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Beiträge von Brummsel
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Original von Ex-HVS-SR
Da muss ich Dich enttäuschen, im Hinblick auf Kausalität und objektive Zurechnung eines möglichen Fehlverhaltens wird eine Betrachtung des Verhaltens der Teilnehmer auf jeden Fall vorgenommen werden. Eigenverantwortliches Handeln Dritter kann nämlich dazu führen, dass dem Täter der Erfolg objektiv nicht zugerechnet werden darf.
"Eigenverantwortliches Handeln" ist wann gegeben? Wenn ein einzelner Teilnehmer versucht, aus einem Engpass zu entkommen, indem er einen versperrten Zugang zu benutzen versucht?
Aus dem [url=http://www.spiegel.de/media/0,4906,23973,00.pdf]Dokument[/url], das Lothar Frohwein zitiert hat, geht eindeutig hervor, dass das Sicherheitskonzept des Veranstalters nicht umgesetzt wurde und dass erst und nur dadurch letztlich die Panik entstehen konnte, die zu den Todesfällen geführt hat. Dass man als Besucher darauf vertrauen können muss, dass die Ordnungskräfte der Veranstaltung einerseits geschult sind, die Besucherströme entsprechend dem Aufkommen so zu leiten, dass es eben nicht zu einem Gedränge kommt, und andererseits sich auch an Weisungen halten, halte ich für eine Selbstverständlichkeit. Man kann von niemandem verlangen, dass er sich erst einmal generell informiert, wie die Sicherheitslage ist, wo man sich im Falle einer plötzlichen Panik hinzuretten hat und ob das Betreten eines Veranstaltungsgeländes per se zu gefährlich ist, als dass man es verantworten kann, ohne ein erhöhtes Risiko aufgrund mangelhafter Planung einzugehen.
Wenn Du jetzt auf eigenverantwortliches Handeln abstellst und anmerkst, dass bestimmte Handlungen Einzelner die Panik ausgelöst bzw. verstärkt haben, mag das eventuell sogar stimmen: Ohne dass sich die Personen A, B, C bis Z nicht zum Zeitpunkt t an den Ort O begeben hätten, wäre dort kein Gedränge entstanden, das zu der Panik geführt hätte. Allerdings verkennst Du auch einen entscheidenden Aspekt: Die einzelnen Personen hatten nicht die Übersicht, dass ihre individuelle Handlung zu dem Ergebnis führen würde. Und sie mussten auch nicht diese Übersicht haben. Dazu ist das Ordnungspersonal da. Und wenn dieses nicht entsprechend reagiert und einen Teil der genannten Personen in eine andere Richtung dirigiert, kommt es eben zu der Situation, in der eine Panik ausgelöst wird. Das kann man den einzelnen Besuchern nicht vorwerfen, wohl aber dem Ordnungsdienst. Und der wiederum ist Erfüllungsgehilfe des Veranstalters (vermutlich), so dass es durchaus dem "bösen Veranstalter" zugerechnet werden kann und werden muss, wenn sein Ordnungsdienst Mist baut. -
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Original von Ex-HVS-SR
In der Sache stimmen wir überein, nur nicht in den Folgen. Du meinst, man kann sich darauf verlassen, das alles ordentlich läuft. Da vertrete ich halt eine andere Auffassung. Über beides lässt sich trefflich streiten. Das Fehler gemacht wurden, steht außer Frage. Aber von allen Seiten, auch von den Teilnehmern.
Was wirfst Du den Teilnehmern bzw. Besuchern der Veranstaltung vor? Dass sie sich nicht im Vorfeld informiert haben, welches spezifische Gefährdungspotential es geben würde durch Veranstaltungsgelände, mangelhafte Zuwegung oder fehlendes Sicherheitspersonal?
Und ja, ich meine, dass man sich in Deutschland darauf verlassen können muss, dass die Vorschriften zur Durchführung einer derartigen Veranstaltung a) beachtet wurden und b) so umfassend sind, dass ein spezifisches Gefährdungspotential, wie es in Duisburg wohl vorhanden war, ausgeschlossen ist. -
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Original von Ex-HVS-SR
Ich muss nicht mit 20 Toten rechnen, aber das Gefährdungspotential wird kaum zu bestreiten sein. Kreislaufskollaps, Erschöpfung etc, die Sanitäter stehen bei diesen Großevents ja nicht zur Deko rum.
