Zitat
Original von UlfN
Glaubt irgendwer wirklich, im Schwimmen, in der Leichtatlethik dopen nur einige wenige?
Sicher steht der Radsport momentan im Fokus des Doping-Geschehens. Und es wird auch oft genug bemerkt, dass in anderen Sportarten Doping wohl ebenso an der Tagesordnung sei wie im Radsport.
Auf der anderen Seite kann gar nicht lückenlos überprüft werden, ob jemand Dopingmittel nimmt. Als Beispiel dient dabei die Erklärung von Britta Steffen (mehrfache Weltrekordlerin und Weltmeisterin 2006): Sie hatte, um Dopinggerüchten entgegenzuwirken, den DSB aufgefordert, sie doch bitteschön täglich auf Dopingmittel zu kontrollieren. Die Reaktion des DSB war in etwa, dass man das finanziell und personell nicht leisten könne. Mit anderen Worten: Der DSB sagte Steffen, dass sie wohl mit dem Makel eines Verdachts auf Doping leben müsse. Und das halte ich für das Grundverkehrteste, was Sportfunktionäre machen können, denn auf diese Weise haben Sportler nicht einmal theoretisch die Chance, aus der Doping-Ecke rauszukommen.
Sicher ist es sehr kostenintensiv, eine solche generelle Kontrolle durchzuführen. Aber wenn man sauberen Sport will, muss man auch die Möglichkeiten dafür eröffnen. Solange es Funktionäre und Verbände nicht schaffen, hier anzusetzen und Sportlern ermöglichen, ihre dopingfreien Leistungen zu "beweisen", ist der ganze Kampf gegen das Doping eine Farce und dient nur dazu, den Anschein des "Wir-Tun-Etwas" zu wahren, ohne dass tatsächlich etwas getan wird.
Nu aber zurück zum Thema: Heute erneut eine Etappe für die Sprinter, aber auch Ausreißer haben bei vier kleinen Bergwertungen genug Chancen, sich in Szene zu setzen. Mal sehen, welche deutschen Profis sich heute zeigen.