Beiträge von Brummsel

    Ich fürchte ja Hier geht es ja nur um " Spassveranstaltungen" die als letztes kommen. ( Zitat eines der Virologen )

    Hast Du zufällig eine Quelle?

    Wenn man jetzt mit Wertungen anfängt, was ist "notwendig", was eine Spaßveranstaltung, müsste man doch wohl auch Unternehmen, die Produkte herstellen, die hauptsächlich dem "Spaß" dienen, mit solcherart "Spaßveranstaltung" gleichsetzen. Sorry, aber das kann grundsätzlich kein Kriterium sein. Immerhin hängen vom Profihandball wie insgesamt vom Profisport nicht wenige Existenzen ab.

    Die Vereine haben doch meines Wissens ihre Profi-Abteilungen in Spielbetriebs-Gesellschaften (egal welcher Rechtsform) ausgegliedert. Gelten diese dann nicht als (mittelständische) Unternehmen und können von der entsprechenden Corona-Förderung der Bundesregierung profitieren? Oder ist das zu blauäugig gedacht?

    Normal, Mehrheit und offensichtliches sind eben auch furchtbar dröge. Mal so richtig kräftig gegen den Mainstream anschwimmen ist da schon deutlich sexier.

    Eben. Man ist ja Rebell. Oder sowas ähnliches.

    Wenn ich mir die Entwicklung der Zahlen in verschiedenen Ländern anschaue, scheint es so zu sein, dass das deutsche Gesundheitssystem, auch wenn es viele Fehler hat (allen voran die großflächige Privatisierung), immer noch eines der besten europaweit ist. Und dass der Kurs, den das RKI und führende Virologen ausgerufen haben, bisher weitgehend zu funktionieren scheint.

    Was nun besser werden muss, ist die europäische Solidarität. Ansonsten wird man nachdem irgendwann in (hoffentlich) 2020 die Corona-Pandemie nachlässt, resümieren müssen, dass der Gedanke der Europäischen Union gescheitert ist. Dann soll man so ehrlich sein und es wieder auf eine Wirtschaftsgemeinschaft zurückfahren. Nach der Entwicklung in Ungarn respektive der anstehenden Entwicklung in Polen bin ich mir eh nicht sicher, ob die Europäische Union noch zu retten ist.
    Dass jedoch Italien und Spanien in vielen Bereichen gerade allein gelassen werden, wird den Gemeinschaftsgedanken weiter unterhöhlen. Bei den nächsten Wahlen in Italien dürfte Salvini sich zurecht sehr große Chancen ausrechnen mit seinem ablehnenden Europa-Kurs. Wenn "die EU" da nciht gegensteuert, könnte die Corona-Pandemie durchaus das schaffen, was vielfach bisher versucht wurde: Die EU wirtschaftlich kaputt zu machen und damit als Machtblock aus dem globalen Spiel zu nehmen.

    Auch interessant, dass der Shitstorm Adidas trifft und nicht Deichmann oder HM. Ich finde es etwas simpel mit Hinweis auf den letzten Gewinn draufzuhauen.

    Das dürfte sich wohl primär dadurch erklären, dass Adidas im Gegensatz zu den anderen Unternehmen im Dax auftaucht. Deichmann und Douglas werden gar nicht an der Börse gehandelt. Insofern ist das Interesse der Öffentlichkeit bei Adidas deutlich größer.

    Schau Dir das doch einfach mal in Ruhe an und bilde dir deine eigene Meinung....

    Hab ich getan. Das ist wie mit den Äpfeln und Birnen. Aber das wurde auch schon gesagt und erklärt.

    Allerdings leiden in Deutschland fast 50% aller Erwachsenen an Bluthochdruck. Das würde ich nicht überbewerten.