Unbestritten. Aber das ist nicht das Thema. Hier geht es nicht um ein "generell existentes, latentes Gefahrenpotential", das einen immer und überall begleitet, wo größere Menschenansammlungen zusammenkommen.
Es geht hier darum, dass sich ein spezifisches, auf einer Reihe von Fehlentscheidungen basierendes und nur in diesem Fall auftretendes Gefährdungspotential verwirklicht hat. Ein Gefährdungspotential, das für Außenstehende nicht im Vorfeld ersichtlich war.ZitatOriginal von Ex-HVS-SR
Das einzige worauf ich mich verlassen kann und auch muss, ist der Umstand, dass dort wo Menschen handeln auch Fehler passieren können. Das muss ich miteinbeziehen, die gewünschte 100%-Sicherheit wird es niemals geben. Da können noch so viele Fluchtwege sein und Rettungswege etc., wenn Panik entsteht und jemand zu Fall kommt, stiefeln die anderen drüber hinweg. Das ist sich jeder nunmal selbst der nächste.Sicherheit ist nicht bis ins Letzte planbar, das ist Wunschdenken.
Nicht bis ins Letzte, nein. Aber grundsätzlich muss man davon ausgehen dürfen als Besucher, dass eine solche Veranstaltung den maximal im Vorfeld zu erreichenden Sicherheitsstandard auch erreicht. Was hier nicht der Fall war.
Mit anderen Worten: Die Besucher durften darauf vertrauen, dass das spezifische Risiko, das letztlich zu der Panik und den Folgen geführt hat, gar nicht existiert, sondern im Vorfeld durch vorausschauendes Planen ausgeschlossen worden sein würde. Dass in der Planung derart gravierende Fehler gemacht werden würden, kann man als Besucher nicht mit einbeziehen. Und muss man auch nicht. -
Band drei der Serie "Codex Alera". Klassische Fantasy in modernem Gewand, sprich: Es ist nicht alles schwarz-weiß, wie in älteren Fantasy-Romanen (Herr der Ringe), sondern es gibt eine Menge Grautöne dazwischen. Sehr gelungen wie ich finde. Leider meines Wissens noch nicht auf deutsch erhältlich (laut amazon: Ab August 2010). Insgesamt sinds sechs Bände, von denen der vierte 2011 auf deutsch erscheinen soll.
Vermutlich sollte man die Bücher, sofern man des Englischen mächtig ist, auch in der Muttersprache lesen, da auch bei guten Übersetzungen etwas vom Schreibstil von Jim Butcher verloren geht. -
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Original von Ronaldo
Was machen wir denn dann eigentlich mit Landtags- und Bundestagswahl? Abschaffen? Monarchie wieder einführen? Schließlich ist das Volk ja zu doof zum Wählen...
Naja, Monarchie ist veraltet und zu riskant. Man stelle sich vor, man würde einen "guten König" bekommen, der tatsächlich für das Volk da sein will... wo kommen wir denn dahin!
Wir haben eine Plutokratie, genauer: Eine Plutokratie mit pseudodemokratischem Putz. Schlimmer ist das noch in den USA. Beispielsweise. Die Abstimmungen, großzügig "Wahlen" genannt, bestimmen doch nur, welcher Parteienapparat für die nächsten Jahre vordergründig die Macht ausüben darf, also die Regierung stellt. Das Volk, als dessen Vertreter sich die Politiker gerne bezeichnen, interessiert die Parteien dabei nur peripher, wenn es darum geht, in Umfragen vorne zu liegen.
Wichtiger ist den (meisten) Politikern doch, ihre Pfünde zu sichern. Und diese werden dadurch gesichert, dass man mit dem Geldadel sinnbildlich ins Bett steigt, sprich: Mit den Unternehmen, die die Geschicke unserer Wirtschaft bestimmen. Und diese sichern sich ihr Mitspracherecht, indem sie jede Partei auf die eine oder andere Weise unterwandern, also derart beeinflussen, dass die Parteien ihre Politik nach den Interessen der Unternehmen ausrichten. Wobei "die Unternehmen" keine homogene Gruppe sind, sondern es sich dabei um wenige Auserwählte handelt, die die tatsächliche Macht haben. Mittelständische Betriebe etwa fallen dabei nicht wirklich ins Gewicht. -
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Original von Celje 2002
So so, Gauck war also Widerstandskämpfer in der DDR, das wird ja immer besser.
