Tiki-Taka war ja auch deswegen langweilig, weil Spanien dabei so überlegen war und zudem auf dem Zenit eben auch gar nicht versucht hat viel mehr als ein Tor zu schießen, während man trotzdem nie das Gefühl hatte, dass die andere Mannschaft irgendeine Chance hätte.
Tiki-Taka war ein - anfangs funktionierendes - System, um gegnerische Defensivreihen auseinanderzuspielen. Dabei sollten Überzahlsituationen entstehen, um zu Chancen zu kommen. Ein durchaus probates Mittel, um gegen sehr defensiv stehende Mannschaften zu agieren.
Mittlerweile haben sich die Gegner darauf eingestellt, so dass eben kaum noch Chancen entstehen. Und Tiki-Taka bzw. Ballbesitzspiel als Selbstzweck ist krachend gescheitert, wie man vor allem an Spanien und Deutschland sieht.
Was von dieser WM übrig bleibt... vielleicht dass Tiki-Taka in dieser Form nicht länger Siege garantiert. Und dass eine Art "Götterdämmerung" stattgefunden hat, mal wieder. Ronaldo, Messi und Neymar sind gescheitert, da die jeweiligen "Teams drumrum" nicht direkt auf sie zugeschnitten waren (Brasilien) bzw nicht deren Klasse hatten (Portugal, Argentinien). Ich bin mal gespannt, wie Ronaldo in Turin "funktioniert". In Madrid wurde das Team imho auf ihn zugeschnitten zusammengekauft.