Auch wenn sich die Gemüter sehr über die litauischen Schiedsrichter erregt haben - sie haben mit der Niederlage Hypos nichts zu tun. Das Schiedsrichterduo hat sich wohl bemüht, das Spiel unparteiisch zu leiten, den beiden unterliefen während der Partie einige Fehlentscheidungen.
Die Partie wurde durch einen schweren Hänger Hypos vor der Pause entschieden. Gerade hatten die Südstädterinnen einen 1:5-Startrückstand aufgeholt und waren 9:7 in Führung gegangen, als die rumänische Trainerbank ihr Timeout einsetzte. Das rüttelte die Rumäninnen wach; Hypo warf umgehend den Vorsprung durch zwei leichte Abspielfehler weg. Danach war die Konzentration am Tiefpunkt; es folgten zahlreiche technische Fehler, die Valcea stets zu Gegenstößen nutzen konnte. Hier fehlte die Spieldisziplin. Erst kurz vor der Pausensirene fing sich das Team, doch mit dem 13:18-Rückstand war das Spiel im höheren Sinne gelaufen.
Nach der Pause rafften sich die Hypo-Damen noch einmal auf und versuchten dagegenzuhalten. Doch trotz einer kämpferischen Leistung und erfolgreicher Aktionen von Limal konnten sie dem Spiel keine Wende mehr geben. Man muss sagen, das einige Spielerinnen (Nascimento, Piedade, Kirsner) nicht völlig fit waren, Sanko laborierte an einer abklingenden Grippe. Vielleicht hätte die Hypo-Trainerbank mehr tauschen sollen - aber hinterher ist man immer klüger. Und so seltsam es klingt: ich habe den Eindruck, dass Valcea ein guter, solide spielender Gegner ist - doch wenn Hypo einmal eine tolle Leistung zeigt und mit Disziplin agiert, ist dieser Gegner durchaus schlagbar.