Causa A. Fuhr und alles drumherum

  • KUEWMT: Du hast recht, aber guckst nur einen Teilbereich an. Er hat als Verantwortlicher eine klare Teilverantwortung (Verletzung der Aufsichtspflich gegenüber Spielerin und Trainer) und ich würde aus den öffentlich genannten Fälle auch eine direkte Verantwortung ableiten. Es hat wohl Gesprächsversuche gegeben mit direkter Beteiligung von T.K.. Es stimmt allerdings auch das es kein Angeklagten ohne Kläger und damit auch keine Grundlage gibt für arbeitsrechtliche Schritte weil die Fälle verjährt sein könnten. Jetzt kommt das große "Aber". Er kann den Sachverhalt nicht abstreiten - Es gab und gibt Fehlverhalten und die berechtigte Frage, ob er als Verantwortlicher wirklich haltbar ist. An dieser Stelle wird die Meldestelle vermutlich ansetzen und dann gibt es die möglichkeit der Freistellung bzw. des Rücktritts von seiner Funktion. Damit wäre sichergestellt, dass er nicht weiter an den Vorgängen und Entscheidungen beteiligt ist. Wie dann die Arbeitsrechtliche Lösung aussieht und was das für die Organisation der HSG bedeutet sollte daher als zweitrangig betrachtet werden. Keiner will, dass am Ende ernsthafte Existensprobleme bei einem Bundesligisten entstehen. Aber die Bedenken sind nicht so wichtig, wie die Aufklärung der Vorgänge und ernsthafte Reformen.

  • kuewmt - fridulin


    ihr habt beide ja recht.

    es gibt dennoch unterschiede zur handhabung "fuhr".

    zunächst liegen die sachlagen in blomberg/ fuhr teilweise jahre zurück, dies macht sie nicht besser, aber bei der rechtlichen beurteilung dürfte es so aussehen, dass dies strafrechtlich verjährt sein wird.

    er muss auch keinen sachverhalt abstreiten, weil man sie ihm dann rechtlich nicht mehr vorwerfen könnte.

    dass die achlagen m.e. so verwerflich sind dass er selbst persönliche konsequenzen ziehen sollte, habe ich auch mehrfach

    zum ausdruck gebracht.

    dazu kommt seine stellung als gf.

    es wird zurecht moniert, dass er dadurch an der "aufklärung und neuausrichtung in der causa"mitarbeitet, vlt. sogar die texte zum teil selbst verfasst.

    das sehe ich auch als sehr unglücklich an.

    aber auch hier greift unsere gesetzgebung. er ist gf- nicht nur normaler angestellter. dies räumt ihm automatisch mehr rechte ein oder andersherum : ihm diese tätigkeit zu beschneiden oder zu untersagen würde selbst durch den beirat

    sehr schwer.

    ich bin mir sehr sicher, dass sich grad im hintergrund einiges tut- denn insbesondere phönix contact ist grad in diesem

    "arbeitsbereich" sehr gut aufgestellt und wird sich scheuen, ohne vernünftige lösung den banner der hsg als hauptsponsor dauerhaft auf seinen vereinsseiten zu belassen.

    die meldestelle hat rein gar nichts damit zu tun, ob t.k. seinen posten als gf behalten darf oder nicht.

    die meldestelle erfasst die sachverhalte udn geht "notfalls" in gespräche. sollten aktuell keine beanstandungen (und meine infos lauten definitiv so, dass es entgegen den angaben des einen users derzeit keine beschwerden gibt, tränen oder anderweitige reaktionen sind manchmal normale vorgänge bei vertragsgesprächen) vorliegen. wäre auch kein gesprächsbedarf vorhanden.

    inwieweit die causa fuhr da in gesprächen aufgearbeitet wird, ist dann ein seperater sachverhalt - rechtlicher ansprechpartner bei der hsg wäre dann : t.k..

    da die meldestelle ihren fokus sicherlich auf aktuelle sachlagen legt, könnte ich mir vorstellen, dass diese vorgänge

    fuhr/ t.k./ vertragsgespräche/ fehlverhalten auf den bereich geschoben werden, weiterbildung durch die öffentliche hand-verbände etc. - dies findet derzeit grossflächig über den kreis lippe/ jugenamt statt.


    es mag unbefriedigend sein für die/den ein oder anderen - allerdings kann man sich bei unserem rechtssystem auch nicht nur die möglichkeiten raussuchen die für einen selbst positiv sind, man muss auch die rechte des/ der anderen respektieren.


