Beiträge von Brummsel

    Einige Punkte davon gefallen mir ganz gut. Vor allem die Änderung der Prämienverteilung ist ein Aspekt, mit dem man auf lange Sicht vermutlich Wirkung erzielen kann. Ob man das allerdings durchsetzen kann, ist eine andere Frage.
    Die Wildcard-Turniere kann man auch getrost weglassen. Einerseits füllen diese Turniere den eh schon gestopften Terminkalender unnötig auf und andererseits sehe ich keine Notwendigkeit, einen freien Champions-League-Platz unter den größten Handballverbänden auszspielen.

    Was Du erreichst, wenn Du die Anzahl der deutschen und spanischen Teilnehmer begrenzt (im übrigen sind die Grenzen genau dort gezogen, wie Du sie genannt hast), ist lediglich, dass nur die Top-Teams aus Deutschland und Spanien noch dabei sind. Großwallstadt beispielsweise wäre jetzt nicht im Halbfinale des EHF-Cup, sondern stattdessen eine andere deutsche Mannschaft (vermutlich Gummersbach, während die Rhein-Neckar Löwen im Pokal der Pokalsieger im Halbfinale wären). Du erreichst damit also vermutlich eine Konzentration der Teilnehmer an internationalen Wettbewerben auf die Top 6 der Tabelle. Was wiederum die heimische Liga in der Breite schwächt.
    Und die Gruppenphase ist doch finanziell der einzige Punkt für die "kleineren" Teams, um etwas Geld zu verdienen in der Champions League. Wenn man jetzt hingeht und die Gruppenphase entweder komplett einstampft oder deutlich verkürzt (4er-Gruppen etwa), ist es doch fraglich, ob die "kleineren" Vereine finanziell überhaupt mit einem Plus aus dem Wettbewerb kommen können.

    Ganz abgesehen davon, welche Möglichkeiten es gibt und welche davon wirksam sind, so müssen diese ganzen Änderungen doch überhaupt erst einmal angenommen werden. Und wenn dann die Group Club Handball ihr Veto dagegen einlegt, weil durch eine freie Setzliste nicht gewährleistet ist, dass die Top-Clubs so gut wie sicher im Viertelfinale der Champions-League sind, wird es noch schwieriger, einen Konsens zu erreichen. Das ist ähnlich wie mit der Diskussion um mehr freie Zeit, ohne Handballtermine.

    Ich will eigentlich nicht schon wieder damit anfangen, aber es sollte sich angesichts unserer satten 50%-Quote an verbliebenen Teilnehmern in allen Wettbewerben (ohne CHC, wo wir ja nicht mitspielen), einer 75%-Quote im Halbfinale des EHF-Cup und einer möglichen 100%- und denkbaren 75%-Quote im Halbfinale des Landesmeistercups vielleicht ja doch mal jemand in Wien Gedanken machen, ob der derzeitige Modus noch gesund ist. Irgendwann wird sich (außerhalb Deutschlands, freilich :) ) nämlich niemand mehr für diese Wettbewerbe interessieren, wie man beim internationalen Feldhandball ja schon studieren konnte, der genau daran zu Grunde gegangen ist.

    Was ist denn die Alternative? In der Champions-League könnten wieder weniger Mannschaften aus einem Land antreten, also nur der Titelträger. Nur dann hast Du in den ersten Runden genau das, was den EHF-Cup bzw. den Pokalsieger-Cup so uninteressant macht: Du hast Ergebnisse der zweiten Garnitur von Kiel, Ciudad Real oder Montpellier gegen Underdogs mit letztlich +30 Toren Differenz, im Gesamtergebnis. Und bis zum Halbfinale hast Du nur bei Lospech mal ein Knaller-Spiel dabei, nur damit am Ende dann die Mannschaften aus Deutschland, Spanien, Frankreich und wahlweise Kroatien, Dänemark oder Russland die Halbfinalteilnehmer stellen. Wo ist da die Spannung?

