ZitatOriginal von Betti
Habs gerade selbt in "Beckmann" gesehen, das ist einfach unglaublich.
Sowas nenne ich nicht mehr Sport, sowas ist nur noch zum![]()
Ich finde es gut, dass wenigstens einer mal den Anfang gemacht hat und zu seinen Fehlern steht.Trotzdem: Wenn man so hört, mit welchen Mitteln man das möglicherweise positive Testergebnis umgeht (Fremdurin etc.) dann ist das einfach nur noch kriminell. Nein, Rad"sport" hat für mich nichts mehr mit Sport zu tun....
Hast Du ernsthaft daran geglaubt, dass es Teams im bezahlten Radsport gab / gibt, die ohne Doping auskommen und Erfolge erzielen? Gerade im Radsport ist doch bekannt, dass schon immer gedopt wurde. Eddie Merckx z.B. hat seine Tour-Erfolge nachweislich dem Doping zu verdanken. Und dass es in den Jahren und Jahrzehnten danach nicht anders geworden ist, eben weil der Druck von Sponsoren bzw Teamleitung immer da war, sollte auch niemanden wirklich überraschen.
Was mich eigentlich überrascht hat, war das Ausmaß dessen, was nur durch Doping möglich zu sein scheint, dass nämlich niemand ohne Doping auf einer Tour über längere Zeit erfolgreich sein kann. Demnach muss man sich wohl fragen, ob es Tour-Siege gibt, die ohne leistungsfördernde Substanzen zustande gekommen sind.
Was mich schockiert hat, ist die verantwortungslose Haltung der Ärzte bei der Sache, die Dietz doch recht drastisch beschrieben hat. EPO-Doping ist gesundheitsgefährdend (beispielhaft seien nur die Todesfälle aufgrund plötzlichen Herzstillstands Ende der 90er Jahre genannt, die wohl zum guten Teil auf EPO zurückzuführen sind) und wenn die Ärzte es dem Sportler selber anheim stellen, sich sowas zu spritzen, wann die Sportler es für sinnvoll erachten, verstößt das auf jeden Fall gegen den hippokratischen Eid. Wenn diese Anschuldigungen bewiesen werden können, dürfte den Ärzten ihre Approbation entzogen werden, und nicht nur das.
Jedenfalls wissen wir nun, dass Lance Armstrong die Tour fair gewonnen hat: Auch seine Gegner waren gedopt. Nur eben nicht so effektiv wie Lance. ![]()