ZitatOriginal von kuestentanne
Das kann einen dann schon mal wütend machen. Und wenn man dann mit Gewalt aufgewachsen ist, wendet man eben diese dann auch an.
Da man, gerade in der Phase der Kindheit, sehr stark von seiner Umgebung beeinflusst und geprägt wird, gibt man eben das weiter, was man selber kennenlernen durfte. Wenn das Umfeld eben Gewalt als Möglichkeit darstellt, seine Probleme zu lösen, übernimmt man das oftmals ohne drüber nachzudenken. Dieser Prozess kommt dann vielleicht später, sofern man dann noch a) zugänglich dafür ist und b) das Umfeld das auch gestattet.
Gewalt in der Jugend kann man nicht / kaum dadurch bekämpfen, dass man die betreffenden Jugendlichen für einen bestimmten Zeitraum wegsperrt und danach ohne eine Therapie wieder entlässt. Gewaltprävention fängt bei den Eltern an, geht über die Schule (sic!) - wobei die Lehrer sicherlich nicht die Erziehung der Schüler leisten können - und müsste eigentlich in "Beschäftigungsprogrammen" münden, sei es von Jugendeinrichtungen, Sportvereinen, Kirche, was auch immer. Nur so kann man dauerhaft und effektiv Jugendgewalt bekämpfen. Mit Maßnahmen à la Koch züchtet man sonst aus gewaltbereiten Jugendlichen erwachsene Gewalttäter, die Gewalt als eine Lösung ansehen und an ihre Kinder weitergeben. In perpetuo...