Beiträge von Brummsel

    Laut meinen Informationen, die ich direkt von einem "Mitarbeiter" beim HSV habe, belaufen sich gesamten Verbindlichkeiten inclusive der schriftlich fixierten Forderungen von der Familie Rudolph auf ca. 12 Mio Euro! Daher auch die drastischen Worte von Andreas Rudolph zum Zustand des HSV!

    Jetzt wäre noch interessant, ob die Verbindlichkeiten bei der Spielbetriebs-GmbH liegen oder beim HSV Hamburg e.V. Sofern diese bei der GmbH liegen (bzw. bei der GmbH & Co. KG), sehe ich noch etwas Land am Horizont, damit sich der e.V. wenigstens neu aufstellen kann. Ansonsten ist wirklich Schicht im Schacht. Und der wohlmeinende Insolvenzverwalter wird wohl die Spielbetriebs GmbH abwickeln müssen, denn ich sehe nicht, dass er sich auf irgendwas mit AR einlassen kann.

    Spannend auch die Frage, ob sich die HBL bzw die im Zuge des Lizenzierungsverfahrens beschäftigten Wirtschaftsprüfer irgendwas zu Schulden haben kommen lassen.

    Und die Hamburger werden sich egal wie es ausgeht wieder "abfeiern"....Widerlich

    Da musst Du aber deutlich differenzieren. Abgefeiert wird die Mannschaft, die teilweise seit mehr als zehn Jahren in Hamburg spielt und gemeinsam mit vielen Fans durch dick und dünn gegangen ist. Es gab einige echte Highlights und zahlreiche Niederlagen, an denen beide miteinander gewachsen sind. Wenn jetzt ein Teil der Fans diese, ihre Mannschaft in den letzten Spielen unterstützt und mit Applaus, von mir aus auch mit Standing Ovations, verabschiedet, ist das denke ich menschlich und auch nicht verwerflich.
    Dass irgendjemand in der Halle abfeiert, wie sich das ganze entwickelt hat, ist doch quatsch. Und auch die Spieler lassen sich nicht "abfeiern", weil sie jetzt nochmal bis zum Jahreswechsel Insolvenzausfallgeld kassieren (sofern...). Sie bedanken sich für den Support der Fans. Oder dürfen sie das auch nicht mehr?

    Dass es unsportlich ist gegenüber den Teams, die jetzt noch gegen diese qualitativ hochwertige Mannschaft spielen müssen, steht außer Frage. Nur soll jetzt die Mannschaft absichtlich verlieren? Sollen die Fans den Support einstellen? Soll der Insolvenzverwalter den Spielbetrieb absagen, aus Fairnessgründen? Das was gerade passiert ist ein Vorgang, der von unserem Rechtssystem für Gesellschaften vorgesehen ist. Dass hier der Sport der eigentliche Verlierer ist, kann wohl nicht verhindert werden. Willkommen im Profisport.

    Die Bürgschaft von AR (sofern sie noch geleistet wurde) gehört zur Insolvenzmasse.

    Das ist ja das Spannende: Eine Patronatserklärung ist offenbar nicht gleichzusetzen mit einer Bürgschaft. Es ist mehr als undurchsichtig, was genau dort geleistet wurde zu welchem Zeitpunkt und für welchen Zeitraum. Davon hängt wiederum ab, welche Außenstände der HSVH hat, die eventuell der Insolvenzmasse zugeschlagen werden. Da hat der Insolvenzverwalt(ig)er erstmal noch einiges aufzuklären, bis er da wirklich durchblickt denke ich.

    Der HSV Hamburg hat einen Insolvenzantrag gestellt. Das bestätigte die Pressestelle der Gerichte am Mittwochmittag. Bis zuletzt hatte der hochverschuldete Handball-Bundesligist auf eine Finanzspritze von Hauptsponsor und Mäzen Andreas Rudolph gehofft, doch die ist ausgeblieben. Die Verbindlichkeiten bis Saisonende sollen bei fünf Millionen Euro liegen...

    Das ist eine Frechheit, was dort passiert ist. Fünf Mio. Verbindlichkeiten bis Saisonende sind ohne Worte. Wie ist man auf Seiten des HSVH darauf gekommen, ohne dass man sich sicher sein konnte, dass AR seine Schatulle aufmacht? Und wer hat das bei der HBL abgesegnet, als es um die Lizenz ging? 8o

    Klingt glaubwürdiger als der andere Bericht. Also keine Rettung durch Hunke, jedenfalls nicht der Spielbetriebs-GmbH. Wohl aus den gleichen Gründen wie vor ein paar Jahren.

