Beiträge von capitano19

    Nunja, wenn die Herren Weinhold, Pekeler und Wiencek nicht leben wie Gott in Frankreich, dann kommen sie mit ihrem Geld schon relativ weit im Leben nach dem Profisport. Die verdienen alle im sechsstelligen Netto-Bereich, und das seit Jahren. Das Häuschen muss sicherlich nicht bis Ende 50 abbezahlt werden. Ja, das erfordert Kompromisse, aber man führt ein mehr als nur sehr solides Leben.

    Zum Thema Belastung: Die Spieler haben von März bis Oktober nicht gespielt. So eine lange Pause gab es noch nie. Dazu wurden etliche Spiele verlegt. Wer jetzt schon überbelastet ist, der macht auch was falsch.

    Karl: Jeder kann publizieren, aber nicht jeder kann sich akkreditieren. Insbesondere bei den Turnieren kommt man nicht einfach so rein, dazu benötigt man einen Presseausweis. Und selbst dann selektieren IHF und EHF danach, wer in der Vergangenheit schon oft dabei war.

    Ronaldo: Der Vergleich mit der EM 2020 in Wien hinkt, und zwar gewaltig. Deutschland hat erst in Trondheim, dann in Wien und zum Schluss in Stockholm gespielt. Hätte ich letztes Jahr in Wien das Medienhotel gebucht und mir nicht mit zwei Kollegen eine Wohnung geteilt, wären die Reisekosten der gesamten EM so hoch gewesen wie nun für die Reise nach Kairo. Flüge nach Kairo sind momentan nämlich extrem günstig, weil auch niemand hin will. Alleine die Charterflüge von Trondheim nach Wien und von Wien nach Stockholm haben circa 630 Euro gekostet. In der Bubble in Kairo sind drei Essen pro Tag inklusive, dazu die Fahrten vom bzw. zum Flughafen. Bei der EM musste ich vier Mal auf eigene Kosten zu den Flughäfen bzw. in die Stadt kommen. Ich musste mich auch selbst verpflegen oder im Hotel Frühstück dazu buchen. Alternativ konnte man warmes Essen in den Hallen kaufen, was bei einer EM zum ersten Mal der Fall war. Deine Rechnung als Beispiel für deutsche Journalisten kann man so nicht machen.

    Nein, das hat vielmehr andere Gründe. Sich als Journalist in die Bubble einzukaufen ist extrem teuer. Viele Verlagshäuser können sich das aktuell nicht leisten. Hinzu kommt, dass Reisen von vielen Chefs aktuell nicht genehmigt werden. Sehr lange war auch nicht klar, ob es eine Mixed Zone und Medientage gibt. Ja, gibt es, aber ich hatte zum Beispiel nicht die Gelegenheit etwas längerfristig alles zu organisieren. Als einziger Audio-Journalist vor Ort zu sein hätte natürlich viele Vorteile gehabt. Wenn man aber erst im Dezember erfährt, dass die wichtigste Basis für die eigene Arbeit, nämlich Stimmen zu bekommen, gegeben ist, dann ist das zu spät. Zumindest bei einer Reise nach Kairo.

    Meines Wissens nach sind drei deutsche Journalisten vor Ort, in Wien durften es so 70 bis 80 gewesen sein. Die Kollegen in Kairo in der "Red Bubble" werden alle 72 Stunden getestet.

    Rascar: Aufgrund des Wetters, auch wenn das verrückt erscheinen mag.

    Beuger: Nochmal frage ich, warum die Maßnahmen, also 20 Prozent Zuschauer, die Spieler und die Durchführung gefährden? Das ist doch auch nichts anderes als eine Vermutung Deinerseits und damit peinlich, um es mit Deinen eigenen Worten zu sagen. Dann hätten sich doch in der HBL auch gerade zu Beginn der Saison, als es teilweise noch Zuschauer gab, Spieler infizieren müssen, oder? Sind eigentlich Infektionen von Zuschauern bekannt, weil sie in der Halle waren? Oder haben Zuschauer andere Zuschauer in der Halle infiziert? Weiß man das? Mir ist davon nichts bekannt, mal so rein gar nichts.


    Du WEIßT, dass Zuschauer erst ab Reihe 20 sitzen? Du bist SICHER, dass kein einziger zum Bejubeln während des ganzen Turniers näher ran kommt? Du WEIßT, dass es modernste Luftfilteranlagen gibt, die alle Aerosole Richtung Zuschauer zurückwehen?

    Nur Vermutungen und Hoffnungen! Peinlich.

    Ich vermute und hoffe nicht, ich stelle das zur Diskussion. Da Du aber ein Hardliner bist, kann man mit Dir hierzu gar nicht diskutieren. Und natürlich weiß ich nicht, ab welcher Reihe die Zuschauer sitzen. Daher das Wörtchen "wenn".

