Ganz ehrlich: Die "Sportler des Jahres"-Wahl ist und war eine Farce. Irgendwelche gesichtslosen "Sportjournalisten" wählen irgendwelche Leute aus, die anscheinend was "Tolles" geleistet haben. Wenn der ganze Zirkus in einem Olympia-Jahr statt findet, haben die anderen Sportler eben Pech gehabt, da müssen diese wahnsinnigen Olympioniken die Preise bekommen.
Sieh es mal andersrum: Sportler in olympischen Sportarten (abseits des Wintersports) haben in der Regel nur alle vier Jahre überhaupt die Möglichkeit, bei einer solchen Veranstaltung preisgekrönt nach hause zu gehen. Da finde ich es schon gerechtfertigt, dass dann alle vier jahre mal ein paar Sportler dieser Sportarten auch die Preise abgeräumt haben.
Und sei froh, dass nicht die Military-Reiter - pardon, Vielseitigkeits-Reiter - topplatziert sind. Oder mal wieder Vettel. Oder gar Schumi. So kommt mal ein wenig Abwechslung dahin. Oder irgendwelche Balltreter. Dass Platz 3 bei der EM in Polen bzw der Ukraine nicht einmal gereicht hat, dass die unvermeidliche Fußball-Nationalmannschaft überhaupt in die Top 10 gekommen ist, halte ich schon fast für sensationell. 2010, als man in Südafrika auf Platz drei kam, wurde das Team tatsächlich Mannschaft des Jahres. Eigentlich ist das der echte Fortschritt, dass Fußball diesmal bei der Sportlerwahl 2012 nur eine Randerscheiunung war.
Und mal ehrlich, wenn der THW Kiel eine Saison mit einer einzigen Pflichtspiel-Niederlage abschließt, die Punktrunde in der heimischen Bundesliga sogar ohne Gegenpunkt beendet, in was für einer Kirmesliga muss der Verein dann spielen? Die hatten offenbar keine wirkliche Konkurrenz. Wie will man da eine sportliche Leistung fair beurteilen können?! ![]()