    Dann steht (für den Handball, nicht unbedingt für die Gläubiger) zu hoffen, dass die Insolvenz nicht abgewendet werden kann, die Spielbetriebs-GmbH tatsächlich insolvent geht, der HSVH keine Lizenzt für die Bundesliga für 2016/2017 bekommt und ein Neuanfang mit dem HSV Hamburg e.V. in Liga 3 (?) gestartet werden kann, mit neuen Sponsoren und einem neu zu schaffenden Image, vielleicht auch ohne Raute. Wenn die 2. Mannschaft aufsteigen sollte, derzeit sieht es ja recht gut aus, könnte man da gleich weitermachen.

    Das mit Hunke sehe ich noch nicht. Der tauchte 2014 schon einmal als weißer Ritter auf und dann tauchte er auch wieder ab. Scheint so eine Art Nessie für HSV - Krisenzeiten zu sein.

    Das Nessie-hafte Abtauchen war dadurch bedingt, dass Hunke nicht als Co-Mäzen hinter AR stehen wollte. Zumal AR die Verbindlichkeiten, die die Spielbetriebs-GmbH bei ihm hat(te), wohl zunächst aus dem neuen Geld von Hunke befriedigt hätte. Insofern war das eine Art Personality-Show zweier selbsternannter Sonnenkönige, wobei ich Hunke tatsächlich für seriöser halte. Trotz dessen Zeit beim (echten) HSV.

    Mein Zitat des Tages: "Der einstige Champions-League-Gewinner hat seit einigen Wochen mit einer Unterfinanzierung zu kämpfen." Allein das Wort "Unterfinanzierung" löste bei mir einen gewissen Lachkrampf aus. Da kann man nur zynisch reagieren, zumal als Fan. :wall: :lol: :wall:

    Sollte jetzt tatsächlich Hunke einsteigen, bin ich mal gespannt, wen er alles um sich scharen kann. Und ob die Verbandelungen zum Hamburger SV dann mehr werden. Aus Sicht des Handballs wäre ein Schnitt - Insolvenz + Rückstufung in Liga 2 / 3 - mehr als wünschenswert. Allein mir fehlt im Moment der Glaube daran... :/:

    Eines möchte ich hier nochmal anfügen: Ein solider geführter Hamburger Erstligist, der um die Plätze acht bis zwölf spielt und mit dem Andreas Rudolph nichts zu tun hat, da habe ich absolut nichts dagegen, wäre eine tolle Sache. Dann noch in der Alsterdorfer, alles wunderbar. Ich denke, dass dies den meisten hier genauso geht.

    Ich mag die Alsterdorfer Sporthalle nicht und glaube auch, dass dort nicht regelmäßig tolle Stimmung herrschen könnte, ohne Umbau. Der Waschbeton-Charme stößt bei mir halt auf keinerlei Gegenliebe. Aber das ist vermutlich nur meine persönliche Befindlichkeit. Ansonsten stimme ich Dir zu, vielleicht um die Plätze 6-10, aber auch das ist wohl ne persönliche Befindlichkeit. ;)


    Machen wir uns nichts vor: Eigentlich ist doch Bohmann der Sündenbock. Ich denke, die Schreiber bezüglich dieses Themas hier im Forum wissen noch genau was da vor ca. eineinhalb Jahren gelaufen ist.

    Ob jetzt Bohmann persönlich oder die HBL als solche vermag ich nicht zu beurteilen. Auch wenn Bohmann mit eher wenig öffentlichkeitsgeeigneten Bildern negativ aufgefallen ist. Aber zugelassen, dass der HSVH bzw die Spielbetriebs-GmbH dieses Gebaren an den Tag legen konnte, hat es nicht nur Bohmann, sondern die gesamte HBL.


    Bis dahin heißt es wohl "Abwarten und Tee trinken". :bier:

    Sorry, ich brauch was Stärkeres als Tee... :/:

    Eine Schande! :kotzen:

    Was daran ist die Schande?
    Dass es einen Verein gibt, der sich zu sehr großen Teilen finanziell auf einen Mäzen verlassen muss?
    Dass dieser Verein scheinbar nicht in der Lage ist, sich von diesem Mäzen zu lösen?
    Dass in stets wiederkehrenden Zeiträumen eine Show abgezogen wird, bei der es darum geht, diesem Mäzen Genugtuung zu verschaffen, indem er als "Retter" posieren kann?
    Dass die HBL dieses Schauspiel sehenden Auges über sich ergehen lässt bzw lassen muss?
    Dass genug Gläubiger dieses Schauspiel insoweit mitspielen, dass sie keinen Insolvenzantrag stellen?