    Doch, weil Zuschauer die Möglichkeit zu Kontakten zur Außenwelt der Spieler bieten. Dann ist es eben keine Bubble mehr.
    Finde ich schon interessant: vor einigen Wochen haben viele Leute, die für die WM sind, gesagt: "das ist eine Full Bubble wie in der NBA, da kann gar nichts passieren". Jetzt wird deutlich, dass es alles andere als eine Full Bubble ist (keine Vor-Quarantäne, fragwürdige Hygienekonzepte vor Ort, Zuschauer) und die Argumente sind jetzt: "ist da schon mal was passiert? (Antwort: wir wissen es nicht, du vermutest nur!!), wie wahrscheinlich ist es, dass etwas passiert? (Antwort: jeder mögliche Kontakt bietet die Möglichkeit, dass etwas passiert und somit die komplette Bubble platzt), in Deutschland ist es doch nicht besser (Antwort: das ist aber keine WM mit 32 Nationen weit weg für eine lange Zeit von zuhause)". Ich finde das aberwitzig!

    Wenn Zuschauer ab Reihe 20 sitzen und eine Maske tragen liegt wo genau die Gefahr für die Bubble? Meinst Du die Spieler laufen auf die Tribüne, um ihnen nicht bekannten Personen um den Hals zu fallen? Das ist doch völlig absurd.

    Der Brief der Spieler an die IHF ist genauso absurd. Man stelle sich nur mal vor, dass die Bundesregierung wieder Zuschauer in der HBL zulässt. Meinst Du, dass dann die Kapitäne der Bundesligisten hingehen und einen offenen Brief aufsetzen, in dem sie Spiele ohne Zuschauer fordern?

    Um das vorab nochmal klarzustellen: Ich würde die WM ohne Zuschauer austragen. Dennoch würde ich gerne mal in den Raum werfen, dass zu Beginn der HBL-Saison zum Beispiel in Kiel oder Magdeburg Zuschauer in der Halle waren. Hat sich deswegen auch nur ein einziger Spieler infiziert? Das ist doch die Frage, die man sich stellen muss. Man sollte auch mal einen Blick auf das Wetter werfen. Aktuell haben wir so Mitte 20 Grad in Kairo. Das Virus hat Probleme mit Wärme. Im Sommer waren die Zahlen in Deutschland auch deutlich niedriger. Und nochmal, damit es alle verstehen: Ich würde das Turnier ohne Zuschauer austragen. Aber ich sehe auch nicht den Grund für diese riesige Welle, wenn 20 Prozent der Kapazität genutzt wird. Dadurch wird das Bubble-System nicht gefährdet.

    Wo sage ich denn, dass ich pro Zuschauer bin? Das war doch überhaupt nicht meine Aussage. Es wurde auf den UEFA Super Cup mit Zuschauern verwiesen. Dass man ohne Zuschauer spielen sollte ist klar. Ich will nur den Zusammenhang zwischen Zuschauer da und deswegen Spieler infiziert erläutert bekommen.

    Mit Zuschauern in der Halle kann das gepriesene Bubble-Konzept nach NBA-Vorbild jedenfalls kaum garantiert werden.

    Ich meine das gar nicht provokant, aber frage: Warum nicht? Gibt es Studien die nachweisen, dass sich bei einer Veranstaltung mit Zuschauern in letzter Zeit Sportler infiziert haben?

    Leider hatte ich noch keine Zeit mich weiter mit Konzepten zu befassen, da ich neben der WM-Vorschau noch eine (fast) tägliche Live-Show im Video-Format plane.

    Karl: Wie ich es eben bereits sagte: Kevin Gerwin ist der Medien- und Vermarktungsberater von Andreas Wolff. Der Berater von Wolff für Transferangelgenheiten ist Sasa Bratic.

    Dass Wolff wieder in die HBL wechseln will, ist doch nichts als eine aus der Luft gegriffene Vermutung. Nach meinen Informationen fühlt er sich dort sehr wohl und ist als Kapitän der Mannschaft in Polen sehr angesehen.

    Zunächst einmal darf man dem Löwenpodcast gratulieren. Wann schafft es schon mal ein Vereinspodcast, in den großen Gazetten unseren Republik als Quelle genannt zu werden. Der arme Capitano müht sich seit Jahren ab und hat schon 100 Folgen, in der Regel journalistisch deutlich anspruchsvoller, produziert, doch das ist ihm, wenn ich nicht irre, auch noch nicht gelungen.

    Sobald einer der anderen Handball-Podcasts in diesem Land mit einem VDS-Preis ausgezeichnet wird mache ich mir Gedanken, ob mein journalistischer Ansatz vielleicht doch der falsche ist. Außerdem wird Kreis Ab regelmäßig von dpa und SID zitiert. Von daher ist alles in Ordnung. Sämtliche anderen Handball-Podcasts in Deutschland verfolgen den reinen Ansatz der Unterhaltung. Das klingt jetzt etwas komisch, aber da gibt es sogar mehrere Studien drüber. Und ich bevorzoge es dann doch mich nicht so anzubiedern wie manch anderer Moderator. Auch wenn es unterhaltend war, empfand ich da die Folge "Hand aufs Harz" mit Silvio Heinevetter als höchst fragwürdig.

    Außerdem ist doch klar woher in diesem Fall der Wind weht. Kevin Gerwin ist der Medienberater von Andreas Wolff. Es mag nun jeder für sich beurteilen, ob er hier gut oder schlecht beraten wurde.