Nein, Freude kommt da keine auf. Wirklich freuen kann, will ich mich nicht, wie das ganze abgelaufen ist.
Sicher, man könnte jetzt mit dem nötigen Tunnelblick sagen: Lizenzantrag eingereicht, wurde von der HBL falsch bewertet, Schiedsgericht hat den juristisch falschen Zustand angemessen bewertet und die Lizenz mit Auflagen gewährt, passt. Nur: Da sind zwei kapitale Denkfehler drin.
Zunächst einmal die undurchsichtige und offenbar lückenhafte Lizenzierung der HBL, die eine Planungssicherheit für betroffene Vereine durch mehrere Spielklassen hindurch unmöglich macht, wenn die laut der Statuten zu gewährenden rechtlichen Mittel ausgeschöpft werden. Das ist kein Zustand, der dauerhaft tragbar ist, weder auf der wirtschaftlichen Seite noch aus sportlicher Sicht.
Und dann war da noch das Finanzgebaren der HSVH Betriebsgesellschaft mbH & Co KG, deren Hauptanteilseigner die Familie Rudolph ist (ich weiß nicht wirklich, wieviel Prozent Andreas, wieviel Prozent Matthias Rudolph halten, insofern nehme ich die Familie in "Sippenhaft"). Über das Verhalten besagter Hauptanteilseigner wurde bereits genug zu viel gesagt, das wiederhole ich nicht nochmals.
Fazit: Undurchsichtig, unverantwortlich, untragbar, unglaubwürdig. Einfach unwürdig. Fremdschämen pur. Und jetzt soll das ohne Neuanfang so oder ähnlich weitergehen? Das kanns doch wohl nicht sein.
Ich weiß nicht, wie man dieses Konstrukt ohne kritischen Blick weiter unterstützen können soll. Für mich fühlt es sich falsch an, wenn das "weiter so" zur Maxime wird. Wenn es im Laufe des (Kalender)Jahres einen transparenten Neuanfang gibt, innerhalb dessen die Finanzierung von einzelnen Personen unabhängig gestaltet wird, werde ich die Situation nochmal neu bewerten. Wenn das Gemauschel weitergeht, außer Absichtserklärungen nichts ernsthaft passiert, können wir uns schonmal auf die nächsten Kapriolen freuen vorbereiten. Nein, Freude kommt da keine auf.