    Und der EHF-Cup sähe ziemlich exakt genauso aus, der Pokalsieger-Wettbewerb vermutlich auch. In 50 % der Fälle wird man ein Endspiel haben zwischen Deutschland und Spanien, wie 2007. Und das ist dann auf Augenhöhe. Aber man hat halt deutlich weniger Statisten als jetzt, was seinerseits die Wettbewerbe in den einzelnen Ländern auch wieder weniger attraktiv macht, wenn insgesamt weniger Mannschaften mitspielen.


    Die Dominanz der spanischen Mannschaften in der Spitze bzw. der deutschen Mannschaften in der Breite ist eben gegeben. Wenn man das ändern will, müsste man die spanische bzw. deutsche Liga ändern, so dass die Leistungsdichte nicht mehr gegeben ist, gerade in Deutschland. Wieso schafft es denn Großwallstadt als 10. der Bundesliga erst den THW Kiel in fremder Halle zu besiegen und dann noch ins Halbfinale des EHF-Cup einzuziehen? Da ist doch das Problem. Wenn man in Deutschland eine möglichst starke Liga haben will, um diese spannend zu halten, muss man halt damit rechnen, dass sich die Teams auch international durchsetzen. Zumal ich diese Dominanz nur teilweise sehe. Es gab ja in vergangenen Spielzeiten auch genug Beispiele, als deutsche Mannschaften sogar kläglich gescheitert sind gegen sogenannte "Underdogs". Insofern sehe ich das nicht so krass wie Du.


    HSV hat wieder Dusel

    Das ist meines Wissens das erste Mal, dass der HSV bei der theoretischen Möglichkeit, gegen Ciudad Real gelost zu werden, nicht dieses Los abbekommen hat. Nominell vielleicht das leichtere Los gegenüber den drei Alternativen, aber sicherlich kein "Dusel-Los". Moskau hat ne gute Mannschaft, wenn ich mir die Ergebnisse der Gruppenphase anschaue. Sicher, der HSV kann / sollte gegen die Russen bestehen, aber ein Selbstläufer, wie einige andeuten, wird das sicherlich nicht.

    Flensburg wird es sicherlich sehr schwer haben, auch wenn Ciudad Real wohl nicht mehr die Übermannschaft ist wie in den letzten Jahren. Kiel gegen Barcelona ist natürlich das Top-Duell, wobei ich da die Vorteile auf Kieler Seite sehe. Montpellier gegen Mannheim dürfte auch sehr spannend werden. Selbst wenn die Franzosen mit den Kadetten deutlich mehr Probleme hatten als gedacht, so haben sie doch allemal das Format, um ins Final Four einzuziehen.

    Mal ne ernsthafte Frage: Wann hat Hens eigentlich das letzte Mal überzeugend gespielt? Ich mein...vielleicht liegt´s ja an mir. Aber immer wenn ich ihn sehe, spielt der nur Mist... *lol*

    Aber Bitter war am Ende saustark

    In der Nationalmannschaft gegen Island wars ordentlich, gegen die Füchse hat er gut gespielt. Heute war das nix, da stimme ich Dir absolut zu. Immerhin kam es nicht auf ihn an. Es lebe die breite Bank. ;)

    Insgesamt ein überzeugender Auftritt. Die einzige Schwächephase, wo man das Gefühl hatte, das Spiel könne zugunsten der Spanier kippen, war tatsächlich, als Duvnjak und Lackovic rausgegangen sind für Kraus und Hens. Da hatte auch Bitter ne Zeit lang keine Hand an den Ball bekommen und die Spanier waren dann auf zwei Tore weg. Dann gabs zum richtigen Zeitpunkt die Auszeit von Schwalb und Hamburg hat innerhalb weniger Minuten das Spiel zu den eigenen Gunsten entschieden. Also gehts jetzt gegen Ciudad, Moskau, Barcelona oder Kiel im Viertelfinale? Autschn. Da sehe ich ein Final Four mit Ciudad, Barcelona, Kiel und der Mannschaft, die gegen Moskau ran darf. Man will ja nicht jedes Jahr die gleichen Mannschaften im Final Four sehen. ;)

    Mischl61: Wie kommst du denn da drauf? Geraldo ist sich bestimmt sicher, dass wir gegen Valladolid ran müssen ... :D

