Die Situation im Eishockey (oder Volleyball und Basketball) ist in keinster Weise mit der im Handball zu vergleichen, denn im Handball gibt es keine Playoffs. Im Eishockey hingegen wären Playoffs ohne Zuschauer finanziell für die Teams nicht zu stemmen gewesen. Verträge im Eishockey enden oft mit direktem Ende der Saison. Auch das ist im Handball anders. Spieler bekommen ihr Gehalt monatlich bis zum Ende ihres Vertrags am 30. Juni oder, falls er länger läuft, natürlich darüber hinaus. Im großen, internationalen Fußball ist ausreichend Geld vorhanden. Im Handball kann aber niemand den Einnahmenverlust ersetzen.Ich gehe daher davon aus, dass viele Spiele einfach massiv nach hinten geschoben werden, um so nicht vor leerem Haus auflaufen zu müssen.
Innerhalb des HBL-Kosmos könnte es ein erster Ansatz sein, wenn das All-Star-Game (16. Mai), das sowieso niemand braucht, gestrichen wird. Das schaufelt rein theoretisch direkt mal ein Wochenende frei. Außerdem könnte man nochmals darüber nachdenken, gegen Ende der Saison weitere Spiele nachzuholen. Der letzte Spieltag ist für den 14. Mai geplant. Man könnte Spiele am 12. Mai einschieben. Das betrifft ja dann alle, soll also niemand meckern. Und am 17. Mai könnte dann der letzte Spieltag ausgetragen werden. Somit wären bereits zwei ausgefallene Spieltage innerhalb weniger Tage nachgeholt. Das erscheint mir im Rahmen.
Außerdem sollte zumindest in der ersten Liga, wo sich die Hallensituation deutlich kritischer gestaltet und Teams teilweise noch international unterwegs sind, über jeweils ein Heimspiel ohne Zuschauer nachgedacht werden. Natürlich ist hier der Verlust beim THW Kiel deutlich größer als beim TVB Stuttgart, es könnte aber dazu führen, dass die Saison, mit ein paar Anpassungen, ganz regulär zu Ende gebracht werden kann.