichen Zukunft. Das ist Täter-Öpfer Umkehr und lässt die Frage, welche folgen das für die Spielerin hat offen. Die haben viel mehr riskiert mit diesem Schritt.


    ... Man könnte fast denken du bist eine gewisse Person aus der BvB Abteilungsleitung - so neutral bist du in dieser Sache.

    Einmal editiert, zuletzt von Fridulin ()

  • Und die Auflösung muss doch nicht als Schuldeingeständnis gesehen werden


    Die Damen haben nur noch 1 Jahr Vertrag , danach wären sie eh weg. Aufgrund der fehlenden Cl Teilnahme wird es sportlich gesehen auch ohne die beiden für einen guten Platz in der Buli ( Platz 1 und somit CL ist eh vergeben ) und EuroLeague reichen!

    Dortmund macht ( anders als beim Fußball, wo die Mio Ablöse fehlen würde ) damit keinen wirtschaftlichen Verlust .

    Alternative wäre ein langer Rechtsstreit gewesen , mit dem weder dem Verein noch den Spielerinnen geholfen ist . Die Spielerinnen würden auf der Tribüne sitzen bzw zu Hause , könnten ihren Beruf nicht nachgehen.

    Mit dieser Entscheidung können die Spielerinnen ein neues Kapitel aufschlagen ...


    Ich hoffe nur , dass die rGründe ans Licht kommen , denn ich möchte nicht, dass bald jede 4. Spielerin aus einem Vertrag will , nur weil ihr der Trainer & seine Methoden nicht gefällt.

    Falls schwerwiegenderes vorgefallen ist , gehört die Person natürlich hart bestraft

  • Stimmt so nicht ganz. Eine Freistellung durch den Verein ist ja noch kein Grund, arbeitsgerichtlich dagegen vorzugehen. Der Angestellte erhält weiter volle Bezüge und der Arbeitgeber entbindet ihn lediglich von der vertraglichen Pflicht der Leistungserbringung. Ein Fall fürs Arbeitsgericht wird es erst dann, wenn der Verein sich entschließt, den Vertrag zu kündigen.

  • Könnte so gewesen sein...


    Oder der BVB hat den Künigungen entsprochen, um dem Rechtsstreit mit den beiden Spielerinnen bewußt zu umgehen und weiteren Schaden vom Verein abzuwenden! Denke es geht genau darum, die von Dir (und allen anderen) geforderten und wünschenswerten Beweise eben nicht öffentlich zu machen, weil das weitere Konsequenzen und einen nachhaltigen Schaden beinhalten könnte / würde.


    Bin mir relativ sicher, dass wir in erster Lnie nur die Konsequenzen aus dieser ganzen Geschichte mitbekommen werden.


    Ob es dann noch zivilrechtliche Maßnahmen gibt wird man sehen...


    Ich würde mich nicht wundern, wenn die Konsequenzen ein vorzeitiger Rückzug des Abteilungsleiters sowie die zeitnahe Vertrangsauflösung des zur Zeit freigestellten Trainers Fuhr wären.


    Natürlich mit den üblichen rechtskonformen Begründungen...


    Alles andere wäre nach den Entwicklungen in den letzten Tagen ein Überraschung!

  • Stimmt so nicht ganz. Eine Freistellung durch den Verein ist ja noch kein Grund, arbeitsgerichtlich dagegen vorzugehen. Der Angestellte erhält weiter volle Bezüge und der Arbeitgeber entbindet ihn lediglich von der vertraglichen Pflicht der Leistungserbringung. Ein Fall fürs Arbeitsgericht wird es erst dann, wenn der Verein sich entschließt, den Vertrag zu kündigen.

    Am ehesten wird der Vertrag dann wohl in beiderseitigem Einvernehmen aufgelöst und alles andere bleibt entsprechend intern. Das wird wohl am wahrscheinlichsten sein...eine endgültige Lösung zu finden und weiteren Schaden von den Beteiligten (Verein-Angestellter) abzuwenden.

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