    Meinst Du, ihr (bzw. Valladolid) kommt nächste Saison in die Champions League, dass daraus was wird? Oder wollt ihr im Pokalsieger-Wettbewerb gegen die Spanier antreten? :D

    Das Spiel in Valladolid sollten die Hamburger eigentlich (...) gewinnen können, zumal mit einer Leistung wie in der zweiten Halbzeit im Hinspiel. Spielt man allerdings so, wie in Halbzeit eins, sehe ich schwarz. Naja, könnte man sich glatt auf die Bundesliga konzentrieren. :lol:

    Und Glückwunsch zum Viertelfinal-Einzug nach Mannheim. :hi:

    (Im übrigen geht es vom Modus her nicht, dass die RNL und der HSV Hamburg aufeinandertreffen im Viertelfinale. Nur am Rande. ;))

    Ständig wirft man den Politikern vor, dass sie mal offen sagen sollen, dass es um Wahlkampf geht, und macht das mal einer, ist es auch nicht richtig :nein: Entscheidet euch doch mal.

    Das Problem ist ja, dass Brüderle nicht dazu steht (bzw. nicht dazu stehn darf), was er laut des Protokolls gesagt haben soll. Wenn er sagt, er wolle weiterhin an der Atomkraft als "Brückentechnologie" festhalten, würde man ihm ja zugute halten können, dass er dem Wähler reinen Wein einschenkt. So wirkt das eher unglücklich und auch nicht konsequent.

    Deine Einschätzung zur zukünftigen Chancenlosigkeit des "RNL-Restkaders" teile ich absolut nicht. Guckt man sich die verbleibenden Namen an, dann ist das immer noch ein herausragender Kader (mind. Top5). Wer hat schon einen Gensheimer, Cupic, Schmid, Stojanovic, Sesum und Myrhol im Kader?

    Ich sprach bei dn RNL nicht von "Chancenlosigkeit", allgemein, sondern nur in Bezug auf die Meisterschaft. Da sehe ich vor allem den THW aber auch den HSV Hamburg doch noch ein gutes Stück weiter vorne, auch nächste Saison. Und um Platz drei werden sich neben den RNL vermutlich noch Flensburg, Göppingen und Berlin streiten. Da darf man sich auch keine gravierenden Leistungsschwankungen leisten.

    Die Namen, die Du nennst, stehen sicherlich teilweise auch für Weltklasse. Nur braucht man halt nicht nur eine erste Sieben (wobei mir da noch ein RR fehlt, der über ähnliche Klasse verfügt), sondern auch eine entsprechende zweite Sieben, die nicht stark abfällt. Und was die freigewordenen 250.000 € Bruttogehalt pro Monat angeht, die Du ansprichst, so werden die tatsächlich nur dann frei, wenn Herr Nielsen sein finanzielles Engagement nicht zurückschraubt. Und da wäre ich mir nicht so sicher, wenn er sich jetzt scheinbar eindeutig für Kopenhagen entschieden hat.

    Nach den heutigen Meldungen würde ich mal sagen, dass Celje 2002 da entweder sehr investigativ informiert war oder wie ich mit Icke Romero einen Glückstreffer augurenmäßig landete.

    Heißt der jetzt in Berlin schon "Icke" statt "Iker"? ;)

    Aber irgendwie schon skurril, gerade was Krysztof Lijewski angeht. Spielte bislang noch keine Sekunde bei den RNL, ist er schon weiterverschachert worden. Damit dürften die RNL ab der nächsten Saison wohl Probleme haben, überhaupt die Champions-League-Plätze zu erreichen. Und um die Meisterschaft werden sie sicherlich nicht mitspielen. Vielleicht gibt es sogar einen Wachwechsel im Süden und FrischAuf wird auf längere Sicht die Nr. 1 südlich des Main.
    Mir tuts für die Fans der Kröstis leid, dass ihr Verein nun wohl die Sonderausverkaufspalette des Perlen-Kasper schmückt.

    Achja, hier der dazugehörige Link zur Handballwoche.

