Zitat
Original von der_skeptiker
Ich wäre ja fast geneigt auf Ronald Reagan zu tippen, denke aber ich täte im da unrecht. Wenn man es ganz zynisch betrachtet, so lösen die beiden genannten Gruppen ihre Probleme doch sowieso schon in "guter christlicher Tradition" oder wie war das mit dem Zitat "Auge um Auge, Zahn um Zahn". Und dieses Zitat stammt ja auch aus der FSK18-Ausgabe der Bibel und nicht aus dem familienfreundlichen Neuen Testament.
Das Zitat taucht im Alten Testament auf, welches in weiten Teilen identisch ist mit der Torah der Juden. Historisch wird dieses Zitat (also das "Auge um Auge, Zahn um Zahn, Blut um Blut") dem ersten weltweit bekannten Gesetzgeber, König Hammurabbi von Babylon, in den Mund gelegt.
Zum anderen Zitat habe ich übrigens einen Querverweis gefunden, der mich a) sehr überascht hat und b) leider auf eine Seite hinweist, auf der dieses Zitat nicht mehr zu finden ist. Vielleicht wurde es rausgenommen.
Aber mal zurück zum Thema:
Ich mag diese Attitüde der USA: "Alle, die nicht für uns sind, sind gegen uns." Sie hat so etwas Befreiendes, so etwas Absolutes. Und sie zeugt auch von ungeheurer Kompetenz im moralisch-sozialen Bereich. So ein wenig erinnert das an andere Epochen der Geschichte, in denen sich einzelne Personen, Personengruppen bis hin zu ganzen Völkern bewusst waren, allen anderen Personen, Gruppen und Völkern überlegen zu sein. Vielleicht sollte "His Holy President, George W. Bush of the United States of America" sich mal anschauen, wie die Geschichte mit anderen selbsternannten "Heilsbringern" umgegangen ist. Eines der letzten Beispiele: Pol Pot, der für mehrere 100.000 Tote in Kambodscha letztlich verantwortlich war.
Was ich auch beeindruckend finde ist eine Aussage wie die vn unser allseits geliebten Condoleezza Rice: "Wir können nicht ruhen, bis jeder Mensch, der in einer Gesellschaft der Furcht lebt, schließlich seine Freiheit gewonnen hat." Dann sollten die USA mal bei sich anfangen und die Menschen in den Slums von LA, NYC, Chicago & Co. aus der Gesellschaft der Furcht befreien, in der dort viele leben. In einer Gesellschaft, in der es offizielle Politik ist, dass sich jeder bestmöglich mit Waffen ausrüstet, um sich gegen seinen Nachbarn zur Wehr setzen zu können, hätte ich Angst.