    Die Bewertung von Bluthochdruck bzw Diabetes ist ja ohnehin mit äußerster Vorsicht zu genießen. Wenn durch eine Neubewertung (wie zuletzt 2017 für die USA) die Werte für zu hohen Blutdruck um 5 Punkte systolisch bzw diastolisch geändert werden, gibts gleich Millionen neuer Patienten für die Hersteller von blutdrucksenkenden Medikamenten. Dass aus medizinischer Sicht diese Bewertungen nur bedingt nachvollziehbar sind, sagen nicht nur vereinzelt Hausärzte und Kardiologen.
    Vielleicht wird eher andersrum ein Schuh draus: Diejenigen mit sehr gutem Blutdruck haben eine größere Chance zu überleben. Aber das dürfte eh auf so gut wie alle Fälle von Krankheiten zutreffen. Wer sich ausgewogen ernährt, sportlich betätigt und wenig raucht, trinkt etc, dürfte allgemein größere Chancen haben, eine (schwere) Krankheit zu überstehen. Vielleicht gibts ja auch eine Statistik, nach der das Risiko für Raucher stark erhöht ist, an den Folgen einer Corona-Erkrankung zu sterben.


    Kurze Offtopic Geschichtsstunde - für das Föderale System hat sich Deutschland nicht "entschieden", sonder es wurde aus gutem Grund völlig zurecht durch die Alliierten auferlegt.

    Bedingt korrekt. Föderalismus ist keine Staatsform. Eine parlamentarische Demokratie ist eine Staatsform. Und dafür hat sich Deutschland mit dem Grundgesetz entschieden. Ich bin mir sicher, dass auch eine präsidiale Demokratie nach US-amerikanischem Vorbild von den Alliierten akzeptiert worden wäre. Das föderale Element ist Teil der Staatsorganisation.

    Mir fehlen die Worte. Die Wischiwaschiansprachen unserer gewählten Vertreter wurden zu lange ignoriert.

    Deutschland hat sich nach dem zweiten Weltkrieg bewusst für eine Staatsform entschieden, die der Selbstverwirklichung einen großen Stellenwert einräumt. Nur hat dieses große Maß an individueller Freiheit auch einen Preis: Selbstverantwortung.
    Während einer Krisenzeit wie der jetzigen heißt das für alle Bürger, die eigenen Entscheidungen nicht nach der Maxime zu treffen "Wie ziehe ich für mich persönlich den größten Nutzen aus der Situation", sondern sich sozial zu verhalten und auch an seine Mitmenschen zu denken. Nur leider wird ein solches Verhalten in friedlichen Zeiten nur sehr bedingt gefördert und gefordert, so dass man jetzt die Quittung bekommt. "Die können mir gar nichts verbieten!" ist ein viel gehörter Satz. Ebenso wie "So schlimm ist das doch wohl nicht, wenn ich kurz mal raus gehe". Auch gut: "Das ist doch meine Sache, wenn ich mich dem Risiko aussetze."
    Der Bundespolitik sind da aufgrund der föderalen Struktur die Hände gebunden. Rückblickend wird man vermutlich irgendwann sagen, dass man schon zwei, drei oder vier Wochen früher über Ausgangssperren hätte nachdenken sollen. Nur der Aufschrei wäre dann immens gewesen, wenn das Virus hier noch gar nicht "'angekommen" wäre, und man die Freiheit der Bürger derart beschnitten hätte. Und es hätte sicherlich genug Leute gegeben, die mit den oben genannten "Argumenten" bewaffnet den Aufstand geprobt hätten.

    Ich musste gerade schmunzeln, weil ich genau das eben zu meiner Frau gesagt habe, nachdem ich den Stapel Werbeprospekte aus dem Briefkasten geholt habe. Das ist mE komplett kontraproduktiv, die Leute so in die Geschäfte zu locken. Nonfood zu verkaufen, ist eigentlich unlauter, denn Läden mit nur diesen Artikeln müssen sinnigerweise schließen. Aber es ist wie immer im Leben, es gibt niemals nur Verlierer, genauso wenig wie es nur Gewinner gibt.

    Das Problem dürfte sein, dass der Verkauf von Aktionswaren auf ein Vierteljahr im voraus geplant ist, mindestens. Die Rasierapparate zu 19,95 € sind schon lange bestellt, gefertigt und kommen gerade im Zentrallager an. Und da der Lagerplatz nicht unendlich ist, muss das Zeug halt auch in time raus. Kurzfristig reagieren können die großen Ketten nur sehr bedingt. Vielleicht sind jetzt die dezentral organisierten Läden (Edeka, Rewe) im Vorteil, die unter Umständen flexibler agieren können.