    Edit:

    So langsam wird´s richtig lächerlich :pillepalle: , ist aber wohl eher zum Weinen ;( . Wer jetzt noch nicht merkt, das wir hier in diesem unseren Land gnadenlos für dumm verkauft werden, dem ist nicht mehr zu helfen. :nein: :wall:

    http://www.mittelhessen.de/hessen_und_wel…Kehrtwende.html

    Da frage ich mich eigentlich nur, welcher Energiekonzern Kohl dafür Geld gezahlt hat, dass er sich mal wieder in der Bild äußert.
    Aber irgendwie bezeichnend, dass die CDU am Vorabend der wegeweisenden Wahl noch ihr letztes, in Rente befindliches Geschütz auffährt, um sowas ähnliches wie Kompetenz zu demonstrieren. Oder was immer Kohl auch darstellen mag.

    Verplappert hat er sich, was für ein Dussel ! Da hat er sich sicher gefühlt in diesem Kreis, er konnt ja nicht wissen, daß seine Äußerung der Presse zugeflüstert wird. Klasse!

    Andere Frage: Wie lange läßt sich die Welt das japanische Gewurstle noch bieten?

    Ja, der Brüderle... aber das war ja ein falsch wiedergegebenes Statement im Protokoll, da hat irgendwer falsch zitiert oder so (wer macht denn auch sowas?)... Wers glaubt. :lol:


    Welche Alternative hat "die Welt"? Und wer ist eigentlich "die Welt"? Bzw. wer soll da als letzte Rettung oder wie man das auch immer definieren will eingreifen? Superman, der den Kernreaktor samt Brennstäben kurzerhand ins All schleudert, wo er irgendwann in einer Sonne verglüht?
    Es gibt weltweit keinerlei Möglichkeit, das ganze anders, besser zu regeln im Moment als es die Japaner machen. Sonst gehe ich davon aus, dass es schon längst zum Einsatz gekommen wäre.

    Nur - um wieder die Brücke zu Verteidigungsminister a.D. Guttenberg zu schlagen - dieser wurde aufgefordert von der SPD den Einsatz in Afghanistan zu beenden.

    Da hat doch das eine mit dem anderen gar nichts zu tun.

    Wenn die Regierung, vertreten durch den Außenminister, der Ansicht ist, man müsse sich aus Kampfeinsätzen in Libyen raushalten und als Mitglied des Sicherheitsrates der UNO die Zustimmung zu einer Libyen betreffenden Resolution verweigert, nur um kurz danach zu verkünden, man sei ja eigentlich doch dafür, ist das keine klare, nachvollziehbare Politik. Das ist Wischiwaschi, um nur nirgends anzuecken. Es ist doch nicht zwingend, dass Deutschland, wenn es für die Resolution stimmt, dann auch an Kampfeinsätzen in Libyen beteiligt sein muss. Zumal wenn das Kontingent der in Afghanistan stationierten Truppen eventuell ausgeweitet werden wird, um NATO-Partnern den Rücken freizuhalten, die mit den dann freien Kapazitäten in Libyen eingreifen können.

    Wenn die SPD dieses kritisiert und gleichzeitig sich dafür ausspricht, in Afghanistan mehr AWACS-Einsätze zu fliegen, ist das doch unabhängig von der grundsätzlichen Forderung, den Einsatz in Afghanistan als solchen in absehbarer Zeit zu beenden. Zumal die SPD ja nicht von einer einseitigen deutschen Beendigung des Einsatzes am Hindukusch spricht, sondern von einem Rückzug aller NATO-Truppen.

    Hast recht 25000 ist falsch, sigmar gabriel redet von 30000 das bmu von ca 38000.
    http://www.haz.de/Nachrichten/Wi…m-HAZ-Interview
    (es gibt auch arbeitsplätze in abhängigkeit zum akw, die drumherum liegen)
    Sicher werden gleichzeitig viele schöne Arbeitsplätze geschaffen in der erneuerbaren Energie...profitieren davon aber die betroffenen gemeinden?

    Sigmar Gabriel hat insgesamt von 30.000 Arbeitsplätzen in der Atomwirtschaft gesprochen, nicht von denen, die direkt mit den Kernkraftwerken in Zusammenhang sind. Da ist natürlich auch Forschung dabei. Und letztlich die Lagerung. Du hast dezidiert von 25.000 Arbeitsplätzen in den Kernkraftwerken gesprochen. Das ist ein erheblicher Unterschied.

