"Leistungssport beschädigt den Körper unter anderem die Lunge. "
So falsch ist die Aussage grundsätzlich nicht. Wobei imho keine "Generalschuld" bei Eltern, Trainern und / oder Vereinen anzunehmen ist, wenn sie Kinder und Jugendliche an den Leistungssport heranführen.
Es gibt in vielen Sportarten sportart-typische Verletzungen und Risiken. Beim Handball werden etwa die Knie extrem belastet, allgemein bei Ballsportarten, die mit den Händen gespielt werden, gibt es recht häufig Fingerverletzungen (ausgerenkt, verstaucht etc). Beim Fußball gibt es häufig Verletzungen im Fußbereich. In der Leichtathletik dürften in den Wurfdisziplinen die Wurfarme überbeansprucht sein, beim Tennis gibts den sprichwörtlichen Tennisarm... diese Liste ließe sich vermutlich ziemlich lange weiterführen. Insofern ist Leistungssport immer auch Raubbau am Körper. Ob man dieses Risiko eingehen will, muss letztlich jeder für sich selber entscheiden.
Noch mal ne Sache zu Lungenschäden / Asthma: Als es früher noch den Wehrdienst gab und man zur Musterung durfte, gab es nicht wenige Leisungssportler, die aufgrund asthmatischer Beschwerden als dienstuntauglich eingestuft wurden und sich so vorm Wehr- bzw Zivildienst "drücken" konnten. In ihrem Verein haben sie dann aber beispielsweise vier Mal die Woche trainiert bzw gespielt. Insofern ist die Thematik absolut nicht neu. Dass es jetzt fürs versteckte Doping genutzt wird, ist letztlich nur eine Konsequenz daraus, dass es um immer mehr Geld geht und alle Schlupflöcher ausgenutzt werden sollen.