Billige Polemik. Ich habe nichts von "Widerstandskämpfer" gesagt. Nur vom Widerstand. Und einem aktiven Mitglied des "Neuen Forum" attestiere ich "Mitarbeit im Widerstand" gegen die DDR. Wie Du das nennst überlasse ich lieber Dir, im Polemisieren komme ich eh nicht gegen Dich an.
Ein Kernpunkt der Problematik bei der Entfremdung von Wahlvolk und Volksvertretern (sic!) ist doch, dass sich auch trotz andersfarbiger Parteizugehörigkeit die Sachpolitik (ich wage kaum dieses Wort in den Mund zu nehmen...) allenfalls marginal anders wird. Im großen und ganzen bleibt doch alles beim altn, egal ob rot-grün, schwarz-gelb oder schwarz-rot. Und leider ist das alternativlos.
Der Bürger hat doch das Gefühl, dass seine Stimme eh nichts bewirkt, selbst wenn er mithilft, eine Regierung durch eine andere zu ersetzen. Man fühlt sich doch verarscht von den Regierenden, zumal wenn immer wieder Dinge kolportiert werden, die verdeutlichen, für wessen Interessen welche Entscheidung nun gerade gut war.Ein ganz entscheidender Punkt war imho die Farce, mit der die UNO dazu gebracht werden sollte, den Irak-Krieg der USA zu legitimieren und völkerrechtlich auf eine legitime Grundlage zu stellen. Diese "Beweise", die Powell dort vorgebracht hat und deren Falschheit sich später herausgestellt hatten (wobei das in dem Moment schon kaum jemand geglaubt hat) hat doch allgemein verdeutlicht, dass Regierungen nach Strich und Faden das Volk und auch Gremien belügen, um ihre Interessen durchzusetzen. Schröder war doch zu dem Zeitpunkt nur so populär, weil er (zurecht) gegen die USA geschossen hat und sich nicht hat unterkriegen lassen von Bush jun., sondern sich gemeinsam mit Frankreich und Russland gegen die Legitimation des Irak-Kriegs ausgesprochen hat.
Allerdings hat Schröder das Image auch selber untergraben, als unter seiner Führung Deutschland sich am Afghanistan-Einsatz "Enduring Freedom" beteiligt hat. Eine scheinbar unendliche Geschichte, deren Zweck auch nicht sicher ist (selbst wenn es nach der Doktrin der NATO ein humanitärer Einsatz sein soll) und wo im Hintergrund wirtschaftliche Gründe vermutet werden.
Durch die andauernde und immer weiter vertiefte Verknüpfung von Industrie und Politik wird die Wahrnehmung der Politiker in der Bevölkerung auch nicht positiver. Selbst wenn dieser Eindruck nur subjektiv sein mag, er ist da. Und solange die Politiker nicht aktiv etwas dagegen tun, wird die Kluft auch nicht kleiner werden. -
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Original von Snuffmaster
Und lässt man den Bundespräsidenten (der im Grunde ja noch bei der Gesetzgebung wichtig ist) auch vom Volk wählen, wäre die schön durchdachte Gewaltenteilung in Deutschland für den Ar.... Und grade da würden die Säulen der Demokratie aber mal stark ins schwanken geraten.
Ähm... der Bundespräsident steht außerhalb von Legislative, Exekutive und Judikative. Ja, er darf / muss sein Autogramm unter die Gesetze setzen, aber er darf über die Gesetze nicht miteintscheiden. Insofern ist er eben nicht effektiv Teil der Legislative.Er hat fast nur repräsentative Aufgaben. Keine politischen Aufgaben (Ausnahme: Vertrauensfrage). Und warum man ihn dann nicht vom Volk wählen kann? Weil es doch ein so toller Posten ist für Leute, die sich um die Parteien verdient gemacht haben, die aber irgendwann im Weg sind. Oder deren Lebenskrönung es sen kann, wenn sie nicht Kanzler geworden sind. Und das wollen sich die Parteien doch nicht vom Volk wegnehmen lassen. Alle wie sie da sind.
