Beiträge von capitano19

    Ich kann die aufgeführten Gründe für die großen Probleme in Italien nur unterstreichen. Ich habe Kontakt zu Freunden in Genua und Rom. Der Süden ist nicht ganz so schlimm betroffen, Genua bzw. Ligurieren grenzen an die Lombardei. Dazwischen liegt aber viel Brachland bzw. "Wüste". Außerdem ist derzeit keine Strandsaison. Zum Pendeln nach Mailand ist die Distanz teilweise zu weit.

    Das größte Problem ist das massive Einsparen im Gesundheitswesen in Italien in den letzten Jahren und die Konzentration der Fälle um Bergamo herum. Vorteil von Deutschland ist im Vergleich, dass der Virus nicht direkt aus China in der Masse ins Land gebracht wurde wie in Italien. Das spielt auch eine riesige Rolle.

    capitano 19, eigentlich weißt du doch ganz genau, was Roter Teufel meint. Heiermann zeigt sein wahres Gesicht, das ist völlig empathielos, zum kotzen, daraus auch noch einen Bericht zu machen. Nochmal, es leiden Menschen, es sterben Menschen und dieser Typ jammert rum über eine abgebrochene Saison. Es zeigt einfach, dass Heiermann ein niveauloser Ich-Mensch ist, ein Mitgefühl für die momentane Situation und die leidenden Menschen, hat dieser Schnösel nicht. Handball ist auch für mich ein wichtiger Lebensinhalt, momentan gibt es aber wesentlich Wichtigeres, da steht Handball einfach ganz hinten an!


    Ich versuche mal Heiermanns Aussage inhaltlich zu bewerten und die ganze Emotionen beiseite zu schieben. Da sind wir uns einig, empathisch ist es nicht. De facto ist es so, dass aus seiner Sicht kein Handlungsdruck bestand. Man hätte auch noch zwei, drei Wochen mit dieser Entscheidung warten können. Hat er einen Einblick in die finanzielle Lage anderer Vereine? Eher nicht. Spricht er aus Sicht seines Vereins? Ja. Er spricht sogar auf dem Medium seines Vereins, nämlich der BVB-Internetseite. Die Mannschaft ist Erster mit der großen Chance Meister zu werden. Klar, dass man da gerne weiterspielen will. Aus meiner Sicht verständlich. Die beste Variante wäre gewesen, dass man sich das ganze Interview gespart hätte. Journalistisch empfinde ich es im Falle von Handball World aber nicht als falsch, wenn man die Inhalte teilt, die man immer teilt.

    Freut mich, dass es euch gefallen hat. Die Hörer sind aber merklich weniger bei dieser Folge. Trotzdem wird es am Montag wieder eine neue Ausgabe geben.

    Zu Gast sind dann:

    • Olaf Bruchmann, der Chefredakteur der Handballwoche.
    • Vielleicht Günter Thomas, Redakteur beim Westfälischen Anzeiger.
    • Anja Allthaus, mittlerweile Botschafterin der EHFCL.
    • Christoph Wendt, Geschäftsführer der Frauen-Bundesliga.

    Danke. Ich falle im Gegensatz zu vielen anderen Kollegen deutlich weicher. Sorgen mache ich mir um die, die nur über Handball berichten. Oder nur über Volleyball oder Eishockey. Der Fußball wird auf Geisterspiele setzen, da gibt es dann wieder etwas zu berichten.

    Ansonsten hat mir Christoph Wendt soeben zugesagt und wird mir für das Interview der Woche der kommenden Sendung zur Verfügung stehen. Sofern ihr Fragen hat, könnt ihr die in diesem Beitrag loswerden. Ich werde sie ihm dann stellen.

    Ich nenne es mal Anfahrt, anstatt Reise. Bei 40 Minuten von Haustür zur Halle. Aber da mir gerade 80 Prozent meiner Aufträge weggebrochen sind, wird meine Moral leider von meinem Kontostand bestimmt werden. Wie Gerd Butzeck aber in der aktuellen Folge dargelegt hat, das Final Four ist finanzielle Pflicht für die Vereine und die EHF.

    Der Handball ruht leider, aber am Montag werde ich versuchen die Lage von den verschiedenen Seiten aus zu beleuchten. Ganz sicher mit dabei sein werden Helge-Olaf Käding, Gerd Butzeck und Uwe Schwenker, den ich allerdings erst gegen 17 Uhr sprechen kann. Daher wird die Sendung so gegen 18 Uhr zur Verfügung stehen. Björn Seipp hat mir auch zugesichert, dass er mir zur Verfügung steht. Sofern es denn zeitlich passt.

