Noch einmal zum Thema "eingebürgerte Spieler " in Katar. Katar hat nicht gegen geltende Regeln verstossen.
Im Sommer letzten Jahres wurde eine Mannschaft Fussballweltmeister mit reichlich viel eingebürgerten Spielern.
Nur komisch, da habe ich nichts von allen oben genannten Argumenten gehört und diese Spieler galten und gelten zu Recht als Deutsche.
Es ist doch ein kleiner Unterschied, ob ein Spieler während seiner aktiven Karriere die Staatsbürgerschaft wechselt, nachdem er für ein anderes Land bereits gespielt hat, oder ob ein Spieler während seiner Kindheit mit seinen Eltern nach Deutschland zieht, dort mehr oder weniger seine gesamte Jugend samt Ausbildung im Sport verbringt und sich dann entschließt, für das Land, in dem er voll integriert ist, anzutreten anstatt für sein Geburtsland, mit dem ihm deutlich weniger verbindet. Aber das ist eher eine sentimentale Note.
Die IHF-Regeln lassen es zu, für die Spieler ist es sicherlich nicht verkehrt, in dem Land wird dadurch der Sport populärer (was ja allgemein nicht verkehrt ist) und solange es nachhaltig passiert kann es unter Umständen tatsächlich Strukturen ein wenig aufbrechen. Denn Handball ist weltweit nur eine Randsportart, auch wenn uns allen das nicht gefällt. Und da nützt so ein "Projekt" wie in katar dem Handball denke ich.