Dein Einwand, die Wahl bringt hohe Kosten mit sich, ist sicherlich nicht falsch. Aber mal ernsthaft, nur weil Kosten entstehen, kann man doch nicht darauf verzichten, Wahlen durchzuführen?Es freut mich für Wulff, dass er im dritten Wahlgang die absolute Mehrheit bekommen hat. Selbst wenn auch da nicht alle Koalitionsvertreter ihn gewählt haben, so war es doch ein deutliches Votum für Wulff. Und die ersten beiden Wahlgänge gingen gegen die Regierung Merkel/Westerwelle, ganz eindeutig. Und für Herrn Gauck, dessen Agenda deutlich geworden ist. Und der von Lammert zu Beginn der Bundesversammlung quasi einen Ritterschlag erhalten hat, als Lammert nochmal an die Ereignisse vor 20 Jahren erinnerte, als eben die deutsche Einheit erst durch den Widerstand in der DDR möglich geworden war.
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Original von Face
Mit einem eingefädelten Videobeweis einen Spieler gesperrt zu bekommen hat bei einem Weltmeistertitel ewig einen faden Beigeschmack und beim nächsten Mal darf man dann vielleicht auch dafür nach der Vorrunde heim...
ZitatOriginal von Heinzmueller
Mit Ballack und Frings wäre die DFB-Auswahl noch, ich sage noch strärker.
Das glaube ich nicht. Frings ist mittlerweile zu langsam für das Spiel, auch wenn er sicher mit seiner Erfahrung im Stellungsspiel Vorteile hätte. Und da Ballack nicht mit dabei ist, weiß jeder andere Spieler: Es kommt auf mich an. Und setzt nochmal 5-10 % mehr Energie ein. Das kann eine Menge ausmachen. Auch weil keiner der Spieler die Verantwortung auf Ballack abwälzen kann. -
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Original von Bilbo
Diese Personen sind dann aber keine Bildungsforscher.
Wahrscheinlich nicht. Vermutlich haben sie selber beim Pisa-Test gut abgeschnitten und hätten nun gerne eine solche Korrelation festgeschrieben. Oder so.
In Hamburg galt lange, dass eine Empfehlung lediglich eine Empfehlung war, aber der Elternwille entscheiden solle. Also haben viele Eltern gemeint, sie würden ihren Kindern etwas "Gutes" tun, wenn sie das Kind aufs "Gumminasium" schicken. Wo nicht wenige hoffnungslos gescheitert sind. Und die Lehrer den erbosten Eltern ("Mein Kind ist klug, das schafft doch das Gymnasium!") dann erklären durften, dass eine Realschule etwa bessere Voraussetzungen für die Kinder schaffen könne. Alleine dadurch, dass es sowas wie Erfolgserlebnisse in der Schule gibt, nicht nur schlechte Noten.
Der "freie Elternwille" mag ja in einigen Fällen positiv sein, in anderen ist er aber auch negativ. Schön wäre es, wenn es ein System gäbe, das beides verbindet. Oder dass die Eltern dazu bringt, vernünftige Entscheidungen zum Wohle des Kindes zu treffen, nicht aus persönlichem Ehrgeiz heraus die falsche Entscheidung zu fällen. Hach ja, viva Utopia! -
Wird das irgendwo im Free TV übertragen? Oder muss man dafür aufs Internet ausweichen?
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Original von Dortmundsson
Ich kann mich noch an 2 fast ebenso grandiose Auftritte eines gewissen Mario Gomez bei der letzten EM erinnern. Aber dieser war noch einen Tick besser. Übrigens, es war nicht Martins sondern Yakubu.
Martins hat aber etwas später auch eine 100prozentige recht kläglich vergeben. Und einen besser postierten Mitspieler übersehen. Spielt in afrikanischen Teams vielleicht auch der potentielle Heldenstatus eine Rolle? Wenn man den entscheidenden Treffer setzt, wird man nicht selten wie ein Nationalheld gefeiert. Will man dann lieber selbst diesen Status haben und nicht an einen Mitspieler weiterreichen, nur weil der zufällig besser postiert ist? -
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Original von Hereticus
Wolfgang Stark pfeift England. Ist das clever, einen Schiri aus dem Verband des möglichen nächsten Gegners anzusetzen? Nichts gegen Herrn Stark, aber bei der FIFA wurden solche Fragen schon mal sensibler behandelt, wie ich meine.