    Und was das Profitieren der betroffenen Gemeinden angeht, so halte ich es für sehr wahrscheinlich, dass die Gemeinden entschädigt werden würden. Denn das kann die Bundesrepublik, einen Ausgleich herstellen in Regionen und bei Industriesektoren, die durch ordnungspolitische Maßnahmen getroffen sind. Dann gibts finanzielle Unterstützung für Unternehmen, die in den betroffenen Gemeinden in erneuerbare Energien investieren, um Forschungseinrichtungen oder ähnliches zu errichten. Oder die Region insgesamt bekommt finanzielle Zugeständnisse welcher Art auch immer. Das sind doch nur Scheinargumente, die Du hier anführst.


    Ne ganz andere Sache, ist eigentlich irgendwem bewusst, dass derzeit ca. 150 Atommeiler auf den Weltmeeren herumfahren? Viele Flugzeugträger und die große Mehrzahl der U-Boote sind mit Reaktoren ausgestattet. Die überall an den Küsten (theoretisch) Radioaktivität in großem Maßstab abgeben können. Und was das angeht, dürte die Informationspolitik quasi nicht-existent sein, sprich: Bei einem Unfall erfährt man erst dann etwas, wenn Dritte zufällig darüber stolpern. Und die nächsten Schiffe mit Atomantrieb sind schon im Bau.
    Auch wenn ich persönlich die Diskussion in Deutschland für sinnvoll und notwendig halte, so wird die atomare Gefahr uns noch über lange, lange Zeit begleiten. Insofern ist es höchste Zeit, dass irgendwer den Anfang macht und sich konsequent um den Ausstieg aus der Kernenergie bemüht.


    Steinar: Die "Niebelkerzen" fand ich sehr gelungen... ;)

    Was anderes: 1000 Angestellte für das AKW Bilis. Bei 19 Kraftwerken macht das mal 19000 + einige mehr die für Wartung und Reperaturen und so eingesetzt werden. Würde mal schätzen: An der Atomenergie hängen knapp 25000 Arbeitnehmer. Bei jedem anderen Arbeitgeber würde man schreien und demonstrieren, wenn er mal 25000 Arbeitsplätze abbaut...

    Das ist leider nicht korrekt. Laut der Homepage von Eo.n haben die sieben Kernkraftwerke, die von Eo.n betrieben werden, zusammen weniger als 2.500 Mitarbeiter. Und da sind die abgestellten Meiler in Stade und Würgassen schon einberechnet. Und das Kernkraftwerk Biblis (sprich: Bliblis A und B) verhilft laut RWE-Homepage insgesamt 1.500 Menschen "in der Region" Arbeit, insgesamt. Wobei jeder Reaktor als eigenes AKW geführt wird bei den 19 AKWs in Deutschland.
    Wenn Du also eine Rechnung aufmachst, nach der 19 Kernkraftwerke 25.000 Menschen Lohn und Brot geben, würde ich Dir empfehlen, da mal genauer zu recherchieren. :) Nachdem, was von den Betreibern auf deren Homepages zu erfahren ist, wäre eine Rechnung mit 350-500 Mitarbeitern pro AKW zutreffender. Was bei weitem nicht auf 25.000 Arbeitsplätze hochgerechnet werden kann. Rund 7.000-10.000 Arbeitsplätze wäre da vermutlich korrekter.

    Aber Du hast einen (todsicheren und lebenslangen) Arbeitgeber vergessen in Deiner Bestandsaufnahme: Die Betreibergesellschaft, die für die nächsten 1.000.000 Jahre den Atommüll lagern darf, egal wo. Wobei da die Fluktuation der Arbeitnehmerschaft mit steigendem Alter der Anlage(n) vermutlich ebenfalls stark ansteigen wird. Es lebe die Atomkraft. :hi:


    Wenn die Atomkraft so sicher und sauber und so ist, warum wohnen denn die Vorstände von Eo.n, RWE etc. nicht in unmittelbarer Nähe von Biblis oder Neckarwestheim? Das würde doch Vertrauen schaffen beim Verbraucher. Und wenn dann die Befürworter in der Politik auch noch dahinziehen, dürfte doch niemand mehr daran zweifeln, dass Atomkraft in irgendeiner Weise unsicher sein könnte.

