So, wieder etwas runtergekommen nach dem Spiel...
Vorweg das Fazit: Glücklicher Punktgewinn für beide Teams. Die Kröstis haben es in der zweiten Halbzeit versäumt, den Sack zuzumachen und mussten am Ende sehr um den Punkt bangen. Der HSV hat so viele Würfe weggeschenkt, das hab ich noch nie gesehen. Sagenhaft.
Schiri-Kritik: Das Hamburger Publikum war fast die gesamte zweite Halbzeit nur am Pfeifen über die Schiri-Entscheidungen. Mir haben Geipel/Helbig die meiste Zeit ganz gut gefallen, nur in den letzten Minuten verloren sie etwas ihre Linie und haben "komisch" gepfiffen. Aber nicht großartig zum Nachteil einer Mannschaft, auch wenn die Vereinsbrille das anders gesehen hat. 
Das Spiel kann man in drei Phasen einteilen: Die Zeit, in der Fritz im Tor stand und keinen Finger an den Ball bekam. Logischerweise wurde dann Szmal eingewechselt (nach gefühlten 10 Minuten). Nun folgte die Phase, in der sich die Kröstis absetzten bzw. ihren Vorsprung verteidigten und der HSV viel zu oft an der eigenen Unfähigkeit und Szmal (in der Reihenfolge) scheiterten. Wobei die Jungs kämpften bis zum Umfallen, das muss gesagt werden. Diese ging bis zur Pause und hielt auch danach noch ein wenig an (bis etwa zur 45. Minute). In den letzten 15 Minuten wurde es dann sowohl hektisch als auch besser mit dem Spiel des HSV. Sie holten kontinuierlich auf, auch wenn immer mal wieder glasklare vergebene Chancen dabei waren, und schafften es sogar, kurz vor Schluss, in Führung zu gehen (nachdem man in Unterzahl mit 6 Feldspielern und mit ohne Torwart auf dem Feld war... sehr genialer Schachzug von Schwalbe, da es geklappt hat).
Die letzten 20 Sekunden waren dann Aufregung pur. Ein diskutierter Siebenmeter (von meinem Platz aus, ca. 35 m entfernt, hätte man auch Stürmerfoul pfeifen können) für Kronau, den Jurasik verwandelte. Dann wollte der HSV zur schnellen Mitte, was unterbunden wurde von einem Kronauer (habe nicht mehr in Erinnerung, wer das war). Also rote Karte, keine Diskussion. Allerdings war offenbar schon angepfiffen, als der Spieler am Anwurfpunkt festgemacht und am Anwerfen gehindert wurde, so dass sich die Hamburger Spieler bereits in die Hälfte der Kröstis bewegen durften. Und bis das die Schiris mit dem Kampfgericht und Herrn Stemberg untereinander klarbekommen hatten, dauerte es knapp zwei Minuten. Eigentlich genug Zeit für den HSV, sich etwas zurechtzulegen für die letzten drei Sekunden. Was kam war ein Pass ins Nichts von Pommes, der offenbar hoffte, Toto würde für einen Kempa in den Kreis springen. Was der nicht tat.
So wirklich zufrieden wirkten beide Teams danach nicht. Bei den 6.440 Fans (herzlich wenig, aber so ist das im September in Hamburg... leider) war man zufrieden über die Moral und das Kämpferherz auf Seiten des HSV.