Mich hat relativ unmittelbar die sich wiederholende Formulierung "Gästefans" gestört, denn so wie es der THW geschrieben hatte, konnte / musste man es so verstehen, dass nur die Gästefans gemeint sind:
Zitat[...] Die Gästefans dürfen Ihr Team gern durch den Einsatz von maximal sechs Trommeln unterstützen [...]
[...] Die weitere Unterstützung der Gastmannschaft mit Lärminstrumenten wird bis zu einem gewissen Maß geduldet. [...]
Nach (offenbar nicht nur) meinem Sprachverständnis ist das eine Diskriminierung der Gästefans. Und wirkt, gerade im letzten Satz, doch sehr gönnerhaft ("Ihr dürft euer Team unterstützen, solange es uns nicht zu laut ist").
Von der Sache her ist es ja in Ordnung: Wenn kein Platz für eine Hundertschaft Trommler da ist, dann ist da kein Platz. Und solche Luftdruckfanfaren sind sehr laut. In der Sache übt auch kaum einer Kritik an dieser Verlautbarung. Aber die Art und Weise des Schreibens ist fragwürdig und könnte besser formuliert sein. Allein schon dadurch, dass man neutral formuliert, etwa: "Lärminstrumente dürfen nicht in unzumutbarer Weise eine Beeinträchtigung für andere Zuschauer beim Genuss des Spiels verursachen" oder sowas. Klingt zwar Wischiwaschi, schließt aber nicht nur die Gästefans ein, sondern alle Fans. Vielleicht wird ja bald ein Arbeitsplatz im Bereich Öffentlichkeitsdarstellung des THW frei. ![]()
Nebenbei: Auch schön ist das Verhältnis des THW gegenüber seinen Fans, das aus dem Schreiben hervorgeht:
Zitat[...] Als Folge massiver Beschwerden unserer Kunden nach dem letzten Heimspiel [...]
Auch das kann man positiver darstellen. ![]()