    Aus meiner Sicht ist es ein unwürdiges Schauspiel, dass wir alle paar Monate aufgeführt bekommen. Aber wie soll man diesem ein Ende machen? AR hat nun einmal bei der lizenzberechtigten Spielbetriebs-GmbH sowie im Verein die Fäden in der Hand, nennenswerter Widerstand ist nicht existent. Also kann man de facto keine konkurrierende Finanzierung etwa durch Sponsoren auf die Beine stellen bzw. seine Demission betreiben. Ob es diese Sponsoren geben würde bzw. welcher Betrag durch diese gedeckt wäre, sei dahingestellt. Aber ich kann mir durchaus vorstellen, dass es einige potentielle Sponsoren gibt, die derzeit lediglich aufgrund der "Alleinherrschaft" von AR kein Interesse an einer Unterstützung der Handballer haben.
    Aber als Fan ist man leider viel zu oft dazu verdammt, ohnmächtig zuzuschauen, was "da oben" so alles passiert.

    Die Hamburger stegen jurz vor der Pleite und feiern als ob sie mirgen Meister werden würden....pervers

    Was ist daran pervers?
    Das ist das gelebte Motto "Lebe jeden Tag, als wäre es Dein letzter!" Die Mannschaft hat sich spielerisch und kämpferisch würdig von ihren Fans verabschiedet. Dass es dann mal etwas emotional wird, finde ich menschlich, nicht pervers. Zumal einige der Protagonisten schon ne ganze Weile in Hamburg gespielt haben und Höhen bzw Tiefen miterleben durften / mussten. Was jetzt passiert, ist doch außerhalb dessen, was von der Mannschaft beeinflusst werden kann.

    Jetzt ist AR am Zug... und DAS ist pervers.

    Ein Krisengipfel gestern abend mit Onkel Rudolph hat keine Lösung gebracht.
    Ich vermute der hat auch nicht genügend Mittel frei um einzuspringen.
    Oder wieder nur Ziererei und Koketterie bis zum Abwinken?

    Ich vermute / befürchte eher letzteres. Oder einfach Unwillen, weil... nicht genügend gehuldigt oder sonstwas.
    Was mich halt stört: Wenn Rudolph schon vor der Saison weiß, dass es ohne seine Zusatz-Investitionen - wie hoch sie auch immer sein mögen - nicht geht, warum macht er dann jetzt so ein Ballyhoo darum? Man muss wirklich annehmen, dass es Geltungsbedürfnis ist. Dass er auf diese Weise aber jeden wohlmeinenden Menschen im Umfeld um den Verein verschreckt, scheint ihm herzlich egal zu sein.

    Mittlerweile würde ich mich über ein Ende mit Schrecken, sprich: Insolvenzantrag, freuen. Auch wenn mir die Spieler, der Trainerstab sowie die Mitarbeiter leid täten. Ganz zu schweigen von den Fans, die teilweise mit Dauerkarte immer ihre Unterstützung zum Ausdruck gebracht haben.

    Mittlerweile nur noch 19:21, trotz / wegen sehr guter Paraden von Vortmann. So eine Radio-Übertragung ist was ganz anderes, die Spannung ist irgendwie... größer.


    Edit: Endergebnis 24:31, nachdem Melsungen nochmal auf ein Tor herangekommen ist, hat Biegler offenbar durch die Einwechslung von Vortmann den Matchwinner gebracht. Das waren ja zwei erfolgreiche Ausflüge nach Hessen. Das war so nicht zu erwarten. Wenn jetzt diese finanziellen Querelen nicht wären, könnte man die Situation in Hamburg sehr entspannt betrachten.
    Also, Herr R. und Herr F., bereingen Sie diese unhaltbaren Finanzzustände in Hamburg. Umgehend.

    Die Schaubühne Olympia wird ja nicht verschwinden, sie steht halt nur nicht in Hamburg, sondern in Paris, Los Angeles oder Budapest. Wo ist das Problem?

    Bei der vielfach geübten, grundlegenden Olympia-Kritik geht es doch eben um Olympia an sich, mit diesen kommerziellen Auswüchsen. Dass der olympische Gedanke sich überlebt habe, diese Art des Events nicht mehr zeitgemäß sei, der Kommerz alles bestimme, nachhaltige Ziele in keiner Weise verfolgt würden etc. Und eben nicht darum, wo dieses Spektakel stattfindet. Letztlich gehts um eine Abschaffung von Olympia. Nur, ohne Olympia gibts eben keinen Fokus mehr für sehr viele Sportarten.

    Auch wenn es nicht direkt zum Thema passt:

    Jonah Lomu, ehemaliger All Black und der wohl erste Superstar der Rugby-Union, verstarb unerwartet vor zwei Wochen. Er hinterlässt eine Frau und zwei Kinder. Seine ehemaligen Team-Kameraden und Freunde verabschiedeten ihn in einer Zeremonie im Eden Park, der Heimspielstätte der All Blacks. R.I.P.

    Das widersinnigste Argument ist das der Baustellen: Wenn es keine Baustellen geben soll, wie soll dann die Infrastruktur verbessert werden??