    Im heutigen Corona-Update-Podcast spricht der Experte von einer Inkubationszeit von durchschnittlich 5 Tagen (die dort besprochene Studie seziert er zwar kritisch, aber diesen Punkt nicht).

    Und "durchschnittlich" meint ein statistisches Mittel. Sprich: Es gibt Einzelfälle, in denen die Inkubationszeit stark davon abweichen dürfte. Daher dürfte in einigen Fällen eine Inkubationszeit von mehr als einer Woche, in anderen Fällen von weniger als drei Tagen vorliegen. Insofern kann man das gar nicht auf einen bestimmten Zeitpunkt herunterbrechen.

    So so, da haben also Seehofer und Maas die Unwahrheit gesagt...

    Dann hat wohl auch Herr Hopp, immerhin Anteilseigner bei CureVac, die Unwahrheit gesagt. Klick.

    Dass es keine konkrete Offerte gab, heißt ja nicht, dass vielleicht Interesse bekundet worden sei bzw vorgefühlt wurde.

    Wenn man jetzt davon ausgeht, dass man in ein paar Monaten in die Erprobungsphase der versuchsweisen Anwendung gehen kann - dann finde ich das eine sehr beunruhigende Nachricht (und der Link von Hamster stammt ja aus der Fachpresse - das ist jetzt nochmal was anderes als ARD oder RTL..)

    Dann wirst Du wohl damit leben müssen, schneller gehts vermutlich nicht. ;)
    Es sei denn, man forscht in einem totalitären System, das auf die notwendigen Schritte im Vorfeld der Zulassung (klinische Studien etc) verzichtet und quasi eine Art Feldversuch durchführt, indem ungetestete, hoffnungsvolle Impfstoffe bei Patienten eingesetzt werden. Schwund ist ja überall...

    Hm, der vll. entscheidende Satz des aufschlussreichen Artikels vom Hamster liest sich aber nicht so dolle an:

    Das musst Du in die richtige Relation setzen. Die Erforschung neuer Wirkstoffe (impfstoffe, Antibiotika u.a.) dauert im Normalfall nicht Monate, sondern eher Jahre. Bis hin zu ein bis zwei Dekaden. Hinzu kommt dann noch die Erprobungs- und Zulassungsphase. Da ist dieser Zeitrahmen tatsächlich bemerkenswert.

    Das einzige, was man jetzt schon sicher voraussagen kann: Trump, Putin, Erdogan und Johnson haben die Corona-Krise bewältigt und das Virus besiegt. Eigenhändig. Jedenfalls nach deren jeweiliger Lesart, sobald das Gröbste vorüber ist.

    Achja, und Shinzo Abe auch. Der ja immer noch am Termin für Olympia festhält, aus ideologischen Gesichtspunkten: Man wolle einen Beweis dafür liefern, dass "die Menschheit den Coronavirus besiegen" könne. Klick.
    Vor einigen Seiten hatte jemand gesagt, dass wohl eines der ersten Symptome von Corona sei, dass der Verstand flöten gehe. Q.e.d.

    Meiner Ansicht nach wäre es am sinnvollsten, wenn man die Saison quasi "einfrieren" würde und nachdem die coronabedingten Maßnahmen nicht länger greifen einfach weitermacht und die Saison in die nächste Saison hinein ausspielt. Zumal man jetzt noch nicht absehen kann, ob überhaupt die nächste Saison regulär begonnen werden kann. Auf diese Weise hätte man denke ich zeitlich genug Puffer nach hinten, um zumindest August 2021 die folgende Saison regulär zu beginnen. Es bringt imho nichts, jetzt diese Saison abzubrechen, nur damit man dann feststellt, dass man die nächste Saison erst im Oktober oder womöglich November beginnen kann.

    Für die Zeit, in der dann die Saison beendet wäre, könnte man sich eine Art Pokalwettbewerb ausdenken, um a) den Vereinen die Möglichkeit zu geben, durch Kartenverkäufe etc die Einnahmen zu generieren, um überleben zu können, und b) den Wettbewerbscharakter für Spiele aufrechtzuerhalten. Zudem könnte man dadurch flexibel auf mögliche zeitliche Verzögerungen durch Corona-Maßnahmen reagieren.

