Diese Flensburger sind zu packen!
Keine Angst vor dem Nordrivalen / HSV sehr optimistisch / SG redet sich klein
Lars Albrecht
Sportdirektor Christian Fitzek war als DSF-Co-Kommentator live vor Ort, Trainer Martin Schwalb und seine Spieler saßen gebannt vorm TV. Das 34:32 gegen Göppingen, mit dem Flensburg vorerst wieder am HSV vorbei auf Platz zwei gezogen ist, dürfte bei den Hamburgern positiv aufgenommen worden sein. Denn die SG quälte sich zum Arbeitssieg und wird so am Sonnabend in der Color Line Arena (15.20 Uhr, live im NDR-Fernsehen) kaum eine Chance haben. Los, HSV, diese Flensburger sind zu packen!
"Ich nenne es mal eine Kraftspar-Leistung", urteilt Schwalb. "Man hat gesehen, dass sie ein bisschen erschöpft sind." Kein Wunder, denn Flensburg befindet sich in der dritten englischen Woche in Folge. Der HSV kann sich dagegen in aller Ruhe auf den Knaller vorbereiten. Schwalb: "Ich denke nicht, dass das eine Rolle spielen wird. Die sind genauso platt wie wir."
SG-Manager Thorsten Storm schlägt dagegen Alarm: "Wir gehen auf dem Zahnfleisch." Erstmals reist Flensburg schon am Freitag an, "um endlich mal in Ruhe schlafen zu können". Der Einsatz der Dänen-Stars Joachim Boldsen und Sören Stryger ist fraglich. "Wenn sie nicht voll fit sind, spielen sie nicht. Wir brauchen sie noch", hat Coach Kent-Harry Andersson bereits das Champions-League-Halbfinale gegen Valladolid im Hinterkopf. Über-haupt scheint der Schwede sich in Hamburg nicht viel auszurechnen: "Der HSV ist Favorit. Dort tun wir uns immer schwer." Stimmt, der letzte Sieg in Hamburg gelang 2001, vergangene Saison gabs ein 27:27.
Martin Schwalb lassen derartige Zahlen kalt: "Die SG ist und bleibt ein Top-Team. Sehr gute Abwehr und echte Waffen vorne." Wie kommt man dagegen an? "In den Zweikämpfen richtig zugreifen." Also: Packt sie euch!