Eine taktische und läuferische Meisterleistung von Georg Hettich. Vor allem wie er am Schlußanstieg noch die Kraft hatte, einen Angriff zu starten, so dass nur noch Felix Gottwald folgen konnte. Der hatte jedoch schon zu viel Kraft gelassen bei der Aufholjagd - nach dem Springen lag er knapp zwei Minuten zurück - und konnte im Finale dann nicht mehr gegenhalten.
Schade finde ich es für Hannu Manninen, dem Dominator der bisherigen Saison, dass er nach 2/3 der Strecke hatte abreissen lassen müssen. Das stelle ich mir grausam vor, wenn man die gesamte Saison über dominiert und fast nur Siege einfährt. Nur um dann beim wichtigsten Rennen der letzten Jahre eine solche Niederlage einzustecken. Ganz groß seine Reaktion auf der Zielgeraden, als er den Applaus der Zuschauer mit einem Winken quittiert hat. Ein wahrer Sportsmann, der auch in der Niederlage die Würde bewahrt hat.
Die anderen Deutschen haben nach eher durchwachsenen Sprungleistungen noch die Plätze 6 (Sebastian Haseney, mit der besten Laufleistung aller Athleten), 7 (Björn Kircheisen) und 18 (Ronny Ackermann) erreicht.