    Du solltest es mit Lotto versuchen - zumindest in Teilbereichen korrekt prognostiziert:

    Bayerns Umweltminister Söder

    Lotto mag mich nicht. Und ist auch nicht ganz so gut zu prognostizieren. ;)

    Immerhin scheint der eine oder andere tatsächlich in Grübeln gekommen zu sein.

    Auch da frage ich mich (ich weiß, ich hab immer was zu meckern...), wie lange das vorhält, wenn jetzt FDP- und CDU-Politiker laut sagen, dass sie das ganze nicht doch noch einmal überdenken wollen. Und wenn es ihnen ernst ist, ob sie sich in ihren Parteien durchsetzen können. Röttgen, immerhin Bundesumweltminister, wollte ja selber keine Laufzeitverlängerung um die durchschnittlichen 12 Jahre, sondern nur um 8 Jahre anvisieren und kam damit nicht durch. Und das als Bundesumweltminister. Wie sollen da Hinterbänkler sich durchsetzen können? Das ist dann die "mahnende Stimme" in den eigenen Reihen, die als Lorbeerblatt dienen soll, vermutlich gut in Szene gesetzt für die Medien in Zeiten des Wahlkampfs. Und danach - puff. Alles egal. Quasi ne politische Knallgasprobe. ;)

    Wenn der TW hält ist es die TW-Ecke! so

    Hey, so einfach kann die Welt sein. :D

    Schönes Spiel bisher der deutschen Mannschaft. Nur... warum klappt das nicht öfter? Dieses Auf und Ab verstehe ich einfach nicht. Und nein, das liegt nicht nur an Heinevetter und Gustavsson.

    Wird er jetzt doch noch so gaaaanz langsam gaaanz wenig zu einem Genscher?

    Mir würde es ja schon reichen, wenn er an Klaus Kinkel heranreichen könnte, qualitativ.

    Laut Emnid wäre die FDP in Rheinland-Pfalz mit 6 % gerade eben drin, in Ba-Wü würde sie auf 7 % kommen. Mal schauen, wie sich das in den nächsten zwei Wochen entwickelt, wenn die FDP-Politiker doch noch ein Fettnäpfchen finden, gerade in Bezug auf den Atomausstieg oder Nicht-Ausstieg. ;)

    Von welchem Politiker konkret stammt das von Dir gepostete Zitat??

    Ähm... ich werde Ironie wieder besser kennzeichnen. Das war ein imaginäres Zitat eines generischen, so nicht existenten Politikers und Befürworters der Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken in Deutschland.
    Ja, ich habe überspitzt formuliert und mir die Freiheit genommen, keine Fußnoten zu setzen. Weil die Worte von mir selbst stammen. Falls diese Worte so, wie sie da stehen, irgendwo im Internet zu finden sein sollten, so wurde von mir abgeschrieben. :)

    Scheinbar gab es zwar eine Kernschmelze (jedenfalls meldet das die ARD unter Berufung auf japanische Behörden), aber der erste Schutzkokon um den Reaktor selber hat wohl gehalten, laut DLF, das sich auf die japanische Regierung und die Betreibergesellschaft beruft.
    Und man kann beide Sachverhalte (Erdbeben-Tsunami-Katastrophe und möglicher GAU in Fukushima) nicht voneinander trennen. Die Hilfskräfte werden durch die Bedrohung, die ein GAU in Fukushima mit sich bringen würde, ganz stark daran gehindert, das zu tun, weswegen sie dorthin gereist sind, da eben Teile der am stärksten betroffenen Region evakuiert worden sind und nicht bereist werden können.

    UlfN: Mein Reden. :) wiegesagt, das war das imaginäre Statement eines generischen, Atomkraft befürwortenden Politikers. Was ich aber in ein, zwei Wochen (spätestens) so ähnlich erwarte.