Bei Kroatien – Polen war zu sehen, dass da zwei der besten Nationen aufeinander getroffen sind. Polen hatte den besseren Start, am Anfang war die kroatische Verteidigung wohl noch nicht hundertprozentig auf der Höhe. Torhüter Szmal hielt – wie auch schon im vergangenen Turnier – großartig und hatte von beiden Torhütern die etwas bessere Performance. Der kroatische Abschluss war in den ersten Minuten auch nicht perfekt, Balic warf einige Male ungenau. Daher konnte Polen eine knappe Führung behaupten. – Doch mit Fortdauer der ersten Hälfte stellte sich die kroatische Defense besser auf die Polen ein. Die Abwehrreihen standen sehr kompakt, daher fielen wenig Tore. Zur Pausensirene stand es 10:9 für Polen.
Nach Seitenwechsel agierte Kroatien stärker als vor der Pause. Die Abwehr störte den polnischen Angriffsaufbau früher, auch der Abschluss wurde jetzt besser. Balic konnte in der zweiten Hälfte einige Glanzlichter setzen, Duvnjak gab sehr schöne Passes. Polen warf bis Minute 40 nur zwei Tore, Kroatien führte mit 15:12. In höherem Sinne war das die Entscheidung. Auch später gelang es den Polen nicht mehr, näher als auf zwei Tore heranzukommen – und das, obwohl Szmal weiterhin eine tolle Partie machte und unter anderem sogar zwei kroatische Gegenstöße und einen Siebener parieren konnte. Kroatien spielte die Schlussphase routiniert herunter, war dabei souveräner als im letzten Spiel. Nach einem harten Stück Arbeit fixierte Kroatien mit dem 24:21-Sieg gegen Polen den Finaleinzug.
Dort möge der Bessere gewinnen!