Die FIFA macht insgesamt beim Thema "Schiedsrichter" keine gute Figur bei dieser WM. Da passt das auch ins Bild. Und die Engländer haben eine Ausrede, wenns schiefgeht.
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Original von hamster-gestreift
Podolski ist echt die größte Pflaume
Der Elfmeter war uninspiriert, schwach geschossen und dann noch völlig unplatziert. Sonst war er einer der wenigen, der sich noch völlig aufgerieben hat, jeden Zweikampf gesucht hat. Auch wenn er bei seinen anderen Torabschlüssen kein Glück hatte.Es fehlte in der zweiten Hälfte ab der 60. Minute die Bewegung im Spiel. Es boten sich kaum Spieler an oder versuchten sich freizulaufen und haben es dadurch den nicht wirklich überzeugenden Serben leicht gemacht, das 1:0 über die Zeit zu schaukeln. Und dass Deutschland einen Mann weniger auf dem Feld hatte, merkte man auch nur daran, dass es auf dem Spielberichtsbogen stand. Optisch war Deutschland über weite Strecken der zweiten Halbzeit spielbestimmend. Wenn auch alles andere als effektiv.
Nun gilts gegen Ghana. Und da muss Löw zusehen, dass er auf der linken Abwehrseite etwas anders macht. Badstuber wurde von dem Serben ein ums andere Mal nach Herzenslust vernascht. Leider alles andere als souverän.
Was mich stört, ist die unterschiedliche Auslegung der Schiris bei Fouls etc. Sowohl Deutschland als auch Serbien haben heute durch diese sehr kleinliche Verteilung von gelben Karten einen immensen Nachteil, den andere Teams nicht haben, da deren Schiris nicht jedes Einsteigen von hinten sofort mit Gelb geahndet haben. Da fehlt aus meiner Sicht die Verhältnismäßigkeit.
Allerdings hätten sich die Spieler, allen voran Klose, schon gerne darauf einstellen dürfen. Dass er gelb-rot gesehen hat, war einfach Dummheit. -
Ist doch amüsant bisher. Nun muss das Team zeigen, dass es "Eier in der Hose" hat, wie ein ehemaliger Welttorhüter mal sagte. Klose darf natürlich niemals so in den Zweikampf gehen, da fehlt die Spielintelligenz. Müller muss seine Flanken noch justieren, sonst spielt er sehr ordentlich finde ich, einer der Lichtblicke im Team. Die Deckung wirkt nicht stabil gegen zugegeben sehr aggressive Serben. Neuer war beim Tor vielleicht etwas passiv, aber die Fehler beginnen bei Badstuber, der die Flanke zulässt, und dann bei Mertesacker, der die Kopfballvorlage bestaunt. Dass sich dann ein Serbe im Fünfmeterraum auf drei Meter Umkreis allein wiederfindet, spricht Bände für die mangelnde Zuordnung in der Abwehr.
Für die zweite Halbzeit erwarte ich eine trotz Unterzahl stürmischere deutsche Elf. Serbien ist sicherlich nicht schlecht, aber auch eben nicht die Übermannschaft, gegen die man nicht gewinnen kann. Selbst mit zehn Mann. Vielleicht muss Lahm noch ausgewechselt werden, das wird mit der gelben Karte recht eng bei ihm.
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Original von Gottfried
Läuft sich Henry eigentlich immer noch warm?
Der musste doch seine Hand für die KO-Runde schonen. Nur ärgerlich, dass Frankreich vermutlich nicht dahinkommen wird.
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Ionische Inseln?
Rhodos?
Kreta?
Kykladen?
Ägäische Inseln?
Euböa?(ehemals) Religiöse Nutzung?
(ehemals) Wirtschaftliche Nutzung?
(ehemals) Wohn-Nutzung? -
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Original von Juraschick
Eine Möglickeit wäre, sich für Parteien und Gruppierungen einzusetzen, die radikal für mehr plebizitäre Elemente in der Demokratie eintreten.
Also die Grünen?
(Die sich momentan in Hamburg mit der Schulreform ins eigene Fleisch schneiden mit ihrem Eintreten für mehr plebiszitäre Elemente in der Verfassung).