    MIt der "Verschiebung" schafft man sich erst einmal Zeit für überlegte Entscheidung. Auch kann vorerst (verkaufte EInzeltickets, DK, Sponsoren, in 1. Liga TV, etc.) niemand Geld zurück fordern. Denn machen wir uns nichts vor, es geht auch massiv um Geld - wer zahlt was. Und mir fällt jetzt kein Beispiel ein, wo die Verantwortlichen mit einer vorschnellen Absage einen Vorteil hätten.

    Es geht letztlich um weitreichende Entscheidungen. Eine Annullierung der Saison ist ebenso möglich wie die Wertung gemäß des jetzigen Tabellenstandes. Für beide Varianten gibt es Argumente, die erst einmal in Ruhe durchdacht werden müssen. Zumal man noch nicht einmal weiß, wie weit der Spielbetrieb unterbrochen sein wird. Derzeit ist auch ein Szenario nicht ausgeschlossen, bei dem die nächste Saison nicht wie geplant anfangen kann, zumal eine gewisse Vorbereitungszeit auch nicht garantiert werden kann.
    Daher ist es das einzig Richtige, erst einmal abzuwarten, Informationen zu sammeln und dann zu einem späteren Zeitpunkt unter Einbeziehung aller Mannschaften und Verantwortlichen eine Entscheidung zu treffen.

    Für mich wäre auch eine Option denkbar, bei der die jetzige Saison "eingefroren" wird und, sobald ein geordneter Trainings- und Spielbetrieb wieder möglich ist, diese Saison fortgesetzt und regulär beendet wird (unter Umständen mit geändertem Personal, das müsste man dann regeltechnisch anpassen können). Dann kann man für die nächste Saison eine Regelung finden, die an die Situation angepasst ist. Jetzt vorschnell diese Saison zu beenden, um dann unter Umständen auch in der kommenden Spielzeit nur eine verkürzte Saison spielen zu können, wäre in doppelter Hinsicht unbefriedigend.

    Es wird zu prüfen sein, ob das von den Kommunen erlassene Veranstaltungsverbot für Sportler einem beruflichen Tätigkeitsverbot nach §31 des Infektionsschutzgesetz (IfSG) gleichkommt und dementsprechend eine staatliche Entschädigung für den Verdienstausfall zu zahlen wäre. In diesem Falle wären Sportler sowie Vereine für die nächsten Wochen abgesichert und es könnte in alle Ruhe das weitere Vorgehen geprüft werden.

    Danke für diesen Aspekt, der vermutlich für Vereine und Spieler entscheidend wäre. Wobei es ja nicht nur um die Spieler geht, sondern auch um die Infrastruktur in den Vereinen. Trainer, Betreuer, sonstige Mitarbeiter unterliegen ja indirekt auch einem Berufsverbot bzw ist es ihnen unmöglich, ihrem Beruf nachzugehen, wenn die Vereine lahmgelegt sind. Und würden dann hoffentlich entsprechend finanziell entschädigt werden. Was sowohl den Vereinen als auch den betreffenden Personen wirklich hilft und auch nötig wäre.
    Wer jetzt konkret auf- oder absteigt, muss momentan sekundär sein, solange das Leben von Menschen (durch Corona) sowie die Lebensgrundlage vieler Mitarbeiter in Vereinen (durch ein mögliches Berufsverbot) auf dem Spiel steht.

    Vermutlich dürfte das auch in vielen anderen Bereichen so ähnlich aussehen. Kulturelle Einrichtungen dürften ebenso auf die Unterstützung durch den Staat - unabhängig ob Kommune, Land oder Bund) angewiesen sein. Vielleicht müsste man eine Art Notfall-Fonds auflegen, aus dem Betroffene möglichst unbürokratisch Geld erhalten. Später kann sich dann die Bürokratie darum streiten, welchen Anteil Bund, Land und Kommunen daran haben. Und wenn dafür Schulden aufgenommen werden müssen, ist das halt so. Der Schwarzen Null wegen solche überlebensnotwendigen Maßnahmen zu unterlassen, wäre unverantwortlich.