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Original von Zwetschge
Es wird aber doch sowieso ein Endlager benötigt. Ob da jetzt der Müll von ein paar Jahren mehr oder weniger rein müssen ist doch völlig irrelevant.
Weisst Du, wieviele Tonnen radioaktiver Müll jährlich anfallen? Wieviele Tonnen derzeit in "Zwischenlagern" noch auf den Flächen der Atomkraftwerke darauf warten, in Castor-Behältern nach Gorleben transportiert zu werden? Gorleben reicht bei der momentanen Rate anfallenden Atommülls nicht einmal mehr für 25 Jahre. Und dann wäre es mehr als voll. Insofern sind "ein paar Jahre" nicht irrelevant.
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Also bei mir können sie ruhig ein Neues bauen. Habe ich keinerlei Enwände.
Fein. Dann erklär Du mal Deinem Sohn, warum die Fische bei euch 30 % größer sind. Dann wirst Du auch sicherlich kein Problem damit haben, wenn radioaktiv verseuchtes Grundwasser für eure Wasserversorgung genutzt wird, und sei es nur für die Pflanzen in eurem Garten. Dann wirst Du auch kein Problem damit haben, wenn es 100 % mehr Krebsfälle gibt bei euch in der Gegend als an Orten, an denen es kein atomares (End-/Zwischen-)Lager gibt. Frag mal die Bewohner im Landkreis Wolfenbüttel, ob sie nahe der Asse bauen wollen. Und nun schau Dir mal die Grundstückspreise dort an. Man bekommt noch Geld dazu, wenn man dort Bauland erwerben will. So in etwa jedenfalls.
Atomenergie mag was den CO2-Ausstoß betrifft sicherlich günstiger sein als die anderen auf fossilen Rohstoffen basierenden Kraftwerke. Aber die Risiken sind zum großen Teil unabsehbar. Es gibt bisher nur virtuelle Studien, die etwa die Stabilität eines Castor-Behälters auf Jahrhunderte hinaus (und man muss hier von Jahrhunderten, eher Jahrtausenden sprechen) behandeln. Diese Studien sind vor mehreren Jahrzehnten angefertigt worden. Neuere Studien, die den aktuellen Korrosionszustand der Castor-Behälter einbeziehen, gibt es nicht. Warum? Weil die Atomlobby das verhindert.
Eine Entwicklung zu forcieren, die diese Risiken weiterhin kleinredet, die keine Lösungen anbietet, die auf sehr lange Sicht hinaus funktionieren können, ist kurzsichtig und dient lediglich der momentanen Mehrung von Reichtum einiger weniger Unternehmen. Einmal mehr die leider viel zu allgegenwärtige "Logik" des "Gewinnen privatisieren, Verluste sozialisieren".