    eine wie auch immer geartete kündigung des t.k. ordne ich im deutlichen 6 - stellingen bereich als belastung für die hsg ein - eine summe, die dann wiederum sicherlich den jüngeren jahrgängen der hsg fehlt.

    man ahnt, dass es auf einen faulen kompromiss hinausläuft, nach der machart, es wird jetzt mal auf "bewährung" gearbeitet, man setzt sich dann nach 6-12 monaten zusammen und entscheidet danach. gleichfalls wird natürlich an 2-3-4 seminaren teilgenommen, damit das ganze dann verinnerlicht wird.

    man wird sich scheuen, a.fuhr ans kreuz zu nageln, man wird eine floskel "fehler macht jeder mal- andere zeiten-andere aufgaben im fokus-schwierigkeiten die hsg im ländlichen bereich überhaupt so erfolgreich zu führen - reinfinden in die gefühlslage einer frau ...etc." finden.


    m.e. sollte t.k.nach den bisher vorliegenden fakten seinen geordneten abschied einreichen.

    sein netzwerk ist recht gross- es würde ihn sicher nicht so tief fallenlassen, wie die ein oder andere spielerin....

  • es mag unbefriedigend sein für die/den ein oder anderen - allerdings kann man sich bei unserem rechtssystem auch nicht nur die möglichkeiten raussuchen die für einen selbst positiv sind, man muss auch die rechte des/ der anderen respektieren.

    Das muss der Rechtsstaat aushalten ... denn man darf nie vergessen , dass man das Rechtssystem vielleicht selbst einmal braucht.

  • da bin ich absolut bei dir-

    wir sind ländlich hier-

    ich seh mir regelmässig beim tbv auch bis zu den a-junioren und auch hsg nicht nur die fbl an,

    da kann man sich nicht ausmalen, was da alles so bei dem thema auf den tisch kommt.

    und ich kann auch direkt betroffene udn deren angehörige verstehen, dass sie teils sehr

    stringente ansichten haben.


    aber eins ist auch klar-

    die hsg ist wie 3-4-5 andere auch seit jahren in dem bereich frauenhandball ein absolutes

    leuchtturmprojekt - das gilt es zu erhalten und zu schützen.

    dort werden nämlich nicht nur die fbl- frauen sondern auch jedes jahr über 100 jugendliche/heranwachsende

    sportlich betreut.

  • Das Tageblatt hat heute einen Artikel veröffentlich, der sich im Allgemeinen mit Sexuellen Missbrauch befasst.


    Daraus will ich einen Teil zitieren, weil er nochmal unterschiede in den Täterprofile nennt. Es zeigt, wie unterschiedlich und schwer diese zu erkennen sind:

    • „Die unsympathische Autorität“: Beschimpfungen und Bestrafungen sind an der Tagesordnung; die Betroffenen beschreiben ein Klima des Gehorsams und der Angst, welches durch den Täter hervorgerufen wird. Dieser wird als dominante Person mit einer unantastbaren Autorität beschrieben.
    • „Der gewiefte Manipulator“: Er versucht durch Zuneigung, vermehrte Aufmerksamkeit und sportliche Förderung gezielt das Vertrauen der Betroffenen und des Umfeldes zu gewinnen. Einzelne Athleten zu isolieren, ihnen das Gefühl zu geben, auserwählt und etwas Besonderes zu sein, gehören ebenfalls zum manipulativen Vorgehen. Zudem schreckt er auch nicht vor öffentlichen Sanktionen und Demütigungen zurück, sobald er auf Widerstand und „Ungehorsam“ trifft.
    • „Der charmante Loverboy“: Dieser Täter-Typus versteht es, sich durch Komplimente, die über die sportliche Leistung hinausgehen, bei den Athletinnen und anderen (meist weiblichen) Personen beliebt zu machen. Durch das Gegeneinander-Ausspielen der zahlreichen „Bewunderinnen“ wird Neid und Missgunst gesät. Die Bewunderung wird sodann ausgenutzt, um die Betroffenen gefügig zu machen, das Umfeld zu blenden und auf seine Seite zu ziehen.
    • „Der sympathische Kumpel“: Er pflegt zu allen ein freundschaftliches, gar brüderliches Verhältnis, welches sich auch dadurch auszeichnet, dass die Trainer-Athletinnen-Beziehung weit über den Kontext des Sports hinausgeht. Er zeichnet sich zudem durch sein unentwegt hohes und selbstloses Engagement für den Verein und die Kinder und Jugendlichen aus. Er wird zur Vertrauensperson.
  • Und das soll man dann als 16,17,18,19,20 jährige Junge Sportlerin ( bzw. auch etwas älter...) erkennen ?? Um sich gleich dagegen zu wehren ??