Plebiszitäre Elemente haben ihren Reiz, aber sind dennoch nicht wirklich geeignet, ein Land zu regieren. In einzelnen Punkten mag es sein, dass sie auch sinnvoll sind. Aber zu viel davon schadet mehr, als dass es nutzt.Man muss eigentlich dahin kommen, dass Wahlen in gewisser Weise überflüssig werden. Ohne Wahlen kein Wahlkampf, ohne Wahlkampf keine Wahlversprechen, ohne Wahlversprechen keine Umfall-Politiker, ohne Umfall-Politiker keine Politikverdrossenheit.
Ja, sehr simpel dargestellt. Aber nur mal gesetzt den Fall, dass wir (Wähler) direkt einzelne Minister wählen könnten, die nicht von einer Koalition bestimmt werden würden, könnten diese Minister viel unabhängiger ihre Positionen vertreten und würden nicht ständig Gefahr laufen, dass ihr Ressort "hintenüber" fällt, weil die Partei es so will, sofern die Minister nicht im Sinne der Partei entscheiden.Das Grundübel unserer politischen Gesellschaft ist das Selbstverständnis der Parteien bzw. der Parteisoldaten: Erst kommt das Wohl der Partei, dann das Wohl der Parteiklientel, dann das Wohl des Staates. Und dann vielleicht noch irgendwann das Wohl der Gesellschaft. Dieses gilt es irgendwie aufzubrechen.
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Schade für Südafrika, aber sehr clever und souverän gespielt von den Celeste. Realistisch betrachtet war und ist Südafrika aber auch nicht unbedingt das Weiterkommen zuzutrauen gewesen, zumal in einer Gruppe mit Mexico, Frankreich und Uruguay, die ich allesamt für reifer und stärker halte als Südafrika. Und wenn Henry dafür seine "goldene Hand" auspacken muss.

Kurzes Zwischenfazit nachdem jedes Team einmal hat spielen dürfen:
- Spanien mit gutem Kombinationsfußball, aber harmlos im Abschluss. Nun steht der Europameister schon gehörig unter Druck. Honduras sollte zwar machbar sein, aber Chile könnte sich tatsächlich als Stolperstein entpuppen. Und ein Ausscheiden in der Vorrunde wäre tatsächlich eine Sensation.
- Brasilien musste sich mehr anstrengen, als sie erhofft hatten, hat aber dennoch zurecht gewonnen. Für das übrigens alle argentinischen Schüler frei bekommen haben.
- Argentinien auch eher mühsam. Da wird das Spiel heute gegen Südkorea Aufschluss geben.
- England enttäuschend, auch wenn gegen die USA ein Sieg verdient gewesen wäre.
- Deutschland gegen Australien mit attraktivem Kombinationsfußball und recht effektiv vorm Tor. Mal schauen, wie es gegen die Serben läuft und ob man diese Leistung bestätigen kann.
- Niederlande gegen Dänemark zwar mit etwas Dusel, aber letztlich mit einer guten Spielanlage und verdient mit dem ersten Sieg.
- Italien mit der "normalen" Spielweise: Nicht wirklich attraktiv aber man mogelt sich so durch. Und fast hätts ja noch zum Sieg gereicht nach dem zwischenzeitlichen Rückstand gegen Paraguay.- Die Afrikaner haben mich bisher durchweg enttäuscht, mit der kleinen Ausnahme von Ghana, das wenigstens erfolgreich war. Weder die Elfenbeinküste noch Kamerun oder Nigeria konnten akzente setzen bei der ersten WM auf "ihrem" Kontinent. Algerien und Südafrika sind wohl tatsächlich limitiert in ihren Fähigkeiten, so dass von beiden Teams nicht mehr zu erwarten war.
- Dagegen haben mich die asiatischen Teams bisher positiv überrascht. Japan und Südkorea mit verdienten Siegen, Nordkorea mit einer guten Partie gegen Brasilien. Lediglich Australien fällt dagegen etwas ab.
- Von den "Exokten" hat mir Neuseeland bisher am besten gefallen, allein schon weil sie über 94 Minuten an ihre Chance geglaubt hatten. Und belohnt wurden. Respekt. -
Gratulation nach Gummersbach. Sehr schöner Triumph. Und wenn jetzt noch die Lizenz endgültig erteilt wird, sollte das ein sehr schöner Sommer für den VfL und seine Fans werden.
