Beiträge von capitano19

    Das Problem ist eigentlich, es mag sich komisch anhören, dass Kiel und Flensburg beides sehr gute Mannschaften sind. Niemand möchte dann erst freitags in Flensburg und dann sonntags in Kiel spielen, auch wenn das reisetechnisch für Teams wie Göppingen mehr als sinnvoll wäre. In der NBA spielt man teilweise abends in einer Stadt und dann am nächsten Tag woanders. Aber hier wird natürlich immer das Negative in den Mittelpunkt gestellt. Abgesehen davon, dass so ein Doppelspieltag auch Reisekosten einspart.

    Warum sollte man den teuren Preuss denn ein Jahr auf die Tribüne setzen? Er sollte spielen und wird auch spielen, sofern er in Gummersbach bleibt. Das schreibt sein Vertrag so vor.

    In der Gruppe spielten außerdem Ägypten und Saudi-Arabien. Ich weiß zwar nicht, wen Du als Experten eingestuft hast, aber Russland war doch klarer Favorit auf Platz zwei und den haben sie am Ende auch erreicht. In die eine, wie auch in die andere Richtung recht souverän.

    Die Franzosen könnten durch ihre aktuelle Ligagröße die Sache recht simpel so gestalten, dass sie den Liga-Pokal abschaffen. Dann hätten sie einige Termine mehr frei. Die Dänen könnten auf die Playoffs verzichten. Werden beide aber beides nicht wollen. Die Bundesliga hingegen müsste die Liga verkleinern...

    Doppelspieltage waren aber immer mein Ansatz, um die Belastung auch bezüglich der Reisen und einer längeren Sommerpause zu steuern. Reist beispielsweise der SC Magdeburg einmal nach Stuttgart und spielt dort freitags, dann kann er sonntags auch problemlos in Göppingen spielen. Die lange Fahrt muss man dann nicht zwei Mal auf sich nehmen. Flensburg muss einmal nach Ludwigshafen reisen, fährt aber irgendwann später in der Saison nach Mannheim und beide Hallen leigen nur wenige Kilometer auseinander. Da spielen die sicherlich lieber mit nur einem Tag Pause. Die Vereinheitlichung der Spieltage und feste Termine in der Champions League unter der Woche tragen dazu ja erheblich bei, weil es die Planung sehr vereinfacht.

    Paul: Professioneller werden heißt nicht gleichzeitig viel Promotion und größere Ligen. Denn es müssen ja zwei weitere Teams erstmal solche Strukturen vorweisen können, dass man da von einer Verbesserung sprechen kann. In Deutschland haben auch keine 16 Clubs ausreichend professionelle Strukturen.

    Ich meinte anstatt Achtelfinale natürlich Viertelfinale, sorry.

    Wenn nur noch vier von acht Mannschaften nach der Gruppenphase in das Achtelfinale einziehen, dann ist es deutlich spannender und interessanter als zuvor. Ausruhen und schonen, aber trotzdem sicher weiterkommen ist dann nicht mehr möglich.

    Warum die französische Liga dauerhaft mehr Teams benötigt erschließt sich mir nicht. Die haben auch noch einen Liga-Pokal und warum sollte man etwas ändern, was sehr gut funktioniert? Das ist mir sowieso immer schleierhaft, dieser Drang zu etwas Neuem.

    Noch ist ja nicht klar, ob wirklich in München gespielt wird. Sollte das bei der WM in die Hose gehen, dann wird man daraus bestimmt seine Schlüsse ziehen. Bei einem so großen Land wie unserem kann es aber durchaus als positiv zu sehen sein, dass man eigentlich immer maximal 2,5 Stunden benötigt, um live mit dabei zu sein.

    Gegen die Spielorte ist ja gar nichts einzuwenden. Und wenn die Hallen mit der größten Kapazität voll werden, umso besser. Nur diese naiven Erwartungen, dass so eine Veranstaltung den Handball in der Außenwahrnehmung auf ein anderes Level heben würde, kann ich nicht teilen. Der Handball ist, wie andere Ballsportarten auch (die nichts mit dem heiligen Rasen zu tun haben) hierzulande eine Randsportart und wird es auch nach der WM bleiben. Man sollte also von so einer WM in Bezug auf die Entwickung des Handball hin zu mehr Beliebtheit nicht zu viel erwarten. Der Handball kann aus meiner Sicht viel mehr von den regionalen Vereinen profitieren. Was in den Vereinen gemacht wird, ist entscheidend. Dort findet sich das Bindeglied zu den Menschen. Bessere Förderung der Jugendarbeit z. B. kann viel bewirken. Aber auch dort läuft man den Fußballvereinen weit hinterher.

    Im Fußball ist eben viel mehr Geld unterwegs. Ehrenamt ist toll, aber es liefert eben oft nicht die Qualität, die man benötigt, um dauerhaft erfolgreich und auf einem gewissen Niveau zu arbeiten.

    Selbst dafür benötigt man aber ausreichend Leute (mindestens zwei Kameras oder dann einen, der Spielstand und Grafik übernimmt). Dann muss noch gesichert sein, dass technisch alles läuft, der Ton muss passen und die Kabel verlegt werden. Alles nicht ganz so einfach und nicht mal eben gemacht.