  • machen wir uns nichts vor,

    vieles wird jetzt angeschoben damit sich grad die die vorher "zurückgehalten/ weggesehen" haben,

    selbst ein alibi für ihr verhalten schaffen.


    in dem bereich sehe ich auch t.k. - und es wird sicher von denen auch später noch für die eigene bestätigung

    dafür vermarktet werden.

  • Maikel: Das war nur um nochmal zu zeigen, wie perfide diese Menschen sein können. Wie und ob sich gerade jüngere Menschen wehren können, ist ein ganz andere Frage.


    TCLIP: Wenn es der Handball schafft nun unabhängige Strukturen zu schaffen, wäre extrem viel erreicht und es würde wohl einige Fälle verhindern. Das alles wirklich aufgeklärt wird und die Verantwortlichen auch die folgen ihres Handels tragen müssen, daran glaube ich auch nicht. Um so wichtiger, dass die Chance für wichtige Schritt genutzt wird bevor alle wieder "Alltag" haben ?(


    InTheAirTonight: Er darf sich nicht strafbar machen - alles andere ist Ansichtssache... Mehr lese ich hier auch nicht raus.

  • Wie sich ein Trainer verhalten darf? Wie ein guter Lehrer: Streng aber nicht respektlos und vor allen Dingen nicht manipulativ.


    Und zur Frage, wie die Betroffenen sich wehren können, sollte man die Untersuchungen zum System abwarten. Das gesamte Fördersystem ist auf Gehorsam ausgerichtet. Bei den Mädels sind die mit erheblichem Aufwand in den Bezirksfördergruppen gewesen und wenn sie es dann in den Landeskader geschafft haben, gilt das Wort des Landestrainers, der sagt, wie oft und was man trainiert und zu welchem Verein man wann zu wechseln hat. Und wenn man da nicht mitmacht, ist man ganz schnell draußen, deshalb macht man das. Widerspruchsfähigkeit und ein eigener Kopf sind da eher nicht gefragt und werden auch nicht gefördert. Das System ist eher auf Stromlinienförmlichkeit und Duckmäusertum ausgerichtet. Und wie reagieren diese Spielerinnen dann wohl, wenn sie es dann zum ersten Mal in einen Profikader geschafft haben? Und warum fragt man sich, warum wir dann zu wenig Leaderqualität haben?

  • man lese auf http://www.handballworld.com das Interview mit Dirk Leun-dann sieht man wie ein guter Trainer arbeitet-auch H.Müller hat so eine Auffassung -hart aber fair-auch ein gutes Beispiel ist Tessa bei Bald Wildungen-nicht umsonst sind diese Trainer seit Jahren im Verein

    Alle haben Ahnung vom Handball-außer die Schiedsrichter

  • man lese auf http://www.handballworld.com das Interview mit Dirk Leun-dann sieht man wie ein guter Trainer arbeitet-auch H.Müller hat so eine Auffassung -hart aber fair-auch ein gutes Beispiel ist Tessa bei Bald Wildungen-nicht umsonst sind diese Trainer seit Jahren im Verein

    Das ein Trainer seit Jahren einen Verein trainiert ist kein Masstab . A.F. war doch auch einige Jahre in Blomberg.........

    Das Denken ist zwar allen Menschen erlaubt, aber vielen bleibt es erspart

  • Fridulin: Das ist mir schon klar. Wollte das nur ansprechen , dass es unheimlich schwierig ist sich davon auch los zu eisen... Fachfremder geht ja darauf nochmal ein... Man muss das System etwas verändern , was aber schwierig werden wird in meinen Augen.

  • müller war nun am anfang auch nicht dafür bekannt, nur "streng" zu sein.

    aber wenn trainer sich weiterentwickeln, sollte auch das dazu gehören.


    natürlich ist das, was ....fachfremder.....schreibt, auch ein mosaikstein wenn sich etwas falsch entwickelt,

    zumindest ein grund, warum sich wohl verbände allgemein damit schwertun, solche sachen schneller

    und besser mit aufzuklären.

    mit den neuen richtlinien dazu wirds für die verbände schwer- bei dem was über das land nrw-kreise-jugendämter

    jetzt grossflächig in etlichen seminaren gelehrt/ erklärt wird, sitzen die bei verstössen mit im boot wenn die

    übliche info "woher sollten wir das wissen" alles ist.

    der gesamte bereich soll/ wird jetzt schriftlich erfasst - nebst den normalen teams gibts jetzt eine fachbeauftragte / ten

    beim kreis/ jugendamt, die dafür verantwortlich zeichnen.

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