    Weil die Baustellen zu Olympia wären eben anders gewesen. Viel störender und so. Aber wenn es jetzt Maßnahmen gibt, die entweder die Infrastruktur verbessern und / oder neuen Wohnraum schaffen etc, so werden die sich völlig anders in das Raum-Zeit-Kontinuum der Baumaßnahmen einfügen als es dieses der Fall gewesen wäre, wenn es sich um eine Omypia-Baustelle handeln würde. ;)



    Naja, ich weiß ja nicht, inwiefern die olympischen Spiele tatsächlich eine Breitensportveranstaltung sind.

    Klar, das Motto ist "Dabei sein ist alles", aber ist das Motoo wirklich repräsentativ für das, was die meisten/ viele Sportler wollen?

    Ist es das, was "wir als Bevölkerung" von Olympia wollen ... oder wollen wir nicht doch lieber die Helden, die auf dem Podest stehen? ... abgesehen vielleicht von "Exoten" wie Eddy the Eagle ... oder jamaikanischen Bobfahrern ... aber machen die Olympia dann gleich zu einer Breitensportveranstaltung?

    Ist es das, was die "Finanziers" (und hier die Finanziers der Sportler) wollen? Wwarum sonst macht der Bundessportminister die ganzen Vorgaben für die Medaillen? Weil dabei sein alles ist? Auch bei den Sportsoldaten gibt es Leistungstests und die weitere Förderung ist leistungsabhängig - dabei sein ist alles?

    Und die Verpflichtung, Amateur zu sein, um an den Spielen teilnehmen zu dürfen, ist ja bereits länger passé (bis auf Boxen und Fußball) ... abgesehen davon, dass das bereits früher Unfug war mit den Staatsamateuren aus dem Ostblock und den Sportsoldaten im Westen.

    Nein, Olympia als solche ist keine "Breitensportveranstaltung". Da hab ich mich unglücklich ausgedrückt. Ich meinte, dass nur bei Olympia noch Sportarten wie Schießen, Wildwasserkanu bzw. Kajak oder Rhythmische Sportgymnastik überhaupt wahrgenommen werden, also tatsächlich Sportarten, die dem Gedanken des Breitensports entsprechen. Dass auch bei solchen Sportarten das Hauptaugenmerk auf den Siegern liegt, mag stimmen. Aber wenigstens liegt einmal das Hauptaugenmerk für einen Tag auf dieser Sportart. Frag doch mal, welche Sportarten beim "Modernen Fünfkampf" durchgeführt werden. Oder zu welcher Sportart "Laser" gehört und auf welchem Element man dort Medaillen gewinnen kann.
    Man mag Olympia kritisieren, dass es kommerziell sei etc, aber ohne diese Schaubühne Olympia werden immer mehr Sportarten zu Randsportarten, die irgendwann gar nicht mehr medial existent sind.

    Ich sage doch gar nichts gegen das Ergebnis...das ist Demokratie....nur die Argumente sind teilweise etwas surreal

    Definiere surreal...
    Die Argumente sind vielleicht nicht so sportpolitisch-weitsichtig, wie Du (und ich) sie gerne hätten. Aber darum gehts ja: Dass die eine Seite (NOlympia) es geschafft hat, die Ängste vieler Stimmberechtigten anzusprechen und die Befürworter es nicht vermocht haben, diese Ängste zu zerstreuen. Und ich hab auch das Gefühl gehabt, dass es als "schick" galt, mit "Nein!" zu stimmen. Allein um es "denen da oben" zu zeigen. Anders kann ich den Beschluss auf der Mitgliederversammlung des FC St. Pauli kaum erklären. Sicher, man ist gegen Kommerz und Olympia steht wie kaum etwas anderes für Kommerz. Aber man ist eben auch (Breitensport)Verein und sollte als solcher eben auch eine Zielrichtung haben. Und Olympia als Breitensportveranstaltung ist eben auch beispiellos weltweit.

    Warum haben wohl die Münchner dagegen gestimmt? Der Gigantismus der aber an den Tag gelegt wird schreckt viele ab.

    Der Gigantismus und das Ausgeliefertsein gegenüber den großen Sportverbänden. Zur WM 2006 wars doch lächerlich, dass eine normale Bäckerei keine "Weltmeisterbrötchen" verkaufen durfte, weil "Weltmeister" eine geschützte Marke war. Hätten dann zu Olympia 2024 beispielsweise keine Ringe mehr verkauft werden dürfen, weil (olympische) "Ringe" auch eine geschützte Marke gewesen wäre?
    Dieser Aspekt bei Großveranstaltungen kann eigentlich nur auf weitgehendes Unverständnis stoßen. Und was den Gigantismus angeht, so war die Hamburger Bewerbung eher eine Anti-Gigantismus-Bewerbung.