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Original von HVS-SR
Ok, Hoyzer hat gestanden. Und jetzt ?
Jetzt wird - hoffentlich - der Sumpf ums Wettgeschäft aufgedeckt. Sollte tatsächlich das organisierte Verbrechen mit von der Partie sein, dürfte es noch sehr spannend werden...
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Will man das Rad der Geschichte zurückdrehen und tatsächlich alle Spiele nochmal austragen ? Stehen die Vereine, die das fordern tatsächlich alle so wiet vorne oder hinten, dass diese Spiele über Auf- und Abstieg entscheiden können ? Ich glaube nicht.
Im Juni letzten Jahres beim Spiel st. Pauli - Osnabrück ging es tatsächlich noch um den Abstieg von St. Pauli. Sie sind letztlich nicht abgestiegen, aber es war reichlich eng. Momenten gibt es etwa Zweitligaspiele, bei denen es für einige Klubs um den Aufstieg geht. Duisburg etwa. Oder Greuther Fürth. Und was das Pokalspiel betrifft, durch das diese ganze Affäre ausgelöst wurde, so bleibt zu sagen, dass es da um mehrere Millionen geht, die dem HSV entgangen sein könnten. Und da Fußball heute eh in erster Linie Geld bedeutet...
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Hoyzer hat dem SR-Wesen insgesamt schweren Schaden zugefügt. Ich will ihn nicht rechtfertigen und auch nicht entschuldigen,aber diese Entwicklung war doch nur eine Frage der Zeit. Der SR bekommt für ein Spiel in der 2. Bundesliga 1500,- €. Man braucht sich nur die Umsätze der BL-Vereine und die Spielergehälter anzusehen, um die Relationen der Beträge zu verstehen. Für Hoyzer war die Verlockung einfach zu groß, von dem Kuchen ein Stück abzubekommen.
Hoyzer wird für den Rest seines Lebens nicht nur mit diesem Makel leben müssen, er wird auch für den finanziellen Schaden aufkommen müssen. Durch einen Moment der Schwäche hat er sich sein ganzes Leben ruiniert. Das ist Strafe genug, man sollte jetzt nicht anfangen, nachzutreten, er hat schließlich niemanden umgebracht.
Wer tritt denn nach, wenn Vereine die Neuansetzung von "verpfiffenen" Spielen fordern? Der Mann hat einen Fehler gemacht (bzw. mehrere Fehler) und darf dafür die Konsequenzen tragen. Schiris sind Idealisten, gerade wenn sie Profi-Sport pfeiffen, wo jeder Spieler ein Vielfaches von dem bekommt, was der Schiri fürs Pfeifen erhält. Das steht wohl außer Frage. Es gibt ja auch gerade im Profi-Fußball das Ansinnen, Profi-Schiris einzuführen, die etwaigen Bestechungen oder anderen finanziellen Verlockungen nicht derart anfällig gegenüber wären. Vielleicht gibt es jetzt ja neue Vorschläge diesbezüglich.
Der Punkt ist jedoch, dass jeder Schiri genau weiss, was es heisst, Schiedsrichter zu sein. Er weiß, dass er im Laufe seiner Karriere Fans gegen sich aufbringen wird. Er weiß, dass er mit teilweise arroganten, reichen Schnöseln umgehen muss, deren Dackel mehr Geld hat als er und deren Respekt er nicht automatisch erhält. Er weiß, dass er damit nicht reich werden kann. Natürlich kommen manche da ins Grübeln. Aber es ist die Entscheidung eines jeden Schiris, ob er seine Ideale aufgibt, um "reich" zu werden und dafür anderen Menschen direkt oder indirekt Schaden zufügt (Frag mal Klaus Toppmöller...). Oder ob er sich nicht vielleicht weiterhin seinen Idealen verschreiben will. Es ist eben eine Charakterfrage, ob man sich dem Geld verkauft, aber es besteht keine Notwendigkeit dazu.
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An allem Unfug, der passiert, sind nicht nur die schuld, die ihn begehen, sondern auch diejenigen, die ihn nicht verhindern !
Volle Zustimmung. Wo willst Du da anfangen? 