    Für die Woche danach plane ich ein Gespräch mit einem Experten aus Hamm ein, wo der Trainer entlassen wurde. Mit Anja Althaus beleuchte ich die Flut an Wechseln deutscher Spielerinnen nach Ungarn und ein zeitloses Interview der Woche werde ich auch noch irgendwie hinbekommen.

    Zusätzlich habe ich noch eine Folge Welthandballer mit Mia Hermansson-Högdahl in Reserve. Bis Ende März werde ich also ausreichend Themen finden. Danach wird es dann historisch. Erik Eggers wurde schon Ende 2019 von mir damit belästigt, ein paar Gespräche über alte Mannschaften zu führen, zum Beispiel den TSV Milbertshofen. Warum ging der Verein so plötzlich pleite? Wer hat da alles gespielt? Woher kam der Verein?

    So, jetzt wisst ihr, was in den nächsten Wochen so auf euch zukommt. Die übliche Länge der Sendung wird natürlich auf Dauer nicht zu erreichen sein, aber ich gebe mir Mühe. Über Themenvorschläge bin ich natürlich sehr dankbar.

    Ich lese ein wenig Sarkasmus in Deinem Beitrag. Okay das mit dem Nichtabstieg stammt aus einer möglichen Fehlermeldung

    Aber dass der „DEL-Meister“ in den jetzt abgesagten Playoffs gekürt wird, und die die eigentlich wirtschaftliche Basis sind, machte die Entscheidung schon schwer, oder?

    Aber so what... - Gesundheit und weitestgehender Risikoausschluss sind nachvollziehbare oberste Prämisse


    Nein, die wirtschaftliche Basis der Vereine sind nicht die Playoffs. Die Lizenzunterlagen werden auf Basis von 26 Heimspielen und 26 Auswärtsspielen der Hauptrunde eingereicht. Guck Dir mal die Kölner Haie an. Wenn die mit den Playoffs kalkuliert hätten, weil der Kader es sportlich mehr als nur hergab, dann hätten sie wohl massive Probleme mit der Kohle gehabt. Das stimmt also nicht.

    Manche Aussagen hier sind mit kompletter Schwachsinn noch nett beschrieben, wirklich. Ich glaube vielen Leuten ist nicht klar, welche Auswirkungen Absagen von so vielen Veranstaltungn, auch im Sport, nach sich ziehen würden. Daher wird das mit allen Mitteln verhindert werden. In der Messebranche ist das ja noch viel extremer. Da muss man sich nur mal bei Eventmarketingagenturen umhören.

    Die Situation im Eishockey (oder Volleyball und Basketball) ist in keinster Weise mit der im Handball zu vergleichen, denn im Handball gibt es keine Playoffs. Im Eishockey hingegen wären Playoffs ohne Zuschauer finanziell für die Teams nicht zu stemmen gewesen. Verträge im Eishockey enden oft mit direktem Ende der Saison. Auch das ist im Handball anders. Spieler bekommen ihr Gehalt monatlich bis zum Ende ihres Vertrags am 30. Juni oder, falls er länger läuft, natürlich darüber hinaus. Im großen, internationalen Fußball ist ausreichend Geld vorhanden. Im Handball kann aber niemand den Einnahmenverlust ersetzen.Ich gehe daher davon aus, dass viele Spiele einfach massiv nach hinten geschoben werden, um so nicht vor leerem Haus auflaufen zu müssen.

    Innerhalb des HBL-Kosmos könnte es ein erster Ansatz sein, wenn das All-Star-Game (16. Mai), das sowieso niemand braucht, gestrichen wird. Das schaufelt rein theoretisch direkt mal ein Wochenende frei. Außerdem könnte man nochmals darüber nachdenken, gegen Ende der Saison weitere Spiele nachzuholen. Der letzte Spieltag ist für den 14. Mai geplant. Man könnte Spiele am 12. Mai einschieben. Das betrifft ja dann alle, soll also niemand meckern. Und am 17. Mai könnte dann der letzte Spieltag ausgetragen werden. Somit wären bereits zwei ausgefallene Spieltage innerhalb weniger Tage nachgeholt. Das erscheint mir im Rahmen.

    Außerdem sollte zumindest in der ersten Liga, wo sich die Hallensituation deutlich kritischer gestaltet und Teams teilweise noch international unterwegs sind, über jeweils ein Heimspiel ohne Zuschauer nachgedacht werden. Natürlich ist hier der Verlust beim THW Kiel deutlich größer als beim TVB Stuttgart, es könnte aber dazu führen, dass die Saison, mit ein paar Anpassungen, ganz regulär zu Ende gebracht werden kann.